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Mr Regierung sönnt jr^t , no fit mit Ausführung trS Gesetzes vcm 31. Ocicber b. J. beschäftigt fri, auf birftö solchem geradezu nubirflrtitrnbt Gesuch unmöglich eingehen Nach einigen Bemerkungen des Abgeordneten Henkel und des Viccpi äsidenten wirb der Aus- schußannag angenommen. Abgeordneter Wiedemann behält sich einen selbstständigen Antrag dieserhalb im Interesse des Verwal- tungsbeziikes Schmalkalden vor. Der Abgeordnete Rauh berichtet Namenö des Eingabenausschusses über eine vom vr. Fiedler übersandte Eingabe mehrerer Apotheker Kurhessens um Verbesserung der Lage der Apotheker Deutschlands und Anstellung eines pharmaceutischen Referenten beim Bezirksrathe. Die Versammlung geht nach dem Anträge des Ausschusses über den ersten Theil als nicht hieher gehörig, und über den zweiten als brm Bezirks- rathe selbst zu überlassen, zur Tagesordnung über.
Nach einigen andern Berichten über Eingaben berichtet der Dickpräsident für den sogenannten geheimen Ständeausschuß über die demselben gemeinschaftlich mit der Haupt-Staatèkasse-Dirccnon obliegende Emistron der kurhessischen Kassenscheine. Es geht aus dem Berichte hervor, daß die Anfertigung der Kassenscheine dem Hrn. Dondorf zu Frankfurt a. M. gemeinschaftlich mit dem Duch- dincker Theodor Fischer dahier für die Summe von einigen und 20,000 Thalern übertragen ist, welcher sich jedoch zur möglichsten Verwendung von inländischen Albeitern verbindlich gemacht hat. DaS erforderliche Papier wird vom Fabrikanten Discher in Nengshausen geliefert, und die Fabrikation der Scheine geschieht in Kassel unter steter Aufsicht. Die Versammlung beschließt, den Bericht zur Einsicht der Mitglieder im Landsyndicate aufzulegen.
Für den Abgeordneten Oetker verliest der Abgeordnete v. Sybel die schriftliche Begründung*) der oben erwähnten Anträge, jedoch mit der ausdrücklichen Verwahrung, daß er sich dadurch keineswegs von vorn herein für dieselben erklären wolle.
Es wird beschlossen, dieselben in Erwägung zu ziehen, und sie an einen zu wählenden Berfassungsausschuß zur Begutachtung zu verweisen. Die Wahl soll aber auf Henkels Antrag bis nach dem Schlüsse über das Wahlgesetz ausgesetzt bleiben.
Der Abgeordnete Spohr begirindet seinen Antrag wegen Ablösung der Huterechtc; nachdem jedoch der Landtagscommissar deshalb auf 8- 20 und 21 des jüngsten Landtagsabschiedes hinge- wiesen, und erklärt hat, die StaatSregieruug könne in einem erneuerten Beschlusse hierüber nur einen Vorwurf für sich erblicken, daß sie den dort gegebenen Versvrechlmgen noch nicht nachgekom- men sei, läßt der Antragsteller seinen Antrag vorerst beruhen.
Der Präsident verkündet noch den oben erwähnten, während der Sitzung übergebenen Antrag des Abgeordneten Wiedemann, „bit Siaatsregierung zu ersuchen, der in Folge der Inkorporation des Verwaltungsbezirkes Schmalkalden in den Bezirk zu 9iokn= burg eimretendru klebe!ständen durch Errichtung eines eigenen Obergerichtes für Schmalkalden oder in sonst geeigneter Weise abzuhelsen."
Nachdem die Versammlung den während der Sitzung ver- theillen Bericht über das Wahlgesetz ausnahmsweise bereits Donnerstag zu berathen beschlossen hat, wird die öffentliche Sitzung geschlossen und zu einer vertraulichen übergegangen. In dieser sind dem Vernehmen nach die Herren Nebelthau mit 37, v. Waitz mit 34, Henkel Mit 31, Schwarzenberg mit 22 und Eissengarthen mit 18 Stimmen zu Mitgliedern des geheimen Siändeausschusses zur Controlwung der Verwaltung des Staatsschatzes vorgeschlagen, aus welchen die Staatsregierung 3 Mitglieder auszuwählen hat.
Ergänzung
der, in Nro. 2 0 0 vieles Blattes gegebenen Erwiderung auf die in Nro. 196 vor komm end, Rüge.
