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b) Vorbescheide.

Staatsanw. g. v. Jsenburgsche Testamentserbeii, pcto. dotis, am 24. Juni

Milit.-Vcrtr.-Gesellschaft zu Kassel g. Breul Wwe., W. Fvrder. aus einer Session, am 4. Juli.

c) Bestätigende Endbescheide.

Staatsanw. g. Schadsche Erben, Abstellung von Schadhaftig­keit des Fuldawehrs u. d. Schleußt zu Rotenburg betr., am 7. Juli.

Civil-Wwn.- u. Waisen -Anstalt zu Kassel g. Uth, pcto. cond. indebiti, cod.

Mil.-Bertr.-Gesellschaft zu Kassel g. Breul Wwe., w. Fordcr. aus einer Cessio» Qc. Weldner betr.), eod.

Guide. Krankenhagen g. v. Meien, w. Eingriffs in die Hute- berechtignng, eod.

Schwarz g. Reißing, W. Stör. eines Wasserabflusses, am 13. Juli.

Hr. Graf zu Isenburg u. Büdingen g. Gmde. Wittgenborn, Negatorienklage betr., am 1. Juli.

Staatsanw. g. Guide. Weiershausen, w. Freisprechung von einer Holzabgabe; am 7. Juli.

II. Beim Obergerichte zu Cassel (vom 19. bis 22. Juli)

a) Vorbescheide.

Ritz g. S. D. den Herzog von Ratibor, w. Forderung.

Hollsteinscher Cur. ;. S. Katz g. Gries, w. Forderung.

Schwarz g. v. d. Malsburg, w. Forderung.

Sckade g. Burbaum, W. Erstattung von Geldern.

Staatsanwalt Ramens des Hospitals Merxhausen g. Bläsing, w. Herausgabe von Grundstücken.

b) Ends bes cheide.

Brandes g. Blum, w. Forderung.

Gmde. Solz g. v. Trott u. Eons., w. Beitr. z. BerbrauchSst.

Beste g. Stürmer w. Wechselforderung.

Wachsmann g. Gmde, Beiseförth, w. Besitzstörung.

Schäfer Wwe. g. Schüler Wwe., wegen Erbschaft.

Honnct u. Cons. g. Huyßen, w. Forderung.

c) Remissorialen.

Spangenthal Wwe. g. Brill w. Forderung, reform.

Heimbacher Ehefr. g. Hein Erben, w. Forderung, besgl.

Dannenberg g. Götze Ehefr., w. Forderung, desgl.

Dippel Wwe. g. Temme, w. Neubaues, desgl.

Bekanntmachungen.

546j Nachdem die uns von den hiesigen Fahne-Stickerinnen übertragenen Geschäfte nunmehr erledigt sind, erlauben wir uns, alle unsere Mitarbeiterinnen auf Mittwoch den 26. d. M., Morgens 9 Uhr, in den Stadtbau zu einer Generalversammlung einzulade», in welcher wir Rechnung ablegen und etwaige Anfra­gen über alle von uns gethanen Schritte beantworten werden. Kassel, den 22. Juli 1848.

Das gewählte Comite.

Im Namen desselben:

Minna Brigl. Philippine Eissengarthen.

Martha Pi »Hardt. Henriette Weis.

[47.] Ein junges, bereits zur Lehrerin ausgebildetes Mädchen wünscht Kinder von 5 6 Jahren in Unterricht zu nehme». Der­selbe wird Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprech - und Denkübungen, biblische Geschichte, Französisch und Handarbeit umfassen, täglich in 4 Stunden (Vormittags 2 und Nachmittags 2) ertheilt werden und mit dem 1. August beginnen. Das monatliche Honorar be­trägt 1 Gulden. Dieselbe ertheilt auch größeren Kindern Privat­unterricht im Französischen und Deutschen.

Frankfurter Straße Nr. 53 B. 2te Etage.

[48] Frisch geräucherten Rheinlachs erhielt so eben Wilhelm Ritz.

Untere Königsstraße Nr. 21.

[49.| Im Verlage von I. P. Diehl in Darmstadt ist erschienen und durch die I. Luckhardt'sche Buchhandlung,

W. Appel, I. I. Bohnè und die Kriegerische Buchhand­lung in Cassel zu erhalten:

Das

Vaterland,

ein

L e s e b u d) für die oberen Klassen der Volksschule von

Dr. W. I. G. Curtmann, Direktor des Schullehrer-Seminars zu Friedberg, 'jivcite verbesserte Auflage.

12 ggr. 15. sgr. 54 fr.

Parthiepreis: 24 Erempl. Rtblr. 10 oder 17 ff. 30 kr. und 1 Kreleremplar für teil Lehrer.

Nicht allein der rasche Absatz der sehr starken ersten Auflage dieses Buches ist ein Beweis seiner Tüchtigkeit, sondern auch die darüber erschienenen Beurtheilungen, von denen hier eine abgedruckt ist:

Aus Pädag Mlonatsblättern 1. 2. (Aschersleben bei Laue.)

Einsam steht Curtmann da mit seinem treu vaterländisch gesinnten Herzen, einsam steht er da wie ein Wegweiser in eine große Zukunft des deutschen Schulwesens, wo der Leh­rer nicht blos Schulmann, sondern V o lks erzie h er, Volksbildner im großen Sinne des Wortes wird. Er hatseine Feder dein allgemeinen deutschen Vaterlands ge­widmet", er hat nicht nur einen wirklich deutschen Lehrstoff in die Schule gebracht, sondern diesen auch mit großer Umsteht und pädagogische in Freisinn geschaffen. Er hat wenig moralische Erzählungen,um die Religion und was damit zusammenhängt, nicht trivial zu machen, wenig poetische Stücke gegeben, und die stylistischen Aufgaben hoher als die grammatischen gestellt", weßhalb in seinem Buche, das er bis auf Weniges selbst so ge­schrieben hat.alle stylistischen Formen von Bedeutung re- präsentirt sind, Damit diese gelesen, umarbeitet, nachgeahmt u. s. w. werden."

Und in der That durchlaufen seine Aufsätze die ganze Scala der Stylistik, spiegeln alle Farbentone sprachlicher Darstellungen ab, berühren alle Seiten des menschlichen Herzens. Aber das Schönste am Buche ist der süße Hei- mathsklang, das treue Herz, der einfache große Sinn der Betrachtung, die Frische der Auffassung und der Pulsschlag einer begeisterten Vaterlandsliebe, der nicht nur in Curt- manns Darstellungen, sondern auch an das Herz des Lesers klopft. Deutschland ist der Inhalt seines Lesebuchs, deutscher Geist weht wie Mailuft durch jede Zeile des Buchs, aus jeden« Wort blickt das fromme, reine, tiefgeistige Blauauge des deutschen Volkes, jauchzend rufe ich allen deutschen Lehrern $u: hier ist die Goldgrube deutscher Jugendbildung, in diesen Boden pflanzt den jungen Baum, daß er wachse, Knospen, Blüthen und Früchte treibe!

An deutschen Lehrstoffen soll inan die deut­sche Jugend bilden und erziehen. Curtmann's Buch enthält: 1) Die Natur des Vaterlandes, 2) Land und Volk, 3) Poesie der Deutschen, 4) Blicke über das Vater­land hinaus. Mögen alle deutschen Lehrer dem Banner folgen, welches Curtmann erhoben hat, um unserm Volke eine große Zukunft in seiner Jugend zu erobern.