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n-Mrreichung der zum Umtausch bestimm. . , Wertpapiere und der Beweisurkunden
den Altbesitz Vordrucke auszufüllen, wobei die Vermittlungsstellen die Antrag- ^ller nach Möglichkeit unterstützen und besten werden. Will der Anleihegläubiger <â Vorliegen der gesetzlichen Voraussetz- w,aen Vorzugsrente beantragen, so hat er ,»näckist im allgemeinen üblichen Verfah- L die Anträge auf Umtausch und Ge- währung von Auslosungsrechten durch eine Vermittlungsstelle einzureichen. Daneben er bei der Bezirksfürsorgestelle, das ist den hiesigen Bezirk das Städtische bezw.
Areiswohlfahrtsamt, einen Antrag auf Währung von Vorzugsrente stellen. Un- /cr die Vermögensverwaltung von Eltern, Vormündern, Gegenvormündern, Pflegern ^nd Beiständen fällt auch die Verpflichtung Sie genannten Fristen hinsichtlich des Ves mögens ihrer Kinder und Mündel zu wah- Schaden verantwortlich gemacht werden können. Es ergeht daher an alle in Frage kommenden Personen die Aufforderung, gegebenenfalls die Aufwertung von Mündelhypotheken bei der Aufwertungsstelle des Amtsgerichts, den Umtausch von Reichsan- leihen — es kommen in erster Linie Kriegsanleihen in Betracht — und den Anspruch auf Gewährung von Auslosungsrechten bei den Vermittlungsstellen baldigst anzumelden.
Lauterbach, 26. Okt. Am 24. Oktober wurde hier eine Ortsgruppe des Stahlhelm Bund der Frontsoldaten gegründet.
Hersfeld, 26. Oktober. Der hier wohnhafte Ingenieur Götze hatte eine Auseinandersetzung mit seiner Braut, in deren Verlauf er sich mit dem Revolver eine Kugel in den Kopf jagte. Der Tod trat sofort ein.
Eschwege» 26. Okt. Aus dem Obstverkauf sind im hiesigen Kreise in diesem Jahre 33 342,20 Mark gegen 51 390,70 Mark im
vorigen Jahre eingenommen worden, niedrigere Erlös ist auf den schlechten Hang zurückzuführen.
Warnung vor Falschgeld.
Der Be-
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Frankfurt a. M., 25. Okt. Der Polizeibericht meldet: Folgende Sorten falschen Geldes sind im Verkehr festgestellt worden: Noten zu zehn Reichsmark der Ausgabe vom 11. 10. 24., kenntlich am verschwommenen Bild und den aufgedruckten Fasern. Ferner Rentenbankscheine zu 10 Mark der Ausgabe vom 1. 11. 23 und der Reihenbezeichnung: E. 9395 . . ., M. 0395, F. 0396, A. 0339. Diese Falschscheine haben teils aufgedruckte Fasern, teils ausgeprägte Wasserzeichen
Iwek und sind teils schlecht nachgeahmt. — Auch
Hit mische Dreimarkstücke tauchen wieder auf,
M die teils kenntlich sind an dem Rand ohne Kaudzeichen, teils an der schlechten Rand- hin- inschrift „Einigkeit und Recht und Freiheit" ; be sowie daran, daß statt dieses Spruches teils dir in wiederkehrender Folge das Wort „Ei- bw nigk" in den Rand geprägt ist.
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Marburg, 25. Okt. Ueber die Frage, wer die Marburger Jubiläumsgabe, die die Provinz Hessen-Nassau und viele andere Spender, der Marburger Universität zu ihrem 400jährigen Jubiläum widmen, bauen soll und welche Pläne dem Bau zugrunde zu legen sind, wird gerade in letzter Zeit besonders heftig debattiert. Die Architekten der Provinz Hessen-Nassau verlangen eine öffentliche Ausschreibung des Werkes, wäh
Der letzte Schutz.
Detektivroman von Otto Schwerin.
44. Fortsetzung.
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Aber die Geschichte dauerte endlos lange oben auf Zimmer 160. — Er hatte die „Neuesten Münchener Nachrichten" bis auf das letzte Inserat bereits durchgekaut, und noch immer wollte die Unterredung zwischen Lutz und der Baronin nicht zu Ende kommen.
Zudem war es heiß und — Muschal hatte Durst.
