Oberin den Puls des Kindes. Vitus knöpfe seinen Mantel zu, während Schwester Conny ihm das Besteck reichte, darauf die Instrumente wie Spielzeug gebettet lagen.
Sch vertraue dir bis in den Tod."
Gitlis nahm ein winziges Meßecchen. Dann beugte er sich über deu Tisch.
Unterdessen erlebte Maria die Stunde des Wartens. Kein Schrei, kein Wort riß in die grausamme Stille. Nur ab unb p der leise Schritt einer Frau sagte ihr vom Schicksal ihres Kindes. Wie lange blieb die Lüre verschlossen! Und draußen sangen die Vögel.
„Vater unser l —„
Vom Park her schollen die Stimmen sonnenseeliger Kinder. Die Beete Überbuffeten den Lhloroformgeruch, der diese Räume . nie verließ; ein warmer Wind trug das Klingeln der emsigen Straßenbahnen herüber, — mittagsmüde stand die Feit.
„Lr ist tot.“ Und da Vitus noch immer regungslos auf die Wunde starrte: „Lr ist tot, Herr Professor!"
Der Arzt wandte sich um. "Bis in den Lod," murmelte er mit ferner Stimme. Verwundert schaute die Schwester ihn an. Als sie die Instrumente aus seinen Händen nahm, spürte sie wie er gitterte.
„Wie heißt das Kind?" — Teilnehmend schaute sie zur Bahre hinüber. „Ein hübscher Sungekh —
Zu spät legte die Oberin den Feigefinger an den Mnnd. Vitus hatte die Frage gehört. Aber er antwortete nicht. Mit leeren Augen sah er hinaus ins Grün des Gartens, — Oie Hande, in den Laschen vergraben. Die Hände, die seinem Liebsten den Tod hatten geben müssen.
Lautlos deckte die Oberin die Leiche p i lautlos trugen die beiden Wärter den Erlösten hinaus. Als Vitus sich umblickte, war Schwester Lamig allein im Saal.
„Darf ich p öhrer Gattin — ?" bat sie.
Der Lchefarzt schüttelte den Kopf. „Und die anderen Patienten? ön einer Viertelstunde bin ich priick,,'
Lr öffnete die Tür.
Maria erhob sich.
Wortlos kam sie auf den Mann p. Als sie das Namenlose in seinen Augen las, sank sie in die Knie.
Als ob Blut an ihnen klebte, streckte Vitus die Hände von sich.
Aber Maria griff nach ihnen.
Und küßte sie.
Bluttransfusion.
Von Dr. med. Gerhard Fifcher-Leipzig.
ön Nordamerika haben sich manche Leute einen einträglichen Nebenberuf geschaffen, indem sie ihr Blut in andere menschliche Körper übertragen lassen, viele haben mehr als dreißigmal ihr Blut den Mitmenschen pr Verfügung gestellt. Dieses Uebertragen des Blutes von einem Menschen auf den anderen nennt man Transfusion, öm gegensatz dazu heißt der Ersatz des verlorenen Blutes durch Linfpritzen einer Kochsalzlösung Infusion.
Ein Mensch von 70 Kilogramm Gewicht besitzt ungefähr 5 Liter Blut, die dauernd durch den Körper kreisen. Der Mensch kann ungefähr ein Drittel feiner Blutmenge verlieren. Der Verlust der Hälfte führt unweigerlich zum Tode. Dasselbe Verhältnis besteht bei Verbrennung der menschlichen Haut. Von größter Bedeutung ist es, ob der Blutverlust langsam oder schnell vor
Son Drinnen und Draußen.
Biorte Augustwv'che 1925.
