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L e s 1 o r ü c n e.
In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.
Den 8. März. Johann David Ludwig Jakob Spähn, Beisitzer und Schuhmacher, alt 53 I- 5 M- 2ö 3.
Den 9. März. Heinrich Gräbling, Beisitzer und Kutscher, alt 4t I. 5 M. 20 T-
Den 10. März. Frau Johanna Magdalena, des verlebten Bürgers und Weißbindermeisters Johann Martin Wörner, Wittwe, geb. Scheffel, alt 73 I. 5 M. 10 3.
Den 11. März. Ein unehelicher S- (todtgeboren).
Den 12. März. Eine uneheliche T. (tvdtgeboren).
In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.
Den 10. März. Frau Elisabeth Rapp aus Großen-
Hausen, AmtS Gelnhausen, alt 79 J.
Den 10. März. Johann Kaspar Heyl, Bürger und Schuhmachermeister, alt 48 I- 16, 3.
Den 13. März Johann Wilhelm Andreas, unehel.
S., alt 8 M- 19 5.
In der französischen Genreinde.
Den 8- Msirz. Cora Elise Bertha, des Bürgers, Musiklehrerö und Organisten Bernhard Reich, T-, alt 31 I. 7 M-
In der katholischen Gemeinde.
Den 7. März. Barbara Katharine, des Bildhauers dahier und Bürgers zu Großsteinheim Georg Busch, 3, alt 1 M- 11 T.
B e r i ch t i g u ii g.
Im vor. Wochenblatt ist bei den Gestorbenen in der Johanneskirche (Nr. 3) bei Frau Maria Söhn- lem: Bürger statt Beisitzer zu lesen.
Gemeinnützige Mnchrichten.
Der Nutze» der Federviehzüchtung.
(Schluß.)
Die meiste Mühe verursacht die Aufzucht der jungen Truthühner; sie sind viel zarter, als Las andere junge Geflügel und müssen deshalb sorgfältig gegen rauhes Weiter, besonders aber gegen Nässe geschützt werden. Noch i bei einem Alter von sechs Wochen kann die ganze Brut der Truthühner durch einen kalken Regen vernichtet werden. Die jungen Truthühner können in den ersten acht Tagen ihres Lebens der Beifütterung von Eiern nicht entbehren; dann gebe man ihnen hauptsächlich gekochten Hirsen, hiernach rohen, bis sie Getreide nehmen. Hat man Triften oder Feldhölzerchen in der Nähe, wo sich viele Ameisenhaufen Hefinven, so werfe man diese Haufen auseinander und treibe die Trnthühnerheerde darauf, sie wird an den Ameisen und deren Larven und Puppen eine sehr gedeihliche Nahrung finden. Die Truthühner sind äußerst gefräßig und dabei doch im Verhältniß zum andern Hausgeflügel einigermaßen ungeschickt im eignen Auffinden ihrer Nahrung; ehe man sie in die abgeernle- ten Stoppelfelder treiben kann, müssen sie noch täglich regelmäßig gefüttert werden. Die Truthühnerzucht dürfte deshalb nicht zu empfehlen sein, wenn die erwachsenen Vögel sich nicht so gut verwerthen ließen.
Wir erwähnten früher, daß das junge Geflügel auch vor seinen Feinden geschützt werden müsse. Dieser Feinde gibt es nun gar viele; wir nennen hier nur einige der zum Geschlecht der Falken gehörigen Ranbvögel, als: Weihen, Habichte, Sperber :c., ferner Füchse, Katzen, Marder, Iltisse, Wiesel und Ratten. Man wird nun wohl die Ställe für das Federvieh so eingerichtet haben, daß die vier ersten Arten der hier genannten vierfüßigen Nanbthiere nicht in dieselben eindringen können; sie wer
den daher, gleich den genannten Raubvögeln, ihre Angriffe' auf unser Geflügel nur am Tage unternehmen können; um dieses zu verhindern, bedarf es aber nur einiger Aufsicht. Ein jeder Angriff der Raubvögel auf junge Gänse und Truthühner wird außerdem immer von deren Müttern kräftig abgeschlagen werden. Die gefährlichsten Feinde deS jungen Geflügels sind vor allen die Ratten; jeder Federviehzüchter sehr also ja darauf, daß sie des NachtS nicht zu seinen jungen Vögeln kommen können. Wie uns aus eignet Anschauung bekannt, richten die Ratten oft in einer Nacht furchtbare Verheerungen an. Ist das junge Geflügel noch klein, so daß noch alle Thier- chen des Nachts Schutz unter den Flügeln der Mutter sinnen , so werden auch in dieser Zeit die gefräßigen und 'räuberischen Ratten immer durch die Schnabelhiebe der Alten vertrieben werden. Wenn aber das junge Federvieh mehr herangewachsen ist und nun nicht mehr unter die Flügel genommen werden kann, dann erst fällt es den eindringenden Ratten zur Beute. Mann dulde also in den Ställen des Geflügels durchaus fein Rattenloch.
Noch mancherlei ließe sich hier über die Züchtung des Federviehes sagen, tvir enthalten uns aber desselben, weil wir das meiste davon, als allgemein bekannt, voraussetzen können. Auch wollen wir hier nicht weiter von dem angenehmen und gemüthlichen Eindruck reden, welchen ein recht zahlreich mit Geflügel belebter Hof macht. Die Gemüthlichkeit ist nicht Jedermanns Sache, auch hört sie bei einer jeden Art von Erwerb meistentheils auf. Wir wünschen vielmehr nur auf den reellen Nutzem Hjnzuwei- sen, welchen eine zahlreiche Züchtung von Hausgeflügel auch für die größer» Landwirthschaftsbetriebe im Gefolge hat.
sWir suchten diesen Zweck durch einen AahlenbeweiS zu erreichen; ist uns dieses gelungen, so war unsere Mühe