komme, mos da wolle, &urd>}ujd>tagsn, ^ud) wenn man oft nicht weiß, was der morgige Tag bringen wird. Die deutsche Landwirtschaft und mit ihr die ganze -deutsche Wirtschaft haben die Ausgabe, den Kampf zu führen um die materielle Wiederer- starkung des deutschen Volkes. Daß bei diesem Lutscheidungs- Kampfe, in -dem wir uns befinden, wie in jedem schweren Kampfe, manche Existenzen kopfübergehen können, ist leider unver- meidlich. E s werden um so weniger sein, je frühzeitiger die^all- gemeine Einstellung auf die gegebenen Tatsächen erfolgt. Erotz des Ernstes der gegenwärtigen Lage habe ich indessen noch nie fest an die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und des deutschen Volkes geglaubt wie heute. Wir werden nicht untergehen, es fei denn, daß wir uns selbst aufgeben".
Der preußische Landw i rtschaftsmi ni st-e r Steiger sprach dann im Namen des preußischen Staatsmini-steriums und würdigte die Bestrebungen der Deutschen Lan dw irtscha ftsgeseltschaft zur Förderung der deutschen Landwirtschaft. Nachdem Oberprä lident Siehr die Deutsche Landwirtschaft im Namen der Reichs- und Staatsbehörden der Provinz bewillkommnet hatte, überbrachte Staatsrat Rohmer die Wünsche des Reichsrats, der an dem Wirken der Deutschen Land-wirtschaftsgesellschaft lebhaften Anteil -nehme und ihn beauftragt habe, der Deutschen Landwirt- schaftsgescllschaft den Dank und die Anerkennung des Reichsrats auszusprechen und zugleich 'Ostpreußen und der Stabt Königsberg einen Gruß des Reichsrates zu übermitteln. Der Präsident der Landivirtsch a ft sk a m m e r für die Provinz Ostpreußen, Dr. Brandes, dankte der Deutschen Lan-dwirtscha ftsgos elischaft, daß sie ihre Tagung nach Ostpreußen verlegt habe, ging auf die Schwierigkeiten der ostpreußischen Landwirtschaft ein und bezeichnete den jetzigen Zustand der Abschnürung Ostpreußens als auf die Dauer untragbar. Nach Dankesworten des Vorsitzenden wurde sodann in die Tagesordnung eingetreten.
Aus den Wrlamnten.
Keine Elnbefufnug iss Aeichstagsptenums.
Der Aeltestenrat des Reichstages beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Dr. Rießer mit dem Antrag der kommunistischen Fraktion, das Plenum des Reichstages für die nächste Woche zu berufen. Der Antrag wurde mit der außenpolitischen Lage und mit der Preis senkungsaktion der Reichsregierung begründet. Alle anderen Parteien konnten jedoch zurzeit noch keinen Anlaß zur sofortigen Berufung des Reichstages sehen. Die Sozialdemokraten behielten sich nur gegebenenfalls eine andere Stellungnahme vor. Demnach bleibt es vorläufig bei den vom Plenum selbst getroffenen Dispositionen, wonach der Reichstag etwa am 19. November wieder zusammentreten sollte.
Aus der ZagesgeWchte.
Wajsereinbruch auf Zeche Haniel.
wb. Oberhausen, 28. Sept. Auf der neuen im Bau begriff fenen Schachtanlage dran; Haniel 1 und 2 der Gute Hoffmanns Hütte Bottrop erfolgte am 25 September nachmittags in dem 150 Meter tiefen Schacht 2 in 75 Meter Tiefe ein Schwimm- sanddurchbruch. Der Schuch wurde fßsnsWt Das Abtä-ufen wurde Ende August 1925 beendet. Der Schacht sollte jetzt für die Snbetriebnähme fertiggestellt werden. Auf nicht einwandfrei geklärte Weise brachen einige Segmente des äußeren Schachtausbaues, wodurch sich große Schwimm) andmengen in den Schacht ergossen und der.Schacht in seinem oberen Teil elnstürzte. 3 m Schacht selbst waren zur Zeit des Durchbruches niemand beschäfigt. Abgesehen von einem Leichtverletzten ist bei bem Unglück niemand zu Schaden gekommen. Die Vertreter ber Bergbehörden waren sofort nach dem Unglück zur Stelle. Die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen sind an Ort und Stelle getroffen worden. Von einer Gefährdung der Aachbarschächte ist keine Rede. Auch der Schacht 1 der Schachtanlage Franz Haniel ist nicht in Mitleidenschaft gezogen -worden.
