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Oratorium- und Konzertverein Cecilie- Mureum. So erfreulich die vielfache ^fr aae nach einem altgewohnten Enter-Konzert ist, so sehr bedauert der Vorstand, nach der schlechten Beteiligung des t Nor ahres, die zu einem erheblichen Fehl- 1 7âae geführt hat, die geäußerten Wünsche I „^läufig nicht erfüllen zu können. Es küssen 200 Stammkarten gesichert sein und k 1 bedarf zunächst nur der dazu ver- I achtenden Einzeichnung in bie lt. Anzeige s L Alois Maier aufliegende Liste Es wäre traurig und beschämend, wenn unsere h -..aufblühende Mittelstadt, in der gute ung ! MÄ von Alters her geschätzt und gepflegt nicht imstande wäre, den Fortbestand J w Don unserem Verein seit 5 OJahren ver- das f anstalteten regelmäßigen Künstlerkonzerte )en, I sichern. Der Preis der Stammkarte dH * âd sich je nacb Anzahl der festgesetzten E- Konzerte in mäßigen Grenzen halten, to^ k glänzende und günstige Angebote liegen in

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Volkshochschule Fulda. Der erste Vortrag des Winters 1925-26 findet heute, Samstag abend um 8 Uhr im Zeichensaale der Ober- realschule statt. Es spricht Herr Professor Stengel-Marburg über Geschichtliche Grund­lagen der franz. Rheinpolitik.

3. Fuldaer Weihnachtsmesse.

Auch in diesem Jahre findet in der Zeit vom 18.—22. November die Weihnachts- ' ausstellung einer Anzahl Fuldaer Firmen statt . Die Zahl der Aussteller ist gewach- ! sen; während die erste Messe bequem im L Hochzeitszimmer des Bürgervereins unter­kam, war für die 2. Messe der große Saal kaum ausreichend und in diesem Jahre wer­den sämtliche Räume des Bürgervereins der ft- âjWeihnachtsmesse dienen. Die sehenswerte 1 Schau von Qualitätswaren aller Geschäfts­ag Keige wird sicher auch in diesem Jahre hr ■ wieder für Fulda und Umgebung ein Ereig- hst k iiis werden. Neben anderen Ueberraschun- fs, [ I gen wird die Radiostation auf der Ausstel- dr 1 tag einen Hauptanziehungspunkt bilden. M Auge und Ohr wird mancherlei gebo­ten; mögen die Eindrücke sich in gewisse be­lebende kauflustige Energien umsetzen zur

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Ä W Hubertusjagd des Artillerie-Regiments.

Bon trockenem Herbstwetter begünstigt, hielt Montag Morgen das Art,-Ikeg, 5 seine dies- jährige Hubertusjagd ab. Um 11 Uhr I stiegen die leilnelimer auf dem Kasernen- Wf M"$u Pferd und ritten unter Vorantrit^ Oder Regimentsmusik durch die Stadt zum ( ; Sportplatz Johannisau. Außer sämtlichen W Offizieren des Regiments und einer großen 'Anzahl Unteroffiziere beteiligten sich auch I einige andere Herren aus der Stadt und ! Umgebung an der Jagd. Nach dem An­blasen der Jagd folgte das ganze Feld ! unter Führung des Masters (Major von Beck) den voraneilenden Hunden. In gro­ßen Schleifen ging es über Gräben und Hürden im starkem Tempo in Richtung | Brücke Johannisberg-Kohlhaus. Zweimal i wurde die Fulda durchquert. An der Brücke (hatten sich zahlreiche Zuschauer aus Fulda, M \ogar eine Knaben- und eine Mädchnklafse ^ W k evangelischen Volksschule eingefunden, ^ ■ bie mit großem Interesse das Herannahen

anteiligen Befriedigung. Die beteiligten Fuldaer Firmen werden ihr möglichstes tun, den Auftakt zum Weihnachtsverkauf so anregend wie möglich zu gestalten. So möge : die 3. Fuldaer Messe wiederum ein Erfolg werden für die Fuldaer Geschäftswelt in ih- ► ter Gesamtheit und die Verbraucher mögen s den Satz beherzigen:

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SIt. Der tolle Mister i« I Teddy von Newyork.

