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in festen Gehalten besteht und die üblichen Lohn- und Ge- bührensätze allgemein bekannt sind.

Die zweite Art beruht lediglich auf dem EigcnchumSrccbte und besteht aus Mieth-, Pacht- unb sonstigen Zinsen für leibc- weise Sinteren zur Benutzung überlassene Gegenstände. Sie ist schon schwerer zu ermitteln, als Die vorige, und es wird bei ihr, so weit sie aus Kapitalzinsen besteht, der Hang zur Defraude zu bekämpfen sein, so lange, als Steuervcfrauve und Waldfrevel nicht zum gemeinen Diebstahl gezählt und als solcher bestraft werden.

Die dritte Shi besteht aus Dem Reinerträge eines Ge- werbbetriebes, nämlich in demjenigen, was Dem Gewerblrei- benden nach Abzug seiner Auslagen vom Ergebnisse seines Gewerbes zur freien eigenen Verwendung übrig bleibt ^unv wird erzielt durch das Zusammenwirken Der persönlichen Thä­tigkeit und des zum Erwerbe angelegten Kapitals. Sie be­steht also aus Arbeitslohn und Kapitalrente. Daß nun auch der Reinertrag aus Der Landwirthschaft in diese Kategorie gehört, scheint kaum noch einer besonderen Erwähnung zu be­dürfen. Der Ertrag der Landwirthschaft besteht aus der Grundrente und Den Ergebnissen Der land- wirtschaftlichen Industrie. Die Landwirthlchaft ist so gut ein Gewerbe, wie das Schusterhandwerk.

Die vierte Art besteht aus der eignen Nutzung sol­cher werthvollen Gegenstände, für deren leiheweisc Überlassung an Andere wir einen Ertrag beziehen könnten, welcher dann in Die Kategorie Der oben genannten zweiten Art des Einkommens gehören und schwerlich Der Besteuerung zu ent­ziehen sein würde. Diese werthvollen Gegenstände, Deren hohe Bedeutung in Den Lebensverhältniffeu aller Menschen die Besteuerung bis jetzt noch nicht genug berücksichtigt hat, sind besonders Wohnungen und Mobiliar, in so weit dieselben für den Besitzer nicht einen auf Erwerb gerichteten Zweck haben. Diese Nutzungen lassen sich leicht in Geld anschlagen, wenn man nur Die üblichen Miethpreise dafür, in billigen Beträgen, nimmt.

Daß bei Der Steuersebätzung eine Zusammenfassung alles steuerbaren Einkommens eines jeden Pflichtigen in Eine Summe unthunlich ist, und eine solche Schätzung weit von der Wirk­lichkeit entfernt bleiben müßte, läßt sich leicht einsehen. Dazu wird kein Sachverständiger rathen: — es müssen vielmehr alle steuerbaren Nutzungen und Einkommensarten eines jeden Pflichtigen einzeln ermittelt und geschätzt werden.

Der Laie könnte hier fragen, — was soll uns kann aber Eine Einkommenssteuer nützen, wenn doch noch jede Art steuerbaren Einkommens einzeln ermittelt und geschätzt wer­den muß? Es ist aber nicht einerlei, ob Die Besteuerung eS mit einem steuerbaren Einkommen Der Person zu thun hat, oder mit einem st e u e rp f l i ch t i g c n V e r m ögen, wo sie es findet.

In einem verdienstvollen Wertesten, betitelt: Grundzügc einer zeitgemäßen direkten Steuer - und Katastcreinrichlung von Karl Endemann, kurh. Steuerinspektor, in Kommission Der Krieger'schen Buchhandlung, von 1848, ist eine zeitgemä­ßere Methode für die Ermittelung und Schätzung des steuer­baren Einkommens dargestellt. Die Besteuerung gewinnt da­bei nicht allein eine breitere Basis, sondern sie kann auch Die individuellen Lebensverhältnisse, zum großen Nutzen Der gerin­gen Handwerker und kleinen Grundeigenthümer, mehr berück­sichtigen. (Schluß folgt.)

Börsenberichte.

~ Berlin^ 12. Febr. Preuß. greift. Aul. : Brief 107'/2, Geld —. St. Schuld-Lch.: Brief 89'/4 Geld 883/4. Seeh.-Präm. Sch.: Brief 104’/,, Geld: 104'/,. Kurh.Pr.O. 40 Thlr.: Brief —, Geld —. Fr.- Wilh.Nordb. 45'/4 â 447/s bez. u. B. Prier.Akt. 100 B.

Wien, 9. Fedr. Mek. Spree! 95'/6 95 9415/16. 4prec. 74'/,, '/,. 4'/2 proc.84'/„ 84'/,. 2’/2proe. 50, '/, '/,. Aul. 34: 169, 170, 39: 110,111.

Ernennungen:c.

Assistenzärzte Dr. Wenderoth vom 2. Infanterie­regiment wurde Der nachgesuchte Abschied bewilligt.

Kekanntmachungen.

