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In der rvangri. Gemeinde ber Ichanneskirchr.
Den 24 August. Frau Johannette Elisabeth, dpS Bürgers und Kaufmanns Christian Reutzel, Ehefrau. geb. Wolf, alt <e7 J. 5 M. 14 T.
Den 25. August. Johann Friedrich Zollmann, Bei- figer und Teppichmacher, alt 57 I. 6 M 18 T.
In der französischen Gemeinde.
Den 24 August. FraneviS Henri'Jean, deS Bürgers und Kaufmanns Charles Joseph Chretjen Pfadt, S., alt 9 W. 2 T.
In der katholischen Gemeinde.
Den 26. August Andreas Schäfer, Taglöbner aus Burg - Gelnhausen, alt 68 I
Berichtigung.
Im vorigen Wochenblatt ist bei den GebornenZ in der französischen Gemeinde anstatt Charles Philippe Donna, S-, Charles Henri Döring, S. zu lesen.
Gemeinnützige Nachrickten.
Ueber Verfälschung von Lebensmitteln.
. ^Fortsetzung.)
Ob der gemahlene Kaffee echt oder verfälscht ist, kann man auf verschiedenen Wegen erproben, besonders anempfohlen wird diese Methode: Man schüttelt die Kaffccprole in einem etwas hohen Cylinderglase mir kaltem Wasser und überlaßt dies einige Zeit der Ruhe. Die Röstprokukre aller Rübenarten, aller Cer/alien, die der' Eicheln, Kastanien, Cichorien fallen zu Boden. Alle Sorten echten Kaffees steigen an die Oberfläche der Flüssigkeit und bilden damit eine obenauf schwimmende Schicht.
Das Pulver eines gemischten Kaffees färbt sich, wenn es mit kaltem Wasser übergossen wird, das von gewöhnlichem guten Kaffee nicht.
Cichorienaufguß gibt mit Eifenorydsalzen eine bräunlichgelbe Farbe und wird nur unbedeutend dunkler. Die Auflösung von reinem Kaffee ist braun, wird beim Zersetzen der Eisenlösung grün und gibt einen bräunlichgrünen Niede.rschlag.
Bis jetzt ist der Kaffee das beste und billigste warme Getränk der europäischen Völker, es wird daher gestaltet sein, hier noch einiges Allgemeine über denselben anzusühren.
Farbe, Gestalt und Geschmack bedingen die Verschiedenheit des Kaffees; guter Kaffee ist bezeichnet durch die saubere, wohlgetrocknete, regelmäßig abgerundete, glatre Bohne von bräunlicher Farbe und in geröstetem Zustande von kräftigem, aromatischem Geschmack, der schlechte Kaffee hat eine flache, unre. gelmäßige, längliche und ziemlich große Foryt, eine blasse, oft schwärzliche Farbe und einen schwachen, wenig aromatischen Geschmack,^daher er in den Kauf
läden zum f. g. Brennkaffee, wie die Iriage, d. h. zerbrochene und ausgelesene Bohnen, zum gemahlenen Kaffee genommen wird.
Geschmack und Qualität deS bereiteten Getränks hängen besonders vom Verfahren beim Posiert der Bohnen und bei der späteren Bereitung deS Gekracktes ab. Das Aroma ist am angenehmsten, wenn^beim Rösten die Hure nur so stark ist als erforderlich, um den Bohnen eine hellbraune Farbe zu ertheilen. Bei der gewöhnlichen BereitUNgSweise durch Ueberschütten deS kochenden Wassers in Kaffeesack und Trichter wird kaum die Hälfte der Kaffeebestandtheile au6< gezogen, es muß der Aufguß vielmehr so sein, daß das Kaffeepuloer durch Wässerdampf und Wassep durchzogen wird.
In manchen Gasthöfen wird der Kaffeebeutel mit Seife bestrichen, um ihre überschüssige Soda an den Kaffeekörper abzutreten, seine Theile löslicher und den Trank kräftiger zu machen, weil alkalisches Wasser, d. h. mit Natron (Soda) oder Kali (Pottasche) verunreinigtes Wasser den Kaffeekörper mehr auf- schließt und seine Theile löslicher macht.
Der Kaffe, dessen Bohnenabsud an 100 Millionen Menschen trinken, beschleunigt den Blutumlauf, erhöht die Wärme, durchströmt alle Nerven und Glieder mit Gefühlen erhöhter Lebendigkeit und Spannung, befördert die eigenthümliche Thätigkeit deS Nervensystems und Gehirns und stillt in gewissem Umfange den Hunger.
Thee. Die verschiedenen Theesorten sind ein Resultat der Zubereitung und nicht eine der Pflanze innewohnende Eigenthümlichkeit, indem die Farbe durch den Trocknungsprozeß erzielt wird. Die frisch gepflückten Theeblaicer sind sich ganz gleich, haben weder einen entschieden zusammeflziehenden noch einen bitteren aromatischen Geschmack, nicht den Geruch und Geschmack der getrockneten Blätter.
Schwarzer Thee erhält seinen Geschmack und seine Farbe durch längeres Liegen an der Luft. Sobald die Blätter gepflückt sind, werden sie in der Luft her- mmgeworfen und so lange geklopft, bis sie weich und schlaff sind, darnach 5 bis 6 Minuten lang geröstet, ferner gerollt, weiter einige Stunden der Luft auö- gesetzt nnd endlich über einem Kohlfeuer langsam getrocknet.
Die Blätter zum grünen Thee werden fast unmittelbar nach dem Pflücken geröstet und nach dem Rollen, was mit der Hand geschieht und die Entfernung der überflüssigen Feuchtigkeit, sowie daö Kräuseln der Blätter bezweckt, schnell getrocknet.
Eine Verfälschung des Thees, findet ganz hauptsächlich dadurch Statt, daß man ihn glasirt, den Blättern auf künstlichem Wege eine grüne Farbe ertheilt und zwar durch Berlinerblau (eine Verbindung von Eisencyanür mit Eisencyanit) oder Indigo mit Speckstein oder Gips. Man nimmt gewöhnlich _ 1 Loth Berlinerblau auf 7 Pfund Thee; gebrannten Gips setzt man dazu, em die Blätter vor Feuchtig-