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, «t haben. Dies sei angenommen wor- obwohl zwei, von Denke angegriffene, "och glücklich entkommene Handwerks- I .An lebende Beweise für die Mordgier See sind. Ferner sprach man der be- Mtigten Mordliste jegliche Beweiskraft h Auf diesem erschütternden Dokument jedoch die Namen von 30 Frauen und Knnern verzeichnet, die nachweisbar ver- ^imden sind. Hinter jeder Eintragung »jeweils der Todestag notiert und außer- das Gesicht vor und nach der Tötung, ^zèei Stellen findet sich die Eintragung * Dezember 1909 Emma. Nun ist jene AMma Sander, die Trautmann ermordet haben soll, gerade am 21. Dezember 1909 verschwunden und zwar in der unmittelba- ren Nähe von Münsterberg. Die Staats- -mwaltschaft stellte nicht in Abrede, daß, Nie sie weiter sagte, mit einiger Wahr- Icheinlichkeit der Schluß zu ziehen sei, daß mit dem Namen Emma die getötete San­der bezeichnet sei. Obwohl sie dieser Ansicht mr, und obwohl das Landgericht in seinem Klassungsbeschluß erklärte die neuen Tat­schen und Beweismittel seien geeignet, die Freisprechung Trautmanns zu begründen, erhob die Staatsanwaltschaft gegen die Wiederaufnahme Beschwerde. Als bei die- er Sachlage die erste Beschwerde vom Ober­andesgericht in Breslau verworfen wurde, legte sie ein zweites Mal Protest ein. Sie soll die Vernehmung von rund WZeu^ sh

und zwar VWrstungszeizu ungunsten Trautmanns verlangt haben. Das Ober­landesgericht verwarf diese Beschwerde mit ter Begründung, daß durch die neuen Be- misanträge das Verfahren unnötig um Monate verzögert würde. Schon jetzt sei hinlänglich wahrscheinlich gemacht, daß die M verschwundene Emma Sander zu den Opfern Denkes gehöre. Gleichzeitig hat der erste Strafsenat des Oberlandesgerichts ge- Paragraph 370 der neuen Strafpro- Mrdnung die Wiederaufnahme des Mord- Messes von sich aus direkt angesetzt. Der damals verurteilte Trautmann, der seine Zuchthausstrafe voll abgebUßt hat, lebt ge- genwärtig in einem sächsischen Grenzdorf und hat sich im vergangenen Jahre neu ver­heiratet.

Fritzlar, 28. Okt. Reges Leben herrschte in den Mittagsstunden auf dem Kasernen­hofe, der Tag der Hubertusjagd war gekom­men. Zahlreiche Gäste und alte Freunde -der Batterie waren herbeigeeilt, um an der Jagd teilzunehmen. 1 Uhr 30 nachmittags rückte das Jagdfeld der Offiziere und Gäste fund das der Unteroffiziere ab, voran die Kapelle, die ihre munteren Weisen erschal­lten ließ, und viele Schaulustige in den Stra- Mammentrieb. Die Jagd begann un­

Der letzte Schutz.

Detektivroman von Otto Schwerin.

46. Fortsetzung.

; Natürlich hütete er sich, offen hervorzu- heten, und fand in dem Einbrecher Kreß Irin willfähriges Werkzeug. Dieser versuch­te, einen Raubanfall, stellte sich aber der- «t plump an, daß Marguth Verdacht fepfte, die Papiere versteckte und Grace beim nächsten verbrecherischen Sin* auf sein Leben und Eigentum, die ldtaaisanwaltschaft zu Hilfe zu rufen.

Grace drängte nun selbst auf Veseitig- M des ihr außerordentlich gefährlichen .Mannes, denn die Verhaftung wegen Mor- schwebte stets als dräuendes Damokles- schwert über ihrem rachsüchtigen Haupte.

L Suge juchte in den letzten Tagen des : '^uats Juni in Frankfurt eine Zusammen- rW iinb Aussprache mit ihrem Mann her- k^zuführen, wurde aber stolz abgewiesen durch Hermann geschickt in das Sta- höchster Wut getrieben, keimte in ihr selbst Hand an ihren verrä- p.wn Mann zu legen, besonders, da die säugte und Kreß, der Athletenschorsch I sandig versagte.

