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ftmumS zeigt den Beitritt ter Regierung zum Interim an. Hândt hält es für nothwendig, das Schreiben, obgleich es nur eine Notifikation enthalte und einen Antrag an die Ver­sammlung nicht stelle, an eine Kommission zu verweisen, da ter Gegenstand von der höchsten Wichtigkeit sei. Die Ver­sammlung tritt dem Anträge bei, und wird das Schreiben der Kommission für die deutsche Frage überwiesen. , Es wird hierauf die Debatte über das Bürgerwehrgesetz fortgeführt.

München, 22. Januar. Man hat hier vielleicht mehr noch als irgendwo anders die Nothwendigkeit gefühlt, aus den Nebeln herauszukommen, die das deutsche Verfassungswerk im­mer dichter umlagerten und alle Regierungen, mit Ausnahme der zwei Großmächte, bedrohten. Auch Württemberg, Han­nover und Sachsen fühlten das mit jedem Tage stärker, und Oesterreich hat eingesehen, daß Negationen und unfruchtbare Noten die Natur der Dinge nicht ändern können. Man ist über die Grundlage der den übrigen deutschen Staaten vor­zuschlagenden Verfassung einig und unterhandelt mit Preußen über den Beitritt. Bis zum 1. Mai, dem Ende des Inte­rims, soll die neue Verfassung festgestellt sein. Sie umfaßt das gestimmte Deutschland und stellt der Erntralgewalt eine den einzelnen Kammern entnommene Landes - und Volksver­tretung (?) zur Seite. Kommt das Werk, welchem man in Ber­lin schon seit einiger Zeit sich zuneigcn soll (??), zu Stande, so erhalten wir, wie längst in diesen Blättern prophezeit worden, eine der ehemaligen eidgenossenschaftlichen Verfassung ähnliche deutsche Tagsatzung (I!) Wie über diese Brücke die Schweiz langsam aber sicher zu größerer Bundeseinheit gelangt ist, so mag es auch in Deutschland erwartet werden. (!) Aus Wien hören wir, daß man im Ministerium damit umging, eine Note an die Bundes - Kommissarien in Frankfurt zu erlassen, um die angestrebte Zolleinigung officiell zu betreiben.

(Augsb. A. Ztg.)

Oesterreich.

Wien, 19. Jan. Eine Deputation von ungarischen HvnvèdS-Stabs- und Oberosficieren ist hier anwesend, um bei Sr. Majestät und dem Ministerium Beschwerde über Nichter­füllung der Komorner Kapitulationsbedingungen zu führen. In den ungarischen Theißgegenden wollen die Bauern die ungarischen Assignaten nicht annehmen, da die Idee eines Staatsbankerotts allgemein vorwaltet. Diese Furcht wird beim Volke noch dadurch begründet, daß Agenten großer Handlungshäuser Produkte um jeden Preis kaufen, um nur das Papiergeld loszuschlagen.

ZLien, 20. Jan. Das heutige Neichsgesetzblatt bringt die Landesverfassung von Mähren. Der Landtag dieses Kron­landes wird aus 92 Abgeordneten bestehen, wovon dieHöchst- besteuerten und die Landgemeinden je 30, die Städte und Märkte 32 Mitglieder entsenden werden. Das Recht beider Nationalitäten ist vollkommen gewährleistet.

Frankreich.

Paris, 25. Januar. Der Redakteur derNeforme", Gallot, ist gestern wegen Preßveraebeus vom Zuchlpolizeige- richt zu 6000 Fr. Geldstrafe und in die Kosten verurtheilt worden. General Cbangarnicr hielt gestern Heerschau über die Truppen der 4. und 6. Brigade, welche aus der Umge­gend von Paris zu diesem Zwecke am Morgen mit vollem Gepäck einmarschirt waren. Die mir Prüfung des Gesetz­entwurfs in Betreff der Mobilgarde beauftragte Kommission hat nach langen Erörterungen den Antrag der Regierung ge­nehmigt. Unsere diplomatischen Agenten zu London, in der Schweiz und in Deutschland melden, daß zwischen den Flücht­lingen in den beiden ersteren Ländern häufige Zusammenkünfte gehalten werden und daß sämmtliche Dcmvkratenvereinc des Auslandes in emsigem Briefwechsel mit ihren Gesinnungsge­nossen in Frankreich stehen.

Ueber den Inhalt der Depeschen aus Wien und Tu­rin, welche vorgestern eine Sitzung des Ministerraths veran­laßten, erfährt man unverbürgt, daß Oesterreich wegen seiner Finanznoth sich entschlossen habe, einen Theil der Lombardei

(bis zum Mincio) gegen eine bedeutende Geldsumme an Sar­dinien abzutreten, daß es aber vor dem Abschlusse des Han­dels Frankreich und England habe zu Rathe ziehen wollen. Wie es heißt, würde unsere Regierung diesem Entschlusse Oesterreichs, sein Gebiet in Italien beträchtlich zu verringern, mit Vergnügen seine Zustimmung geben; von Seiten der eng­lischen Regierung aber erwartet man Widerspruch, und Lord Normanby, den unsere Regierung befragte, soll erwidert ha­ben, er bezweifle sehr, daß seine Regierung die Ansicht des französischen Kabinets theile.

