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161. Hanau. Im Laufe des v. M. wurden dem Schullehrer Kohlenbusch zu Vieber ungefähr'8 Zentner Grummet mittelst Einbruchs entwendet.

Hanau am 14. März 1859.

Der Unterstaatsprokurator.

Vogt.

162. Hanau. In der Nacht vom 16. auf den 17. y. At. wurde von dem am hiesigen Neustädter Markt­plätze gelegenen Wohnhause des Lerersabrikauten J. Gerhardt eine eiserne Keslerlochschalter mittelst Ge- tvaltanwendung entwendet.

Hanau am 15. März 1859.

। Der Unterstaatsprokurator.

Vogt-

163. Hanau. In der Nacht vom 12. auf den 13. y. M. wurden mittelst Einsteigens

1) dem Müller Johannes Zeber zu Neuengronau: ' a. ein s. g. Knotlentuch; b. ein Sack mit zwei Maß Bohnen; c. zwei Mannshemden, gez. A. Z.; d. zwei Weibshemden, gez. A. Z., und

2) dem Schreiner Adam Ziegler daselbst:

a. ein s g. Knottentuch, sowie b. ein Jährlings­hammel

entwendet.

/hanau am 6. März 1859.

Der Unterstaatsprvkurator.

Vogt.

FabndungsschreüPu und Steckbriefe.

164- Wies baden. Der berüchtigte>Wilhelm Sch ad e von Brauch, in Kurhessen, dessen Signalement unten beigefügt wird , und in der Pacht vom 7. auf den 8. v. M. aus dem Amtsgefängnisse zu Fritzlar entwichen, ist dringend verdächtig, während der Pacht uom 3, auf den 4. d. M- zu Niederwalluf, Herzoglichen Amts Eltville, einen ausgezeichneten Diebstahl verübt zu ha­ben. Auf der Flucht nach diesem Diebstahl ließ er . zurück:

1) einen Eich stock mir gebogenem Griffe, 2) eine ' lederne Jagdtasche, mit ledernem Riemen, 3) fünf Oberhemden und 4) ein Paar weißwollene Strüm­pfe, E roth gezeichnet —

Gegenstände—die wohl auch irgendwo gestohlen worden.

Wir ersuchen, zur Habhaftwerdung des Wilhelm Schade sowohl, als Behufs Ermittelung der Eigen­thümer der unter pos. 1 bis 4 genannten Gegenstände die geeigneten Maßregeln anzuordnen, etwa sich erge­bende Indizien uns balrgcfällig mitzutheilen und den Wilhelm Schade selbst, falls er betreten werden sollte, festnehmen und unter möglichst sicherer Eskorte hierher abliefern zu lassen.

Wiesbaden am 7. März 1859.

Herzoglich Nassauisches Kriminalgericht. '

' (gez) 3 tht n.

vt. Beyerle.

Signalement:

54 Jahre alt, 5' 4" groß, kräftige Statur, blei­che Gesichtsfarbe, längliche Gesichtsform, braune Haare, graue Augen, dunkler Bart mit grau vermischt, scharfe, spitze und gebogene Nase, kleiner Musid, breite Stirn, spitzes Kinn, mangelhafte Zähne, auf der linken Seite fehlen oben und unten die beiden Schneidezähne. Be­sondere Kennzeichen: an der rechten Hand zwischen Daumen und Zeigefinger eine Narbe längs den Seh­nen laufend und eine kleine Wunde auf dem Dau- menknöcheh Schade schüttelt beständig mit dem Kopf und geht sehr auswärts und etwas gebückt. Klei­dung: hellgrauer Tuchrock.

Wird veröffentlicht.

Hanau am 15. März 1859.

Kurfürstliche Polizeidirektion. Cornelius.

165. Hanau. Die Katharine T h o mu s auS Seck- bach hat einer erhaltenen Weisung, in die Hei- math zurückzukehren, keine Folge geleistet und treibt sich legitimanonsloS umher, daher, man um Auf- greifung und anherige Ablieferung ersucht.

Hanau am 11. März 1859.

Kurfürstliche Polizeidirektion. * Cornelius.

Signalement:

Alter 34 Jahre, "Größe 5' 3", Haare braun, Stirn niedrig, Augenbraunen braun, Augen grau, Nase dick, Munv Mittel, Kinn rund, Gesichtsfarbe gesund, Starur stark.

166. Neustadt. Steckbrief wider Joseph Pfeiffer, Antons Sohn, von Allendorf. Ursache der Verfol­gung : .Entwendung und Prellerei.

Verfolgende Behörde: Justizamt Neustadt.

Neustadt am 7. März 1859.

Kurfürstliches Justizamt.

Gagel.

vt. Dorn.

Signalement:

Alter 21 Jahre, Größe 5', Haare blond, Stirn rund, Augenbraunen blond, Augen blau, Nase Mit­tel, Mund mittet, Zähne gut, Kinn rund, Gesicht rund, Farbe gesund, Statur gesetzt.

Aufgefundene Kindesleiche.

167. HaNa u. Am 23. Januar d. I. wurde am s. g. Viehweg zu Bockenheim die Leiche eines einige Tage alten Kindes männlichen Geschlechts aufgesunden.

Die Leiche war qiit einem Streifen von weißem Kordcl- rockzeug und einem Stück Bindkordel gebunden. Die Um­hüllung derselben bestand, von Außen begonnen, aus einem Bogen bräunlichen Packpapiers, ferner aus zwei Bogen grauen Packpapiers, einem zerrissenen Bogen Wachspapier (auf der innern Seite beschrieben: „Ge-