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Gründung eineS nationalen Vereins von unserer Seite allmählich aufgehoben werden sollte), die Bildung eines solchen Vereins unmöglich sei. Niederreißen jener Scheidewände, die eine schroffe Aristokratie aufgebaut habe, Auflösung des dahier bestehenden Casinos mit seinen, einer veralteten Zeit angehörigen Skatuten, innige Verschmelzung aller Stände in socialer Beziehung, das waren die Bedingungen, welche er stellte, um zur Gründung eines nationalen Vereins schreiten zu könnnen. Wir können nicht umhin, eine Stelle seiner Rede so ziemlich wörtlich mitzuthei- !en. „Hört Ihr Bürger! Euch ist der Zutritt in daS Casino versagt (unrichtig, denn keinem achtbaren Bürger ist solches statutengemäß verwehrt), mit Euch treibt der Kastengeist so weit sein Unwesen, daß es Euch sogar nicht zustcht, einen der Herren im Casinolokale selbst aufzusuchen, sondern Ihr müßt demüthig an der Thür anklopfen. Hört Ihr Bürger! und warten, bis es den hohen Herren beliebt, Euch auf dem Gange abzufertigen. Ihr Bürger, wer es mit mir meint, der trete her zu mir!" So streute der Redner von vornherein den Samen der Zwietracht auf ein Feld aus, in dessen Furchen man so eben den Samen der Einheit und der gesetzlichen Freiheit legen wollte! Aber Tank sei's dem Volksverstande und dem gesetzlichen Sinne unserer achtbaren Mitbürger, denn auch nicht Einer der Versammelten wendete sich den verkehrten Absichten des Herrn zu. — Wir halten es für unsere Pflicht, diesen Vorfall der O'ffentlichkeit zu übergeben und wünschen, daß Aehnliches fernerhin unterbleibe. Solche Aeußerungen, namentlich dann, wenn sie in dem Vertheidigungsgewande rc. auftreten, verfehlen ihre Wirkung auf einen gewissen Theil des Publikums nicht, indem sie nur zu leicht im Interesse feindseliger Tendenzen gegen Personen und Sachen ausgebeutet werden, welches sich schon hier in der Verbreitung der traurigsten Gerüchte (von Demolirung des Easinogebändes je.) genugsam gezeigt hat. — H.
Pekanntmachungen.
Zur Eröffnung des am 12. Juli d. J. von dem Hierselbst verstorben- n Tabacksfabrikanten Franz Heinrich Thorb ecke bei unterzeichnetem Gerichte hinterlegten Testaments ist Termin auf d e n 1 0. k. M.
Morgens 10 Uhr, anher anberaumt worden., zu welchem die Bctheiiiglen vorgelaveu werden.
Kassel, am 25. December 1848.
Kurfürstliches Stadtgericht.
[424] Gleim.
ges. Schnackenberg.
Am 29. d. M., Nachmittags 3*/2 Uhr, wird der ständige Ausschuß in öffentlicher Sitzung, im Stadtbau, mit der Berathung des ihm mitgetheilten städtischen Grundetats für das Jahr 1849 sich beschäftigen.
Einlaß - Karten zu dieser Sitzung können im Rathhause in Empfang genommen werden.
Kassel, am 26. December 1848.
[425] Der Bürger-Ausschuß der Residenz.
Schwarzenberg.
Die Hamburger B örsen-H a lle, welche täglich erscheint, bringt alle bis 6'/, Abends in Hamburg eintreffenden Nachrichten, und ist dadurch in den Stand gesetzt, besonders die Nachrichten aus Dänemark, den deutschen Herzogthümern Schleswig und Holstein, wie dem ganzen Norden, so schnell als möglich zu liefern. Außerdem gibt sie alle Handels- und Schifffahrtö- vachrichten vollständiger als irgend ein anderes Blatt. Durch
ihre große Verbreitung auch in England, Frankreich und den überseeischen Plätzen, eignet sie sich vorzüglich zur Aufnahme von Anzeigen jeder Art. Bestellungen auf die Zeitung nimmt jedes Postamt an.
Vom 1. Januar an wird ausgegeben der
I Nachtrag
zum Ha upt - V erzeichniss des Casseler Musika Heu - Leih - Instituts
(enthält gegen 4000 neue Pieren)
Preis 5 Sgr.
Hauptcatalog wie Nachtrag werden auf Verlangen gern zur Einsicht mitgetheilt.
Cassel. O. l^nckhardt,
[426] Musikalienhandlung.
Angekommene Fremde vom 28. December.