1 Hermann schürte die glimmende Asche ^ut und Leidenschaft zu einem lohen- k" Fanal der Rache, und jene Tragödie WUlde inszeniert, der Marguth am Morgen I Juli zum Opfer fallen sollte.

» Hermann fuhr einige Tage vorher nach um das Terrain zu sondieren "^ sich im Hotel Großherzog, das zu- einen Kellner suchte, engagieren. Am des 31. Juli fuhr er mit Inge nach Im ^°erg. Er, um seinen Dienst anzutre- um sich unter falschem Namen, in » Verkleidung, im dritten Stock des Ho- U .einzumieten.

blieb in Frankfurt, um am fol* mit Marguth nach Friedberg h n' 2hr kam es nicht nur auf den M^/es Wunnes an, sondern ihr eifrigstes r umr, die gefährlichen Briefe wie- I bekommen.

Weborg befand sich am Morgen des 1. "einer geradezu fieberhaften Aufre- le "erließ das Zimmer nicht mehr |ie I Gurtete mit wildklopfendem Herzen I der Entscheidung.

x ikengewehr Hermanns hatte sie Bub Mvor bereits sorgfältig geladen Macht 'lrer Waschtischschublade unterge-

M bem Fenstervorhang verborgen Mahnstei^ ^i fiebrigen Augen auf den I hinaus.

terhalb der Abdeckerei, führte sodann an der Eder entlang, ging durch die alte Cappeler Furt, in der mehrere kühne Reiter ein un­freiwilliges Bad nahmen, sodaß das vor­sichtshalber dort aufgestellte Rettungskom­mando in Tätigkeit treten mußte. Die Rosse schnauften und sprangen in kühnen Sätzen über Hecken und künstliche Hindernisse, deren gar viele schwer zu nehmen waren. Nachdem die beiden Füchse des Oberleut­nants Thoholte und Unteroffiziers Eickhoff den alten Mühlengraben durchklettert hat­ten, gab der Jagdherr die Jagd frei und das Haschen nach den Fuchsschwänzen be­gann. Heissa, war das ein lustiges Jagen, als sich das Nudel auf die davoneilenden Füchse stürzte. Doch endlich erhaschte sie das Schicksal. Hauptmann Lieb der Minenwer­ferkompagnie des Jägerbataillons Cassel fing den Fuchsschwanz des Offizierfeldes, während der Gefreite Wiehl sich den des Unteroffizierfeldes holte. Die Jagd wurde äußerst scharf geritten; einmal sah man im Gelände mehrere Pferde herrenlos umher­irren und zwei bis drei Reiter waren sich gegenseitig behilflich, um auf die Rosse zu kommen, und als Nachzügler der Jagd nach­zueilen. Doch endlich Halali! Der Jagd­herr, Major Minierer, verteilte 70 Brüche. An der Obermöllricher Warte fand im Laub des kleinen Wäldchens ein kräftiges Picknick statt, und gar lustig schallten die Musik- klünge ins Tal der Eder. Mit Eichenlaub geschmückt, ging es in fröhlichster Stimmung auf den Heimweg. Den Tag der Jagd be­schloß ein gemütlicher Abend im Offiziers- beim, der mit einem Jagdessen verbunden war. Unteroffiziere und Mannschaften, die in Stärke von 50 Mann an der Jagd teil- genommen hatten, fanden sich in der Kan­tine zu fröhlichem Schmaus zusammen, und erst in vorgerückter Stunde endete die Feier.

Vermischtes

Wieder eine Pharaonenstatue entdeckt.

Aus Kairo wird gemeldet, dast es dem ägyptischen Altertümerdepartement gelun­gen ist, in Valiana, wenige Zentimeter un­ter der Erdoberfläche, eine Statue des Pha­raonen Hur-Mohrb, des ersten Herrschers der neunzehnten Dynastie, zu entdecken.

Hauseinsturz in Paris. Im 13. Bezirk der Stadt Paris ist ein altes Gebäude, das aus dem 19. Jahrhundert stammt, und des­sen Bewohner jüngst von der Stadt aufge- sordert wurden, das Haus zu verlassen, zu­sammengestürzt. Es waren noch zahlreiche Mieter im Hause zurückgeblieben, trotzdem die Baufälligkeit festgestellt worden war.