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Er informierte den Hotelportier, daß sich in der nebenliegenden Restauration einen Schoppen genehmigen wolle, und blieb auch kaum eine Minute weg.
Bei seinem Wiedererscheinen machte ihm der Portier die Mitteilung, Dr. Lutz habe lM Augenblick das Hotel verlassen.
Muschal sah ihm dumm ins Gesicht. , »Das ist aber doch ausgeschlossen?!" meinte er.
Der Portier zuckte die Achseln. Er kön- Ue nur wiederholen, was er gesagt habe. Dr. Lutz in seinem auffälligen karrierten Ulster sei vor einer halben Minute hier vorbeigekommen und habe das Hotel verlaßen
. Ob er allein gewesen sei? wollte Mu- noch immer aufs äußerste überrascht, 'v'ssen.
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»Ja," erklärte der Portier.
Muschal eilte verdutzt auf die Straße Unaus, sah sich nach allen Seiten um, konn- e "der keine Spur von Lutz entdecken. — k. Drtß dieser das Hotel verlassen haben
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rend der Minister einen Beamten des Ministeriums mit dem Bau beauftragt hat. Um dieses Verfahren rückgängig zu machen, ist es gelungen, die Abgeordneten der Provinz, und zwar aller Fraktionen, zu einer Besprechung mit den Vertretern des „Bundes deutscher Architekten" zusammenzubringen, auf der diese Frage geregelt werden soll.
Cassel, 26. Okt. Der Plan zum Bau eines Hallenschwimmbades hat in Cassel schon viele Köpfe beschäftigt. Neuerdings bekommen diese Projekte handgreiflichere Form. Die Stadt bewirbt sich um eine Ausländsanleihe, die u. a. zur Errichtung eines Hallenschwimmbades dienen soll. Das Gutachten der ersten Instanz, des Bezirksausschusses, hat die Lebenswichtigkeit und die Rentabilität des Planes anerkannt, man darf also hoffen, dass sich der Minister des Innern diesem Gutachten anschließen wird. — Der Kreis Eschwege will für bi’ bedürftigen Kinder des Kreises ein Walderholungsheim auf einer Waldfläche von 4 Acker im Schlierbachs am Wege von Ober- zünzebach errichten. — Der Vaterländische Frauenverein in Cassel feiert in diesen Tagen sein fünfzigjähriges erfolgreiches Wirken auf dem Gebiet der Hilfsbereitschaft und Opferfreudigkeit. 1881 konnte durch Sammlungen unter der gesamten Bevölkerung das „Rote Kreuz", die Krankenpflege- anstalt des Frauenvereins, erbaut werden. 1907—08 wurde die noch heute bestehende Krankenpflegeschule errichtet. - Der Vaterländische Frauenverein umfaßt 32 Außen- stationen mit über 150 Schwestern, die für alle Leidenden und Kranken sorgen und vorzügliche Fürsorgearbeit an Kindern leisten.
Vermischtes.
Kann schreiben rechts, kann schreiben links! Der bekannte Berliner Bankier Karl Fürstenberg feierte kürzlich seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlaß veröffentlichte das „Berliner Tageblatt" eine Reihe von Aussprüchen des Finanzgewaltigen, die zweifelsohne von gutem Witz und einer gesunden Lebensauffassung zeugen. Ueber einen „Witz" allerdings stolpert- man: Je mand wollte Fürstenberg ausfragen: „Herr Fürstenberg, was ist denn Ihre politische Ueberzeugung?" Der Verblüffte erhielt die Antwort: „Das hängt ganz davon ab, mit wem ich rede". — Rühmenswert ist es vom „Berliner Tageblatt" eigentlich nicht, einem guten Freund zu bestätigen, daß er die Fahne nach dem Wind zu hängen pflegt.
Furchtbare Folgen einer Panik. Bei einem Besuch des Ministers der frommen Stiftungen in Santeh, wo er die dort abgehaltene Messe besichtigen wollte, hat sich eine schwere Katastrophe ereignet. Beritt- ne Polizei versuchte, dem Minister einen Weg durch das Gedränge auf einer Brücke zu bahnen. Die Menge, die aus zur Messe kommenden Bauern bestand, erschrack jedoch und es kam zu einer Panik, in der 54 Personen, darunter 25 Kinder und 8 Mädchen, 11 Männer und 19 Frauen, zu Tode getreten wurden. 7 Personen wurden schwer, viele leicht verletzt.