Im Römischen Kaiser (I. L. Lang): Banquier WiegberS und Wageufabrikant Fischer-Dick aus Frankfurt a. M.; Kaufl. Thrull aus Braunschweig, Drâßler aus Berlin, Neinstein aus Glauchau u. Dyckmann ans Aachen; Oberverwalter Bang aus Harleshausen; Jnspector Heycke mit Frau aus Arolsen.
Im Hotel de Russie (C- Klein): Kaufl. Eberhardt aus Zerbst und Hartmann aus Nordheim; Part. Gundlach aus Lauenburg: Rentier Meermann aus Goslar; Stud. jur. et ehern. Bergmann aus Kiel.
Im König von Preußen (®. Schambek»: O.-L.-G.-Referendar Gottschalck ans Paderborn; Geheimrath Hebenstreit ausPautzeu; Rentier Holzer mit Familie aus Leipzig; Graf Hosinski v. Scheckehein; Particul. Elber mit Tochter aus Magdeburg.
In der goldnen Krone (F. Schade): Oecononi Mette aus Beberbeck; Kaust. Stützer aus Karlshafen u. Jongens aus Eiberteid; Part. Menze aus Hamburg.
Handels- und Börsennachrichten.
Frankfurt. 27. Dee. — Kurhessen: Fr. Wilh. N. B. Certi- ficate 39’/, B. 39% G.: Vierzig -Tb. Loose 25'/, B. 25'/. G. — Oesterreich: 5pCt. Metall. 74'/. P. 73'/. G.; 4pCt. M. 59'/, P. 59 G.; 2'/,pCt. M. 39'/. P. 38'/, G.; Bankact. 1201 P. 1193 G.: 250 fl. Loose 77 P. 76'/, G.; 500 fl. Loose 129 P. 128% G.; 4'/, pCt. Bethm. Obligat. 69'/, P. 69 G ; 4pCt. Bethm. Oblig. 60 P. 59 G. — Preußen: Staatsschuldsch. 3% pCt. 79'/, P. 79 G.; Prâmiensch. - P. 91 G.: Köln-Aachen. E. A. — P. — G.: Köln-Mind. D. A. 80*/, P. 80 G. — Baiern: 3'/, pCt. Oblig. 76'/, P. 76 G.; Ludw. Kau. Act. — P. — G.; Ludw. Berb. Act. 67% B. 67'/, G. — H.Darmstadt: 50fl. Loose 61 %U 61 % G.; 25 fl. Loose 21 P. 20% ®.; 3% pCt. Oblig. 76% P. 75% G.; 4pCt. Oblig. 85% P. 85 G. — Baden: 3'/,pCt. Oblig. 74% ^. 74% ®.; 50fl. Loose45'/. P. 45'/. G. ;
35 fl. Loose 26% P. 26 G. — Würtemberg: 3% pEt. Oblig. 77 P. 76'/, G.: 4'/, vEt. neue Oblig. 91 P. 93% G. —
Nassau: 3'/, pCt. Oblig. 79'/. P. — G.: 25 fl. Loose 21 P. 20% G. — Frankfurt: 3 pCt. Oblig. 77 P. 76% G.; 3% vEt. Oblig. v. 1839. 90% P. 90'/, G.; 3% pEt. Obl. v. 1846. 87% P. 86% G.; TaunuSbabn- Act. 270 P. 267 G. — Holland: 3'/, pCt. Jntegr. 48% P. 48®.; 4 pEt. Oblig. — P. 74 G.: 3'/, Synd. — P. 74 G. — Spanien: 5 pCt. Activsch. — P. — G.; 3 pCt. Innere Sch. 19% P. 19% ®. — Portugal: 3 pCt. Cons L. St ü 12 fl — P. — G. — Polen: 200 fl. Loose — P. 97% G.; 4 pCt. Oblig. über 500 fl. 72% P. 72 ®. — Rußland: 4 pCt. in R. fl. 2. b. Grun L C. — P. 79'/, G.; 4pCt. dSgl. b. Stiegl. & C. — P. 79/. G.— Sardinien: 36 Fr. Loose b. Bethm 2t'/. P. 23'/. G. — GoldcourS: Pistolen 9 fl. 54 kr.; Pr. Friedrichsd'or 9 fl. 55 kr.; holl. 10 fl. St. 10 fl. 2 fr.; 20 Fr. St. 9 fl. 36 kr.; Engl. Sov. 12 fl. 2 fr.; Randduc. 5 fl. 36fr. — Wechs.-DiSc. 1%.
Kurfürstliches Koftheater.
Sonnabend, 30. Dec. Faust. Tragödie von Göthe. In sechs Abtheilungen. Musik von Lindpaintner.
Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redaktion: Fr. Oetker und A. Pfaff. — Druck und Verlag von Th. Fischer in Kassel.