Bis jetzt sind 7 Leichen geborgen.

Kurz nach zehn Uhr stürzte Hermann ins Zimmer.

Mach dich bereit!" flüsterte er und drück­te ihr die Waffe in die Hand, der Zug läuft eben ein".

Mechanisch, mit zitternden Händen griff Inge nach der Waffe.

Donnernd fuhr, knapp 100 Meter vom Fenster entfernt, der D-Zug nach Hamburg in den Friedberger Bahnhof.

»Jetzt gilt's! Nimm dich zusammen! Triff gut!"

Unten sprang Kreß in der Uniform ei* nes Depeschenboten über die Gleise und rief den Namen des Opfers aus.

Aber Inge stand, die eine Hand in die Vorhänge gedrückt, regungslos im Zimmer.

Ichkann nicht!" stöhnte sie.Ich kann ihn nicht--* ten!"

Ein teuflicher Fluch entrang sich den Lippen des Mannes.

Dirne, verdammte!"--zischte er. Willst du schießen?--Soll der ganze Plan ins Wasser fallen?"--

Ich kann--nicht, Georg.--Laß mich!"

Hermann hob drohend die Faust. Am liebsten hätte er der Frau, die mit ihrer Unentschlossenheit oder der plötzlich neuer­wachten Liebe für ihren Gatten den schön ausgedachten Plan im letzten Moment zum Scheitern bringen mußte, den Schädel ein­geschlagen.

Gewaltsam beherrschte er sich.

Marguth erschien unten im Fensteraus- schnitt seines Wagens.---

Noch eine viertel Minute und es war zu spät! --

Da riß Hermann mit einer wilden Verwünschung der zögernden Frau die Waf­fe aus der Hand, zielte kurz und--- schoß!---

Stöhnend war Ingeborg auf den Boden gesunken.

Mit derber Faust riß sie Hermann hoch, schüttelte sie und zischte wütend:Weib! Verdammtes!" Reiß dich zusainmen ! Willst du dich und mich aufs Schaffott bringen?! Hier ist dein Gepäck. Hier die Fahrkarte nach Gießen. ---- Fort! Dei­ne weitere Instruktion kennst du! Ich provoziere morgen mit dem Chef einen Krach und verschwinde. Fort jetzt ich decke dir die Flucht--!

Halb willenlos ließ sich Ingeborg die Reisetasche in die Hand drücken und auf den Flur hinausschieben. Draußen brachte sie der Selbsterhaltungstrieb wieder zur Be­sinnung.

Sie reiste nach Gießen und benutzt dort den Schnellzug, um über Cassel nach Ber­lin zu fahren. Dort hielt sie sich bis zum

Schweres Eisenbahnunglück in Amerika. In der Nähe von Viktoria im Staat Missi- sippi entgleiste ein Personenzug und rollte den Bahndamm hinunter. 10 Tote und über 26 Verletzte sind geborgen.

Sprechsaal.

(Für diese Rubrik übernimmt die Redak­tion lediglich die preßgesetzl. Verantwort.

Städt. Sparkasse. Von mehreren Mit­bürgern der Stadt erhalten wir folgende Zuschrift:

Wir haben der letzten Stadtverordneten- Sitzung als Zuhörer beigewohnt, in wel­cher die enorm hohen Credit-Ueberschrei- tuftgen bei der Städt. Sparkasse zur Spra­che kam.

Aus den geflogenen Verhandlungen ha­ben wir entnommen, daß alsbald eine Un- tersuchnngskommission gebildet werden soll, die den Tatbestand feststellt und zu diesem Zwecke zwei Sachverständige von Außer­halb auch zugezogen werden sollen. Die Allgemeinheit, namentlich aber, die Bürger­schaft hat das größte Interesse daran, daß sie über das Wohl und Wehe der städt. Ver waltung unterrichtet wird, weshalb es wünschenswert wäre, wenn das Resultat der gehabten Untersuchung öffentlich be­kannt gegeben würde, um auch die Interes­senten nicht weiter im Dunkel zu lassen.

(Folgen Unterschriften).

Amtliches

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister A ist heute unter Nr. 508 die Firma Emil Hammer mit dem Sitze in Fulda eingetragen worden.

