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der Minister in allen Einzelstaaten, öffentliche und mündliche Rechtspflege, in Strafsachen auf Geschwornengerichte gestützt, gleiche politische und bürgerliche Rechte für alle religiöse Glaubens- Bekenntnisse und eine wahrhaft volkstümliche, freisinnige Verwaltung werden allein solche bö- here und innere Einheit zu bewirken und zu befestigen im Stande sein.
Berlin, den 21. März 1848.
Friedrich Wilhelm.
Graf Armin, v. Rohr. Graf Schwerin.
Bornemann. Armin. Kühne."
Das deutsche Parlament. (Fortsetzung und Schluß.)
Vierte Betrachtung.
Wir gehen nun zu der weitern Frage über, welcherge- stalt die Stimmen für die deutsche Bundesversammlung auf die einzelnen Staaten der Zahl nach zir ver- theilcn seien.
Während nach unserm vorstehend ausgeführten Vorschläge diese Vertheilung der Stimmen für die von den beiden landständischen Kammern, wo deren zwei bestehen, und zwar zu gleichen Theilen zu wählenden und vom Landesfürsten zu ernennenden Mitglieder der einen Bundesversammlung Geltung haben würde, könnte sich dieselbe nach dem Zweikammersystem für diese Versammlung nur auf die Volkskammer beziehen.
Mehrfach ist das Stimmenverhältniß, wie solches für das Plenum der Bundesversammlung dermalen gilt, mit seinen 69 Stimmen als Grundlage in Betracht gezogen worden. Allein so sehr wir auch eine relativ kleine Zahl der Mitglieder für wünschenswerth, so sehr wir auch die eben erwähnte Grundlage als bereits vorhanden für geeignet halten, um in Gemäßheit derselben behufs vorläufiger Berathung der anderweiten Bundes-Verfassung Männer des Volkes hinzuzuziehen: ebenso wenig können wir eine definitive Vertheilung der Stimmen nach diesem Maßstab für zweckmäßig und gerecht halten. Daß Oesterreich und Preußen, gleichgestellt mit Sachsen, Baiern, Hannover und Würtemberg, nur je 4 Stimmen haben
Reden an das Volk," welche der König bei seinem „Tri- umphzuge" hielt, scheinen es zu versichern; allein Dienen sind schwache Zeugnisse nach den Augenblicken der That, warten wir es also erst ab, welche Thaten auf die Reden folgen werden. In den Berlinern steckt, wie der König versichert hat, „eine große Zukunft," der Himmel möge geben, daß der königliche Redner dies Mal wahrgesagt hat, aber wir wünschen doch nicht, daß die Zukunft des ganzen großen Deutschlands in Berlin stecken möge. Zum Glück ist dies auch die Meinung des Königs selbst nicht. Er hat cs ja den Studenten, diesen Bravsten der Braven, versichert, als er, im Schmucke der deutschen Farben zu ihnen redete und den Zuruf „es lebe der Kaiser von Deutschland" ablehnte: „Nicht doch! das will ich nicht, das mag ich nicht! — Ich trage Farben, die nicht mein sind; aber ich will damit Nichts usurpiren, ich will keine Krone, keine Herrschaft, ich will Deutschlands Freiheit, Deutschlands Einigkeit, ich will Ordnung, das schwöre ich zu Gott! (hierbei hob der König die Rechte zum Himmel.) — Merken Sie sich, meine Herren, schreiben Sie es auf, (Nota bene, der König sprach zu Studenten) daß ich Nichts usurpire, Nichts will, als deutsche Freiheit und Einheit! Sagen Sie es Allen!"
Und die Herren Studiosen haben sich das denn auch nicht zwei Mal sagen lassen, sie haben sich's ausgeschrieben, und ganz Deutschland hat's von ihnen erfahren und wird sich's merken und wird mahnend daran erinnern, wenn der Fall jemals möglich wäre, daß irgend ein Abgeordneter aus Berlin oder aus den preußischen Landen auf dem großen Volkstage zu Frankfurt am Main es vergessen könnte. Der König von Preußen aber kennt die Schrift zu genau und ist zu christlich gesinnt, als daß er des Ausspruches jemals uneingedenk gewesen sein könnte: „Wem Viel gegeben ist, von dem wird man Viel fordern." Große Zeiten erfordern große Opfer und große Seelen bringen willig und freudig die größesten Opfer! Wohlan denn, zeige der al- lerchristlichste König in Deutschland, daß er eben so bereitwillig ist, die Vergebung, das Vertrauen, ja den Dank Deutschlands zu erwerben, als er sich beeilt hat, den Berlinern seiner Seils zu vergeben, zu vertrauen und zu danken.
sollten, während fünf andern Bundesstaaten — worunter Kurhessen — je 3 Stimmen zustehen würden, entspricht nicht dem wahren Sachverhältniß. Scheinbar könnten sich