Der Roman eines Eigenwilligen.

Von Erich Friesen.

(3. Fortsetzung.)

i , „Mister Teddy" ist nur all zu bekannt, k ■ tn Newyork. Besonders in den unteren y 1 $laj>n des Volkes Und in den— Naâstlo- ■ kalen. Der Wirt weiß plötzlich, wen er vor j! ■ lch hat. Er greift an die Mütze und ändert je r leinen Ton.

" I < /.All right! Sehr gern, Mister Van- ]( I der —“

lt ■ „Mund halten!" unterbricht ihn Teddy t I Hirsch. „Ich bin Mister Teddy — sonst !, ■ uchts! Good bye!"

" ■ 1 3^ er nimmt den Arm seiner Beglei- , ■ die still dabei gestanden hat und rollt

I "ut ihr ab .

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M „. »Wohin?" fragt sie schüchtern, als sie [ wieder draußen sind .

■ »Nachhause —wo Sie wohnen. Ich

der Frau schon die Sache klar

»2 bitte, nicht! Nein, nicht!" schreckt sie ' . „Ich gehe schon allein."

I h ®ie tastet ihrer Tasche herum nach 2 Hausschlüssel. Er ist weg. Verlöre: I n Dunkel der Nacht.

■ hiJ’i $ts nichts!" tröstet er. „Der Was- I^Don-Square ist nicht weit. Da sind

>°nke genug . In zwei Stunden ist's hell, ^bleibe bei Ihnen."

da„, "en Augenblick kommt ihm der Ee- A^t seinen Schützling in irgend einem all abzugeben. Man hätte ihn über- I ben„ offenen Armen ausgenommen — I Schalle"" Iennt »Mister Teddy" und seine I in arme Geschöpf an seiner Seite I er aJ? 5et^0- Um nichts in der Welt hätte

0 ^ldet, daß man zu falschen Schlüssen

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der Jagd und den weiteren Verlauf des I Reitens verfolgte. Nach einem kurzen Stop an der Brücke wurde vom Master die Jagd freigegeben und das ganze Feld nahm die Verfolgung der Füchse auf. Als Fuchs ritt im ersten Feld (Offiziersfeld) Hauptmann Berlin- Fulda. Den Fuchsschwanz griff Baron von Sydow-Mansbach auf Vollblut- stute Mekka aus Uniongestüt Mansbach. Im zweiten Feld (Unteroffiziersfeld) ritt als Fuchs Oberleutnant E l ft e r .Den Fuchs­schwanz griff Unteroffizier Walter 1. Batt. Trotz des verhältnismäßig tiefen Bodens ging die Jagd in flottem Tempo ohne jeden Unfall vonstatten Nach dem Halali zog die Jagdgesellschaft in die Gastwirtschaft Franke in Kohlhaus, wo aus der Gulaschkanone eine vorzügliche Erbsensuppe mit Speck aus- geteit wurde. Gegen 3 Uhr kehrten die Reiter in die Stadt zurück.