Inhaber ist der Kaufmann Emil Ham­mer in Fulda.

ist

Der Ehefrau Anna Hammer in Fulda Prokura erteilt.

Fulda, den 24. Oktober 1925.

Amtsgericht Abteilung 5.

In unser Handelsregister A. Nr. 455 wurde heute bei der Firma Flachsfabrik Fulda Johann Döring u. Söhne, offen* Handelsgesellschaft in Fulda, folgendes ein­getragen:

Die Kaufleute Otto Döring und Josef Döring sind aus der Gesellschaft ausgeschie­den.

Fuldä, den 24. Oktober 1925.

Amtsgericht Abteilung 5.

In unser Handelsregister A. Nr. 227

ist heute bei der Firma Germania-Drogerie Fulda.

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14. des Monats auf und trat am 15. ihr Engagement in Cassel an, wo sie durch den Fahndungsdienst bald ermittelt wurde. Vor ihrer Verhaftung entleibte sie sich.

Die arme Frau verdient mehr unser Mitleid als Verachtung. Sie ist, ebenso wie ihr Gatte, das Opfer Hermanns ge= worden.

Dieser reiste, ohne sich um seine Geliebte weiter zu kümmern, einen Tag später nach Frankfurt zurück und ^erwartete Grace, die am folgenden Tag wütend anlangte, denn die in Marguths Gepäck gefundene Venus­statuette erwies sich nicht als hohl und je­ne, nach Marguths Tod für sie doppelt ge* fährlichen Papiere, waren immer noch nicht gefunden.

Die Nachforschungen Hermanns und fei* nes Adlatus Kreß endigten mit einem vol­len Fiasko und der Verhaftung des letzte­ren. Dann wurde Ingeborg ermittelt, zum Schluß Hermann selbst. In seinem Gepäck gefundene Briefe führten mich auf die Spur der langgesuchten Grace Figuei- rao. In München ging sie mir endlich in die Falle.

Als sie sich davon überzeugt hatte, daß jegliche Fluchtmöglichkeit abgeschnitten war, versuchte sie Selbstmord, ich entwand ihr aber die Schachtel mit den Morphiumpul­vern noch rechtzeitig, allerdings ohne zu ahnen, daß die Frau in ihrer Rocktasche außerdem ein Fläschchen mit Chloroform verborgen hatte. Ich trieb sie in die En­ge, und versprach ihr, einem Selbstmord keine Hindernisse in den Weg zu legen, falls sie sich vorher zu einem ausführlichen Ge­ständnis herbeiließe.

Nach einigem Zögern war sie bereit, und ich verbürge mich dafür, Herr Präsident, daß ihre Beichte der Wahrheit entspricht. Der unglückselige Gedanke zu entfliehen, muß ihr ganz spontan, am Schlüsse ihrer Erzählung^ gekommen sein. Während des Geständnisses hat sie bestimmt nicht daran gedacht. Ich benahm mich aber auch zu blö­de, weil ich an ein Doppelspiel der völlig zerknirschten jungen Frau ncht glauben konnte und wollte. Wortlos reichte ich ihr die Schachtel mit den Morphiumpul­vern und drehte mich, um nichts sehen zu müssen, nach dem Fenster um.

Ein schwerer, dumpfer Fall ließ mich zu- rücksehen.

Grace Figueirao lag am Boden und at­mete schwer und röchelnd.

Ich beugte mich über die anscheinend sterbende Frau.. In diesem Augen­blick fuhr sie mit der unter dem Rücken versteckten Hand in die Höhe, drückte mir das mit Chloroform getränkte Tuch auf Nase und Mund und riß mich zu Boden.

Josef Spinnenhirn in Fulda folgendes ein­getragen worden:

Die Prokura des Kaufmanns Josef Spinnenhirn ist erloschen.

Fulda, den 29. Oktober 1925.

Amtsgericht Abteilung 5.

Wahl zur Industrie- und Handelskammer betreffend.

Mit Ablauf des Jahres 1925 scheiden turnusmäßig

1) aus der Industrie- und Handelskam­mer aus:

Aus der Abteilung Industrie:

Herr Kommerzienrat Ferd. Neitzert, Fulda.

Aus der Abteilung Großhandel, Verkehrs­gewerbe, Banken pp.:

Herr Carl Arnd, Fulda.