Die verstoßene Königin. König Rama 6. von Siam, ein aufgeklärter Herrscher, erzogen an den Universitäten Oxford und
Aber — Donnerwetter —! Lutz hatte ja versprochen, der roten Grace zu helfen, wenn sie ein Geständnis ablege. Diese Art Hilfe kannte Muschal. Vor Jahren, im Falle von Echternach (ergl. Roman Die rote Wanda), und auch in der Angelegenheit des Varon von Rhaydt in Frankfurt (ver- gl. Das Borrnitpulver), spielte er den geständigen Tätern die Waffe zum Selbstmord in die Hand. Hier war ein analoger Fall.
Höchstwahrscheinlich lag die Baronin oben in der Stube — tot — und Lutz hatte, als er ihn, Muschal, unten nicht mehr vorfand, auf der Straße einen Polizisten benachrichtigt.
Aergerlich mit sich selbst und ein wenig verlegen, seiner Pflichtverletzung wegen, die ihm voraussichtlich einen derben Anpfiff einbrachte, eilte Muschal die Treppe hinauf.
Die Türe Nummer 160 gab seinem Drucke nach und ein Seufzer der Erleichterung entrang sich seiner Brust, denn --- auf dem Boden lag die leblose Gestalt der Frau, — sonderbarer Weise in recht mangelhafter Toilette, nur mit dem Hemd begleitet. — Ihre hohen braunen Stiefel standen am Boden. ss
Ein wenig überrascht beugte sich der Wachtmeister auf die leblose Gestalt nieder und fuhr — wie von einer Tarantel gestochen, entsetzt zurück.
Die Gestalt vor ihm war nicht die Baronin von Rottsieper, sondern —-- Dr. Lutz.
Neben ihm lag ein Taschentuch, das einen scharfen, süßlichen Geruch ausströmte.
Muschal hatte sich nach dem ersten Schrek ken schnell gefaßt.
Er riß die Fenster auf, daß frische Luft ins Zimmer strömen konnte, ergriff die Wasserkanne und goß, ohne jede Umstände, die Hälfte des Inhalts Lutz über Kopf und Gesicht.
Sandhurst, Mitglied mehrerer Londoner Klubs, hat seine Gemahlin, die er im August 1922 heiratete, entthront. Das königliche Dekret, das im siamesischen Regierungs anzeiger veröffentlicht wird, stellt fest: „Als Seine Majestät die Dame in den Rang der Königin erhob, setzte er das Vertrauen in sie, daß sie ihre Pflichten gegen Seine Majestät und das Land in zufriedenstellender Weife erfüllen werde. Da es sich herausgestellt hat, daß dies nicht der Fall ist, da sie unfähig befunden worden ist, ihre hohen Pflichten zu erfüllen, ist sie ungeeignet, ihre hohe Stellung noch länger zu bekleiden, und Seine Majestät hat daher befohlen, daß sie in Zukunft mit einem anderen Titel benannt wird". Offenbar erklärt sich der Inhalt des Erlasses mit der Kinderlosigkeit der königlichen Ehe. Der jetzige Thronerbe ist ein Halbbruder des Königs.
Gezwungene Liebe. Aus Linz wird gemeldet: Das Schwurgericht in Linz verurteilte die 28jährige Bauerntochter Raingrube, die ihrem Gatten nach zweimonatlicher Ehe Arsenik in einem Gericht Forellen gegeben hatte, zu 20 Jahren schweren Kerkers. Die Raingrube hatte zu einem übelbeleumdeten Knecht Beziehungen und hatte nur auf Drängen ihres Vaters ihren Mann geheiratet.
Eine geistreiche Antwort. Zu den geistreichsten Frauen ihrer Zeit gehörte die Gattin Friedrich von Schlegels, die Tochter von Moses Mendelssohn. Sie wohnte damals in Rom, und ihr Salon vereinigte die Elite der deutschen Schöngeister. Einer dieser Herren machte ihr eines Tages einen Besuch und fand sie mit einer einfachen Näharbeit beschäftigt. Ganz außer sich vor Erstaunen, rief er: „Aber, Madame, wie können Sie Ihre Zeit an eine so minderwertige Arbeit verschwenden? Warum schreiben Sie nicht lieber?" Da sah Frau Dorothea den Frager lächelnd an und sagte: „Ich habe schon oft gehört, daß zuviel Bücher in der Welt sind, aber noch nie, daß es zuviel Hemden gibt".