1. Symphoniekonzert. Der große Stadt­saal faßte am Donnerstag kaum die Menge der Zuhörer, als Herr Musikmeister H o - w e r s mit seinen über 40 Getreuen das erste Symphoniekonzert pünklich begann. Um es gleich vorweg zu nehmn: Der Abend war ein voller Erfolg, das bewies der lebhafte dankbare Applaus. Und wenn ein paar Kleinigkeiten in der ersten Programmhälfte störend oder nicht befriedigend wirkten, so verschwanden sie doch in der zweiten Pro- grammhülfte gänzlich, um einer reinen und ungetrübten musikalischen Freude Platz zu machen. Die ersten Programm-Nummern, die 4. (italienische) Symphonie von Men­delssohn und das A-dur-Vrolionkonzert von Mozart passen nicht in einen so wenig an­heimelnden Saal — denn das ist der Stadt­saal. Und die innere Harmonie des Orchesters, das hier ein Kammerorchester sein müßte, fand sich wirklich zu Ende des Violinkonzertes. Unter gewisser Kühle litt daher auch zeitweise das sonst bravoureuse, technisch brillante Spiel des Solisten, Herrn Konzertmeister Howers, Königsberg. Liegt es an der sicherlich nicht vollendet guten Akustik? Jedenfalls haben Hemmungen vor­gelegen, die im 2. Teil gänzlich verschwun­den waren. Denn die Interpretation der 2. ten Peer-Eynt-Suite war so ausgezeichnet und im Sinne des Komponisten und Dichters durchgearbeitet und ^um Vortrag gebracht, daß allein durch sie der Erfolg des Abends gesichert gewesen wäre. Und seinen glänzen­den Schluß nahm der Abend mit dem voll Schwung vorgetragenen 1 .Satz des Violin­konzertes E-dur von Vieuxtemps u. dem so oft gespielten Kaifermarsch von R. Wagner. Und das Resümee des Abends? Musikalisch ein beachtenswertes. Und kritisch? Kammer- musik-Aehnliches wie Mendelssohn, Mozart ,qder gar Schubert (Unvollendete C-moll )ist mit Vorsicbt zu bringen — denn auch äußerlich gehören sie in einen intimen, zum Mindesten anheimelndn Rahmen. Musik von einer so starken Psychologie, wie Peer Eynt, wirkt schon eher aus sich selbst, eben weil sie so menschen- und naturnah ist in ihrer Schilderung. Jngrios Klage — das schmerz­liche Stöhnen eines todwunden Herzens, von Verzweiflungsausbrüchen gerissen ■ der arabische Tanz — ein Fenel üppiger Sinn­lichkeit; die Heimkehr des Helden — ein stürmischer Abend an der Küste mit Sturmesheulen und Wogenprall; und Solvejgs Lied — die Melodie des treuen Herzens, das jahrzehntelang auf den „Faust des Nordens" gewartet hat und ihn nun aufnimmt in den Frieden, den er sucht

gekommen wäre, daß ein Flecken auf ihre Ehre — —

So traben beide schweigsam neben einan­der her, bis sie den Platz erreicht haben.

Er geleitet sie zu einer Bank.

„So! Nun versuchen Sie zu schlafen! Keine Angst! Ich wache über Sie!"

„Und Ihre Wunde?"

„Lappalie!"

„ '~ut sie sehr weh?"

„Keine Spur! Lehnen Sie Ihren ruhig an meine Schulter! So! Und Armen zu!"

Sie gehorcht. Sie ist ja so müde! müde!!

Kopf nun:

So

ihrer

Da muß ihr wohl das Seltsame Lage noch einmal so recht zum Bewußtsein kommen. Tief seufzt sie auf und rückt ein

wenig weg von ihm.

„Nicht traurig sein!" tröstet er. „Wenn die Sonne wieder scheint, ist alles gut. Wie heißen Sie übrigens ?

„Elsie —“

„Und weiter?"

„Elsie Parker".

„Und wohin wollen Sie gehen, wenn's hell wird?"

„In meine alte Wohnung. Meine Sa­chen holen."

„Und dann?"

„Ich weiß nicht."

„Haben Sie niemanden, der sich Ihrer annimmt? Mutter oder Schwester?"

Wieder ein tiefer Seufzer

„Nein. Meine Mutter--ach, fragen Sie nichts mehr! Lassen Sie mich!"

Und ein Schauer überfliegt ihren zarten Körper.

„Wie Sie wollen. Keine Beschäftigung, wie?"

„Doch. Tütenkleben."

„Und trotzdem fehlt's Ihnen an Geld? Erhalten Sie keinen Lohn?"