Ähi iwill von einer wulWem Dame sprechen. ©ne Dame •ist immer «n hübscher Stoff. Der M«ut ist «noch «was Schöuores Obschon Schiller «wegwerfend sagt, daß er „«auch Ibieini Mamelucken" zliere; «währsnd Gehorsam -des «Ehvistou Schmuck sei. Nebenbei «bicmerlkt — von einem Schmuck soll «auch die Rede sein. Also von Mut «und Schmuck «und einer Dame. Die Dome kenne ich nur im Bilde«. Miß Muriel Banderbilt, die Tochter iWilli-am K. Voudehhüts. Die junge Dame hat sich vor kurzem mit Frederik W. Thurch verheiratet. Bei der Bermählungs- seier trag sie einen «fabelhaft «schönen Schleier «der «nicht« «neu «war. Der «Schleier den «osnst die KömA:«n Mavis Antoinette von Frankreich angelegt, «als sie die «verhäNMisvvÄe Ehe mit König Ludwig XVI. schloß. Auf dem VW hat Miß Muriel «einen Rissenstrauß von wundervollen Orchideen «in der Hand. «Einen erschreckend teuren Strauß. Ab«er «was «heißt „«teuer", wenn «man d«ie Tochter Bandsrcklts «ist! «Und «was heißt «erßchveckond, innern man Mut hat. Diese Reliquie zu «kaufen, kostete nur «Geld. Allerdings viel Geld. Aber diesen «Schleier zu «tragen, kostete Mut, vi«es Mut ...
Wenn mancher «auch «euch «höhnt «und schilt, Als „wm «Geschmack verlassen", Eins habt «ihr — Mut, Miß «BandorbAtz, Do«s «muß der Äâ «euch lassen; «Um!b!!«itzt van diaUkem Doltarsch«ei«n, D«er !d«i«e ialt«e Weit zertr«üimmert, D«en ihbhen «Mut«: i«hr selbst zu sein, «Sapgüos und «unbeikümmert.
«F«w«ar preist «ihr stolz «das hahe (Stock, ön «Gieichheitsparodiesen« Freiheit der ,^frejst«en MehUbiik" Da drüben «zu «gen:«eßen; Do-ch «Kommt ouch^ «etwas «zu «Tesi«cht Van Königen«, Füllstm«, Prinzen, So ruht «iHv «nicht «und «rastet «nichf, s '&s mufe «sich «euch «verzinsen.
È Finch, «ein Unglück dran Bim van «tausend «Sünd«e«n«.
«ö reffte «und zieht «es an Und laßt's der «Welt verkünden, SS ,'lin' ^uwer Feste «Glanz M««t Mitteln, «d«:«e's orbaüben, Den Han«,«glichen Mummenschanz, B«!oß — «ahne Necht amb GiaUbsnl
Das Glück der Könige macht' «bankwG- Du «ebbst «an se,«ner -B«ahre.
Jein Sch«leier «wehte zum 5cha«fo«tt — S,«nd m«ehr «als hu«nlde«rt «ö«ahr«e
Du träumst dich, «Braut «und
Unib — s«p:«elst «n«ur« Opere tte, Dich« «übertrWt «an« «leichtem«'Sinn Noch Marie AntvineM ...
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sich geht. Bei einem langsamen Blutverlust passen sich die Blutgefäße dem verminderten Füllungsgrade an. Daher werden Blutverluste von einem Liter und mehr von kräftigen Menschen gut überstanden, wenn der Blutverlust ein allmählicher ist. So führen Mensuren trotz eines oft beträchtlichen Blutverlustes fast nie- müls zu bedrohlichen Erscheinungen.
Anders liegen die Dinge bei Verletzung eines größeren Blutgefäßes. Die Durchschlagung der Schläfenarterie z. B., bei der das Blut in hohem Bogen herausspritzt, erfordert die sofortige Unterbindung des Gefäses. Der schnelle Lauf einer Blutung ruft eine ungenügende Füllung der Blutgefäße hervor. Deshalb ist es die wichtigste Aufgabe, durch sofortige Flüssigkeits- zufuhr den Blutkreislauf wieder in Gang zu bringen, ön Deutschland hat man meist die önfufion einer Kochsalzlösung vorgenommen. Dieser Lösung wird das aus den Nebennieren gewonnene Adrenalin beigesetzt, um die Spannung der Gefäßwände zu erhöhen. Wenn man diese Kochsalzlösung direkt in die Blut- bahn einlaufen läßt, so tritt die Wirkung schneller und stärker ein als bei der einfachen Einspritzung unter die Haut, ön ernsten Fällen wird man daher stets die direkte Methode bevorzugen.