wtb. Oberhausen, 28. Sept. Zu dem Masse-reinbruch auf der O^che Haniel erfährt das WTB. noch, daß es gelungen ist, -den Schacht I der Hanielzeche außer Gefahr zu bringen. Ebenso ist nunmehr eine Gefährdung der Aachbaranlagen -ausgeschlos- ijen. Auf der Zeche 3acobi, erste Sohle, wird die Belegschaft heute wieder einfahren.
Die Maßnahmen zur Preissenkung.
Nach einer amtlichen Mitteilung ist in ber Aachmittags- sitzung der Ministerpräsidenten der Länder auch über die Maßnahmen zur PreiLsenkungsaktion beraten mobben. Der Reichskanzler hat darauf hm gewiesen, daß eine Senkung der Preise unbedingt erfolgen muß. Die Maßnahmen die von der Re ich s- regierung in der nächsten Zeit durchgeführt werden sollen, und über die eingehende Mitteilungen gemacht wurden, wurden von ben Ministerpräsidenten einstimmig gebilligt. Der Reichsre- gierung wurde die notwendige Unterstützung zugesagt. Die Maß nahmen der Regierung werden, soweit man aus dem Verlauf der Debatte entnehmen kann, in erster Linie darauf gerichtet sein, der freien Konkurrenz wieder den Weg zu bahnen und die Wirtschaft von einer unorganischen und ungesunden Preisbildung zu befreien. 3n maßgebenden Kreisen der Reichsregierung nimmt man an, daß die Beratung die Arbeit im Preisabbau wesentlich fördern wird, zumal ein 'erheblicher Teil der von der Reichsregierung geplanten Maßnahmen nur durch die Regierungen der Länder durchgeführt werden kann.
Herabsetzung der Lebensmittelfrachten.
Die Deutsche Reichsbahngesellschaft hat, um die Preissen- kungsaktion der Reichsregierung zu unterstützen, auf die Frach- ten des Nottarifs für Lebensmittel mit sofortiger Wirkung eine zehnprozentige Ermäßigung festgesetzt. Dieser Tarif bezieht sich auf Teigwarsn, Suppenfabrikate, Früchte, Seefische, Muscheln, Butter, Schmalz, Margarine, Zette, Ode, Käse, Brot, Heringe, und Kartoffeln, dagegen nicht auf Vieh, das 'm einem besonderen Frachttarif geführt wird.
Der Tod des Mahara-ja von Kaschmif.
Der kürzlich verstorbene Maharadscha von Kaschmir, eines der reichsten Fürsten SMens, war einer der treuesten Anhänger Großbritanniens. Während des Krieges wohnte er der Schlacht bei Lamb rag bei und verzichtete auf 130 000 Lst., die -ihm zukamen für die Stellung feiner Kontingente nach Frankreich. Auch beteiligte er sich mit 100 000 Lst. an dem Denkmal das
der Königin Victoria von Sndien errichtet wurde. Sein Einkommen wurde auf eine Million iLst. jährlich geschätzt. Sein Nachfolger wird voraussichtlich Sir Hari Singh sein, der vor einiger Zeit in den aufsehenerregenden Londoner Skandalprozeß Robinson verwickelt war. Um einen Skandal zu vermeiden, hatte er einem Erpresser einen Scheck von 150 000 Lst. ausgestellt. welche Summe dieser mit seinen Helfershelfern teilte.
