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sachkundigen Rüger gmumtotrn „freundschaftlichen Belehrungen der Pflichtigen durch die Beamten" betrifft, so möge der geehrte Herr zuvor sorgen, daß man vor dem Getümmel der Herren Pflichtigen jeden Einzelnen nicht blos anhören, sondern auch vermögen könne, überhaupt dergleichen Belehrungen anhören zu wollen.
* Kassel, am 20. Nov. Es scheint im Augenblicke vom größten Interesse, zu wissen, welche Wahlköiperschaften bis jetzt zum Landtage gewählt haben und welche Deputirte bis jetzt ge- wählt worden sind. Es haben gewählt: 1) das Stift Kaufungen zum Abgeordneten Herrn Obervorsteher v. Eschwege. 2) Die Ritterschaft des Fuldastroms Hr. v. Trott II. 3) Die Ritterschaft des Werrastromes, Hr. Generalmajor v. Eschwege; zum Stellverter Hauptmann v. Boyneburgk. 4) Die Ritterschaft von der Diemel, Freiherr Waitz v. Eschen — Hr. v. Pappenheim 5) Die Ritterschaft von der Schwalm, Hauptmann v. Baumbach-Kirchheim — Hr. Oberforstmeister v. Schmerzet. 6) Die Ritterschaft der Grafschaft Schaumburg, Hr. v. Bardeleben zu Katten- brug — Oberlanvforstmeister v. Münchhausen. 7) Die Ritler- tersch. von Fulda und Hünfeld, Kammerhr. v. Geiso zu Wenigtaft — Pr.Lieutenant v. Schenk zu Schweinsberg, auf Buchenau. 8) Die Ritterschaft von Hanau, Hr. Ferd. Rau v. Holzhausen — Hr. Otto Rau v. Holzhausen 9) Die Landesuniversität, Hr. Prof, v. Sybel — Hr. Geh. Hofrath Platner. 10) Stadt Kassel, Hr. Ober-Gerichtsanwalt Schwarzenberg — Hr. Litterat Hahndorf; 11) Hr. Bierbrauer Eisengarthen — Hr. Pfarrer Sallmann. 12) Stadt Hanau, Hr. Rauh — Hr. Pelissier. 13) Hr. Theobald — Hr. Rühl 14) Stadt Marburg, Hr. Lederer — Hr. Prof. Fick. 15) Stadt Fulda, Hr. Weinzierl — Hr. Schwarz. 16) Städte Hersfeld re., Hr. Sunkel — Hr. Sauer. 17) Städte Schmalkalden rc., Hr. Bürgermeister Wiedemann — Hr. Schwaabe' 18) Städte Rinteln rc , Hr. Ober-Gerichtsanwalt Oetker. 19) Städte Hofgeismar rc., Hr. Ober-Gerichtsanwalt Henkel — Hr. Süchier. 20) Städte Homberg rc., Hr. Advocat Hartert zu Melsungen — Hr. Apotheker Ehlich. 21) Städte Eschwege rc., Hr. Professor Bergk aus Marburg — Hr. Pfarrer Meier. 22) Städte Frankenberg rc., Hr. Professor Bamhcsser aus Marburg — Bürgermeister Trost. 23) Städte Hünfeld rc., Seminar-Director Pfister — Hr. Prof Hinkel. 24) Landdistrikt Cassel, Hr. Oecon. Schmoll— Hr.Bürgern,.Bernhardt. 25) Land- distrikt Hofgeismar, Hr. Bürgerin. Knobel — Hr. Postmeister Berndt. 26) Landdistr. Hersfeld, Hr. Occonom Gundlach zu Niederaula — Hr. Oconom Pfaff zu Haltbach. 27) Landbistr. Spangenberg. Hr. Gutsbes. Manns zu Breitenbach — Hr. Postm. Witting. 28) Landdistrikt Witzenhausen, Hr. Bürgerin. Spohr zu Orpherode — Hr. Bürgerin. Jähn zu Sooden. 29) Landdistrikt Eschwege, Hr. Amtsassessor Fulda — Hr. Bürgerin. Heimel (Fambach). 30) Landdistr. Homberg, Hr.Oeconom Metz zu Zennern— Hr. Oeconom Damm zu Besse. 31) Landdistr. Ziegenhain, Hr. Bürgerin. Bar zu Zwesten — Hr. Landwirth Curth Stein zu Lingelbach. 32)Landdistr. Marburg, Hr.Obergerichtsr. Rang — Hr. Bürgermeister Bender zu Wehrhausen. 33) Landdistrikt Frankenberg, Rechtspraktikant Kompe — Hr. Bürgerin. Wisse mann zu Homers- Hausen. 34) Landdistr. Fulda, Hr. Bürgerin. Förster — Hr. Gutsbesitzer Hausmann. 35) Landdistr Hünfeld, Hr. Landbaumeister Casper Hillenbrand 511 Boeckels — Oeconom Waider zu Michelsrombach. 36) Landdistrikt Hanau, Hr. Bürgerin. Lied zu Oberessigheim— Hr. Obergerichtsr. Schuppius zu Cassel. 37) Landdistr. Schaumburg, Hr. Colon Bredemeier zu Eschen — Hr.Oeconom Dr. Westphal zu Bernstein 38) Landdistr. Schaumburg, Hr. Colon Meier zu Apelern. — Hr. Colon Fr. Bohm.