7000 Opfer eines Zyklons. Nach einer Meldung aus Basra sind durch den Zyklon, der Anfang Oktober im Persischen Golf tobte , 240 Segler verunglückt. 7000 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.
Aus der Tagesgeschichte.
Hösch und Briand.
Von der deutschen Botschaft wurde gestern folgendes (Kommunique ausgegeben: Der Botschafer von Hoesch, der Freitag früh wieder nach Paris zurückgekehrt ist, hat am selben Vormittag dem Generalsekretär der Botschafterkonferenz durch einen stellvertretenden Botscha,tsrat eine Note betreffend den Stand der Abrüstungsfrage überreichen lassen. Der Botschafter hatte wiederholt Unterredungen mit Briand und dem Generalsekretär des Quai d'Orsey, Herrn Berthelot. Herr von Hoesch gab beiden Herren einen Ueberblick über die Eindrücke, die er in Berlin gewonnen habe. Im weiteren Verlauf der Unterhaltung wurden Fragen zur Sprache gebracht, die mit der künftigen Gestaltung des Verhältnisses beider Länder im Zusammenhang stehen.
Dieser öffnete mit einem leisen Stöhnen die Augen und begann zu würgen.
Muschal kannte sich aus. — Chloroform- vergiftung. —!
Er schleuderte in einem weiten Bogen das feine Damenbatisttuch in den Toiletteeimer, nahm den Kopf Lutz' behutsam auf seine Knie und griff ihm mit dem Zeigefinger in den Mund. 5
Dr. Lutz fing von neuem an, krampfhaft zu würgen und schließlich zu erbrechen. Der Wachtmeister begoß ihn nochmals mit Wasser, eine Pferdekur, die aber den erhofften Erfolg hatte, denn Lutz kam schnell wieder vollständig zum Bewußtsein und richtete sich — wenn auch ein wenig schwerfällig — auf, um aber sofort wieder auf das Bett niederzusinken.
„Muschal!" stöhnte er. „Sofort unser Auto — aus der Garage, — wir müssen fort----!"
„Allmächtiger, Herr Doktor!" entsetzte sich der Wachtmeister, „in dem Zustand —? Wie kam denn dies alles — wir hatten se so scheen fest--?!"
„Nachher--nicht fragen. Geben Sie mir meinen anderen Anzug und den Regenmantel aus dem Schrank.
Schnell--! Ich war ein Esel — — aber noch ist es vielleicht nicht — zu spät!"
Lutz fuhr nicht ohne Anstrengung in seine Beinkleider, die ihm Muschal vorsorglich hielt und fuhr fort: „Ich glaubte, die Frau wollte — nach ihrer ehrlichen Beichte Selbstmord begehen--aber statt dessen schüttet mir die Kanaille Chloroform ins Gesicht.--Sie hat in meinen Kleidern die Flucht ergriffen,--wir müssen ihr nach. Ihre ständige Wohnung in München ist Prinzregentenstraße 273. — — Dahin ist sie wohl zuerst geflohen. — — Schnell! Unser Auto--!"
„Werden Kie in diesem Zustand die Verfolgung aushalten können?" fragte Muschal bedenklich.
Zusammenstöße zwischen Hitler- Anhängern und Polizei.
