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fällt, insofern er begründet ist, nicht den Lehrern, sondern der Geistlichkeit zur Last. Daß der von der Kasseler Leserversammlung petitionirte Minimal - Gehalt von 200 Thlr. für jeden Lehrer, eineübertriebene" Forderung sei, beweist Hr. E. sehr naiv mit dem allgemeinen Geldmangel. Es dürfte dem Staate, der sonst doch nicht um Geld ver­legen ist, wenn es sich um ein materielles Interesse han­delt, auch wohl möglich sein, das Mißverhällniß zwischen den Lehrer-Besoldungen und den Besoldungen solcher Staats­diener, welche dem Staate fast nur mechanische Dienste leisten, auszugleichen, insofern man nur dazu den ernsten Willen hat. Wird dieß Mißverhältniß durch 150 Thlr., welche Summe E. als Minimal-Gehalt für den Lehrer wünscht, auch nur annähernd ausgeglichen? Am meisten tadelt Hr. E., daß die Lehrer Trennung der Schule von der Kirche wünschen, und nicht mehr zugeben mögten, daß Theo­logen zu Schulämtern zugelassen werden. Was die Tren­nung der Schule von der Kirche, d. h. die Befreiung der Schule von der ungeeigneten Beaufsichtigung der Geistlichen betrifft, so will ich, weil dieser Gegenstand so vielfältig offen begründet worden, nur noch dieß bemerken, daß die Hoffnung auf Befreiung von derselben fast allgemein in der Brust der Lehrer Deutschland's tief wurzle, und daß auch das so oft ausgesprochene Mißtrauen der Lehrer gegen die Geistlichkeit Die Geistlichen selbst schon zum Rücktritte aus der Schule bestimmen sollte. Aber dann läuft die Kirche Gefahr, den Religionsunterricht in den Händen irreligiöser Lehrer zu sehen, entgegnet hier Hr. E. Diesem so sehr gefürchteten Uebel wäre sehr leicht durch öffentliche Eramina zu begegnen, an welchen sich auch die Geistlichen dergestalt betheiligeu könnten, daß sie von etwa vorkommenden Jrr- lchrern der Schulbehörde Anzeige machen und von dieser Abhülfe verlangen könnten. Die Lehrer können auch nicht wünschen, daß man Theologen Schulämter übertrage, denn einerseits können sie sich nicht von der Strenge des päda­gogischen Rector * Eramens überzeugen, andrerseits sind sie auch Der Meinung, daß ein strenges Eramen allein noch nicht einen Lehrer schaffe wie er sein soll; sondern daß jahrelange ltebung dazu gehöre, in welcher der Lehrer nur für die Schule lebt und webt. Die Herren Theologen aber betrachten gewöhnlich das Schulamt als eine Brücke, vermöge welcher sie in das Pfarramt eingehen, in welchem Falle denn immer Eins leider, entweder der gegenwärtige Lehrer, oder zukünftige Pfarrer. Auch dürfte noch zu er­wägen sein, Daß es unbillig sei, die besten Lehrerstellen mit Theologen, welche die erste beste Gelegenbeit ergreifen, der Schule den Rücken zuzuwenden, zu besetzen, und sogar manchem wohlverdienten Jugcndlchrer die Aussicht auf bal­dige Verbesserung zu rauben. Die Zulassung derjenigen Theologen zu Schulämtern, welche mit Liebe und Wärme sich für dieses Amt interessiren und darin beharren, wird fein Lehrer streitig machen wollen. M. u. St.

Anfragen, Rügen und Wünsche.

Es ist schon vielfach über unsere lärmenden Zapfenstreiche und Nevkillen geklagt und gespöttelt worden. Ich sollte denken, es wäre endlich an der Zeit, diese ohrenzer­reißenden , Gesunde und Kranke wahrhaft maltraitirenden Spektakelmachereien in Etwas zu dämpfen. Fr.

Weßhalb ist der Druselteich, der mit faulem, die Luft verpestendem Wasser angefüllt ist, seit 6 bis 8 Jahren nicht gereinigt worden?