Bei besonders schweren Blutverlusten ist es aber notwendig, die verbleibende Blutmenge nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ zu verbessern, indem man dem geschwächten Körper direkt Blut zuführt. Die Verwendung von Tierblut ist dabei nicht möglich, weil sich bei Versuchen in früheren Fahren schwerste, sogar tödlich ausgehende Krankheitserscheinungen gezeigt haben. Nur die Verwendung von artgleichem Blut kann in Frage kommen. Aber auch bei der Transfusion menschlichen Blutes haben sich große Schwierigkeiten ergeben, die nur nach eingehenden Untersuchungen und Experimenten beseitigt werden konnten. Bekanntlich gerinnt das Blut schnell nach seinem Austritt aus dem Gefäß. Durch Entstehung von Blutgerinnseln aber im Blutkreislauf, besonders im Gehirn, entstehen leicht die schwersten Krankheitszustände mit tödlichem Ausgang. Man muß daher dem Blute auf dem Wege vom Spender zum „Abnehmer" ein das Gerinnen verhinderndes Mittel zusetzen, meist eine Lösung von Natriumzitrat.
Am günstigsten liegt der Fall, wenn es gelingt, dem Menschen sein eigenes verlorenes Blut wieder zuzuführen. Borbedingungen dabei ist, daß keine verschmutzte Wunde vorliegt, und daß es gelingt, das ausströmendende Blut in einem sterilen Glas aufzufangen. Diese Möglichkeit ist z. B. bei Milzzereisungen gegeben.
Bei Verwendung fremden Blutes muß vorher eine eingehende Untersuchung stattfinden, ob sich beide Blutarten mit einander vertragen. Ein unverträgliches Blut führt zur Auflösung der roten Blutkörperchen und darf daher nicht übertragen werden. Am besten eignet sich das Blut möglichst naher Blutsverwandter. Aber auch das Blut fremder Menschen ist meist geeignet. Selbstverständlich ist eine vorherige genaue Blutuntersuchung bei dem Spender nicht nur auf seinen Gehalt an Blutkörperchen, sondern auch auf das etwaige Vorhandensein von Syphilis vonnöten.
Für Transfusion genügt ein halber Liter Blut. Man entnimmt dieses Blut meist einer Armvene und läßt es durch einen Glaszylinder laufen, wo ihm die Aatriumszitratlösung beigesetzt wird. Dann führt man das Blut in eine Armvene des Empfängers. Selstverständlich ist dabei die önnehaltung peinlichster Asepsis. Wenn der Blutspender ein gesunder und kräftiger Mensch ist, verträgt er die Prozedur ohne Schaden. Nur eine Mattigkeit überfällt ihn vorübergehend.
Neuerdings nimmt man die Bluttransfusion nicht nur in quantitativem, sondern auch in qualitativem Sinne vor. Es handelt sich dabei um eine Abart der Verjüngungskuren, wie sie Professor Voronof in Paris nach Steinnackschen Grundsätzen durch Einpflanzen von Affendrüsen ausführt. Diese Verjungungs-
Sedenfalls «vom Aberglauben — jenem «Glauben« mit «einem „Aber" dwvo«r, «ahne «den «d«er Giaub«e, iber o«hne Aber sein «will, «selten laiusikoimimit — vom Aberglauben, sag lieb-, «ist diese Miß Muriel inich«t «geplagt. D«e«n«N ima«n kann «nicht b«ehauM«e«n, d«aß das «Eheglück der erstem mmlb bis dahin «einzigen Träg«erin dieses «Schilsiers so «befriedigend «und« «anmut«end «ausging. «Es «ist :ii«u«r zu «wünschen, «daß Herr^ Frelderik v. Ehurch, «d«er Bräutigam, den Täkt hatte «si«ch bei «der Hochzeit «entsprechend« «dem Brautsch«leier «der «Erwählten «zu «kleiden. Er hat «gewiß das Hemd «angezo«gen, to b«em «Miallenstei'n «ermo«vd«et «wutzds, «und den «Hut «getragen«, den K,a«vl 1. von England vor «dem W«i«ch«ehall-P«a«last zu «LoindE «ablegte, «ehe «er «Wenblich hingsrichtet iwuvde, «Es «gbht «nichts «über «geschinackvolle Fröhlichjkeit «b«e«i «den Festen «d«er «guten Lsu«t«e «die sich' «leisten «kö«nnon. E «bissele «Lieib «und «e «büssele «Treu — «und «e bissel Ae!kla«me ist «a«l!