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Die deutsche Flotte betreffend.
Mir ist folgender „Auszug aus dem Protokoll des Finanz-Ministeriums" zugegangen:
„No. 4552. Eingabe des Revierförsters v. Loßberg zu Leibolz, wegen eines Abzugs an seinem Gehalt, als freiwillige Steuer zur deutschen Flotte.
Beschluß: Zur Direction der Hauptstaatskasse, um mit Rücksicht auf den löblichen Zweck diesem und etwaigen ähnlichen Gesuchen anderer Staatsbeamten stattzugeben und die angesammelten Beträge demnächst an den Marine- Ausschuß des deutschen Parlaments beziehungsweise die betreffende Stelle der Centralgewalt einsenden zu lassen.
S ch w e d e s."
Indem ich Kurfürstlichem Finanz - Ministerium meinen Dank für die Gewährung meiner Bitte abstatte, erlaube ich mir, sämmtlichen Staatsbeamten die Wichtigkeit einer deutschen Krieges-Flotte nochmals an's Herz zu legen.
Forsthof Leibolz, am 24. Juli 1248.
Ernst v. Loßberg.
Briefkasten und Briefwechsel.
Der eingesandte Artikel, den Herrn Oberfinanzrath von H. K. betreffend, kann keine Aufnahme finden. Allgemeinen Angriffen und Verdächtigungen dient die Neue Hess. Zeitung nicht. Sind „Dinge verübt" worden, so mögen solche erst genau angeführt werden. Zugleich wird Herrn S. eröffnet, daß kleinere Einsendungen in der Regel nicht zurückgegeben werden, weil dieß zu störend und umständlich sein würde. Hinsichtlich des Reichsgesetzes wird auf No. 45. S. 340 verwiesen. Die Fahnenaufpflanzungsgeschichte ist zu unerheblich, als daß wir dazu den sehr beschränkten Raum unseres Blattes verwenden könnten. Dasselbe gilt von andern Zusendungen.
A zu V. Jagdfrevel betreffend. Ueber den Vorfall ist ja schon in No. 56. S. 411 referirt; zu weitern und ähnlichen Verhandlungen darüber gebricht's an Raum. Auch sehen wir nicht ein, wie das völlig gesetzwidrige und in keiner Weise zu rechtfertigende Vorhaben des Herrn Temme und der behauptete Erceß der Jäger je von „Reaction" zeugen soll.
— H. A. W. Wirsing zu G. Kurze gedrängte Berichte über Volksversammlungen, sofern die verhandelten Gegenstände von allgemeinerem Interesse find, finden unent- geldliche Aufnahme; sonstige Veröffentlichungen können nur unter den Inseraten erfolgen.
Pekanntmachungen.
Friedrich - Wilhelms- Nordbahn.
Vom 1. August d. I. an werden die Probefahrten auf der Bahnstrecke von KarlShafe» bis Grebenstein in folgender Weise stattfinden:
Cours von Karlshafen nach Grebenstein.
1r Zug. Abgang von Karlshafen: Vormittags 5 Uhr.
Ankunft zu Grebenstein: Vormittags 6 Uhr 7 Minuten.
2r Zug. Abgang von Karlshafen: Vormittags 10 Uhr.
Ankunft zu Grebenstein: Vormittags 11 Uhr 7 Min.
3r Zug. Abgang von Karlshafen: Nachmittags 4 Uhr.
Ankunft zu Grebenstein: Nachmittags 5 Uhr 7 Min.
ConrS von Grebenstein nach Karlshafen.
1r Zug. Abgang von Grebenstein: Vormittags 6 Uhr 30 Min. Ankunft zu Karlshafen: Vormittags 7 Uhr 37 Min.
2r Zug. Abgang von Grebenstein: Vormittags 11 Uhr 30 Min. Ankunft zu Karlshafcn: Vormittags 12 Uhr 37 Min.
3t Zug. Abgang von Grebenstein: Nachmittags 5 Uhr 30 Min. Ankunft zu Karlshafen: Nachmittags 6 Uhr 37 Min.
