Gedanken zum Nesormationsfest.
Das Reformationsfest, die jährliche Gedenkfeier der kirchlichen Reformation, wurde zuerst in Sachsen im Jahre 1667 für den 31. Oktober angeordnet. Dem Borgange Sachsens folgten im Laufe der Zeit fast alle evangelischen Kirchen. Doch verlegten sie das Fest meist auf den Sonntag nach dem 31. Oktober, wie es noch heute fast überall der Brauch ist.
„Reformation" bedeutet dem ursprünglichen Wortsinne nach „Wiederherstellung". Tatsächlich wollten auch alle sogenannten Reformatoren des Mittelalters und mit ihnen zunächst auch noch Luther, nur das ursprüngliche Christentum „wiederherstellen". In Wirklichkeit aber sollte die Reformation des 16. Jahrhunderts nicht nur eine weitgehende Umgestaltung der mittelalterlichen Kirche herbeiführen, sondern der Ausgangspunkt einer großen freiheitlichen geistigen Bewegung werden, die sich auch heute noch auswirkt. 4 Als den Geburtstag der Reformation bezeichnet man nach altem Herkommen den 31. Oktober 1517. Das ist jener denkwürdige Tag, wo der Wittenberger Professor der Theologie Dr. Martin Luther, der zugleich Prediger an der Schloßkirche war, nach Universitätsbrauch seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg anschlug, die sich mit bis dahin unerhörter Schnelligkeit in wenigen Wochen durch Deutschland und die ganze Christenheit verbreiteten, und die zunächst nur bezweckten, die Mißbräuche des Ablaßes zu bekämpfen, ohne diesen selbst anzugreifen.
Die Wurzeln der großen Bewegung, die durch die Reformation ausgelöst wurde, liegen aber noch um einige Jahrhunderte zurück. Schon lange gärte es im Volke auf politischem und auf kirchlichem Gebiete, und das Verlangen nach Befreiung der Geister sowie namentlich einer Reformation der Kirche an „Haupt und Gliedern" war schon seit der Mitte des 14. Jahrhunderts ziemlich allgemein. In England unternahm John Wycliffe, der im Jahre 1348 starb, ernste, recht evangelische Reformversuche, die aber noch an der Uebermacht der Kirche scheiterten. Dasselbe gilt von denjenigen des Johann Huß und seines Freundes Hieronymus von Prag. Die herrschenden Mächte wollten vor allem eine Reformation des Papsttums. Auch das groß angelegte Reformwerk Savo
Lokales.
Fulda, den 31. Oktober 1925.
Wettervoraussage bis Sonntag abend. Meist bewölkt, noch einzelne Regenfälle, mild, südwestliche Winde.
Ein mittlerer Winter in Sicht. Die meteorologische Erfahrung und Statistik spricht dafür, daß wir uns dieses Jahr ziemlich früh auf winterliche Witterung gefaßt machen müssen, daß im übrigen der Winter aber von nicht sehr ausgeprägter Eigenart sei und jedenfalls wohl nicht viele Wochen lang anhaltende Dauerkälte bringen wird.
Zu den Provinziallandlags- und Kreistagswahlen. Aus Berlin meldet die Te- legraphennion: Für die am 29. November erfolgenden Wahlen zu den Provinziallandtagen (Kommunallandtagen) und Kreistagen gibt der Preußische Minister des Innern in einem Runderlaß eine Reihe technischer Einzelheiten bekannt, aus denen der Amtliche Preußische Pressedienst folgendes mitteilt: Bei der Nummerierung der Wahlvorschläge für die Kreistagswahlen erhalten die Wahlvorschläge der Parteien und Vereinigungen, die auch für die Provinziallandtagewahlen Wahlvorschläge mit denselben Parteikennworten aufgestellt haben, dieselbe laufende Num- merr. Ist für die eine oder andere Nummer der Provinziallandtagswahl-Wahlvorschläge ein entsprechender Kreistags-Wahlvorschlag nicht vorhanden, so fällt auf diesen Stimmzetteln die betreffende Nummer aus - Stellt eine Partei für die Wahlen zum Provinziallandtag für sämtliche oder mehrere Wahlbezirke der Provinz gleichlautende Wahlvorschläge auf, so brauchen die Unterzeichner des Wahlvorschlages diesen nur in einem Stück mit einer entsprechenden Erklärung über seine Gültigkeit abzugeben. Für die nach Paragraph 40 der Wahlverordnung beizubringenden Bescheinigungen über die Zustimmung zur Aufnahme in den Wahlvorschlag, Vollendung des 25. Lebensjahres, Wohnsitz, Eintragung in die Wahlliste usw. genügt die einmalige Abgabe. — Die für die einzelnen Abstimmungsbezirke aufgestellten Wählerlisten brauchen nicht in den einzelnen Ab- stimmungsbezirken ausgelegt zu werden. Es genügt vielmehr ihre Auslegung an einer Stelle in der Gemeinde. Als Frist, bis zu der Mängel der Wahlvorschläge und der Verbindungserklärungen zu beseitigen sind, wird statt des 12. der 14. Tag vor dem Wahltage bestimmt. — Von einer Neu
narolas zu Florenz, der im Jahre 1498 starb, war von vornherein wegen der Verquickung mit politischen Bestrebungen zum Scheiitern verurteilt.