«w«eil dabei. . . «F«edeüfalls «h«ab«en «dann Braut «und «Bräti!ga«m hübsch« zusammen «gepaßt. Unb Ibas verspricht eine glückliche Ehe, «wenn «d«ie beiden «a«uch «weiterhin «nicht «etwa inuir Zn den «antiguiovten Moden «sinaüder «ähnlich sind. Do«nn «hat «de«r Narr «aus ,lWas Fhr «wollt" mal >wie«der Dnrerht der «gesagt hat: „«Ein Narr verhält sich zu einem «Ehemann, rote «eine «Sardelle zu «einem «Hering: der Ehemann «ist der größere von beiden . . .“ Aber «was «redet man «viel vom Priva«tsch,icks«ch «un- beka«nnt«er iM«ens«chen da «drüben überm «Ozean, «da sich«, «näher bei unsi, das «Erdbi«ld, die Landkarte «so «bedeutenid ändert. D ie «Firma der Gebrüder 2N«annesmann «ha«t «ihre «Konzessionen im Mi«ffgebi«et «einen, Anglo-'Amerikanischem Konsortium übsrt«roigsn«. Die Amerikaner sollen !fino«nzi«ersn. Die «en«glisch«L Partei «wird die Ausbeute «in die «Hand «nehmen. M«an «weiß oder «ahnt so «unge- «fährt, «was «das bâutet. Die onglisch«e Flot«ts steht hi«n,t«erm «en«g- «l«schen âKau«smann«. Urob bva«Nkrei«ch, das «nun «schon Aerger genu«g tot Niffgebvet hat — denn,feine «ewigen „Siege" über Ubö el Krim führen zu «keinem Frieden, «an dem es sich« freuen ann. Unb «der Krieg hgeht mir «haben es staunend «gelesen — «wohl «noch «den gampn Wi«n«t«er HMmrch. «Weil die Franzosen „zu «wen«!«g . . Moultiere haben". fDer Esel, der das Unter- «nchmen «angefangen hat«, «ist «übrigens «auch «noch« miebt chngsfanaon. öcb irowlte sagen, Frankrech «belko«mmt etoen mtsrossVrtien Nach
^ ^ ^ - ^>-ne Tradition von der die Sch.achtfe.der Roridfra«nkre«ch«§ «und die KöNi«gsdramen Skake- s«pea«res viel «HiMches «erzählen« . . . «aber einen Nachbarn, der etogs unbequemer sein dürfte, «als eine deutsche Stoma, hinter iber Keime Mwcht mehr steht. Keine Macht, Me «a«uch mal mit der mehr «öder minder «gepanzerten Faulst «auf den «Disch« schlagen konnte: ,Ouos ego!“ Oder «auch «nur «wie der N«i«tter Götz vor den Ratsherrn: hWer «kei«n «ungarischer Ochs «ist . ." öa, «und dann — Spitzbergen! Ganz Norwegen hat «geflaggt von« «wegen „Spitzbergen. «Spitzbergen «ist «norwegisch« «gewordeiv. Spitzbergen list ein «famoses Land. «Wachsen« tut zwar «nichts 'dort. B-äums gibt es «auch «nicht. Aber man braucht «auch «dort ikeine, weil es so «gut «wie keine Sonne dort« «gjibt. Aber — alles konserviert stch dort so «wundervoll! Mkm braucht «nichts einproecken. din Som- mer sitzt es «in «lauter «Lieschollsn, «wie eine Flasche Sekt 'bei Kempinski. Unb im «Winter «ist es ganz «fest vom Lise einige- schlossen. Ein Paradies «für «Schlittschuhläufer, denen vierzöhn Grad Kälte um die Nase «bei Nordwind «als «übliche -Temperatur Freude «machen«. Bis vor kurzem «hat nicht eine Nation die leisesten AiHprüche «geltend «gemacht «auf «Spitzbergen. Glicht einmal