„Doch. Aber —"

„Was aber?"

Die Landesabteilung Hessen der Reichs- zentrale für Heimatdienst hält am Sonntag, den 8. November eine Vortragsreihe ab, auf die wir unsere Leser nachdrücklichst Hin­weisen. Getreu der ihr durch Reichstags­beschluß vom 3. Juli 1921 gestellten Aufgabe dient die Reichszentrale für Heimatdienst der politischen Bildungsarbeit lediglich vom Gesichtspunkte des Staats- und Volksganzen aus. Ihre Redner halten sich frei von Partei- und Jnteressenpolitik und sprechen al 5 sachkundige, verantwortungsbewußte, wissenschaftliche Persönlichkeiten mit unbe­dingtem Streben nach Objektivität, Liebe zur Angabe um dem Willen, das Wirkliche und Wesentliche klar und gedrängt darzu­stellen. Aussprachen im Anschluß an jeden Vortrag sollen — ebenso wie die Vorträge selbst — die Frage weiter klären und zu einer Versachlichung der Gelensätze beitragen helfen. Der Tagungsplan umfaßt folgende Vorträge, die sämtlich im großen Saal des Parkhotels stattfinden. Vorm. 11—12,30 Uhr Schulrat Weißenstein- Frank­furt: „Der Kampf um die deutschen Gren­zen" — Aussprache. Nachm. 2—3,30 Uhr Reg.-Rat a. D. Dr. Keck, Syndikus der Frankfurter Handelskammer: „Gegenwarts­aufgaben der deutschen Volkswritschaft" — Aussprache; 3,40—5 Uhr: „Erziehungs­direktor Beckmann, Frankfurt: „Deutsche Geschichte und deutsches Schicksal — Aus­sprache. Zur Minderung der großen Un­kosten wird ein freiwilliger Beitrag in Höhe von mindestens 50 Mark erhoben. Jn- tressenten — selbstverständlich auch Frauen — sind willkommen.

Aus Stadt und Land.

Gewerbehygienischer Vortragskurs in Frankfurt a. M. (23.-27. November 19125.) Die Deutsche Gesellschaft für Gewerbe- hygiene veranstaltet im Rahmen ihrer vierteljährlich in den wichtigsten deutschen Jndustriebezirken stattfindenden Aus­bildungskurse für Beamte, Aerzte, Betriebs­leiter, Sozialangestellte und alle Personen, die sich wissenschaftlich oder praktisch mi tden Fragen der gewerblichen Hygiene und Un­fallverhütung befassen, Ende November in Frankfurt a. M. für den südwestdeutschen Jndustriebezirk einen gewerbehygienischen Vortragskus. Es sind unter anderem als Vortragsthemen vorgesehen: allgemein ein­führende Referate über allgemeine Fragn der Gewerbehygiene, der Unfallverhütung, der Arbeitspsychologie und Arbeitsphysiolo­gie, Brrufsgefahren der Metall- und Leder­industrie und der chemischen Industrie, ge­werbliche Vergiftungen, Heizung und Lüftung. Nähere Auskunft erteilt die Ge­schäftsstelle. Interessenten können das Pro­gramm auf der Redaktion einsehen.

Sportschau.

Das große Berliner Reitturnier.

Die Reichkshauptstadt steht augenblicklich im Zeichen der großen Reitturniere, die in Ereignis für Berlin geworden sind. Ent­sprechend dem gewaltigen Aufschwünge jeg­lichen Sports seit Kriegsende, hat auch der Reitsport einen Auftrieb erfahren, wie er größer nicht hätte gedacht werden können. Die Turnierabteilung des Reichsverbandes hat ihr möglichstes getan, dem Turnier zu einem Gelingen zu verhelfen und An­ziehendes zu bieten. Die weltberühmte Wiener Spanische Reitschule hatte zum

„Ich ging plötzlich fort aus dem Geschäft."

Warum?"