Die täglich dreimal, nämlich Vormittags 1 Uhr, 9 Uhr und Nachmittags 3 Uhr von Kassel abgehenden Omnibusfahrten schließen sich in Grebenstein au die von dort nach Karlshafen gehenden Bahnzüge, der Zug Nr. 1 an die täglich abwärts gehenden und der Zug Nr. 3 an die täglich aufwärts gehenden Weser-Dampfschifffahrten an. Die zurückkehrenden Omnibus stehen zur Disposition der mit» den Bahnzügen von Karlöhafen ankommenden Reisenden.
Kassel, am 25. Juli 1848.
Die Direction der Friedrich -Wilhelms- [54]________Nordbahn.
[55] Der Nachweis über die Ausgaben des in der Volksversammlung zur Leitung der Wahlen für das deutsche Parlament in Frankfurt gewählten Comits liegt bis zum 7. August im Abendverein, im Bürgerverein, im Civilcasino, int Lesemuseum und im Militärcasino zu Jedermanns Einsicht offen.
Handels- und Börsennachrichten.
Frankfurt, 27. Juli. — Kurhessen: Fr. Wilh. N. B. Cer- tificate 40% B. 40% G.; Vierzig-Th. Loose 26% B. 25%®.—D e- sterreich: 5pCt. Metall. 65'/. P. 64'/. G.; 4pCt. M. 54 P. — G.; 2%V®. M. 34%$. 34 G.; Bankact. 1155 P.--G.; 250 fl. Loose 72% P. 71 ®.; 500 ff. Loose 108'/, P. 107% G.; 4'/,spCt. Bethm. Obligat. 63'/, P. 62% ®.; 4pEt. Bethm. Oblig. 55'/, P. 54 G. — Preu ßen: Prämiensch. 88'/. P. 87'/. G.; 3'/, epCt. Staatsschuldsch. 73'/, P. 73 G.z Köln - Aachen. E. A. — P. —I G.z Köln-Mind. D. A. 76'/, P. 75% G. — Baiern: 3'/, ^pCt. Oblig.--P. 75 G.; Ludw. Kan. Act. 22 $. 21%®.; Ludw. Berb. Act. 68 B. 67% ® — H. D a r m- st adt: 50 ff. Loose 64 P. 63% ®.; 25 fl. Voofe 21%$. 21 G. 3'/, pCt. Oblig. 78 $. 77%®.; 4 pCt. Oblig. 87-/. P. 87'/. G. — Baden: 3'/, pC. Oblig. 76% $. 76 ®.; 50 fl. Loose 48% $. 48 ®.; 35 fl. Sooft 27% $. 26% G. — Würtemberg: 3% pCt. Oblig. 78% $.78®.; 4'/, pCt. neue Oblig. 93'/, P. 93 G. — Nassau: 3% pCt. Oblig. 82 $. 81% ®.;': 25 fl. Loose 21% $ 21 G. —Frankfurt: 3 pCt. Oblig. 82 P.--®$ 3'/, pCt. Oblig. v. 1839. 94'/. $. 93% G.; 3% vEt. Obl. V. 1846. 88% $. 88% G.; Taunusb. Act. 287 P. 282 G. — Holland: 2'/, PCt. Jntegr. 46 $. 45'/, G.; 4 pCt. Oblig. — P. 71 G.; 3% Syud. —P. 69 G. — Spanien: 3 pCt Ac. tivsch. — P. — G.; 3 pCt. Innere Sch. 18'/, P. 17’/, G.— Portugal: 3 pCt. Cons. L. St. â 12 st. — $• — ®- — Polen: 300 fl. Loose 88 $. — @.; 4 pCt. Oblig. über 500 fl. 637, P. 63 G. — Rußland: 4pCt. in R. fl. 2. b. Grun & C. — P. 75'/. G.; 4 pCt. dsgl. b. Stiegl. & C. — P. 75 G. — Sardinien: 36 Fr. Loose b. Bethm. 25 P. 24'/, G. — Goldco u r s: Pistolen 9 fl. 54% fr.; holl. 10 fl. St. 10 fl. 5 fr.; 20 Fr. St. 9fl.37kr.;Engl.Sov. 12fl.2kr.; Randduc. 5ff.36— Wech s.-D i s c. 2.
Berlin, 2 Juli. - Fr. Wilh. N.B. - B. - G.; prß. St.Schuldsch. 74 P. 73'/, G.; Köln.-Mind. E.Act.ß'/.pCt. 75% bis 75 bz., 4-/,pCt. 877,26».