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nur fegiichen Anhattspunkt für «die Preisberechnungen amb di e «Wertung «ihres «eigenem Linko-mmens verloren «hatten«, «fond-ern in jftänhig «gesteigertem Kampf «ums Dafein in- «eine «wahre Ham- stebftimmung Himoingetrikbeu mucken. Man zahlte jeden Wucher preis muh tätigte sogar AugfÜväiuife für die «nächste Hukmmft altes «Laèchsn wodurch «in Wicktichilveit hie Preise «noch viel höher himaufgchchvaulb-t «wurhen. Von «dem Wrhäl!«nisfe«n >ge- zwangen, seinem sauer «veckienten «Lohn «a«uf beim schneiliften Wege in Ware «umzusetzen, Mwö«hn-l«e si«ch her !Kd«ns«ument m-ehr «und mehr daran«, -von her Hand in «dem Mund zu beben. Der Spar- betrieb wurde geradezu «ertötet.

Leider spieiem «auch potitische Momente bei der Leueruugs- frage eine Rolle, «und zwar gerade bei «den «Loutsn. die «noch vor kurzem sich «als hie «ausge-fprochemon Verteiler «des Mi«tt«elstaNdes emb her Arbeit-orschaft hingöstelbt «hatten «und bi» Heu Kampf gegen hie «Teuerung mit großem V-uchstabon «auf l«hre Hahne «ge­schrieben hatt«sn. «Erklärlich «ist biejie auffallende «Tatsache «nur aus beim «betrübendem «inneren Verhältnissen Deutschlands. Von faks ist man «noch «immsr «albzufohr «gsmshgt, «auch « her Preis­politik «ein Lchlgigmort für hie «kommenhen Wahlkämpfe zu s«ehs«n.

Der Kernpunkt der Teuerung «liegt «dagegen zweifellos in ben Preis-, Lieferungs- «und Hahl-uMgsbedingu-ngen her Karteibe LWdikate und «âihn!«icher -Orgamisation-sn, honen es iinchr «oder minder geiungen ist, sich «entweder «über bas ganze Reich «oder «in «einzebnen V«ezickon «simer Art .Moâpobftsllung zu sichern, chr gegemülds-r «d-er einzelne' Abnehmer rbenso her Kaufmann völlig machtlos «geigsnüberstrht» Tine «mehr inld-irökte Roll-e spielt. Hie Kredit- «und Hins-polit«ik «unseres «Bankgoweckes, «ub hier hat der «Reichsarbsitsmimistsr Braun ben Mut gehabt. M «dieses Wespennest Himeimzustechon. Er hat in s-ebuer Kölner Rede Wört­lich aur«geKi«hrt: «W«enn hie «Banken «einseitig auf hem Boden von Angebot «und Rachfra«ge auf «dem Leldm-ackt «stehen, und auf «dem B-öden rmck-sichtsbosester Ausnutzung ihrer Monopol­stellung Vorgehen, so «ist hier volkswirlschastlich- unb foziaipoii- tisch unerträglich! Lchom «albein hie Tatsache daß bie Lroßbanken mit großem Heschrei -nunmehr über Braun herzufalben versuchep, ist her beste Beweis dafür, daß «dics-er Schlag, gesessen bat

Es «wick soviel «gefragt, «w-eshalb ibie Regierung erst jetzt mit ihrer Aktion hervortritt. Die Hrage ist öeicht zu beantwor­ten. Lie war her Meinung, haß an -eine «wirksame Bckämpfu«ng der Uöbe-lstände -erst bann «herangegangen werden könne, wenn die tieferen U«rs-ach«en, hie in «unserem gesamten politischen «und wirtschaftbi«chen Vsrhältnisisn begründet «chgsn-, zunä-chst bE>ei- tigt «werden. Di«esen Zeitpunkt hält bi® Reichsregierung nun­mehr für gckom«men. Mit her Rsgeiung «unserer Auslaibds- werpfbichtungen durch das Dawesabkommen, mit her Stabili* sierung uinfieter Währung, mit her Erledigung «des schwierigen Problems «der Aufwertungsfrage, mit her Aeuopgamisa-tiom unseres «gesamten «Steuer- «und HolUgstems «sind «inzwischen solide Grundlagen gcs-chaffen «worden, Der bisher vom Hamd-el «immer wieder in hen Vockergmnd «geschöbone «und in iw Preise «ein- kaikulierte Ilusicherheitssaktor ist endgültig beseitigt. Dis -nicht zu vermeidende B«eias-!«ung her «Wirtschaft «durch bis verbl-eiben- ben Ltsuern- W «übersichtlich «gsre-gel-t. ,

M«i«t alber Energie muß bas -vielfach «erkennbare B«estrebsn einzebner -Erwerbszw>c«i>ge bckämpft w«ecken, «die noch vor -Erbedi- yung der Fosin-oveile hie igepianten Hölle Ä' -vâr Hohe in ihrs Preise «einMkalkuIieron verfluchten. Hür «ein berartigies «Ber- s-ahren «liegt keinerlei Grund vor «und «die Moichsregierung^ wick, sobald sich die «im« Stage kommenden «Organisationen «nicht frei» milliig dazu verstehen, mit «allen -ihr zur Verfügung stehenden M«i-ttein sich in «dieser Veziehuug «durchz«usetzen «vers«uch-en.