Was jedoch den endlosen Bemühungen der Fürsten und Gelehrten nicht gelungen war, das erreichte Luther wie durch ein Wunder, ohne daß er selbst zunächst von der Tragweite seiner ersten Schritte eine Vorstellung hatte, wobei allerdings betont werden muß, daß ihm zwei äußere Umstände mächtig zu Hilfe kamen: die immer weitere Verbreitung des Buchdrucks und die große geistige Bewegung des Humanismus. Nachdem unter den gegebenen Zeitvrehältnissen und Strömungen der Stein einmal ins Rollen gekommen war, war er nicht mehr aufzuhalten. Es würde hier zu weit führen, auf die Geschichte der Reformation im einzelnen einzugehen. Es sei nur festgestellt, daß sie Anfang der Neuzeit werden sollte, die dem geistigen Leben der ganzen Kulturwelt neue freie Bahnen eröffnete. Leider aber wurde gleichzeitig Deutschland dadurch, wie es scheint, dauernd, in zwei feindliche Lagea gespalten, wie es sich in der Folgezeit bis in unsere Tage hinein oft in der verhängnisvollsten Weise auswirken sollte.
Luther jedoch bleibt das dauernde Verdienst, durch seinen einzig dastehenden Bekennermut — „Hier stehe ich ; ich kann nicht anders; Gott helfe mir! Amen." — den kräftigen Anstoß zu dem Anbruch einer neuen Zeit gegeben zu haben und vor allem auch durch seine Bibelübersetzung auf die Gestaltung der neuhochdeutschen Sprache bestimmend eingewirkt und damit ein starkes Band für alle Deutschen geschaffen zu haben. In diesem Sinne braucht das Reformationsfest nicht notwendigerweise eine Kampfansage gegen Andersgläubige und Andersdenkende zu bedeuten. Ist doch sogar das alte Luther-Lied während des Krieges das deutsche Schutz- und Trutzlied geworden. Möge so auch für die dunkele Zukunft für die Gesamtheit unseres Volkes und Vaterlandes gelten: Ein' feste Burg ist unser Gott! —
Es muß ganz besonders hervorgehoben werden, daß es in diesem Jahre 400 Jahre sind, seit der Landgraf Philipp der Großmütige die Reformation in Kurhessen einge- führt.
wahl des Kreistages ist, wie der Minister in Ergänzung einer früheren Ausführungsanweisung bemerkt, auch der Kreis Cosel ausgenommen.
Welt-Spartag und Kreditgenossenschaften. Einem Beschluß des 1. internationalen Kongreßes für das Sparwesen zufolge, der im Oktober vorigen Jahres in Mailand tagte, und der in Abwesenheit von Vertretern aus 26 Staaten zustande kam, soll der 31. Oktober jeden Jahres als Welt-Spartag gelten. Dieser Tag soll alle Kredit- und Spar-Institute, sowie alle sonstigen Förderer des Sparwesens vereinen, um die Sparsamkeit der Bevölkerung vom internationalen Standpunkt aus zu verherrlichen. An diesem Tage sollen die Handlungen, der Menschlichkeit vom Ideal der Sparsamkeit erfüllt werden und der Tag soll der Vorbereitung dieses Ideals durch Beispiel, Wort und Bild geweiht sein. Nicht Reklame für bestimmte Eeldanstalten soll der Welt- Spartag hervorbringen — an diesem Tage sollen alle Institute unter Zurückstellung jeder Konkurrenz dem großen Spargedanken zu dienen bestrebt sein. Die deutschen Kreditgenossenschaften, die Volksbanken des. Mittelstandes, werden es sich angelegen sein lassen, im Interesse des Wortes der Spartätigkeit zur Bildung neuen Kapitals, diesem Zweig ihrer Tätigkeit ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken und ihrerseits in Wort und Bild durch Flugschriften, Werbeklischees, Sparmarken usw. für die Hebung der Spartätigkeit besorgt sein. Allenthalben sollte durch Vorträge, auch im Rundfunk, der Bevölkerung die eigene Kapitalbildung, die Kreditbeschaffung unter sich, als wirksame Selbsthilfe klar gemacht werden. — Wer spart, gleichviel in welcher Art und an welcher Stelle, der hilft dem Volk, der Wirtschaft und dem Staat. Wer spart, handelt d e ut s ch!
