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mung. So hat sich Ne Rombacher Hüttenwerke Akt.-Ges. die zu den größeren deutschen Montanuirternehmung-en gehört, in jüngster Zeit gezwungen gesehen, zur Behebung ihrer Illiquid:- tät ihren Konzern durch Abstößung von Aktienbeteiligungen an verwandten Werken und schließlich sogar durch Sondermaß- nahmen der ihr nahestehenden Bankgruppe zu beheben zu ver­suchen, ohne daß bereits alle Erfahren hierdurch beseitigt wor­den wären. Aber auch die alte schlesischen Montansirma von Giesche's Erben, die schon vor einiger S^t von sich reden machte, scheint die Seldschwierigkeiten noch immer nicht völlig überwunden zu haben. Es stellt sich heraus, daß der damals ge­währte Dollarkredit nur kurzfristig war und entgegen früherer Zusage nicht langfristig gemacht worden ist, vielmehr zur Rück­zahlung gekündigt wurde. Hierbei offenbarte sich, daß rücksicht­lose amerikanische Geschöflsprinzip wieder einmal in unverhüll- ter Form in der auf eine Ausnützung der Notlage der Ge- sellfchaft abzielenden Forderung der amerikanischen Goldgeber, ihnen das in Frage stehende neue Zinkvorkommen des Unter­nehmens zum Abbau zu überlassen, was natürlich abgelehnt wurde. Die preußische Staatsbank griff daher zur berechtig­ten Wahrung deutscher Interessen mit einem Darlehn von 15 Millionen Mark ein und scheint sich nunmehr auch die Deckung des weiteren Geldbedarfes angelegen fein zu lassen. Außerdem Lind auch im Berliner Lebensm i 1 te I -Großha n del ernstere Zah- lungsverlegenheiten bekannt geworden, die allerdings infolge rechtszeitiger Stützungsmaßnahmen bis jetzt noch nicht zum äu­ßersten geführt haben, nichtsdestoweniger aber ernsthaft daran erinnern, daß in den verschiedenen Handels- und Industriezwei­gen, sowohl in Berlin wie im Reiche, sich auf finanziellem Ge­biete die Verhältnisse bedrohlich zugespitzt haben. So finden die Gerüchte über Insolvenzen jetzt leider täglich neue Nahrung und tragen in höchst unerwünschter Weise zur Verschärfung der ohnehin schon großen Unsicherheit und Nervosität bei. Auch an der Börse hat sich zum Vierte-sahreswecpsel die Zurückhal­tung und Aengstiichkeit der Geldgeber wieder sehr vermehrt und hiermit zu einer neuerlichen Verteuerung und Verknappung des Börsengeldes geführt, die auf den allgemeinen Geldverkehr na­türlich nicht ohne entsprechende Rückwirkung geblieben ist. Man forderte und zahlte an der Börse in den letzten Tagen 12 Proz. für täglich kündbares Geld, während monatlich kündbares Geld und längerfristige Darlehn erst recht nicht zu haben waren, auch die soeben erfolgte Herabsetzung des englischen Bankdiskontes von 4% auf 4 Prozent hat bis jetzt die deutschen Geidverhält- nisse in keiner Weise zu erleichtern vermocht, eine Gegenüber­stellung des Reichsbankdiskont es von 9 Proz. deutet vielmehr aufs neue auf den gewaltigen Unterschied zwischen den deutschen und den maßgebenden ausländischen Zinssätzen hin. Der Zu­fluß der Erlöse aus den in letzter Zeit abgeschlossenen neuen Dollaranleihen vollzieht sich viel langsamer als man gehofft hatte, sodaß auch von dieser Seite der eine Besserung der Geld­verhältnisse bis jetzt nicht eingetreten ist. So blieb die Haltung der Börse schwankend und unsicher mit dem Ergebnis das die Kurse bei andauerndem Mangel an Käufern aufs neue zurück­gingen. Der 1. Oktober brachte übrigens auch für die Börse eine emscheldernde Neuerung in Gestalt der Wiederaufnahme des seit mehr als zehn Jahren unterbrochenen Lerminhandels in Effekten, der allerdings bis jetzt nur die geringe Zach von 26 Papieren betrifft und der außerdem dadurch aef anders er- 1 ^wp-- dok von den etwa firöenhunbeff W^ stebenzig und von den zwölfhundert Bankiers und sonstigen Händlern nur zweihundertvierzig sich der für die Ultimoregu­lierung neu errichteten Liguidalionskasse angeschlossen haben u. an dem Lerminhandel offiziell teilnehmen können. Die von die­ser Neueinrichtung erhoffte Belebung des Börsengeschäftes u. namentlich die erwartete größere Beteiligung der außenstehen­den Kreise am Effektenhandel ist' bis jetzt völlig ausgeblieben. : Auch hier macht sich die Geldknappheit und die andauernd un­verhältnismäßig große Höhe der Unkosten nach wie vor Hinder- i iid) bemerkbar. Die unbeachtet der nunmehr programmäßig l stattfindenen Licherheitspaktkonferen; fortdauernde innen- und | außenpolitische Unklarheit und Unsicherheit trägt weiter dazu bei i die Börse ebenfalls zur Untätigkeit zu veranlassen. Die in die- Jen Lagen veröffentlichten neuen zweimonats Bilanzen der gro- i ßen Aktienbanken legen noch mehr als früher Zeugnis davon ; ab, daß die Kapitalzuflüsse bei den Banken sich nicht nur nicht | vermehren, sondern neuerdings sogar ins Stocken geraten sind, während andererseits die an sie gestellten Kreditanspriiche fortgesetzt groß und dringlich sind, nach Lage der Verhältnisse aber nicht immer seitens der Banken in der wünschenswerten Weise befriedigt werden können.