Das erste militairische Anstellnngs-Nescript des Ober -Stabsarztes Dr. Speyer, welches vor uns liegt, ist am 9. November 1813 ausgestellt. Derselbe ist sonach, — unseres Wissens —, der älteste brr jetzigen activen Militär-Aerzte. An dem Landkrankenhaus, waren niemals Gehülfs - Aerzte angesteUt. DaS waS man so nannte und noch nennt, sind — abgesehen von den Militair-Arrzten — ärztlich, Praktikanten, welchen der
*) Wir werd,» bit $rgrânbn*g morgen «»«sührlich wuttyriirn.
d. Red.
Zutritt in dies Heilinstitut, behufS ihrer weiteren Ausbildung stets gestattet ist. Da, zufolge der Sliftungsurkiinde, vom Jahre 1785, das LandkrankenhauS zugleich als Bildungs-Anstalt junger Aerzte und Wundärzte, namentlich auS dem Militair- stande, dienen sollte, so wurde auch von dieser Seite dem Civile niemals ein Nachtheil zugefügt. —i—
Berichtigung.
Ein F. wünscht in Beilage zu N,o. 179 b. Bl., daß die Abgabe an die geistlichen Inspektoren für Ertheilung der Erlaubniß zum Probeablegen bei Wiederbesetzung vacanter Schul - unb Küsterdienstt im Kreise Schmalkalden Wegfällen mögte. L. hätte, um seine irrige Meinung und falsche Aeußerung zu berichtigen, nur durch seinen Freund Z. in einer Kreis - Schulsynode bei den versammelten Schullehrern über die Sache Nachfragen mögen und er würde von Allen, bit als Kirchendiener eingestellt worden, erfahren haben, daß bit fragliche Erlaubniß nicht für Geld erlangt wird, wohl aber das Rescript über Anstellung eines Schullehrers als Kirchendieners mit 2 Thlr. — niemals aber mit 4 Thlr. — an den betreffenden Inspektor honorirt werden muß.
Schmalkalden, am 11. Dec. 1848.
Die Inspectoren: Habicht. Endemann.
Anfragen, Rügen und Wünsche.
Den Lehrern an der Handwerksschule zu Fritzlar ergeht es wie weiland den portugiesischen Offizieren: sie harren schon bis in den zwölften Monat vergeblich auf Zahlung. Es drängt sich Einem hierbei unwillkürliche die Frage auf, was den vorgeblichen Bankerott der Handwerks - Schulkasse herbeigeführt haben möge? Auch muß es gerügt werden, daß man bis betreffenden Gehaltssätze nicht, wie dies bei den Handwerksschulen in den übrigen Städten Hessens der Fall ist, nach Maßgabe der Arbeit, sondern nach der Qualität des Nocks je. bestimmt zu haben scheint. Mögte sich doch Kurfürstliches Oberzunftamt zu Fritzlar bewogen finden, zur gründlichen Beseitigung besagten Uebelstandes die geeigneten Schritte zu thun !
Fritzlar. f.
Welches ist die Ursache, daß jetzt bit Trottoirs auf der Fuldabrücke und der Markplatz vor Schmutz beinahe nicht zu passtrrn sind, ohne in Gefahr zu kommen, stecken zu bleiben, resp Hals und Beine zu brechen? Ich kann nicht glauben, daß Mangel an Stockhausgefangenen schuld ist, denn diese werden in Trupps von 30 bis 40 Mann auf der Oberneustadt, den Besen auf der Schulter, so zu sagen spaziren geführt. Diesc Trupps könnten in mehreren Abtheilungen, je 10 und 10, verwendet werden, bamit nicht einer dem andern auf den Absatz trete, und damit, waS die eine Hälfte zusammen, die andere Hälfte nicht wieder auS einander kehrte. Br.
Ernennungen re.
Es wurde:
der Ministerial-Referent Duysing unter Beibehaltung seiner bisherigen Stelle zum Geheime-Oberfinanzrath ernannt:
der Nevierförster Sprengel zu Salmünster in gleicher Eigenschaft auf das Forstrevier Altengronau versetzt;
der Forstaufseher Georg Wilhelm Spillner zu Flieden zum Revierförster des Forstreviers Salmünster,
der Steueraufseher Peter Notham el zu Witzenhausen zum Assistenten bei dem Haupisteueramte zu Hanau und
der Wachtmeister Ignatz Schenk vom 2. Husaren-Regiment zum Assistenten bei dem Nebenzollamte 1. zu Oldendorf provisorisch ernannt.
Gerichtliche Entscheidungen.
1. Beim Ober-Appellationsgerichte.
1 Znrückwcisende Decreter
kehr g. Gärtner sen., die Verabfolgung einer Brautgabe betr.; am 26- No». Reuber z. E. Ehrlich z. S. Marth g. Schieb,ler, w. Forderung, brws«.
Freigebung gepfändeter Sachen, hier Beschwerde über eine Disciplin«^ straf« Mr.; am 2. Dec.