— 1558 -
Das Journal des österreichischen Lloyd wird schon einigt- Tage vor Beginn deâ neuen Jahres unter dem abgekürzten Namen
„D er Lloyd"
in neuem Format erscheinen. Es liegt in der Absicht der Gründer des Journals, dasselbe den ersten politischen Zeitungen deutscher Zunge gleichzustellen. — Das Journal wird in seiner neuen Form zwei Mal täglich als
Morgenblatt und Abendblatt erscheinen, und demnach anstatt der bisherigen sechs Bogen, wöchentlich in zwölf Bogen ausgegeben werden.
Das Ncichstagsblatt, welches im Auftrage des „Lloyd" in Krcmsier redigirt und gedruckt wird, liefert mit fast stenographischer Genauigkeit die Verhandlungen deS Reichstages, und wird allen Abonnenten des Journals gratis beigegeben, welche mithin die Reichstags- berichte viel vollständiger und viel früher empfangen, als durch andere Wiener Blätter. In dem „Lloyd" wird ein Feuilleton, eines großen Journals würdig, begründet, dessen Redaction Herr Karl Beck übernehmen wird.
Trotz dieser umfassenden Vergrößerung wird der Preis des Blattes nccbt erhöht werden. Der Preis für Wien bleibt 12 fl. für das Jahr, 3 fl. für das Vierteljahr; außerhalb Wien mit frei; r Postversendung innerhalb der österreichischen Monarchie, 15 fl. für das Jahr, 3 fl 45 kr. für das Vierteljahr. — Die Plänumeranten werden ersucht, die Abonnements- Gelder in Oesterreich unmittelbar an die „Erpevition des Lloyd" unfrankirt einzusenden, welche für die pünktliche Beförderung der Blätter schleunigst sorgen wird.
Oeslerreichische Polksbläller für Stadt und Land, welche wöchentlich in drei Bogen erscheinen sollen, werden als Ertra.Beilage rein „Lloyd" beigegeben und sollen dem langgefühl- ten Bedürfniß eines guten Volköblattes abhelfen. Die Redaktion derselben wird bewährten Kräften anvertraut. Um die Verbreitung dieser Blätter möglichst allgemein zu machen, ist der Preis für das ganze Jahr (halb- und vierteljährig im Verhältniß) in Wien auf 2 fl , für die österreichische Monarchie mit freier Postversendung auf 3fl, für zehn vereinte Abnehmer unter Einer 'Adresse auf 25 fl. festgesetzt worden. Den Abonnenten des „Lloyd" werden die „Volksblätter" zu diesem Preise aus gleich feinem Papier, wie das des Hauptblattes geliefert, während Andere es auf einem geringeren Paviere erhalten.
Mit dem 1. Januar 1849 beginnt ein neues Abonnement auf die Hanauer Zeitung.
Die Blätter der Vergangenheit unb Gegenwart, als Beilage der Hanauer Zeitung, bieten dem Freunde einer unterhaltenden Lektüre belletristische und historische Aufsätze, sowohl ernsten als humoristischen und fatyrischen Anhalts, Original - Erzählungen und zeitgemäße Poesien, neben einer Menge Mannichfaltigkeiten, die den Tages- brgobe»hellen »»gehören.
Da die Theilnahme, welche diesen Blattern immer mehr zu Theil wild, sich nicht blos auf den Ort ihres Erscheinens und die nähere Umgegend beschränkt, sondern dem ausgebreiteten Leserkreis derselben sehr erweitert; so eignen sich solche ganz vorzüglich zu Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art, welche gegen 4 kr. per Zeile ausgenommen werden.
Der Preis der Hanauer Zeitung mit ihren Beiblättern beträgt für Hanau 3 fl. 30 kr. halbjährlich. Die weiter entfernten Abonnenten hingegen werden sich, so lange noch die jetzigen Verhältnisse bestehen, einen mäßigen Aufschlag ihrer löblichen Postämter gefallen lassen. Vom Tage der Anbestellung an bis zum 1. Januar, dem Beginn des neuen Halbjahrs, erhalten neuzu» gehende Abonnenten die Zeitung unentgeltlich.
H a n a u, im December 1848.
Die Redaction der Hanauer Zeitung.