Aus dm Barlammten.

Preußischer Landtag. Sitzung vom 1. Oktober. Das Haus beschäftigt sich mit der zweiten Beratung des Haushaltes der Handels- und Gewerbeverwaltung.

Berichterstatter Abg. Dr. Pinkerneil (D. Vpt.) empfiehlt namens des Hauptausschusses den Haushalt mit Ausnahme ei­niger Positionen zur unveränderten Annahme. Zugleich unter­breitet er dem Landtag 43 Anträge, die u. a. die notwirtschaft- iichen Verordnungen, die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe, Handwerkerfragen, Beseitigung der Umsatzsteuer, Kredithilfe, Handelskrieg mit Polen and Handelsvertrag mit Frankreich betreffen.

ön Beantwortung einer Anfrage erklärt Ministerialdirek­tor Lonze, daß das Staatsminijterium erwäge, den Warenhan- del in Diensträumen zu verbieten.

Dann nimmt Handelsminister Dr. Schreiber das Wort und erklärt, es sei zu hoffen ,daß der Landtag demnächst ein Gesetz verabschieden könne, das die Beitragspfl'icht der Wirtschaft auf erträgliche Grenzen zurückführe. AIs wesentliche Neuaufgabe habe das Handelsministerium das Flugwesen zu bearbeiten. Es fei zu hoffen, daß bei den jetzt beginnenden Paktverhandlungen die unverändlichen Hemmungen des friedlichen Flugverkehrs für Deutschland beseitigt werden. 1925 feien insgesamt in Deutschland 62 OOO Fluggäste und 10,5 Millionen Kilometer von den deutschen Fluggesellschaften im In- und Auslande zu­rückgelegter Strecke an Jahresleistung zu erwarten. Eine ent­schlossene Sozialpolitik sei eine nationale Notwendigkeit. Be­züglich der Reichsbahn müsse Preußen erwarten, daß der ihm verbliebene geringe Einfluß nicht weiter beschränkt wird. Das sicherste Mittel die Ausfuhr zu heben und die Einfuhr zu dros­seln, wäre die Senkung der deutschen Preise. Eine Senkung her Löhne sei nur mit einem gleichzeitigen allgemeinen Preisab­bau möglich, damit der Neallobn nicht sinke. Allmählich müsse

sich wieder der Grundsatz durchsetzen: Großer Umsatz, kleiner Nutzen. Dabei sei auch eine Erleichterung der Steuerlasten zu wünschen und eine entschiedene Verwaltungsreform. Die wirt­schaftlichen Besserungszeichen würden sich deutlicher abbeben, wenn die Paktverhandlungen in Locarno zur Befriedigung Europas und zur Befreiung Deutschlands führen. (Beifall.)

Die angefochtenen Litel des Haushalts des Volkswohl­fahrtsministeriums werden nach den Anträgen des Ausschusses angenommen.

Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommu- niften wird dabei der Antrag auf Einführung des Gemeindebe- stimmungsrechts über Schaukko uzestioncn abgelehnt. Der Jovial- demokratische Antrag, das Staatsminijterium möge bei der Reichsregierung die Vorlage des sogenanntenBodenreform- gesetzes'' anregen, wird in namentlicher Abstimmung mit 167 gegen 149 Stimmen angenommen.