ch Kassel, 29. Jan. Zu Anfänge der heutigen Stände- sitzung beantwortete der Landtagskommissar die Anfrage des Abg. Wolf:Was die Regierung zu thun gedenke, wenn nach Vollendung der Wahlen in Kurbeffen zum s. g. Reichs­tage in Erfurt, noch immer eine Einigung zwischen der Krone Preußen und ihren Kammern nicht zu Stande gekommen sein sollte, namentlich ob dieß kein Hinderniß abgeben soll, den­noch den Reichstag zu beschicken?" und weiter:ob diese Beschickung noch von der Regierung rc. beabsichttgt werde, wenn die Kammern zu Berlin die Präpositionen .... in der Botschaft vom 7. Januar .... annehme, und so auf konstitutionellem Wege Preußen wieder zur absoluten Mo­narchie, wie einst Dänemark durch das Königsgesetz, übergeht." dahin:Die Regierung sieht zurZeit keinen genügenden Anla^, die beschlossene Betheiligung Kurhessens an der zu Erfurt Statt findenden Berathung des Verfassungs-Entwurfes vom 26. Mai v. J. wieder in Frage zu stellen, zumal die entworfene Verfassung nicht allein bezüglich des VereinSstaates auf dem konstitutionellen Regierungssystcme beruht, sondern auch dessen Durchführung in den Einzelstaaten bedingt." Hiernächst begründete Hr. Röding einen Antrag, die anderweite Ver- thcilung der ParochiaUastcn betreffend, welcher in Erwägung gezogen und dem Rechtspflege-Ausschüsse überwiesen wurde. Dasselbe geschah mit einem weiteren Anträge desselben Abge­ordneten, die Aufhebung der Monopole betreffend. Nach Er­ledigung einiger Eingaben wurde sodann zum ersten Gegen­stände der Tagesordnung, der weiteren Berathung des Forst- verwerthungsgesetzes ic., übergegangen. Um 123/4 Uhr sprach noch Hr. Förster. Um 1 Uhr sprach Herr Förster gegen die Verschiedenheit derHolzwellen" im Fuldischen und in Alt- Hessen unter besonderer Hinweisung aufEinheit Deutsch­lands." Um 1 Uhr 10 Minuten und gegen 1 Uhr 20 Minuten redete Herr Förster noch.

Angckonrmene Fremde vom 28. Januar.

Im Hotel el e Russie (Klein) : Gutsb. v. Breitenbach a. Königs­berg, Hildes a. Mecklenburg; Inspektor Eichel a. Berlin; Rent. Löding a. Olmütz; Kfltc. Zimmermann a. Mannheim, Stellmann a. Hamburg, Map a. Goßlar.

In der g o l d c n c n K r o n e (Schade) : Forstkandidat Lampmann a. Veckerhagen; Kfm. Thübe a. Berlin; Stent. Türkheim a. Magdeburg; Assessor Theys a. Schenklengsfeld; Maler Greifhauch u. Arnsteiner aus Düsseldorf - Kfm. Vorbeck a. Leipzig; Ock. Böhm a. Gießen; Doktor Bauer nebst Tochter a. Trepsa; Ingen. Hanquet a. Melsungen; Kaufm. Nathan nebst Sohn a. Bingen.

Im K ö n i g von Preußen (Schambeck) : Rentier «Lchock aus Langensalze, Henckel a. Frankfurt; Kflte. Helmuth n. Richter a. Merse­burg, Winter a. Regensburg, Meining a. Osterode, Winckler a. Leipzig, Blatlenstein a. Bremen, Greimer a. Mannheim; Kammerherr v. Ahle- feldt u. Lieutn. v. Ablekeldt a. Sertorf; Hauptm. v. Werden m. Gemah- lin a. Berlin; Fabr. Oertel mit Frau a. Düsseldorf; Gch.Rth. Tcuchrrt a. Königsberg; GutSb. Eigens u. v. Nolding a. Westphalen.

Im R ö m i s ch e n Kaiser (Lang): Kauflte. Eisemann a Pforz­heim, ^chohler u. Frederking a. Leipzig, Mohr a. Halle, Sippermann a. Barmen, Herhbach a. Köln, Werthern a. Aachen, Stübler a. Hamburg, Schonhal; a. Berlin; Oek. Dorn a. Westphalen.

Im Deutschen Hof (Ahlborn): Hüttenschreiber Rückert a. Lip- poldsberg; jlflte. Markheim a Gudensberg, Michels a. Essen, Göttmann a. Lippstadt, Mathias u. Sohlfeld a. Hannover, Krämer a. Frankfurt; Oekonomen Ziegler n. Gotha, Heckclthicr a. Schweina; Postmeister Luck- Hardt a. Ziegenhain; Direktor Haas mit Fam. a. Magdeburg.

Eingegangen für Christoph Niemeyer zu Gottsbüren: Bon Ungen. 1 Thaler, W. N. 5 Sgr., C. S. 15 Sgr., v. U 1 Tblr., A. B. 15 Sgr., Dr. Str. 1 Tblr. .

Bcrautwortlichcr Herausgeber: Fr. Oetker. Redaktion: Fr. Oetker und Dr. A. Pfaff. Druck von Friedr. Scheel in Kassel.