440 Angeklagte.
wtb. Hamburg, 27. September. Vor dem Hamburger Strafgericht hatten sich 440, in zwanzig Tätergruppen eingeteilte Angeklagte zu verantworten, die vom Dezember 1923 bis Dezember b">24 massenhaft Ausfuhrgüter raubten bezw. Beihilfe beim Raube leisteten oder sich der Hehlerei schuldig machten. Die Diebe hatten das entwendete Gut in gut gewählten Verstecken -untergebracht, in denen Jie die versandten Kisten erbrachen, entleerten und bang mit Ballast wieder füllten. Diese wertlosen Sendungen gingen ins Ausland. Sn dreitägiger Verhandlung gegen die aus sechzehn Angeklagten bestehende erste Gruppe wurden drei Kutscher zu 15 Monaten bis 3 Fahren Gefängnis, andere Angeklagte zu bis zu 3 Fahren Gefängnis, zwei zu kleineren Geldstrafen, der Haupthehler zu 1 Sahr 3 Monaten Zuchthaus verurteilt.
Landesparteitag bar Deutschen Volkspartei.
wb. Baden-Baden, 28. Sept. Auf dem gestern hier stattge- fundenen Landesparteitag der Deutschen Volkspartei wurde mit starkem Beifall einstimmig eine Resolution angenommen, in ber der Landesparteitag entschieden Protest erhebt gegen die Anmaßung der französischen Besatzungsbehörde in Kehl, die einem deutschen Staatspräsidenten Vorschriften über den Snhalt etwaiger Ansprachen bei seinem Besuch im -besetzten Gebiet machen wollte. Der Parteitag erblicke darin einen neuen Beweis des militärischen Geistes der französischen Besatzungsbehörde und fordert von der Reichsregierung auch aus diesem Anlaß die entschiedene Bekämpfung des Delegiertensgstems im besetzten Gebiet, das mit den Geboten der Ordnung, der -Selbstverwaltung und der Freiheit einer friedlichen Bevölkerung unvereinbar sei.
Aus Stadt und Land.
Zulda, den 26. September 1925.
Wettervoraussage für Dienstag. Bei etwas wärmerer Temperatur und schwacher, westlicher Windrichtung später wieder zunehmende Trübung. Sonst meist trocken.
Die Beteiligten werden auf die heutige Bekanntmachunft des Finanzamts betc. Abgabe einer Steuererklärung für Einkommensteuer und Körperschaftssteuer für den oteuerab- schnitt, der in der 1. Hälfte des Kalenderjahrs 1925 geendet hat besonders aufmerksam gemacht. Vordrucke für die Steuer- erklärnnen können vom Finanzamt (Hauptgeschoß, Zimmer 30) bezöge7, werden.
Hausbesitzex die ihre HauLzinssteueräeranlagung seit Suli 1924 noch nicht haben prüfen lassen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Frist für die Stellung von Anträgen auf Ermäßigung der Hauszinssteuer nach Paragraph 2 Abs. 2 a der 3. Pr. St. R.-V. am ”0. bs. Wtsl nbMM Eb-eW ^JrP'Pkt^ErnWgunas-â'mrâ'i*' Grundstücken Hio am 1 3uii 1914 oder, wenn das Gebäude später fertig gestellt wurde am Tage der Fertigstellung nicht öder nicht nicht mehr als 20 v. H. ihres Wertes mit dinglichen privatr-ech-tichchen Lasten belastet waren. Eine StLuererm-äßigung um den Betrug der Zinsen für aufgewertete Hypotheken wird nur für das 1. Quartal 1925 zu zahlende Zinsen auf Antrag Jtattgegeben. Diesbezügliche Anträge auf Hauszinsstenerminderung für das 1. Qaa; .a! 1925 können, wie das Finanzministerium bestätigt, bis auf weiteres beim Katasteramt noch gestellt werden.