November. Mit dem Monat November neigt sich das Jahr schnell seinem Ende entgegen. Im alten Rom vor der Kalenderreform Julius Cäsars war der November der 9. Monat des Jahres gewesen. Nebelung und Windmonat hieß er bei den Germanen, während er später als Herbstmonat erscheint. Immer ist der November dem Volke eine Zeit nachdenklicher Beschaulichkeit gewesen. Die grau in grau absterbende Natur löst im Menschen resignierte Stimmungen aus und in solche Gedanken passen auch die Totenfeiern der christlichen Kirchen. Die katholische Kirche hat die ihren Heiligen und den Gestorbenen geweihten Erinnerungsstunden auf die beiden ersten Tage des November gelegt, die evangelische Kirche widmet einen der nächsten Sonntage dem Gedächtnis der Toten. Ein wich
tiger Novembertag ist der 10. November, der Martinstag, der besonders im Landleben auch heute noch eine gewiße Rolle spieht. Früher war es allgemein üblich, an diesem Tag die berühmte Martinsgans und den Martinswein aufzutragen, zugleich aber mußte der Bauer auch tief in die Tasche greifen, um seine Steuern und Schulden zu begleichen und seine Dienstboten auszuzahlen. Heute hat der Martinstag in dieser Richtung nicht mehr die Bedeutung wie früher. Auch dem 30. November kommt noch in manchen deutschen Gegenden volkstümliche Bedeutung zu. Es ist der Andreastag, an dem man nach da und dort sich mit Bleigießen vergnügt. In den November fällt dann ferner der Bußtag der evangelischen Kirche, mit dem zugleich das Kirchenjahr abschließt. Der Landwirt wünscht sich den November recht feucht, wenn die Ernte des nächsten Jahres gedeihen soll, denn: „Im November viel Naß, auf den Wiesen viel Gras" und eine andere Bauernregel sagt: „November trocken und klar, bringt wenig Segen fürs andere Jahr". Nur Regen und Frost dürfen im November nicht zusammen eintreten? „Wenns im November regnet und frostet, dies meist der Saat das Leben kostet."
Die Natur im November. Ist der November noch warm, so blühen in manchen Gegenden noch allerlei Pflanzen: Karthäusernelke, Bergkresse, Wegnelke, Taubenskabiose. Aber mit dem ersten strengen Frost hat die Herrlichkeit ein Ende. Dasselbe gilt von den paar Schmetterlingen, etwa einigen Eulen, die sich vielleicht noch gehalten haben. Mit warmen Tagen ist in diesem Monat nicht mehr viel zu rechnen, denn er zeichnet sich besonders aus durch trüben Himmel und häufige Niederschläge, darunter auch Schnee, von dem wir bereits im Oktober eine kleine Probe bekommen haben. Am 21. und 22. November tritt die Sonne in das Zeichen des Schützen. Im Althochdeutschen heißt der November Har- bistmanoth, das heißt Herbstmonat. Hin und wieder begegnet man noch einigen Raupen, und dann fliegen freilich jetzt zwei sehr schädliche Insekten: Der Frostspanner, der den Knospen von Obst- und anderen Laubbäumen gefährlich wird und die Blutlaus, deren Stich eine krebsartige Entartung der Bäume verursacht. Man bekämpft diesen Schädling, indem man die Bäume mit Kalkmilch bewirft. Von den Fischen laicht die Forelle, und der Lachs steigt in den Flüssen auf. Die Sportangler, sofern sie kalt Füße und Hände nicht scheuen, haben noch eine ergiebige Nachsaison, denn auch der Hecht, dessen Naturinahrung knapp geworden sètzt mit dem Anbiß weniger vorsichtiger und wählerisch als im Sommer. Passionierte Petrijünger stellen diesem großen Räuber unter den Fischen mit Erfolg bis in den Winter hinein na chund fördern dann manchen kapitalen Kerl zutage. Der Zuzug von nordischen Vögeln hält an; Wachholder- u. Mistdrossel kommen, ferner Dreizehenmö- ve und Nebelkrähe. Andere Vögel, wie Meisen, Baumläufer, Goldhähnchen ziehen sich in die Gärten. Raubvögel liegen der Jagd ob: Hühnerhabicht und Sperber auf kleinere Vögel, der Bussard auf Mäuse. Hamster und Haselmäuse halten Winterschlaf, ebenso die Fledermäuse. Für den Jäger ist jetzt Hochsaison, denn der Jagdschein zeigt für November fast für alles Wild grüne Felder, das heißt, der Hubsr- tusjünger darf alles schießen, was da kreucht und fleucht. Nur eines macht ihm Kummer: die Rehböcke werfen in diesem Monat ab, und mancher Jäger legt mehr Wert auf die Krone als auf den Bock.