kuren sollen nicht, wie vielfach mißverständlich angenommen wird» die Zeugungsfähigkeit alternber Menschen wiederherstellen, sondern dem Körper neue Säfte und damit Kräfte zuführen und ihn gegen Krankheiten widerstandsfähig machen. Man hofft, dasselbe Ergebnis auch dadurch zu erreichen, daß man das abgenutzte Blut durch die mengenmäßig geringe zufuhr eines besonders gehaltvollen Blutes auffrischt. Ein italienischer Forscher will mit dieser Methode, über die sich noch nichts abschließendes sagen läßt, sehr gute Resultate erzielt haben. Ls wäre aber sehr unvorsichtig, wenn jemand mit seiner Gesundheit wüsten wollte, in der Hoffnung, sich durch eine spätere Blutübertragung neue Lebenskraft anzueignen. Denn wer kann wissen, ob sich dafür ein „verträgliches" Blut finden wird?
Ein Sag auf dem Monde.
Von Dr. Rudolf Wegner-Berlin.
Folgende Schilderungen entsprechen vollkommen der Wirklichkeit, obwohl noch kein Mensch den Mond betreten hat; trotzdem aber hat die Wissenschaft es verstanden, ein Bild vom Verlauf eines Tages auf unserem Trabanten zu entwerfen.
Wir nehmen bei Tagesbeginn auf der Ostseite eines der großen Ringgebirge Platz, um hier unsere Beobachtung anzustellen: Die Sonne erhebt sich plötzlich über dem Horizont, keine Dämmerung geht wegen des Fehlens der Luft voraus. Lin schöner, prächtiger Strahlenkranz, die Korona, die wir auf der Lrde nur bei totalen Sonnenfinsternissen sehen können, umgibt sie. Trotz ihres niedrigen Standes wirft sie ihre ungeschwächten Strahlen auf die kahlen Felsen und Berge des Mondes. Neben Cichtinfefn erblik- ken wir kohlschwarze Schatten, kein Uebergang findet statt, nur scharfe Kontraste wirken. Der ganze Himmel ist trotz Sonnenschein schwarz, da es ja keine Luft, die die Trägerin der Lichtzerstreuung ist, auf dem Monde gibt, so daß man auch an Orten, die nicht von den Sonnenstrahlen getroffen werden, Tageslicht hat. öm vollsten Glanze und in der gleichen Stellung strahlen am Mond- firmament dieselben Sternbilder und Sterne, die man von der Erde aus sieht. Keine Wolken, kein Regen trüben je den Himmel. Der Mond hat Kein Wasser, kein Eis und keinen Reis. Das sind die Ansichten hervorragender Mondkenner. Totenstille herrscht, kein Ton kann entstehen, auch wenn Kanonen abgefeuert würden, weil eben keine Atmosphähre vorhanden ist. Neunundzwanzigmal langsamer als bei uns vollendet die Sonne ihre Bahn, weil der Tag auf dem Monde viel länger dauert; langsam breitet sich das Licht über die Mondlandschaft aus, bis schließlich die ganze Fläche in einem blendenden Lichte vor uns liegt, öe höher das Tagesgestirn steigt, desto wärmer wird es auf der Mondoberfläche, bis weit über 100 Grad um die Mittagszeit, während es in der Nacht eisig kalt ist. Eine furchtbare Oede umgibt uns, kein Leben kein Baum, keine Blume, überall nacktes Gestein, Licht und Schatten. Vor uns erblicken wir, immer an derselben Stelle des Mond Himmels, die Erde, die uns dreizehnmal größer als der Mond erscheint; wir sehen ihre Länder und Meere und können gut die Umdrehung verfolgen, auch zeigt sie den gleichen Phasen- wechsel wie wir ihn am LNonde beobachten.