Ernennungen re.

Der Oberstlieutenant Weiß ist auf sein Ansuchen von der Stelle eines provisorischen Vorstandes des Kriegsministeriums ent­bunden, und der Obergerichtsrath Georg Otto Gleim, dahier, zum Ober-Appellationsrathe im Zivilsenate des Ober-Appellations­gerichts ernannt worden.

Handels- und Börsennachrrcliten.

Frankfurt, 31. Juli. Kurhessen: Fr. Wilh. N. D. Cer- tificate 38% B. 38 G.; Vierzig-Th. Loose 25 B. 24% G. O e- sterreich: 5pCt. Metall.61'/. P. 61% G.; IpCt.M. 51%$. G.; 2% pSt M. 32%$. 32% G.; Bankact. 1093 $. G.; 250 fl Loose 70 $. G.-. 500 st Loose 107'4 $.--G.; 4'/, pCt. Bethm. Obligat. 57 P.--S% 4pCt. Bethm. Oblig. P. 52 G. Preußen: Präiniensch. 88 P. 87 G.; 3% vSt Staatsschuldsch. 74 P. 73 G.; Köln - Aachen. E. A. A G.-. Köln-Mind. D. A. 75% $. 74% G. Baiern: 3% pSt Oblig. P. 75 G.; Ludw. Kau. Act. $. G.; Ludw. Verb. Act. 63'/, B. 63®. H. Darm­stadt: 50 fl. Loose 63 P. 62% ®.; 25 fl. «Düse 21%$. 21®. 3% PSt Oblig. 76% $. 76 G.; 4 pSt Oblig. 86% P. 86 ®. Baden: 3'/, pC. Oblig. 75'/, P. 75 ®.; 50 fl. Seofe 47% $. 47%®.; 35 fl. Loose 26% P. 26 G. Würtemberg: 3% pSt Oblig. 76 P. G.; 4% pSt neue Oblig. 92'/, P. 91% G.Nassau: 3'/, pCt. Oblig. 81% $. 80%®.: 25 fl. Loose 21% P. 21 G. Frankfurt: 3 pCt. Oblig. 81'/, P. ®.; 3% pSt Oblig. v. 1839. 93% P. 92% G.; 3% pSt Obl. v. 1846. 87% P. 87 ®.; Taunusb. Act. 277 P. 272 G. Hol­land: 2'/, pCt. Jntegr. 43'/, P. 43 ®.; 4 pCt. Oblig. P. 68 G.; 3% Synd. P. 67 G. Spanien: 3 pSt Ac. tivsch. P. G.; 3 pCt. Innere Sch. 17'/, P. 16s/, G. Portugal: 3pCt. Cons. L. St. ä 12 st. $. G- -Po­len: 300 fl. Loose 87 P. G.; 4 pSt Oblig. über 500 fl. 62% P. 62% G.R ußland: 4 pSt in R. fl. 2. b. Grun & C. P. 74 G.; 4 pEt. dsgl. b. Stiegl. L 6. - $. 73% ®. S ardin i en: 36 Fr. Loose b. Bethm. 24% P. 24'/, G- Gold- cour s: Pistolen 9 ff. 55 fr.; holl. 10 fl. St. 10 fl. 5 kr.; 20 Fr. St. 9fl-37kr.;Engl.Sov. 12fl.2fr.; Randdnc. 5fl.36 Wcchs.-Disc. 2.

B e rl i n, 31. Juli. Fr. Wilh. N. B. B. G.; prß. St.-Schuldsch 73'/, P. 73 ®.; Kvln.-Mind. E.Act. 3%pSt 74% bis % bz., 4%pSt 87% bz.

PreLS der Früchte vom 26. Juli bis den 1. August 1848 einschließlich:

Thlr. Sgc. Hlr. , Thlr. Sgr. Hlr.

Waizen pr. Viertel von 4 27 bis 5 15

Roggen 2 25 - 3 18 1 Gerste 2 20

Hafer 1 26 - 2 3