(Nachdruck verboten).
Einer der schönsten Friedhöfe der Welt ist der Campo Santo in Genua, von bem wir als Titelblatt unserer heutigen Vilderbei- lage ein wundervolles Motiv veröffentlichen werden. Eine Bilderserie „Halloh, wer dort," bringt allerlei Bilder aus der Welt des Telephons. Selten schöne Aufnahmen p ^ ren den Leser in die „KoraUenwätver von Bahama", zu deren Erforschung vor einiger Zeit eine große naturwissenschaftliche Expedition ausgerüstet worden ist. Für die Welt der Frau ist eine reichhaltige Serie „Bemalte Seiden" bestimmt. Die aktuellen Seiten bringen die neuesten Aufnahmen aus Politik, Kunst, Wissenschaft, Bühne und Sport in aller Welt. Eine interessante Erzählung und eine Rätselecke vervollständigen die reichhaltige Nummer.
Deutschvölkische Freiheitsbewegung, Ortsgruppe Fulda. Heute abend 8% Uhr spricht im Gasthaus zur Traube, Steinweg 20-24, unser Gauleiter Hauptmann a. D. Fleck, ehem. Mitglied des Reichstags, übe rdie heutige politische Lage. Wir bitten nochmals alle Freunde unserer Bewegung, der an sie ergangenen Einladung Folge zu leisten. Gäste sind uns herzlichst willkommen.
Ueber fehlerhafte Ernährungswirtschaft als der Ursache von Krankheiten und Teuerung beabsichtigt Mühlen-Ingenieur Stefan Steinmetz heute abend im evangel. Vereinshaus zu sprechen. Der Vortragende ist schon seit Jahren für eine zielbewußtere Mehl- und Brotbereitung eingetreten, auch hat derselbe besondere Erfahrungen in der Ernährung gemacht, sodaß er darüber wohl manch Neues wird sagen können. Das tägliche Brot ist noch immer die Grundlage der
Ernährung und was der Mensch ißt, daran-; besteht er. Wenn die Kinder durch entwer tete Nahrung falsch ernährt werden, räckt sich dies durch Krankheiten, die jedenfalls Haltsplan stören, zumal wenn schon in der Jugend der Grund zu diesen Erkrankungen gelegt wird. Oft reichen auch Lohn oder Gehalt kaum aus, um sich ausreichend zu ernähren. Daher seien besonders Hausfrauen aufmerksam gemacht, sich hier gute Ratschläge zu holen, denn die Frau soll ja die Familie kräftig, aber auch billig ernähren.
Das Bankhaus L. Pfeiffer Depositenkasse Fulda, Fulda, gibt im heutigen Inseratenteil bekannt, daß es vollkommen spesen- und provisionsfreie Einlagekonten eingerichtei hat, auf welche Gelder als täglich fällige Einlagen oder mit einer zu vereinbarenden Kündigungsfrist eingezahlt werden sönnen, deren Verzinsung sich je nach der Kündigungsfrist richtet. Guthaben ohne Kündigungsfrist können täglich in jeder beliebigen Höhe abgehoben werden. Ueber die Ein- lagcfonten können auch Ueberweisungen an Dritte und Gutschriften von anderer Seite, beispielsweise Gehälter, verbucht werden Der Kunde erhält kostenlos ein Einlagebuih oder eine Einlagekarte, worin die Zu- und Abgänge vermerkt werden, so daß er jeder Zeit über den Stand seines Kontos unterrichtet ist. Durch die Bearbeitung der Einlagekonten in einer besonderen Kasse wird eine für das Publikum mit keinerlei Zeitverlust verbunedne Abfertigung gewährleistet.