Langsam kriechen am Nachmittage die Schatten die Berge hinauf, bis nach etwa 14 Tagen von Sonnenaufgang an die Nacht hereinbricht. Ebenso wie die Sonne gehen dort alle 14 Tage die Sterne einmal auf und unter. Während sie aber am Himmel fehlt, glänzt dort um Mitternacht die Erde in ihrer vollsten Pracht, es herrscht Voll-Erde, wie wir hier vom Vollmond sprechen. Hell erleuchtet die Erde mit ihren reflektierten Sonnenstrahlen, die viel heller als bei uns die Mondstrahlen sind, die einzelnen Gebilde der Mondoberfläche. Keine leuchetende Stern- bte «Engiänider, «die «doch gern alles unlb «noch «einiges einstecksn. Das «war «bin Feichen größter Belieibtheit- «und «e:-ne Bbstätigung der «ho«hen «landfchäDichien mmlb sonstigen Reize «der önfel. Aber Aber mir summt «ein altes Kindsriiedchen durch das Ohr: „Die «laug ö^e — kein Mensch rvAGe — Da kommt der Koch — der Peter Bloch — UrJb «nimmt Je doch! Der Peter Bloch ist dieses Mal das gute — «und «bekanntlich, genau rote «fein treuer «etwas «vers-chuöd«eter ^tmundjen, mns «herzlich zugetane Norwegen. Das fliegt «und freut sich «und am Ende ist sogar für dieses herrliche Nativnalsest «das Alkvhvlverbot «aujgohvbon? Und «der neu «e«vnannte Aml«ma«n«n von ÄMÄbsrd sprich Spitzbergen) «begießt sich «einmal «und nicht «wieder mit den Getreuen die Aase .... „Unser Spitzbergen", «hei-ßt es in dem 2dorwe>Mchen Leitiartikela Und !w«enns «gut «geht, ßeißts sogar «bald: „Unser Nordpol." Denn der ‘Deutsche Eckener «will zwar eine Luftfahrt nach dem Polar- «gebiet «uütern«ghmen. 9 üan weiß, «und Hals erfahren, was «der mill, das macht er, das «kann er. Aber es soll durchaus nur ein wiffenschaftliches Unternehmen sein. Obschon uns die neidischen Engländer lOielleicht «den Nordpol als einzige Kolonie gönnten — in Anbetracht seiner Furchtibarkeit «und «mili lärischen Wichtig ke:«t. Aber die Norw«eger sind sogar hierin «anderer Ansicht«. Durchaus «nur eine «norwegische Flagge darf dort tos Eis gebohrt «werden- inüd fest frieren. Und möglichst «umgehend soll bas geschehen, indessen . . .
96m Nordpol «sitzen drei Robben, Bereist «und kerzengräd; s
Sie -sitzen- «ii«nd sie kloppen Bedächtig «ihren Skat.
Da spricht die eine, die ältche- Und sieht die Karten «an: „Ach, Rdbbenvetter «was «hä-ltsto «Von Eckeners «neuen Plan«?
^Bis jetzt roar unerfindlich Für Forscher der schn-eeweiße Pol.
Doch, ach, die Deutschen [Wb «gründlich Sch fürchte, die schaffen -es «wohl!"
Da «winkte bie (Zweite: „Mit Schrecken Hör' sch der Propeller Gebraus.
Die «andern «flogen «um Ecken -^ ch Der Eckener fliegt «grädeaus."
Da sprach ibebächtigt die Dritte: s „Noch «hat es ja «keiner vermocht.
Dr«mn märten «wir «ruhig, ich bitte. Man «ißt nichts so «heiß miete gekocht.
Und bringt «einer, ohne zu «stoppen «Fum Pol mit roher Gemailt,
Dann sieht er: das ist «was für Robben —* Für «uns «ist's zu «öd atob «zu kalt.
Und eb’ sie «hier oben erfrieren
ön wissenschaftlichem Streit,
«Spiel «ich einen G-raüd «noch mit Bieren — Der Eckener, Kinder, hat Feit!"
‘Diio gene-S^