2) aus der Geschäftsstelle Fulda:

Aus der Abteilung Industrie:

Herr Magnus Keil, Fulda.

Aus der Abteilung Großhandel, Verkehrs­gewerbe, Banken pp.:

Herr Otto Goebel, Fulda.

Aus der Abteilung Einzelhandel und Hotel­gewerbe:

Herr Herz Eschwege, Fulda.

Wiederwahl ist zulässig.

Die Ergänzungswahl für die oben an­geführten Herren ist festgesetzt auf Mittwoch, den 9. Dezember 1925.

Die Listen der nach § 3 des Handelskam­mergesetzes für die einzelnen Wahlabteilun­gen Wahlberechtigten liegen aus vom Frei­tag, den 30. Oktober 1925, bis Freitag, den 6. November 1925, bei der Geschäftsstelle Fulda der Industrie- und Handelskammer,

Petersbergerstraste 26, Zeit von 912% Uhr gesehen werden.

Die Einspruchszeit

und können in der und 35 Uhr ein-

gegen die Wähler-

listen läuft von Sonnabend, den 7. Novem­ber, bis Sonnabend, den 14. November 1925, 12 Uhr mittags.

Wahlort und Zeit werden durch den be­stellten Wahlkommissar noch bekanntge­geben.

Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. Hanau, Geschäftsstelle Fulda.

Neitzert.

Der Syndikus.

Dr. Weymar.

Druck und Verlag: Eutenbergbuch- druckerei Fulda. V e r an t w o r-t l i ch für den Inhalt: Chefredakteur Jul. Geissel,

Es muß als ein großes Glück bezeich­net werden, daß Wachtmeister Muschal zwei Minuten nach dem Attentat im Zim­mer erschien und es dadurch ermöglichte, die Verfolgung der Frau sofort aufzuneh­men, diese endete mit ihrem To­de.

Acta est fabula--meine Herren! Das Spiel ist zu Ende!

Grace, Hermann und Ingeborg sind tot. Kreß sitzt im Gefängnis. Der Fall ist ge­klärt und die Tat gesühnt.

Es war einer meiner interessantesten, aber auch schwierigsten Fälle. Hier, Herr Präsident, überreiche ich Ihnen das Ge­wehr Hermanns.

Der letzte Schuß diente zur Sühne!

Das Gewehr hat, da eine gerichtliche Untersuchung kaum mehr in Frage kommt, lediglich geschichtliches Interesse und bildet voraussichtlich eines der schönsten Stücke des Frankfurter Kriminalmuseums.--"

Bei diesen Worten erhob sich Dr. Lutz und reichte dem Polizeipräsidenten ein in braunes, starkes Packpapier eingeschlagenes Paket.

Morgen reise ich zur Erholung auf vierzehn Tage nach Bob Nauheim, und ich darf Sie vielleicht vorher noch daran er* innern, daß im Interesse des Prestiges der Frankfurter Polizei ein ausführlicher Arti­kel in der Tagespresse nichts schaden kann.

Ich war zuerst aus taktischen Gründen gegen eine genaue Bekanntgabe des Falles und der polizeilichen Ermittlungen, heute aber, wo die Mordtat bis in die sleinsten Einzelheiten aufgeklärt ist, wo eine gera* dezu vorbildliche kriminaltechnische und tri* mininalpsychologische Arbeit hinter uns liegt, scheint es nur recht und billig, wenn die breite Oeffentlichkeit auch erfährt, in welch hervorragender Weise das Frankfur­ter Polizeipräsidium im allgemeinen, und die Abteilung 7 im besonderen, an der Auf Närung des Verbrechens beteiligt ist.

Mein lieber Fischer, gestatten Sie, daß ich Ihnen als Erster zu diesem fabelhaf- Erfolg aus dem Nichts heraus, der sich zu einem Ruhmesblatt in der Chronik Ihrer Kriminalfälle gestaltet hat, aufs aufrich­tigste und herzlichste gratuliere.--!"

Und ohne auf das nicht gerade geistrei­che Gesicht des Inspektors zu achten, schüt­telte er erst dem Polizeipräsidenten, dann Fischer die Hand und verließ mit völlig ern* sten Mienen das Zimmer.

Nur um seine Lippen zuckte ein leises feines und undefinierbares Lächeln.

*

Ende.