Eingetretener Hindernisse halber kann die erste Nummer des „ B o l k s b o t e n " erst in einigen Tagen ausgegeben werden.

[116] Ho top.

[114] Antwort auf Annonce 101 in Nr. 72:

„Matt geschienen, Mond!"

[115] _ W Jetzt ist es Zeit ^ die alten ÄvtrohKüte in Die Wäsche zu schicken, damit wir dieselben zur Messe schön gewaschen, wie neu, wieder milbrin- gen können.

Madame Rödel, Amalienstraße Nr. 2, besorgt die An­nahme für uns.

Wilh. G e r r m a n n, Gebr., Strohhut­fabrikanten in Braunschweig.

(117) Bürgervercin.

Freitag Den 15. D. M. Abends 8 Uhr wird Dr. Landau Fortsetzung und Schluß über Die Geschichte des Unterganges Der städtischen Freiheit reden.

[hoi Diejenigen Leidenden,

welche sich bisher weder selbst, noch im Kreise ihrer Bekannten von der heilkräftigen Wirksamkeit der G v l d b e r g e eschen Ketten zu überzeugen Gelegenheit hatten, mache ich aus den im Druck erschienenen

Zweiten Jahresbericht

über die Heilkraft und Wirksamkeit der kaiserl. kvnigl. ö st c r r e i ch i s ch p r i v i l c g i r t e n und k ö n i g l. Preuß, k o n c cs- sion i r l c n Goldberger' dien galvano-elektrischen Rheuma- tismnsketten aufmerksam und ist diese, für Alle, die an g i ch t i- scb c ii, nervösen und rheumatischen Uebeln leiden, so höchst wichtige Schrift u ii c n tg e l d l i cki bei mir zu haben. Diese se­gensreichen Erfolge, bestätigt in amtlich beglaubigten Attestaten von mehr denn Ein Laufend Sanitätsbehörden, renommirten Aerzten und hochachtbaren Privatpersonen aller Länder Europa's, rechtfertigen sicherlich die Cclcbrilät der Goldberger 'scheu Ketten und bieten die größte Bürgschaft für deren gerühmte und gepriesene Heilkraft.

Bon dem Ersinder und Verfertiger dieser Ketten, Herrn I. T. Gold, berger in Berlin, vormals in Tarnowitz, ist mir seit Jahr und Tag der alleinige Verkauf für den hiesigen Ort übergeben und halte ich sonach mein woblassortirtes Lager der Goldberger'schen Ketten in der Original-Verpackung, zu den sestgesteüten Fabrikpreisen («Stück mit Gebrauchsanweisung 1 Thlr., stärkere â 1 Thlr. 15 Sgr. und in doppelter Konstruktion gegen veraltete Uebel « 2 Thlr., so wie schwächste Sorte a 15 Sgr.) bei Bedarf zur geneigten Abnahme bestens empfohlen.

Kassel, im Februar 1850.

Eh. Hoffmann (Fischstraßc Nr. 462).

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Anlzekommene Fremde Dom 13 Februar.

Jni Deutschen Ho s (Ahlborn): Verwalter Gebhardt n. Ziegen- berg; Ksite. Grebel a. Düren, Wilk a. Hamburg ; Studenten Biesberger u. Bönning a. Göttingen.

Im R ö m i s ch e n Kaiser (Lang) : Ksite. Kreuzberg a. Ahrweiler, Ahleniever a. Berlin u. Staats-Mare a. Hannover; Landwirthe v. Ha­gen a. Bachstedt, Lochmann a. Vieselbach u. v. Hagen a. Köttendorf.

Im König von Preußen (Schambeck): Sekr. Seeland a. Hil­desheim ii. Herzer n. Glücksbrunn; Reut. Metzger a. Muhlhausen; Kfm. Blumer a. Nordhausen.

In der Goldenen K r o n c (Schade) : Oekonomen Hupfeld und Jung u. Wcinhändlcr Jung a. Wellingerode; Fadr. Roden a. Solingen ; Bierbrauer Schmidt a. Braunau; Ksm. Moos a. Lübeck; Student Reiß a. Halle: Kfm. Heinruv a. Münden; Hopfcuhändler Sänger a. Bruck.

Im Hotel de Russi e (Klein): Partik. Schleuning a. Fürth; Gutsb. Wiegand a. Osnabrück; Ksite. Bcrduee a. Ulm u. Klingelhöfer a. Berlin.

Für die Suppenanstalt ciugegangeu: Von Hrn. I. R. 1 Thlr., I. L. K. 1 Thlr.

F r n ch tp r e i s e.

Kassel. Vom 13. Februar.

Walzen d. Vrtl. von 4 Thlr. 28 Sgr. — Hlr. bis 5 Thlr. 5 Sgr. — Hlr.

Roggen w ff ff 3 ff — ff — ff ff 3 ff 5 ff — *

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Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redaktion : Fr. Oetker und Dr. A. Pfaff. — Druck vonFriedr. Scheel in Kaffel.