„Der Chef — der Chef--"

Sie stockt und wird blutrot.

Mister Teddy ballt im geheimen die Faust. Er weiß Bescheid.

„Wie heißen Sie denn?" fragt sie ablen­kend und riskiert einen neugierigen Blick.

„Teddy!"

„Teddy? Wie noch?"

„Nichts weiter. Teddy, der Landstrei­cher. Er ist allgemein bekannt — bei der Polizei", fügt er ironisch hinzu.

Wieder blickt sie ihn an — ungläubig, voll instinktiven Mitleidens.

„Wer Sie auch sein mögen — zu mir sind Sie sehr gut gewesen", sagt sie mit Em­pfindung. „Ich danke Ihnen von ganzem Herzen. Wer weiß, was heute nacht aus mir geworden wäre — ohne Sie!"

Ein Parkwächter taucht auf und mustert mit inquisitorischem Blick das Paar auf der Bank.

Als der Mann Mister Teddy erkennt, greift an die Mütze und zieht sich zurück.

Elsie will die Augen offen halten . Es gelingt ihr nicht. Die müden Lider fallen ihr zu.

Sie schläft.

Behutsam lehnt er ihr Köpfchen an seine Schulter. Dann sitzt er ganz still da und lauscht den tiefen, ruhigen Atemzügen des jungen Geschöpfs.

Wohnen zwei Seelen in der Brust die­ses seltsamen Mannes? Schläft die brutale, zynische bei diesem Samariterdienst einem armen gehetzten Wesen gegenüber ?

Die Turmuhr schlägt drei . . . schlägt vier . . . schlägt fünf. . .

Mister Teddy sietzt mit rührender Ge­duld still da und bewacht Elsies Schlaf.

Dämmerung zieht herauf.

Schon einmal hat Elsie sich leise gerührt, ist aber gleich wieder einqeslblaipn — M«

ersten Mal ihre heiligen Hallen in der Hofburg Wiens verlassen und zeigte sich mit ihren hochkUnstlerischen Darbietungen der breiten Oeffentlichkeit. Die 21 ländlichen Reitervereine aus ganz Deutschland sind nach Berlin gekommen, um hier den großen Kampf um den Titel des besten Reiter­vereins abszutragen. Die Preußische Ee- tütsverwaltung stellte sechzehn Olden- burgr Hengste in einer Fahrquadrille. An den Abenden reitet der landwirtschaftliche Reiterverein Greven eine Quadrille in hr corischen Uniformen Einen schönen Auf­takt zu den Reitturnieren bildete die Springkonkurrenz, welche auf der Erune- wakd-Rennb-rha zum Anstrag kam Abge­sehen von einigen bedauerlichen Mißtönen erweckte die Konkurrenz einen großartigen Eindruck, und es war von höchstem Jnteresie Eindruck, und es war von höchstem Jnte­resie zu sehen, wie sich die einzelnen Reiter und Pferde mit den gwaltigen Sprüngen und dem weiten Wege abfanden. Das ei­gentliche Turnir wird in der hierfür eigens zugerichteteten Arena am Kaiserdamm be­stritten. Es waren wirklich Darbietungen ersten Ranges, die man hier bis jetzt zu se­hend bekam. So die Quadrille der Olden­burger Vierzüge, die durch die Ausgegli­chenheit der mächtigen Oldenburger Hengste ein schöner Erfolg wurde. Eine hochbedeut­same Angelegenheit war die große Inter­nationale Reitprüfung, in der unsere be­sten Dressurreiter mit den reiterlichen Grö­ßen Ungarns und der Schweiz um den Sieg rangen. Das internationale Richterkolle­gium entschloß sich nach sorgfältiger Abwä­gung drei Pferden den ersten Preis zuzu­sprechen, da ihre Leistungen beim Einzelrei- gung aller Beurteilungspunkte merkliche Unterschiede in der Qualität der Dressur und Reiterei nicht zu finden waren. Das Hauptereignis bildet die Wiener Spanische Schule, die immer wieder das Hauptziel der Wallfahrt der Arena ist. Wenn die meisten Fachleute behaupten, daß sie in ihrem Le­ben kein erhebenderes reiterliches Bild ge­sehen hätten als die herrlichen Schimmel, deren größter Triumph die Quadrille zu vieren ist, wenn sie wie von unsichtbaren Kräften getragen mit einer entzückenden Anmut dahingehen, so darf, man sagen, daß dieses Urteil nicht übertrieben ich. Schon allein die Anwesenheit dieser weltberühm­ten Schule bürgt für das Niveau der Lei­stungen? die auf diesem denkwürdigen Tur­nier erzielt weinen .