Einladung zum Abonnement auf die unter verantwortlicher Redaktion von Franz Löh er i« Per läge von W. Er ü well in Paderborn erscheinende
Wf(ifälifd)c Zeitung. 1
Dieselbe beginnt mit dem Jahre 1849 ihren zweiten Jahr, gang und erscheint von da ab täglich mit Ausnahme des Montags in Nummern von einem Bogen, nach Umständen mit Ertra- blättern, zum Preise von 18 Silbergroschen vierteljährig, wozu für Auswärtige ein verhältnihmäßiger geringer Postauffchlag kömmt. Die Westfälische Zeitung hat seit ihrem dreivieiteljähriqen Bestehen konsequent und ehrlich ihr Streben durchgeführt, für die Heranbildung und Herrschaft eines vernünftigen und mächtigen Voltswillens und für den Neubau eines einig festen Deutschlands zu wirken. Die konstitutionett-demokra- tischen Grundsätze hat sie in entschiedener, aber würdiger Weise vertreten, und durch leitende Artikel, reichhaltige Original-Corre- spondenzen und andere Berichte die politischen Tagesfragen in bündiger und Jedermann verständlichen Sprache vollständig geliefert. Dadurch hat sich die Westfälische Zeitung über Erwarten zahlreiche Abonnenten und in bedeutenden Kreisen Geltung erworben. Der äußerst geringe Preis macht es auch dem Unbemittelten möglich, sich die Westfälische Zeitung zu halten. Vielen aber außerhalb der rothen Erde wohnenden Westfalen ist vieles Blatt als ein getreuer und freisinniger Berichterstatter ans ihrer alten Heimath gewiß sehr willkommen.
Bestellungen auf die Westfälische Zeitung wolle man bei den zunächst gelegenen Postämtern möglichst bald machen, indem auf vollständige Eremplare nur bei rechtzeitigem Eintreffen der Bestellungen in Paderborn gerechnet werden kann. Bei ihrer weiten Verbreitung empfiehlt sich die Westfälische Zeitung ganz besonders zu Ankündigungen, welche mit 1 Sgr. für die gefpal-. teilt Zeile oder deren Raum berechnet werden.
Paderborn, im December 1848.
W. Crüwell.
Vor mehreren Monaten wurde ein Gesuch von 171 Hauseigenthü' meru dahier an den Stadtrath gegeben, in welchem um Aufhebung des Zwangsrechts der Schornsteinfeger, eventuell um Einsetzung mehrerer Schornsteinfeger dahier gebeten wurde, zu »'eichen ich unter Anderen vor- geschlagen bin. Mehrere Bittsteller sind in Folge dessen von Betheiligten mit der Frage zur Rede gestellt worden, wie sie so etwas unterschreiben könnten. Auch ist versucht worden, mich dahier bei dem Publikum zu verläumdeu. WaS will man damit bezwecken? Glauben die Leute etwa, daS Publikum in ihrem Geschäfte noch ferner im Zaum zu halten und daß sie ein Erbrecht dieses ZwangSrechts hätten? Ich glaube wenigstens, daß sie sich sehr täuschen, denn Freiheit und ZwaugSrechte sind geborne Feinde, und wo die Freiheit erisiirt, da müssen die ZwaugSrechte daS Feld räumen Unser gegenwärtiges Zeitalter kann es unmöglich gestatten, daß ein Bürger über des andern Tasche Herr ist, welches in dem vorliegenden Entwurf bei den Laudständcn, die Aufhebung der Monopole und Zwangsrechte betreffend, sich schon ohnedem geben wird. ES wäre also angemessen, die Herren fügten sich in die gegenwärtige Zeit und unterließen allen Haß wegen meines Antrags.
Maurer.
Angekommene Fremde vom 29. December.
In der g old neu Krone (F. Schade): Kaufl. Schmidt aus Gotha u. Dorndorf mit Frau ans Hamburg: Oeconvmen Brenemanu aus Marburg u. Becker aus Güttingen; Schifföherr Focke aus Münden.
Im Römischen Kaiser (J. L. Langt: Kaufl. Schmahlholz aus Bremen; Dr. Berner aus Leipzig; Offizier Stausemann aus München; RegierungSrath Freitag aus Mannheim; Stud. jur. £anj auâ Halle; Oeconom Schiuzinger aus Braunschweig; Part. Bäâder aus Hannover.
Im Hotel d e Russin (E. Klein): Kaufm. Zindel aus Oppeln; Reut. Bertell aus Saarlouis und Krüschell ans Allendorf; Regt. Petit aus Lyon; Fabrik. Demmer aus Zwickau; Part. Weintraut aus Neuwied.
Im König von Preußen lG. Schambek): Fräulein EyerSdorf aus Lüneburg; Kaust. Mans ans Neusbach u Otto Baum auS Neustadt; Rent. Müller mit Familie aus Stuttgart; Oeconom Henze aus Nordhausen; Baron v. Schott» aus Schotta.
Kurfürstliches Koftheater. .
Sonnabend, 30. Dec. Faust. Tragödie von Gothe. In sechs Abtheilungen. Musik von Lindpaintner.
Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redaktion: Fr. Oetker und A. Pfaff. — Druck uns Verlag von Th. Fischer in Kâsset.