Noch nicht gewählt, resp, ernannt haben:
39) Se. Hochf. Durch!. Hr. Landgraf Wilhelm von Hessen. 40) Se. Hochf. Durchl. Hr. Landgraf Ernst zu Hessen Philippsthal-Barchfeld. 41) Se. Hochf. Durchl. Hr. Landgraf Carl zu Hessen Philippsthal-Barchfeld. 42) Se. Durchl. der Fülst zu Jsenburg-Bierstein. 43) Se Durchl. der Fürst zu Isenburg- Büdingen. 44) Die Ritterschaft des Lahnstromes (dem Vernehmen nach ist Hr. Obergerichts-Rath v. Schenk gewählt). 45) Die Städte Gelnhausen x. (den Vernehmen nach ist Hr. Advocat Vietor gewählt). 46) Der Landdistrikt Salmünster rc. Den 47. Platz nimmt der Herr Erbmarschall v. Riedefel ein.
Entgegnung *).
In Nr. 161 S. 1196 und 162 S. 1204 dieser Zeitung finden sich Aufsätze, die uns mehrfach persönlich berühren.
1) Zunächst bedauern wir, wenn sich Herr Obergerichts-Anwalt Fr. Oetker nicht bestimnit erinnert, daß wir von dem Auftrag unserer College n hinsichtlich des ihm überbrachten Aufsatzes ausdrücklich gesprochen haben, und daß wir ihm auf sein die Aufnahme bedingendes Ersuchen, — die Namen hinzuzusetzen,— mittheilten, wie wir hiervon zuvor unseren Commit- lenten, deren Majorität für Nichtu n terzeichnung gewesen, Kenntniß geben müßten. Die Gründe dieses auch nach der von Hr. Oetker für die Insertion gestellten Bedingung festgehaltenen Mehrheitsbeschlusses mitzutheilen, halten wir uns nicht für befugt, wollen aber wenigstens das versichern, daß es Keinem von uns darauf ankam, seine Mitwirkung in der belegten Sache dem Justizministerium zu verschweigen, und daß sämmtliche danials hier anwesenden Vorberettungsdiener im Rechtssache eine diese Angelegenheit betreffende Eingabe an das Justizmini- i sterium gerichtet und unterschrieben haben, deren Verwandtschaft mit dem Flugblatte weder das Ministerium, noch das sonst in der Sache unterrichtete Publikum über die Verfasser desselben im Zweifel lassen konnte. Nach dieser Erklärung werden sich die Zweifel und Fragen des Hrn. Oetker heben: „ich weiß nicht, warum," man sieht nicht recht, „weßhalb" mit seinen Gedankenstrichen *) von selbst beantworten.
2. Die „Berichtigung" hat widerlegen sollen, aber nicht einmal berichtigt. Die „mehrfachen Unrichtigkeiten und Ungenauigkeiten," welche das „anonyme Flugblatt" enthalten soll, beschränken sich nach der eigenen Auseinandersetzung des Herrn Obergerichtsanwalles Dr. C. Oetker darauf, daß wir gesagt haben, man habe denselben „früher dahin beschieden, daß er sich um (an) ein anderes Kurhessisches Gericht melden möge;" er sei vielen hunderten von jungen Leuten vorgezogen worden. Eine Ungenauigkeit in dem Wort „früher" ist nur insofern vorhanden, als man sich vielleicht g e n a ucr aus- drücken konnte. Wir wußten indeß in der That nicht genau, wann Herr Oetker das Fakultats- bezugsweise daS Staatseramen gemacht hat, und zogen deßhalb eine minder genaue einer bestimmten, aber vielleicht unrichtigen Angabe vor, wie sie das Frankfurter Journal gebracht hat, glauben aber mit der Anführung, er sei „aus seine Gesuche zu wiederholten Malen" abschlägig beschieden, im Wesentlichen Alles gesagt zu haben, was die „Berichtigung" darin, wie oft und von wem die Abweisung erfolgte, des Breiteren ausgeführt hat. Was die Verweisung an ein anderes Kurhessisches Gericht betrifft, so mag sich, — um dieses „U n w ahr" zu beleuchten — Hr. Oetker entsinnen , daß er selbst mehrfach erzählt hat, es sei ihm gesagt worden, er möge sich doch an ein (ihm bezeichnetes) Justizamt— wenn wir nicht irren, nach Nentershausen —in e l- den. Die „vielen Hlinderte von jungen Leuten" endlich verdanken ihr Dasein lediglich einem — Druckfehler, den das Flugblatt enthält, und den die Neue Hessische Zeitung in Nro. 161 mit ausgenommen hat. Im Manuskript heißt es: Oelkerist hiermit „weiter Hunderten" vorgezogen weiden. Jene Hyperbel wär auch gar zu leichtsinnig gewesen, da uns ja Jeder die Zahl nuferer College» aus dem Slaawhandbuch nachaddiren konnte. Der Ausdruck: „Hunderie" aber für „Hundert und Einige" ist, wenn auch abusiv, doch ein ganz gewöhnlicher und rechtfertigt sich durch eben das Staatshandbuch. Wir bedauern schließlich, durch die Oetker'schen Aufsätze auf ein Gebiet, das des Persönlichen, gedrängt worden zu sein, das zu betreten, wir ton vorn herein durchaus keine Absicht halten, weil es uns vielmehr lediglich um die Sache zu thun war, sind übrigens der Ueberzeugung, daß
*) Diese Entgegnung wäre zwar nach allgemeinem Brauch an daâ Blatt, durch welches die erste Beröffentlichung bewittt worden ist, zu verweisen gewesen; doch wollen wir aus Rücksichten hiervon abstehen, lallen indessen des Raumes halber den angegebenen Grund der Berjpâlung weg. Des Raumes halber verzichtet auch sZr. Oetker auf eine weitere Erwiderung und erinnert nur an die Wendung S. 1196: „wenn ich nicht irre, zugleich im Namen ihrer Kollegen " ?lnm. der Red.
*) Striche hinten und vorn sind ja bloß EinschließungSz-ichen
Die Red.