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stockung in fast allen Zweigen der vaterländischen Gewerb- thätigkcit das traurige Schicksal der an ihrer Zukunft im­mer mehr verzweifelnden Fabrikanten und Arbeiter bereits in mehreren süddeutschen und rheinischen Städten zur Ver­wirklichung einer Idee geleitet habe, die, allgemein durchge­führt, ein Heilmittel für die Krankheit zu werden verspreche, an der die Deutsche Arbeit jetzt hin­sieche. In Baiern, Würteinberg und den Rheinlanden seien Vereine gebildet, deren Mitglieder sich verpflichtet hätten, dem Erzeugnisse deutschen Gewerbfleißes vor dem fremden stets den Vorzug zu geben. Offenbar sei die ganze Richtung der Zeit, die rege Theilnahme für Alles, was sich als nationales Bedürfniß ankündige, der weitesten Ausbreitung dieser Vereine in hohem Grade günstig, na­mentlich führe ihnen das Mitleid mit dem unverschuldeten Loose der brodlos werdenden Arbeiter täglich neue Anhän­ger zu und besiege die meistens unbegründete Vorliebe für den fremden Stoff. Um aber den Vereinen zur Förderung des Absatzes deutscher Arbeit einen Anhaltpunkt zu gewäh­ren, sei ein g ein ein scha ft li ches Zeichen für deutsche Erzeugnisse aller Gattungen nothwendig, das allge­mein kenntlich den nationalen Ursprung verbürge und vor Nachahmung vom Auslande ebenso geschützt sei, wie das englische Wappen auf britischen Erzeugnissen in England. Die Wahl des nationalen Zeichens, wie seine Befestigung an den Waaren, glaubt die Redaction dem Ermessen der Fabrikanten überlassen zu müssen, nur mögte sie darauf aufmerksam machen, daß sich dasselbe den Emblemen des deutschen Reichs anschließe, deren zauberische Wirkung sich auch in dem vorliegenden Fall erproben würde. Es ist uns unbekannt, ob und welchen Erfolg diese Auf­forderung gehabt hat, doch halten wir die Sache — wenn sie auch nicht neu ist — für wichtig genug, um die Ver­eine, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben, den stocken­den Gewerbfleiß wieder zu beleben, auf diesen Gegenstand aufmersam zu machen.

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Briefkasten und Briefwechsel.

Von R. Die Aufnahme nach der Reihenfolge wird geschehen.— Von S. Anonyme Zettel können, zumal bei wichtigen Gegen­ständen, keine Berücksichtigung finden. — Von L. zu Mbg. Freund­lichsten Gruß! und versteht sich baldige Aufnahme von selbst. K. zu A. Ist schon zur Druckerei abgegeben, nur Geduld!

Gerichtliche Entscheidungen.

I Beim Ober-Appellationsgerichte.

1) Davison Ehefr. g. Staatsanw. w. rückst. Pension, d. 28. Juni zurückw. Decr.

2) Staatsanw. g. Bierschenk, w. Ford., d. 24. Juni bestell. Endsbsch.

3) Gouze g. Hartmann, pcto. impr., d. 28. Juni best. Endsbsch.

4) v. d. Malsburg g. Sicheldienstpflichtige zu Oberelsungen, W. verw. Dienste, eod. abänd. Endsbsch.

II. Beim Obergerichte zu Cassel (vom 4. bis 8. Juli).

a) Vorbescheide.

1) Heine Ehefr. g. ihren Ehemann w. Ehescheidung.

2) Hahn g. v. Scholley'schen Vorm., jetzt Brand Ehest. w. Forderung.

3) Sturm IV. g. Schaumburg Ehest, w. dergl.

4) Mandt g. seine Ehest, w. Ehescheidung.

5) Wertheim g. Fleischhut w. Wandelung.

6) Ohlwein g. Klingelhöfer w. Injurien.

7) Ebbrecht g. Ebbrecht w. Theilung.

8) Reitemeier g. Schulz'sche Erben w. Erbtheilung.

9) Hupfeld g. Goldschmidt u. Cons. w. Contiaclserf.

10) Thiel g. Stadt Cassel w. Forderung.

11) Aßhauer g. Aßhauer w. Forderung.

12) Rererodt g. Staatsanwalt W. Schäfereirechts.

b) Endbescheide.

13) Rieberg g. Peter Ehest. W. Freigebung gepf. Sachen.

14) Müldner v. Mülnheim g. Marth w. Eigenthums.

15) Butterweck sche Vorm. g. Zaun w. Injurien.

16) Kaiser g. Kersting, w. Befitzstörung.

17) Pfeffer g. Merle, jetzt dessen Kinder, W. Ford.

18) Stern gegen Siebert W. dergl.

19) Liebrecht u. Cons. g. Hartwig W. Waarenfvrd.

20) Löwe g. Paulus'schen Norm. W. Eigenthumsbeeintr.

c) Remiss orialen.

21) Rabe z. S. Schmidt g. Knieling w. Kostens, (zurückgew.)

22) Peter g. Peter w. Rechnungsablage (desgl.)

Bekanntmachungen.

[26.] An die Casseler Sänger.

Nachdem wir dem uns ertheilten Auftrage gemäß eine neue Auswahl von Männerquartetten zu gemeinschaftlicher Aufführung getroffen haben, laden wir alle hiesigen Sänger zur Theilnahme an den alsbald beginnenden Uebungen in einem der dahier be­stehenden Männergesang-Vereinen hierdurch freundlichst ein, und bemerken zugleich, daß die bereits früher ausgegebenen Legitima­tionskarten auch jetzt ihre Geltung behalten, daß alle neu hinzu- tretenden Sänger aber bei einem der vier Unterzeichneten sich zur Theilnahme anmelden mögen.

Cassel, den 8. Juli 1848.

Das Comite der vereinigten Casseler Sänger. Im Namen desselben:

Braun. Graesser.

Holzmarkt Rr. 127. Oberste Gasse Nr. 51.

Ad. Harnier. I. Schäffer.

Mittelgaffe Nr. 213. Alte Leipz.-Straße Nr. 111.

[27] Erklärung

Ich erkläre hiermit auf das Bestimmteste, daß ich dem Comite des f. g. demokratisch-socialen Vereins im hessischen Hofe keinerlei Mittheilungen über die Vorgänge der Nacht vom Heu znm 2ten d. M. gemacht, auch diesen Verein nie besucht habe. Ich werde daher wegen Mißbrauchs meines Namens durch den bekannten Mauerschlag des vorgenannten Comitsis vom 5. d. M. die geeig­neten Schritte thun. Conrad Kochendörffer,

Schreinermeifter.

[28.] Erklärung.

Als Verfasser des Aufsatzes über Schulwesen in No. 14 der Neuen Hessischen Zeitling wird vielfach und in bestimm­ter Weise der hiesige Bürgermeister Heinrich Strack ge­nannt. Für den Fall, daß jener Aufsatz wirklich von dem Genannten herrühren und unter dem von ihm als pflichtvergessen bezeichneten Lehrer ich gemeint sein sollte, erkläre ich hiermit das dort Gesagte für eine böswillige V e r l ä u m d u n g.

Lohre. Heuser. -