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und unterstützt habt Ihr den Feind über die Gränzen des Landes zurückgetrieben, Dit Herzogthüiner Schleswig-Hol­stein sagen Euch, sagen allen tapfern deutschen Waffenbrü­dern ihren Dank. Jetzt sind die Kampfgenossen zum größ­ten Theile in ihre Heimath zurückgekehrt, und auf Euch allein mit wenigen Kampfgenossen beruht die Sicherheit des Landes. Aber Ihr seid gewachsen an Zahl und Kriegs- kunde, seid wohl gerüstet und mit tüchtigen Führern ver­sehen. Das Vaterland kann Euch vertrauen, und vertraut Ihr Euren Führern, Ihr werdet sie auf dem Wege des Ruhmes und der Ehre freudig vorangehen sehen. Der Prinz Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augu- stenburg hat sich veranlaßt gesehen, das Commando über die schleswig-holsteinischen Truppen niederzulegen. Die pro­visorische Regierung hat seine Entlassung angenommen, und an seiner Statt den Obersten, Grafen von Baudissin, mit dem Commando interimistisch bekleidet. Der Bundesbefehl über die Truppen ist dem königl. Preuß. Generalmajor von Bonin übertragen. Soldaten, Ihr kennt diese Führer, zeigt Euch derselben würdig! Rendsburg, den 12. September 1848 Die provisorische Regierung. Beseler. F. Re- ventlow. M. T. Schmidt. Lüders.

General Wrangel hat gestern einen schriftlichen Abschieds- gruß an die Truppen gerichtet, in welchem er ihre Tapfer­keit und Ausdauer auf das glänzendste anerkennt.

Altona, 15. Sept. Unter den Kandidaten zu der Anfangs für den Grafen Carl Moltke bestimmten Präsident­schaft in der neuen provisorischen Regierung der Herzogthü- mer nennt ein freilich nicht ganz zu verbürgendes , aber doch nicht aller Wahrscheinlichkeit entbehrendes Gerücht neuerdings auch unsern Oberpräsidenten, den Grafen Re- ventlow-Criminil.

— In der Sitzung der Landesversammlung vom 12. d. M. wurde der Antrag von Olshausen, dem Prinzen von Augustenburg unter Anerkennung seiner Verdienste den nach- gesuchlen Austritt aus der provisorischen Regierung zu gestatten, an einen Ausschuß, bestehend aus Olshausen, Preußer und Lilieneron verwiesen.

Möln, 13. Sept. Heute ist der la u e n b u rgi sche Landtag wieder beisammen gewesen. Das Resultat der Berathung war, daß man sich einstimmig dahin entschied, daß die M a l m ö er W a ffc n st i ll st a n d sco nv e n t i o n, so weit sie das Herzogthum Lauenburg betreffe, unaus­führbar sei, daß vor Allem der dcsignirtcn Regierung, den HH. Grafen v. Rantzau und Reventlow unmög­lich das Ruder wieder in die Hände gegeben werden könne. In einem nach dem Schluffe der Versammlung per Esta­fette an den Reichsverweser beförderten Proteste ward es als der Wille des Landes ausgesprochen, daß die vom deutschen Bunde ausdrücklich bis zum definitiven Friedens- schlusse eingesetzte Administrationskommission in Function bleibe und daß die von dieser Behörde erlassenen Verfügungen nicht aufgehoben werden.

§ Kassel, 19. Sept. Der bereits seit längerer Zeit im Auftrage Kurf. Minister, des Innern mit der Revision unseres Polksschulwesens unablässig beschäftigte Schuldirek­tor Dr. Gräfe ist von einer Rundreise durch Kurhessen, die

er zum Zwecke der nächsten Anschauung unserer gegenwär­tigen Volksschule gemacht hatte, seit einigen Wochen wieder zurückgekehrt. Jetzt, nachdem er so reiche Materialien ge­sammelt hat, dürfen wir in nächster Zukunft umfassenden Vorschlägen dieses in ganz Deutschland berühmten Schul­mannes entgegen sehen. Wir müssen bei dieser Gelegen­heit die Hoffnung aussprechen, den nach so vielen Seiten hin unterrichteten und hochverdienten Mann unter den Mit­gliedern der nächsten Ständeversammlung zu erblicken. Ge­rade bei der bevorstehenden Ständeversammlung wird es mehr als bei irgend einer früheren und wahrscheinlich auch mehr als bei irgend einer späteren aufdie Vereinigung von Intelligenz und Thatkraft ankommcn. Da wird aber ein Mann nicht fehlen dürfen, welcher nicht blos in schlimmen Zeiten seinen Charakter bewährt hat, sondern auch jetzt durch genaue Kenntniß der wundesten Stellen unseres öffentlichen Lebens, nämlich des Schul- und Gemeindewesens, und durch den Schwung und die Entschiedenheit seiner Ansichten nöthig, ja unentbehrlich erscheint. Der Herausgeber und Erklärer unserer Verfassungs-Urkunde wird außerhalb Kurhessen aller- wärts rühmend erwähnt, die vereinigten Wahlklubbs haben ihn mit großer Einhelligkeit auf ihre Wahlliste gesetzt und selbst die Gegner jener Klubbs werden nichts gegen ihn vorzubringen wagen, sollte er — diese Frage -richten wir an die Wahlmänner Kurhessens — gleichwohl aus Fahrlässigkeit bei den Wahlen übergangen werden?

Dänemark-

Die Kopenhagener Blätter bis zum 12. theilen die Nach­richten aus Frankfurt bis zum Sturz des Neichsministe- riums und zur Annahme des Beschlusses, den Rückmarsch der Truppen zu sisttren, mit. „Fädrelandet" äußert kurz vor Empfang dieser Nachrichten: „Wie auch das Resultat in Frankfurt sein mag, so kann man erwarten — wenn es überhaupt gestattet ist, unter so schwierigen Verhältnissen, wie die jetzigen, eine Meinung auszusprechen, — daß der Kampf in Frankfurt uns günstig sein wird. Siegt das bisherige Ministerium und mit ihm die Souveränetät Preußens und der einzelnen Staaten, kurz die ganze Partei, welche den Einfluß der Centralgewalt so viel als möglich verhindern will, so werden die Eroberungspläne der Einh-itsmänner noch für lange Zeit in den Hinter­grund gedrängt, die früher bestandenen rechtlichen Verhält­nisse werden respektirt werden und Dänemark solchergestalt dasjenige behalten , was ihm zugehört. Siegt dagegen die Einheitspartei, die Widersacher der Souveränetät der ein­zelnen Staaten, so wird wahrscheinlicherweise ein Kampf in Deutschland selbst entstehen, und wir werden dann als Verbündete gegen die Centralgewalt nicht nur Frankreich, England und Skandinavien, sondern vielleicht mehrere deutsche Staaten und namentlich Preußen, wenn die Ein­heitspartei dort nicht siegt, für uns haben.

Italien

Paris, 13. Septbr. Messina ist von den Truppen des Königs von Neapel eingenommen. Diese Nach­richt wurde von Mitgliedern des diplomatischen Corps ur der Sitzung der Nationalversammlung am 13. Septbr. ohne Angabe näherer Details gebracht.

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