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habe nicht mit Enthusiasmus für das preußische Bündniß ge­stimmt, sondern sogleich bei der Abstimmung erklärt, daß er dasselbe für eine eiserne Nothwendigkeit hatte, um zu retten, was zu retten sei. Sei doch der Abg. Hildebrand selbst nach seiner eigenen Angabe nur deßhalb mit nach Stuttgart ge­gangen , um dort von der frankfurter Verfassung zu erhalten, was noch zu erhalten gewesen sei. Jedenfalls müsse der En­thusiasmus des Abg. Hildebrand für die preußische Gesetz­gebung größer sein; er würde an dessen Stelle sie lieber gleich ganz einführen, um nicht das preußische Bcglückuugs- system theclöffclweis zu bekommen. Abg. Hildebran-d: Er habe den Vorrednern keincsweges einen Vorwurf wegen ihrer frühern Abstimmung gemacht, sondern könne nur ihre jetzige nicht begreifen. Abg. Manns macht, da die An­nahme des Gesetzes bei der Mehreinnahme, die cs zur Folge habe, sich als Finanzfrage darstelle, und andererseits ein großer Widerwille gegen dasselbe Herrsche, den Vermittlungs­vorschlag, die Berathung bis dahin auszusetzen, wo das AuS- gabcbukgct festgestellt sein werde, um daun zu sehen, ob die Annahme des Gesetzes zur Beschaffung der nöthigen Einnahme erforderlich sei. Staatsrath Wippermann: Die Staats­kasse werde durch das Gesetz nur etwa 10,000 Thlr. Mehr­einnahme haben; die Rücksicht daraus könne also nur einNc- bengrund sein; der Hauptgrund für das Gesetz sei vielmehr die Berücksichtigung des Gewerbes selbst. Die bisherige Be- steuerungsweise stehe bei uns in ganz Deutschland isolirt und könne sich deßhalb unmöglich lange halten, zumal sie auf irri­gen Voraussetzungen beruhe. Die jetzt vorgeschlagene hingegen sei eine wissenschaftliche Erfindung und werde sich deßhalb über kurz oder lang doch Bahn brechen. Es sei daher ge­rathen, zur rechten Zeit dahier ciuzulcnken. Wenn auch die deutsche Einheit vielleicht noch nicht alsbald zu Stande komme, so müsse man doch eine materielle Einheit aUmalig vorzube­reiten suchen, der dann die politische sicher folgen werde. Er sei überzeugt, daß, wenn die Versammlung das Gesetz ver­werfe, sie cs dereinst bereuen werde. Der Abg. Bayrhof- fer glaubt dieß nicht. Die deutsche Einheit werde jedenfalls in wenigen Jahren hergestellt werden, dann würden die Räu­bereien an den Gränzen Wegfällen. Die paar Jahre könne man sich ja noch beruhigen und werde sich bei der bisherigen Einrichtung vielleicht glücklicher fühlen. Der Abg. Wolff erklärt sich gegen den Mannsschen Antrag, die Abg. Henkel und Brenner dafür; ersterer stellt zugleich den allgemeinen Antrag, das Gesetz vorerst zurückzulegen. Nachdem noch die Abg. Beuther und Cöster gegen den Entwurf geredet ha­ben und der Abg. Förster abermals einigeberichtigende Be­merkungen" gemacht hat, entspinnt sich eine längere Debatte über die Frage, ob zuerst über den Mannsschen Antrag oder über den des Abg. Theobald, auf das Gesetz überall nicht cinzugehcn, abgestimmt werden solle; die Priorität des Manns­schen Antrags wird gegen 17 Stimmen, ebenso der Antrag des Abg. Henkel auf Aussetzung der Berathung gegen 17 Stimmen abgelehnt, dagegen der deö Abg. Theobald gegen 12 Stimmen angenommen.

Ernennungen k.

Es wurde

der Rentmeister G r ö sser zu Schwarzenfels zur Rcnterei Salmünster in gleicher Eigenschaft versetzt;

der Salzamts-Accessist Avenarius zu Nauheim provi­sorisch zum Assessor bei dem dasigen Salzamte,

die Kanzlisten K a i s s e r und Cornelius bei der Ober- sinanzkammer zu Registratoren, und

der Controleur Reinmvller auf dem Fischhofe bei Bettenhausen zum Kanzlisten bei der Obcrfinanzkammcr ernannt.

Iekmmtmachungcn.