Die Aussprache über die Handels- und Gewerbeverwal­tung wird hierauf fortgesetzt.

Um %6 Uhr vertagt das Haus die Weilerberatung.

Aus der JügesgewiKte.

Die Lage in Marokko.

wtb. Paris, 2. Okt. Ein offizielles spanisches Kommuni­ques aus Madrid vom heutigen Lage teilt mit, daß die Lage in den Frontabschnitten von Senta, Letuan und Larasch ruhig sei. Bei dem Vormarsch auf Ajdid hätten die Abteilungen der befreundeten Gelaja an den Kämpfen von Atrar Sibur teil genommen, und den Gegner am Wed Sa lach aus seinen Schü­tzengräben vertrieben. Nach einer neueren Meldung aus Fez berührt die von den Franzosen im Gebiet von Kisfane besetzte Linie jetzt folgende Punkte: Bab Auersch Sibi Abdallah Abdul Bab Lißt Bab Tambut. Die französischen Ver­luste sollen nur leicht sein, nämlich 15 Lote und 50 Verwundete. Aach einer ergänzenden Meldung aus Fez sollen die Rifleute im westlichen Frontabschnitt die Absicht haben, um Waffenstill­stand zu bitten. Die unterworfenen Stämme der Dualu vertrie­ben die in der Ortschaft Amarno nördlich von Amijot festge- steiiten Rifleute.

Polens Optimismus über Rußland.

wtb. Warschau, 2. Oktober. Die Warschauer Blätter äußern sich begeistert über die Fortschritte, die die Annäherung zwischen Rußland und Polen durch den Besuch Tschitscherins bei der polnischen Regierung gemacht habe. Einige Regierungs­blätter melden, der russische Volkskommissar habe mehr Zuge­ständnisse gemacht als man je erwartet hätte. Er soll insbe­sondere bindende Zusagen auf politischem, wirtschaftlichem und sogar militärischem Gebiet gegeben haben.

Die rheinischen Volksparteller für Dr. Stresemann.

wtb. Düsseldorf, 2. Oktober. Eigene Meldung) ön Düs­seldorf fand eine Aussprache der dortigen Ortsgruppe der deutschen Volkspartei zur politischen Lage statt. An den Reichs- außenminister Dr. Stresemann wurde folgendes Lelegramm ge- richtei:Aach Auer Aussprache über die politischen Lage ver­sichert die Ortsgruppe Düsseldorf der deutschen Volkspar.tei Sie ihres unbedingten Vertrauens uüb ihres Dankes für Ihre wa-

von anderen Parteien gegen Sie gerichteten Angriffe mit aller Entschiedenheit".

Hebung des Unterseeboots S 51.

wtb. . Paris, 2. Okt. Havas meldet aus New London: Den vereinten Kräften zweier Zerstörer, die mit Hebekranen von 300 Tonnen Stärke versehen waren, ist es gelungen, das gesunkene Unterseeboot S 51 zu heben.

Ein Sammlung für den Flieger Lostee.

wtb. Paris, 1. Oktober. Wie dasJournal" aus Straßburg meldet, hat dasJournal" d'Alsace et Lorraine" gestern eine Sammlung veranstaltet, um die für die Befreiung des französischen Fliegers de Lostee notwendigen Summen auf­zudringen. ön einigen Stunden seien 3500 Mark gezeichnet wor den. Sie seien unverzüglich de Loste übersandt worden. Wie dazu aus Freiburg i. B. gemeldet wird, traf die Summe in Frei bürg erst nach der Abreise de Lostee ein. Von Straßburg aus hat dann de Loste sofort die Auszahlung der Summe gesperrt, sodaß die Annahme berechtigt ist, daß man weder das Geld noch den Flieger jemals wieder zu Gesicht bekommt,

Attentat auf einen Perscneuzug.

wtb. Danzig, 2. Oktober. Auf einen Personenzug der Strecke Fordon-Bromberg in der Nähe der Weichselbrücke ist ein Attentat verübt worden. Der Zug fuhr anscheinend auf eine Bombe, denn es erfolgte eine starke Explosion ,-bie den Heizer zehn Meter weit fortschleuderte, wo er mit gebrochenem Rück­grat liegen blieb. Der Lokomotivführer erlitt starke Brand­wunden, konnte jedoch noch den Zug zum Stehen bringen, so daß Reisende nicht verletzt wurden. Von den Lätern hat man bisher keine Spur.