Konkursverfahren Firma Gustav Höfling, G. m. b. H., Fulda. In diesem Verfahren fand Freitag am Amtsgericht Fulda der erste Termin statt. Der Konkursverwalter Kaufmann F- W. Ruppert gab zunächst einen Bericht über den jetzigen Stand des Konkurses. Aus diesen Ausführungen ist zu erwähnen, daß jenes Lebensmittel- Engros-Eefchäft im September 1921 ursprünglich von dem Kaufmann Ferd. Höfling an seinen Sohn Gustav übertragen wurde, der es bis Ende März 1925 als alleiniger Inhaber führte. Am 1. April 1925 ist die E. m. b. H. gegründet worden, die schon am 2. Oktober 1925 durch Ueberschul- dung in Konkurs geriet. Die ausstehenden Forderungen belaufen sich laut Ueberschlag auf 20 000 JL Die inzwischen aufgestellte Bilanz weist auf in Aktiven 45 777 Jt, in Passiven 101408 Ji; somit als Unterbilanz 55 630 Ut. Es bat sich inzwischen ein aus 5 Herren bestehender Gläubigerausschutz gebildet, der anstrebt, den Gläubigern einen Vergleichsvorschlag von 50 Proz. zu machen. In diesen Ausschuß wird lt. Beschluß des Gerickäs am Freitag betJAMhiijwr ei-^ aus wärtiaen Firma. die eine Foroeruna von 7000 Mk. hat, noch hineingewaM" ^Vom Gläubigerausschuß war am 20. Oktober beschlossen worden, die erste Rate mit 15 Proz. am 30. November 1925, die zweite mit 10 Prozent am 15. Januar 1926, die dritte mit 10 Prozent am 28. Februar 1926 und die vierte mit 15 Proz. am 30. März 1926 zu zahlen. Nach den Ausführungen des Konkursverwalters hat nun ein Bürge seine Zusage inzwischen ganz zurückgezogen und der zweite Bürge erklärte im Termin vor Gericht, daß er nicht in der Lage sei, die Gesamtverantwortung allein zu übernehmen. Das Gericht stellte dem Gläubiger- ausschuß anheim, zur baldigen Erlangung der geeigneten Sicherheit die nötigen Schritte zu unternehmen und.empfahl dringend das Zustandekommen des SOprozen- tigen Vergleichs. Dem seitherigen Konkursverwalter wurde die Fortführung des Konkurses übertragen. In dem am 9. Dezember 1925 stattfindenden Prüfungstermin soll weiterer Bericht erstattet werden.
Landesbibliothek. Im letzten halben Jahre wurden zahlreiche Neuanschaffungen vorgenommen. Wir greifen aus der Zahl die folgenden Werke heraus: Kaskel: Arbeitsrecht — Bange: Eine bayer. Malerschule (Tegernsee) — Minerva Jg. 27 — Hilling: Codicis jur. can. suppe — Mont- gelas: Kriegsschuldfrage — Streidt: Esperanto-Lehrbuch — Karwath: 1) Katharina Holerbeck, 2) Das schlesische Fräulein, 3) Erasmus Luckhardt — Forbes-Mosse: Gabriele Aweyden — Springer: Kunstgeschichte (Neuzeit) — Muschler: Rich. Strauß Auf dem Wege zur neuen Schule (Gaudig) — Morhardt: Die wahren Schuldigen — Die Rhön (Grieben) — Meyer: Volksstäm- me Kleinasiens (Jndogermanenfrage) " Roß: Das Meer der Entscheidungen — Lewinsohn: Umschichtung der europ. Vermögen — Das deutsche Drama, herausgegeben von Arnold — Reiners: Kölner Malerschule — Köhler: Rothenburg ob. d. Taub. — So- lovjeff: Ausgew. Werke 1—2 — Scheler: Die Formen des Wissens und die Bildung — Weyse: Hildesheim — v. Strauß u. Torney: 1) Hof am Brink ,2) Der jüngste Tag, 3) Judas, 4) Lucifer — Klemperer: Mod. franz. Literatur und deutsche Schule Wirths: Kampf um Marokko — Holtzmann. Indische Sagen — Eckhardt: Kunstgewerbe in Unterfranken — Klages: Handschrift uno Charakter — Herfurths: Die Anfänge de^ Christentums in Thüringen — Heil: Wirtschaftliche Entwicklung Hersfelds —- lippson: Das fernste Italien — Servet- Saat und Ernte — Herrmann: Der klein East - Thieß: Das Gesicht des Jahrhum derts — Flaskamp: Auf hesi. Bonifatius pfaden — Kronprinz Wilhelm: Ich suche D