Zum Gedächtnis der Gefallenen, die dem Personal der Nord deutschen Wollkämmerei in Fulda angehörten, wurde am Sonn- ta-g, 27. September vormittags 11 Uhr^m iHofebder genannten Fabrik eine Gödenktafel enthüllt. Zehn Namen stehen auf der Tafel verzeichnet. Eine Anzahl Kränze wurden niedergelgt. Außer den Angehörigen der Gefallenen waren Abordnungen des hiesigen Arlillerieregiments, des Vereins ehemaliger 47er, des Kriegervereins, des Zrontkämpferbundes -Gtahiyelm" vertreten.
Zrembeuverkehr. Die Murkste von Baden-Böden verzeichnet 63 589 Besucher, Bad Nauheim 32 983, Kissingen 44 204, Karlsbad 55 983, Wiesbaden 97 925, Bad Soden 3950.
Stellenlosigkeit und berufliche Fortbildung. Die Läge auf dem kaufmännischen Stellenmarkt hat sich, wie uns die Stellenvermittlung der Deutschnationalen -Handlun gs g ehilfen-B erban - des berichtet, im Monat September weiterhin -verschlechtert. Der Andrang Arbeitsuchender wird täglich immer noch größer, während sich andererseits ein ständiger Rückgang an offenen Stellen bemerkbar macht. Noch im Monat Sali, der an und für sich infolge der Urlaubs?eit ein ruhiger Monat ist, war es ). B. der Geschäftsstelle Frankfurt a. M. des D. H. B. möglich 45 offene zu besetzen. 3m Monat August ging diese -Zahl bereits erheblich zurück, und in diesem Monat dürfte kaum die Hälfte dieser Zahl -erreicht werden. Der Zugang Stellungsuchender besteht zum größten Teil aus älteren, veheirateten Kaufmanns- gehilfen, für die die Möglichkeit, in Kürze wieder eine Stellung zu erhalten, leider fast nicht besteht. SUngere Kräfte im Alter von 18—21 Fahren können nur un^rgebracht werden, soweit sie über eine sehr gute Allgemeinbii-d-nng verfügen und außerdem Kenntnis in Kurzschrift und Maschinenschreiben besitzen. Die Bemühungen des D. H. B. die Bewerber während ihrer 'Stellenlosigkeit berufstüchtig zu erhalten bezw. ihnen Gelegenheit Zu kostenloser, beruflicher Fortbildung zu geben, sind bekannt und finden auch allenthalben Beachtung. 3a den meisten Städten werden neben den unentgeltlichen Kursen in Kurzschrift urch Maschinenschreiben auch solche in fremden Sprachen, Haupt 1 fachlich Englisch und Spanisch, und in anderen kaufmännischen Fächern abgehalten. Auf dies^Weise können sich bie Stellenlosen Kaufm-annsgehilfen weniMens ihre Kenntnisse frisch erhalten, wenn nicht sogar -ebhöblich erweitern.
Michaelistag am 29. Sept. Bei unseren Vorfahren war es vielfach Sitte und Brauchs Haß man die einzelnen Tage des Sahres nicht^nach dem Datum, Tag und Monat, sondern nach Namenstagen, namentlich Heiligentagen bezeichnete, zum Beispiel „zu Lichtmeß" (2. Februar), „zu Sohanni" (24. 3uni) „zu Martini" (10. November). Für das jüngere Geschlecht sind diese Audsrücke nicht selten nichtstasend, weil es Sinn und Herkunft nicht mehr versteht. Geläufig sind aber allen noch die