Die Tempelhofer Einbrecher senden die Schmucksachen zurück. ;

wtb. Berlin, 1. Oktober. Zu dem Einbruch im Tempel­hofer Bezirksamt, bei dem die Täter 310000 Mark und Schmucksachen erbeuteten, teilt derLokalanzeiger", mit, daß heute früh beim Bezirksamt Tempelhof ein Brief eingelaufen' ist in dem sich die gestohlenen Schmucksachen befanden. Die Aufschrift dieses Briefes war aus Buchstaben zusammengesetzt, die aus einer Zeitung herausgeschnitten worden waren. Von den Tätern fehlt noch immer jede Spur.

Aus Stadt und Land.

Fulda, den 1. Oktober 1925.

Wettervoraussage für Samstag. Die Syktonentätigkeit ist weiter nach dem Norden Guropüs zurückgewichen, wo sie aller­dings sehr energisch aufgelebt und stürmisches Wetter herbeige­führt hat. Demgegenüber herrscht im ganzen Bereich des brei­ten Hochdruckrückens, der sich auch heute vom Atlantischen Ozean über das mittlere Europa bis nach Rußland erstreckt, ruhiges beständiges Wetter. Für eine Aenderung der günstigen Herbstlage liegen zunächst keinerlei Anzeichen vor. Es ist also für Samstag heiteres, trockenes Wetter bei schwacher Luft-

bewegung und etwas steigender Temperaturen am Tage zu er* warten.

Famitiennachrichten aus Fulda. Verstorben sind: Werk­meister Ludwig Speck, und Fräulein Marie Aaegele.

Der Oktober im Volksmund. Der Oktober mit seinen 31 Tagen ist der zehnte Monat des Sahres. Bei den Römern, worauf noch der Name hindeutet, war er der achte, da bei ihnen das Jahr am 1. März anfing. Er ist der echte und rechte Herbstmonat und trägt doshailo auch den Namen Gilbhart. Die Witterung ist meist recht unbeständig; Sonnenschein, Sturm und Regen wechseln oft schnell miteinander ab, und solches Wetirr'" nennt man Oktoberwetter, was dem Aprilwetter im Frühjahr entspricht. AuchOktober und März gleichen sich allewärts", sagt eine alte Bauern- und Wetterregel, und die Unbeständig­keit dieses Monats spricht sich auch im folgenden aus: Durch im Oktober spielende Mücken laß dich nicht berücken! Der Monat wird auch oft Weinmond genannt. Von dem Ok- toberwetter hängt nachher Volksanffassung auch die Witterung des Kommenden Winter ab.Scheint im Oktober die Sonne hell, so kommen Sturm und Winter schnell". Warmer Oktober bringt einen strengen Winter:Ist der Weinmond warm und fein, kommt ein scharfer Winter hinterdrein"---Warmer Oktober bringt kalten Februar". Dagegen heißt es:Ist Ok­tober naß und kühl, milder Winter werden will". Auch früher Schnee im Oktober kündet einen milden Winter an:Schneit es im Oktober gleich, wird der nächste Winter weich",. Den­selben Gedanken drückt eine andere Wetterregel in etwas der­berer Form aus:Fällt der erste Schnee in den Dreck, so bleibt der ganze Winter ein Geck". In gleicher Weise heißt es:Ist der Oktober schon rauh, wird der Januar sehr flau. Der ei­gentliche Stichtag aber für den Eintritt'der kälteren Jahreszeit liegt nach der Volksweislhâ in der Mitte des Monats. Es ist der Sankt Gallustag, der 16. Oktober,bin kritischer Tag erster Ordnung", wie Falb sagen wüöde. Sehr zahlreich sind die Sprichwörter, Wetter- und Bauernregeln, die mit ihm im Zusammenhang stehen:Sankt Gall, der erste Schneefall"-- Auf Sankt Gall bleibt die Kuh im Stall"--Mit Hedwig (15. Oktober) und Galle sind die Vögel alle".RM Sankt Gallustag muß jeder Apfel in seinen Sack!--Sankt Sal­lus Wein Bauernwein". Wenn es am Sankt GalluStage trocken ist, so soll im nächsten Jahre auch ein trockener Sommer folgen. Ganz zu Ende ist es mit des Sommers- und Herbst­pracht, wenn sich der Monat seinem Ende zuneigt: ,Menn Si­mon und Judas (28. Oktober) vorbei, rückt der Winter herbei" --Des Oktobers Ende reicht dem Winter die Hände". Eine Reihe von Sprüchen der Volksweisheit beschäftigt sich mit dem Verhalten der Tiere und den Schlüssen, die man auf das Röetter ziehen kann:Steht das Rotwild fest im Holz, schnitzt der Winter schon seinen Bolz" --Ist rauh des Hasen Fell, ist Kälte bald zur Steil". Dagegen heißt es:Geht- der Hase lang im Sommerkleid, ist der Winter auch noch weit". Im ähnlichen Sinne sprechen sich die folgenden Regeln aus: ,Scharren die Mäuse sich im Oktober tief ein, wirds ein stren­ger Winter sein"--Der Winter wird viel härter noch, wenn die Amseln bauen hoch"--Wenn im Herbst sind feist Dachs und Hasen, kommt ein harter Winter geblasen". Er­wünscht jst kaste.s Oktobepip^ dem Ungeziefer:

Ist der OktolbeLiauh, und kalt, schafft der dem VaqMâèS Halt". Mag der Oktober auch seine Mucken und Lücken haben und für die Witterung des Winters oder gar des näch­sten Jahres glückbringend oder unheilverkündend sein, mag er Sonnenschein, Sturm, Regen, Kälte, Lis oder Schnee bringen wir nehmen es hin als Oktoberwetter. Zeigt aber der Wein­mond noch ein freundliches Gesicht, um so besser! Dann mögen später auch die anderen Monate zu ihrem Recht kommen, selbst wenn.sie sich nach der Wetterregel richten sollten: ,Sitzt das Laub im Oktober noch an den Bäumen^ wird der Winter ge­wiß nicht säumen".

Von der Leipziger Vaumesse. Wie wir hören, wird die Leipziger Baumesse im Frühjahr 1926 abermals eine Erwei­terung erfahren, und zwar Jollen auf ihr auch der Straßenbau und Tiefbau Aufnahme finden. Das Interesse für diese Neue­rungen bei den beteiligten Kreisen ist so groß, daß im Anschluß daran Kongresse und ähnliche Veranstaltungen geplant sind.

Zusätze in Drucksachen. Anscheinend herrscht in der Oef- fentlichkeit Unklarheit darüber, wie die Post Zusätze in Druck­sachen beurteilt, die durch Stempelabdrücke gemacht werdet Zur Beseitigung von Zweifeln machen wir darauf aufmerksam, daß durch Stempel hergestellte Abdrücke nicht als Drucksache gelten. Druckstücke, die mit Stempel bewirkte Zusätze erhalten, werden daher ebenso wie handschriftlich ergänzte Drucksachen behandelt. Bei Nachtragungen bis zu 5 Worten unterliegen sie der Gebühr für Teildruck fachen unter Umschlag bis 50 Gr. 5 Pfg., als Karte im Fernverkehr 5 Pfg. im Ortsverkehr 3 Pfg Werden mehr als 5 Worte nachgetragen, Jo ist das Druck- stück unter Umschlag mit der Briefgebühr, als Karte im Fern­verkehr mit 5 Pfo. im Ortsverkehr mit 3 Pfg. freizumachen. Orts- und Datumsangaben sowie die allgemein üblichen Ab- senderbezeichnunglen zählen nicht mit.

Winterausgabe 1925-26 des Reichs-Kursbuchs. Die erste Winterausgabe 1925=26 sowie die Sonderausgaben der drei ersten Teile des Reichs-Kursbuchs, enthaltend die zahlreichen Aenderungen bes Winterfahrplans 1925=26 sind soeben er­schienen. Die infolge des Buchdruckerstreiks verspätet einge­gangenen Winterfahrpläne Belgiens find in den Nachtrag aus­genommen worden.

Wiedersehensforer der Zlieger-Formatiowe». Die Ver­einigung früherer Angehöriger der Zea 9 und aus ihr Hervorge- gangener Seibformationen in Darmstadt veranstaltet am 31. Oktober und 1. November eine Wiedersehensfeier nebst Ehren feier für die gefallenen Kameraden. Hierzu werden alle ehe­maligen Flieger herzlichst eingeladen. Anfragen bittet man an die Geschäftsstelle der Vereinigung, Herrn Alfred Hammer, Darmstadt, Llisaibetlhenstraße 48, zu richten.

Die Mitgliedex des evailgl. Frauenbundes werden auf die am Montag Abend im Gemeindehaus stat findende Mitglieder­versammlung aufmerksam gemacht.

Aaturheilverein. Ueber Schlaf und Traum spricht am nächsten öffentlichen Vortragsabend des Naturheüvereins, (am 6. Okt.), der Vorsitzende des Bundes für naturgemäße Lebens- unb Heilweise, Paul Schirrmeister, Berlin. Der Redner wird die Bedeutung des Schlafes für die Lrlhaltung des Gleichge-