Evangelischer Gottesdienste. Sonntag den 8. Novbr. (22. n. Trin.) Fulda 9l/i Uhr Sup. Rühl, 11 Uhr Kindergottesdienst, abends 6 Uhr Pfarrer Weber. Amtswoche Sup. Rühl. Großen­lüder SU/2 Uhr Pfarrer Weber. Fulda, Dienstag, den 10. Rov. 8 Uhr abends Kirchenchor. Fulda, Mittwoch, den 11. Nov. 8 Uhr abends Bibelstunde, Gemeindehaus.

Evangelische Land es kirchliche Ge­meinschaft, Buttlarstr. 17.

Sonntag, abend 8 Uhr Evangelisation Mittwoch, nachm. 4 Uhr Kinderbund

Donnerstag, abend 8 Uhr Jugendbund Freitag, abend 8 Uhr Bibel- und Eebetstunde Samstag, abend 8 Uhr Chr. Verein jg. Männer

Druck und Verlag: Gutenbergbuchdruckera

Fulda. Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: Generalmajor a. D. Rembe, für den übrigen Textteil: Kurt G. Krebs, für die Inserate: Paul Flag- meyer, sämtlich in Fulda.

Reaktion nach den Aufregungen der letzten Tage.

Mister Teddy guckt sich noch einmal das liebliche, jetzt im Schlummer rosig ange­hauchte Gesichtchen mit den wie in schönem Traum sanft lächelnden Lippen genau an. Dann zieht er vorsichtig seinen stützenden Arm fort.

Sie schläft ruhig weiter, obgleich ihr Kopf jetzt an der harten Lehne der Holz­bank liegt.

Mit einem unendlich liebreichen Lächeln, das seine scharfgeschnittenen Züge wunder­sam verklärt, zieht er einen Ring mit einem Brillanten von seinem kleinen Finger — merkwürdigerweise hatten die „Kollegen" ihn bei ihrer Gastrolle vorhin übersehen! — und steckt ihn ihr behutsam auf den Mittel­finger ihrer linken Hand.

Armes kleines Ding! Nun wird sie eine Freude haben, wenn sie aufwacht. Lange wird's nicht mehr dauern. Ich sehe es am Zucken ihrer Lider, denkt er.

Und er steht auf und zieht sich etwas zu­rück, um aufzupassen .

Nach wenig Sekunden regt sie sich auch

schon. Teddy sieht, wie sie schlaftrunken mit der Linken über die Stirne fährt. Dabei muß sie den Ring am Mittelfinger bemerkt

haben. Denn sie stutzt, hebt die Hand an die Augen, betrachtet den Ring verwundert, schüttelt ungläubig den Kopf.

Sie scheint im Augenblick gar nicht zu

entsinnen, wie sie hierher gekommen ist. Und was das alles bedeutet.

Plötzlich muß es ihr einfallen.

Sie springt auf und läßt ihre Augen su­chend umherschweifen . . .

Doch Mister Teddy ist längst weg. —

Die Sonne steht hoch am Himmel, als er seine Wohnung in der Canal Street betritt.

Schon auf der Treppe vernimmt er wü­sten Lärm. Gelächter, Eegröhle. Als er ein­tritt, empfängt ihn lautes Halloh.