[4] Der Weißgerber und Leimsieder Jean Richc von hier ist am 21. September l. I. ledigen Standes verstorben

und von dessen Schwester, der Ehefrau des Graveurs Philipp Werner, geb. R i ch e dahier, die Erbschaft unter der Rechts- wehlthat des Inventars angetrcten worden. Aus diesem und dem andern Grunde, daß die übrigen zur Erbschaft berufenen Verwandten unbekannt sind, ist der Nachlaß unter Kuratel ge­stellt und die Ausnahme eines Inventars über denselben ver­fügt worden. Es werden zu dem Ende alle Diejenigen, welche Forderungen an den gedachten Nachlaß zu machen ha­ben, aufgefordert, solche

den 11. Februar k. I., Vormittags 10 Uhr, basier zuni Zweck der Eintragung in das Inventar anzumelden.

Zu demselben Termine werden zugleich alle unbekannten Erben des Verlebten geladen, um ihre Erbansprüche geltend zu machen.

Hanau, 22. December 1849.

Kurf. Hess. Landgericht.

Geier.

Vdt. Molter.

Kommis - Gesuch.

[14] Für ein lebhaftes Kolonial - Waaren - und Wein- Geschäft en gros und en detail ein angehender Kommis. Anerbietungen bittet man in der Expedition dieses Blattes unter der Adresse A. Z. Nr. 225 niederzulegen.

1929.

und die Welt ist nicht mehr.

So spricht die Offenbarung Johannis, Nach dem Französischen des Abtes Charbonnel von Ferd. Freih. v. Biedenfeld. Gr. 8. Geheftet. Weimar,

Voigt. % Thlr.

Zu haben in der Buchhandlung von G. E. Vollmann in Kassel. [20]

[19] Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen: Stimmen des gesunden Menschenverstandes über Unsterblichkeit der Seele. Für Jeder­mann verständlich. Von einem Nicht-Theo­logen. Frankfurt a. M., bei I. Rieck, Markt Nr. 46. Preis br. 6 Sgr.

[13] Ein junger Mann , welcher vom Militär befreit ist, und über seine Befähigung sowohl als wie über sein sitt­liches Betragen genügende Zeugnisse auflegen kann, sucht eine anderweitige Stelle als Postgehülfe, und sieht derselbe mehr auf eine freundliche Behandlung als ein starkes Honorar. Reflektirende wollen sich an die Expedition dieses Blattes wen­den, welche nähere Auskunft ertheilt.

Angekommene Fremde vom 9. Januar.

Im Römischen Kaiser (Lang) : Obergerichtsrath Klapp aus Korbach; Kfm. Levin a. Bertin; Part. Homberg u. ReyfuS a. Frankfurt.

Im D c u t s ch e n H o f (Ahlborn) : Kfm. Pfaler a. Berlin; Oek. Hupfeld mit Frau u. Kfm. Jung a. Willingerode; Pfarrer Kröger aus Dpfercbe; Fabr. Heyroth a. Magdeburg.

Im Hotel de R u s s i e (Klein) : Pfarrer Lange a. Hannover; Oek. Günther a. Hildesheim; Kflte. Michaelis a. Fritzlar, Tönninger a. Halle; Reut. Schwaab a. ^tuhlweisenburg; Ncgot. Pellt a. Lyon.

In der g o l d e n e n K r o n e (Schade) : Kauflte. Stern a. Berlin, Stern a. Borken, Bodenheim a. Allendorf, Pretorius a. Mainz, Abra* Ham a. Treysa. _

Im König von Preußen (Schambeek) : Ksite. Schlitter aus Arolsen, Prulow a. Paris, Fröhlig a. Mannheim; Rent. Unterberg a. Quedlinburg; Part. Roßenbran a. Wien.

Börsenberichte.

Berlin, 8. Januar. Preuß. Freiw. Anl.: Brief:, Geld: 10674. St.Schuld-Sch.: Brief: 89. Geld 88'/,. Seeh.-Präm.Sch.: Brief:, Welt: 102'/,. Kurl). Pr.O. 40 Thlr.: Brief: 33, Geld: 32'/,. Fr.Wilh.Rordb. 43%, 42% â 44 bez. Prior.Akt. 100% â 100 bz. u. B.

BerantwoNlicher Herausgeber: Fr. Oetker. Redaktion: Fr. Oetker und A. Pfaff. Druck von Friedr. Scheel in Kassel.