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19. V e r z e i ch n i ß , - z
der bei dem vereinigten evangelischen Waisen-
Hause dahier im 3. Quartal d. I. eingegangenen
Liebesgaben.
1858. ^ An Geld: gt gz. $tc.
Juli
23. In einem Papiercben mit der Inschrift: 18 kr. für die Waisenkinder, ven einigen Realschülern nach einem Spaziergang auf den Hahnenkamm im Juli
1858 ........— 18 — August
5. Von einem ungenannten Freunde der Waisen dahier bei Vermie-- thung einer Wohnung. . . — 6 —
9- Von einem deSgl. den Betrag einer Waisenhausrechnung mit 5 40 — September
16. Von einem Freunde der Waisen dahier . . . . . — 24 —
. ^9. In einem Brief mit derJnschrift: Aus LohrhaupteN. 2. Kor. 4, 8. Für die Kinder ... 25 kr. Bitte das 'Sieb zu singen:
' ‘ Rr. 486 (luth. Gesangb.): „Nie miß ich dem zu schaden suchen k." und Nr. 491, V. 4: „Schmäht mich, ohne mein Verschulden ic."' Teögl. Ausfall von einem Kuhkauf zw. Hr. Dg. u. Fe........5 kr. : — so Oktober x
7. Bei heutiger Ausleerung der Büchsen und Opferstvcke fand sich vor:
l. i n d e r B ü ch s e i in H a u s ä r n d e s W a i s e n h a u s e ö: bloß gelegen.......2 6 2
II. i m Opfer stock daselbst:
a) in einem Papierchen mit der Inschrift: Bitte heute Abend singen zu lassen: „Wer nur den lieben Gott läßt walten k." — 30 __
b) in .einem deSgl. mit, der Inschrift: Bei Vermiethung eines Logis von B. u. W- einen Drei- bähner, oder ...... — n _
c) in einem deSgl. mit der Inschrift: die Lieder in dem ref. Gesangbuche zu singen: Nr. 43$ 386 und 526-.....; — 6 —
d)'in einem deSgl. mit der In- }(. a,. $tv schrift: Man bittet die Lieder zu singen: „Von ganzer Seele preis ich dich rc." und: „Mein lieber Gott, gededenke meiner rc." 1 45 — e) in einem deSgl. mit der Inschrift: Von Frau Ewald bei Vermiethung einer Wohnung, für die Waisen...... — 6 —
f) in einem deSgl. mit der Inschrift : Eine Wittwe bittet, die lieben Waisenkinder möchten daS schöne Lied aus dem luth. Ge- sangbuche Nr. 409: „Gott, deine Güte reicht so weit zc." für sie singen. „Gott mit un6!« — 30 —
g) in einem deSgl. mit der Inschrift: Gefunden. H. W. . - — 3 — b) in einem dcögl. ohne Inschrift^ — 3 — i) bloß gelegen ........ 1 35 1 III. im Opferstock unter’m Thurm Dex Johanneskirche: bloß gelegen. . . . . . . 2 38 3 Summa 16 32 2
B. A n Lebensmitteln rc.:
Juli
9- Von. Herrn Bäckermeister Karl Seum de- hier dessen Meisterstück, bestehend aus i vierpfündigen Laiben Brod und 60 Wecken.
21. Von einem ungenannten Freunde der Mast sen dahier 63 Wecke.
August
11. Von Herrn Gastwirth Höffmann im brau»
. nen Hirsch 1 fl. zu Kaffee rc. für die Kinder, mit der Bitte, das Lied zu singen: »Was Gott thut, das ist wohlgethan :c-" — Von Frau W. dahier 12 Kr. zu gleichem ' Zwecke.
12. Von Herrn Bäckermeister Michel dahier dessen Meisterstück, bestehend auö 2 vierpfündigen Laiben Brod unb 20 Wecken.
19. Von einem ungenannten Meßgermeister da- hier 64 Knoblaucböwürste, mit der Bitte, daS Lied zu singen: »WaS Gott thut, das ist wohlgethan rc."
September
15. Von einem ungenannten Freunde der Waisen dahier 66 Wecke.
Vorstehende Gaben der Menschenfreundlichkeit werden hiermit unter bester Danksagung öffentlich bekannt gemacht.,
Hanau am 8. Oktober 1858. Kurfürstliches Waisen Hausvorsteheramt. Nauh. Cornelius. Calaminus.
Herwig. E. W. Wagner.
a H Limbert-