Herbstferien als „Michaelisferien", auf die jetzt auf dem Lande und in vielen deutschen Gegenden, auch- in Städten die Schuljugend schon seit Wochen wiederum mit Ungeduld gewartet bat. Der Michaelistag, der 29. September, hat seinem Namen nach dem Heiligen Michael. Michael galt schon im Alten Testament als der Schutzengel der Kinder 3srael, der für sie gegen Persien gekämpft habe, und bereits in der jüdischen Enge-llehre der letzten Fahrhunderte vor Ehristus ist Michael einer der vier Engel, die mit Raphael, Gabriel -und Uriel als „Fürsten des Himmels" den Thron Gottes umstehen. Auch im Neuen Testament erscheint er als Erzengel, der mit dem Teufel um den Leichnam des Moses streitet und als Besieger des Teufels auftritt, und auch in der katholischen Kirche wurde er, als Streiter gegen den K Satan mit dem Schwerte in der Hand dargestellt, zu einem Lie-b- " üngssMibol der „streitenden Kirche". Als solcher gilt er als ei- I ner der eifrigsten Kämpfer gegen das Heidentum, und überall | wurden die Verse, die einst heidnische Opferstätten waren, Mi- | chaelisberge genannt und anstelle der heidnischen Göttersäulen | Michaeliskirchen errichtet. Einer der Hauptstifter solcher Mi- | chaeliskirchen, deren es noch bis auf den heutigen Tag eine große | Anzahl gibt, ist Bonifatius, der Apostel der Deutschen. 3a I dem germanisch-christlichen Volksglauben trat der Heilige Mi° 1 chael zum Teil M die Stelle Wotans, und bis in unsere -Tage hinein hat sich in einzelnen ländlichen deutschen Gauen der alte Brauch erhalten, daß auf den Bergen Michaelisfeuer angezUu- det werden, eine letzte dunkle Erinnerung an die großen Herbst- opfer unseres heidnischen Altvorderen. Der Michaelistag spielte einst als kirchlicher Festtag, an den noch der Michae lischst Kuchen oder Michaeli sw eck in manchen deutschen Gegenden erinnert, eine bedeutende Rolle, und stand wie andere hohe kirchlichen Feiertage als Markt- und Terminstag mit an erster Stelle, worauf noch heutzutage vielfach der Sprachgebrauch hin- weist. Auf dem Lande bezeichnet er häufig noch, abweichend von dem Kalender, den eigentlichen Beginn des Herbstes. „Zu Michaelis" werden nach dem Sprachgebrauch auf dem Lande noch vielfach Leistungen, zum Beispiel Zinsen, Pacht usw. fällig. Besonders ist der Michaelistag im Volksmunde noch der Stichtag für das Gesinde. Doch verliert er auch im wirtschaftlichen Leben von Lahr zu Fahr immer mehr an Bedeutung. Wie alle großen kirchlichen Feiertage zählt auch der Michaelis-tag zu denjenigen, an die sich zahlreiche Bauern- und Wetterregeln anknüpfen. Er hat mit ihnen meist den Gedanken gemeinsam: Wie das Wetter an einem Feiertag ist, so wird es auch in der Folgezeit sein, ohne Rücksicht darauf, ob sich solche Volksweise heit mit der Wirklichkeit in läßt, so boei- spiel: Regnets sanft am 2Wwfistäg, folgt ^f„ sanfter Win- ter nach", oh-, umgekehrt ausgedrückt" „Bringt Sankt Micha- Li LV egen, kann man im Winter den Pelz anfegen“. Was nun -auch der Heilige Michael an feinem 'Ehrentage für ein Gesicht aufsetzen mag — wir müssen es hinnehmen ohne Wahl, Sturm und Regen, Schnee und Eis, sonnige und trübe Tage. 3n einem aber kann uns Sankt Michael als leuchtendes Vorbild dienen, trotz der schweren Zeiten in guten -und bösen Tagen mutig un- unentwegt Streiter zu sein für den Wiederaufbau unseres Vaterlandes und den Wiederaufstieg unseres Volkes!
