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rotb und grün karrirt; 4) ein desgleichen Hals- tuch mit wollenin Frangen; 5) eine roth und blau formte baumwollene Schürze; 6) ein Paar ganz neue blaue wollene Strümpfe; 7) ein Paar lederne Schnürschuhe; 8) ein Gebetbuch mit der Aufschrift „Schritte zur vollkommenen Vereinigung"; 9) ein Laib Brod; 10) '/, Pfund Wurst; 11) drei Krapfen, entwendet und sich damit entfernt zu haben.
Es wird um Fahndung und Verhaftung ferok um Ablieferung der rc. Limbach nebst deren Effekten an- her gebeten
Hanau am 23 Februar 1859.
Kurfürstliche Polizeidirektion.
Cornelius
111. Wiesbaden. Der unten signalisirte Johannes K i l b 3r von Niederjosbach, Herzoglichen Amts Jv- stein, hat sich der wegen Verausgabung falscher Sechs- krenzerstücke 'de 1833 und falscher Dreikreuzerstücke de 1855, sämmtlich Nassauischen Gepräges, wider ihn anhängigen Untersuchung vor einigen Tagen durch die Flucht entzogen.
Er treibt sich wahrscheinlich in Gesellschaft seiner Zuhälterin Amala Hahn von Falkenstein, Herzoglich Amts Königstein, herum.
Wir ersuchen nach dem Flüchtling fahnden zu lassen, um im Falle der Verretung desselben die gefängliche Vorführung hierher zu veranlassen.
Wiesbaden am 19. Februar 1859.
Herzogl. Nass. Kriminalgericht.
(gez.:) Z i n n.
(gez:) vt. Stifft.
Signale m ent: Alter 28 Jahre, Größe 5' 7^, Statur untersetzt, Gesicht länglich, gesund, Haare blond, Stirn breit und etwas gewölbt, Augenbraunen braun, Augen blau, Nase stumpf, Mund klein, Zähne vollständig, Kinn rund, Bart dunkel.
Wird veröffentlicht.
Hanau am 22 Februar 1859.
Kurfürstliche Polizeidirektion.
Cornelius.
112. Schlichtern. Johann Georg Gärtner'S Ehefrau, Margareta, geb. Habig, von WeicherS- bach, 38 Jahre alt, eine Gewohnheitöstreunerin, hat sich am 8. d. M. mit ihren zwei Kindern auS der Heunath entfernt und treibt sich wahrscheinlich bettelnd umher. Es mirb um ihre Aufgreifung und Hlerherlieferung ersucht.
Schlüchtern am is. Februar 1859.
Kurfürstliches Landrathsamt.
Corstcr.
113- Win decken. Steckbrief wider Adolph Geißel aus Schweinsberg, Koppelführer, 42 Jahre alt, Größe 5^, 2"', Haare hellbraun, Stirn frei, Augenbrannen blond, Augen blaugrau, Nase
spitz, Mund Mittel, Zähne gut, Bart roth, Kinn oval, Farbe gesund, Statur Mittel.
Ursache der Versolgung: Diebstahle, Betrug und Fälschung
Windecken am 16. Februar 1859.
z Kurfürstliches Justizamt.
G. Theiß.
114. Birst ein. Alle Justiz. und Polizeibehörden werden ersucht, den Kaspar Bell er von Keibers» torf im Beiretungsfalle zu verhaften und zur Vernehmung in einer wider ihn anhängigen Unter» fuchungssache anher abliefern zu lassen.
Birstein am 17. Februar 1859- Kurfürstliches Justizamt.
v. R a u.
' vt. Bauer.
115 Fritz ! ar. In der verflossenen Nscht ist der wegen verschiedener zum Theil mittelst Einbruchs und Eiiisteigens verübter Diebstähle dahier in Untersuchung befangene Küfergeselle Wilhelm Schade aus Braach, im Kreise Rotenburg, auS dem hiesigen Amtsgesangnssse, mittels Durchbrechung deS Fußbodens, entwichen.
Alle betreffende Behörden werden dienstergebenst ersucht, den rc. Schade im Beiretungsfalle zu verhaften und wohlverwahrt anher abliefern zu lassen.
Fritzlar am 8. Februar 1859.
Der Unterstaatsprokurator.
S ch u m a n n , f. A.
Personalbeschreibung:
Alter 54 Jahre, Größe 5 Fuß 4 Zoll, Statur kräftig, Gesichtsfarbe bleich, Gestchtsform länglich, Haare braun, Augen grau, Augenbrannen schwach und blond, Bart dunkel, mit grau vermischt. Nase scharf, spitz und gebogen, etwas überhängend, Mund klein, Lippen gewöhnlich, Stirn breit, Kinn spitz, Zähne mangelhaft, auf der linken Seite oben und unten fehlen die »ordern Schneide- zähne, Sprache hochdeutsch.
B e s o n d e r e K e n n z e > ch e n: a) an der rechten Hand zwischen Daumen und Zeigefinger eine Narbe längs der Sehnen lautend und eine kleine Wunde auf dem Daumenknöchel; bt rc. Schade schüttelt beständig, jedoch fast unmerklich, mit dem Kopfe und geht sehr auswärts.
Kleidung: schwarze Tuchmütze mit Lederschild und Sturmband; blaubaumwollener Kittel ohne Schlitz, darunter eine Jacke von Schockleinen; Hofe auS Schockleinen und darunter eine andere von grauem, schwarzkarrirtem BaumwoUenzeug ; Weste von ivth-, grün - und schwarzgewürfeltem Baum- wollenzeug, mit knöchernen Knöpfen; leinenes Hemd; Niemenschuhe; weißwollene Strümpfe; braunes Halstuch mit weißen Figuren; blangewür- felteS Taschentuch.