TU. D o r t m u n d , 26. Okt. (Telunion)
Gestern abend fand im Fredenbaum-Saal eine von der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei einberufene Versammlung statt, in der trotz des Verbots auch Adolf Hitler sprechen sollte. In der MLnsterstraße, wo ein starkes Polizeiaufgebot zu Fuß und zu Pferde Dienst verrichtete, kam es bereits vor der Versammlung wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Hitler-Trupps und Publikum. Bei einem solchen Zusammenstoß wurde ein Nationalsozialist durch Messerstiche in den Oberarm schwer verletzt. Ein Kommunist erhielt einen Messerstich in den Unterleib, Die Polizei säuberte verschiedentlich die Straße, die Angreifer warfen jedoch hinter Hecken und Zäunen her mit Basaltsteinen auf die nach den Fredenbaum sich bewegenden Züge. Durch die Steinwürfe wurden Hitlerleute und Polizeibeamte verletzt. Alle Autos, die mit Hitler-Anhängern besetzt waren, wurden auf den Anmarschstraßen bei der Einfahrt in das Stadtinnere nach Waffen durchsucht. Dabei wurden zwei Pistolen und Gummischläuche beschlagnahmt, Die Versammlung selbst konnte ohne Störung zu Ende geführt werden. Nach Schluß der Versammlung wurde in der Sedanstraße von einem Lastwagen herab geschossen. Polizeibeamte sprangen sofort auf den Wagen und zwangen den Führer, mit allen Insassen zur Wache zu fahren. Hier förderte eine genaue Untersuchung des Wagens zwei Armeepistolen, mehrere Trommelrevolver, eine Anzahl von Gummischläuchen, Totschläger, Dolche und Schlagringe zu Tage. Eine Anzahl von Leuten, die Waffen mitführten oder mit Steinen geworfen hatten, wurden festgenommen. Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein Hitler-Mann, der nach Zeugenaussagen seinem Gegner einen gefährlichen Messerstich beigebracht hatte.
Der Frankfurter Straßenbahnerstreik beendet.
TU. Frankfurt a.M., 25.Okt.(Telunion)
Die Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite haben heute vormittag acht Uhr nach siebzehnstündiger Beratung in Darmstadt eine Einigung erzielt und beschlossen, den Straßenbahnbetrieb noch im Laufe des heutigen Sonntages wieder aufzunehmen. Nachdem heute vormittag eine Funktionärsitzung im Gewerkschaftshause sich mit der getroffenen Regelung befaßt hatte, hat das Personal der Straßenbahn heute nachmittag gegen 4 Uhr den Dienst wieder angetreten.
Todessturz auf der Frankfurter Radrennbahn.
TU. F r a n k f u r t a.M., 26.Okt.(Telunion) Bei den Motorradrennen am Sonntag nachmittag im Frankfurter Stadion kam der Rennfahrer August Weiß aus Groß-Auheim, als er einem gestürzten Fahrer ausweichen wollte, zu Fall und wurde in die Barriere geschleudert, wo er mit schweren Verletzungen liegen blieb. Weiß starb nach wenigen Minuten. Das Rennen wurde sofort abgebrochen^___________
Druck und Verlag: Eutenbergbuch- druckerei Fulda. Verantwortlich für den Inhalt: Chefredakteur Jul. Eeistel, Fulda.
Lutz wurde wütend.
„Machen Sie den Wagen fahrbereit —!" brüllte er, „und lasten Sie alle überflüssigen Fragen beiseite--!"
Muschal flog mehr als er ging die Treppe hinab, und kaum daß er den Kraftwagen aus der Garage gezogen und angekurbelt hatte, erschien auch schon Lutz zwar noch ein wenig bleich, aber anscheinend wieder hergestellt.
Der Wachtmeister bewunderte im Stillen die Energie seines jüngeren Gefährten, der sofort auf den Führersitz kletterte und in scharfem Tempo anfuhr. —
Die tolle Fahrt ging über den Maximiliansplatz, wo ein Polizist ausgenommen wurde, durch die Ludwigs- und von der Tannstratze, am Palais Royal vorbei. Dann flog das Auto die breite Prinzregentenstraße hinab und hielt, kaum fünf Minuten nach Abfahrt, am Ziel.--
Lutz zog sofort die Hausklingel. — Niemand meldete sich.
Wir müssen die Türe aufbrechen!" sagte Muschal zu dem Münchener Polizisten. Lutz hörte schon nicht mehr. Er war auf einen Taxameterkraftwagen zugeeilt, der an der anderen Straßenseite stand und hielt dem erschrockenen Chauffeur seine Legitimationskarte unter die Nase. —
„Auf wen warten Sie hier?" fragte er.
„Auf einen Herrn--das heißt, eigentlich — eine Frau in Männerkleidern, die ich am Hauptbahnhof ausgenommen hab!"
„Wo ist die Frau eben?"
„Drüben, im Hause 273."
Lutz sprang sofort zu seinem Wagen zurück und beorderte den Polizisten nach der Hinterseite der kleinen Villa, die nur eine Mietspartie beherbergen konnte. f
(Fortsetzung folgt.)