Klein-Kaliber-Lchreßsport. Bei dem am Sonntag, den 27. September 1925 abgehalteNM Preisschieß è N der Klein-Käli- ber=Stbüke nn ereine des 'Sauvs ^mba^rbtelt im M-gMiâü^-- ^sëitere^Preije im LüannschFftkfcheeßen erhielten die Vereine Obergeis, Hersfeld, Ai-ederaula, Horas Mio Habel. 3m ^^elpreisschießen schossen heraus: der Verein Fulda 10 Preise, der'^eMM -Ober- geis 6 Preise, der Verein Asmushausen 2 Preise, her herein Horas 3 Preise, der Verein Habel 1 Preis, der Vst'â iGers- feld 2 Preise, der Verein Hünfeld 2 Preise, der Verein' Peters berg 1 Preis, der Verein Altengronau, 3 Preise, der herein -Gomfritz 2 Preise, der Verein Hersfeld 2 Preise, der VeHâ Niederaula 6 Preise, der Verein Hilders 3 Preise und der Ve 'r ein Hegerode 2 Preise.
SchornDinfeger-Snnung. 3m Parkhotel fand am 28. Sep-^ tember um 10 Uhr vormittag eine außerordentliche Fn-nnngs- versammlung des 5chornst-einfegerhandwerks für den Regierungsbezirk Kassel statt. Dieselbe war von über 60 -Mitgliedern besucht. Ueber die zur Verhandlung stehenden Punkte fand eine sehr rege Aussprache statt, besonders interessierte die Aussprache über bie „Zeuersicherheit" der Wohnstätten in Stadt und Land und das Thema „Wärmewirtschaft" welches im All- gemeininteresse größerer Vorbreitung wert ist. Die Versammlung schloß um einhalb 3 Uhr. Mögen auch die Bestrebungen der Schornsteinfeger im allgemeinen noch nicht so bekannt sein, so dürfte es doch als besonderer Fortschritt Zu betrachten- sein, was bis jetzt auf dem Gebiete der rationellen Ä-ärmewirtschaft durch diesen Beruf geleistet wurde.
Provinzialstädtetbg für Hessen-Nassau und Maldeck. Unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Antoni-Fulda tagte der Hessisch-Waldeckische Städte tag im Saale des Hauses Limburg. Regierungspräsident Springorum wohnte der Tagung bei, eben so Vizepräsident Dr. Stadler-Kassel. Aus dem Geschäftsbericht des Schriftführers Brunner-Kassel war zu entnehmen, daß der Städte tag im letzten Sahre reiche Arbeit zu leisten hatte. Seine Mitgliederzahl ist von 61 auf 62 durch Eintritt von Sooden an der Werra gestiegen. Städte unter 1000 Einwohner gehörten ihm 8 an, von 1000—3000 30, von 3000—10 000 1 5, von 10000 bis 25 000 4, über 50 000 1 und über hunderttausend eben falls 1. Zu Ehren Ibes Bürodirektors Hein, der bie Geschäfte des Städtetages schon 25 Sahre führt, erhob sich die Versammlung. Sie bewilligte für den Subilar eine Ehren-Remnnerati0n von 30 Mark. Oberbürgermeister Voigt-Marburg erstattete Bericht über das Hochzeitgseschenk der deutschen Städte an den ehemaligen Kronprinzen. Bekanntlich beschlossen im Sahre 1905 bie deutschen Städte ein silbernes Tafelservice zu schenken, das -jetzt erst fertig geworden ist. Die Ansichten sind nun geteilt, ob der Kronprinz, nachdem die Verhältnisse sich grundlegend geän- bert haben, das Hochzeitsgeschenk noch erhalten soll. Sri nächster weit soll eine Abordnung des deutschen Stäbtetages mit ihm über die Sache verhandeln. Die Vorstandswähl ergab keine wesentlichen Veränderungen. Der Ort der nächsten Tagung, ist auf besonderen Wunsch des besetzten Gebietes Wiesbaden. Sm Sabre 1927 soll Eschwege besucht werden. Auch von Gelu- fwusen lag eine Einladung vor, die jedoch nur auf spätere Zeit vorgemerkt werden konnte. Den Beschluß der Tagung machte ein Referat des Hanauer Stadtkämmerers Lange über bie „Ver einfachung der Haushaltspläne", in dem er vor allem Sparsamkeit als die Grun dingend der städtischen Verwaltung forderte. Dazu gehöre vor allem bie Niedrighaltung der Verwaltungsko-