«Ls «muß 'fsstgestellt «werden, haß «eine Becknappunjg an Lebensmi«t1«el zurzeit keineswegs vorbi«egt. Wir können mit «einer -Ernte -rechnen, bi® «durchweg «über ben «normalen Ernten der Vorkriegszeit« biegt.

Es ist nicht beabsichtigt, «beim Verkauf von Gefrierftsisch zum Beispiel den Hwischenhakdel gänzlich -aus-zus-chalten, «ebenso- menig richtet sich die Aktion her Reichsreg-ierung ®toa gegen ben >Erw>er!bsIst-aNd bes 'Hw-ische-nhanheßs als solchen. Die Reichs regierunfg muß aber abwarten, haß sowohl her «TroßhanL«eI als auch «der Kleinhandel hru pinfeits hurch «die günstige Ernte unb a^ererfeits burch die Reuordnung der innerpolitifchen Ver­hältnissen «geschaffenen Verhältnisse unbedingt «Rech«nung «trägt. Di«e R-eichsr«egi«erung trägt ke«i-n«e Bckenken gegenüber «einzelnen Widerßpeitstigen «dies«er «ihrer Auffasfunjg mit «allen zu Verfügung stehenden M-ittein ben «erforderlichen Rachdruck zu «verleihen.

D-as Probilem hes Preisabbsaues und ld«eron Durchführun-g «erfordert hie «tätige Michilfe «aller Volks- und B«erufsschicht«sn. 2usof«ern w«ondet sich bi® Reichsregierung bei ber geplanten Aktion «nicht nur an hie «Erzeu«ger «und ben Hanldel, sondern «auch boe Verbrauch«er «selbst. Lie «mWen sich «darüber klar sein, «daß «eine heravt«ige umfangreich«e «und ti«efgreife«nde Maßnahm-e, wie si«e her Preisabbau idarftellt, fi-ch «nicht «durch »in «einfaches Macht wort «der Reichsregierung von «heute auf «morgen «durchführen läßt. S?e müssen «wei>ter bereit sein, sich selbst auf bie Reuord- aung «sinzustellen unb «an «ihrer Verwirklichung mitzuarbsiten, in» bem sie zunächst ben «durch hie Verarmung unseres gesamten Volkes völlig -veränderten Verhältnisfm Rechnung tragen, ihre Ausgaben «wieder mit «ihren -El«nnahmen in Sinklang bringen land «nicht «zu«letzt «durch hie B«evorzugung «der reellen unb billige­ren Geschäfte zu ben alten soliden -Gewohnheiten Iber Vor­kriegszeit zurückkehren. Die Rei-chsrsgierunig beabsicht«i«gt durch «eine fortlaufende B«eröffentli«chung ber Erzeuger- uNd Ver­kauf spreis-e »ine Kontrolle bes Publikums über bi® Handels­spanne zu «ermöglichen «und, um beim Verbraucher hadurch in biie Page zu vers«etzen, si«ch «ein Bild «über «die Preisentwichlu-ng «zu «Machen.

Beschlüsse der Reichsregierung zur Preisbildung.

wtb. Berlin, 27. August. (Wolff.) Die Reichsregi-sr-ung «hat gestern unter Mitwickung bes Mei-chsIbaNkpräsidentsn bin» sichtlich ber aUglemeinen Preisbi«lhun«g !oinsti«mmi«g ifoigenbe Be­schlüsse «gefaßt:

1. Gegen «alle Bsdiürgungsn «und-«Abreden, «die «u-nmittelbar oder mittelbar «zur Lteigerung bei Presse «oder «zur Aufrechter- ihaltung lübersteiigerter Preise 'fübren, hie von Kartellen«, Syn» hskaten unb «gleichartigen Husamm«e«n«s«chlüss«sn« «oder von «smflu«ß- «reicheu -Ei-nze«lu«nterne«hmungen «ausjge«h««n, «w«ecksn «künfti«g alle Machtmittel ber Beiordnung «gegen ben MMwauch roirtfcbaft»

lieber Machtstellungen vom 2. Movember 1923 Ka«r-tellverord- «nung in Anwendung «gebracht, «und zwar «auch «dann, menn Olef® Kartelle «usw. sich nur auf «Teile bes Re-ichsgebiets, «z. B. nur «einzelne Länder oder SemeimO-en orft recken. Salbei soll «dieses «behöcklich-e -Einschveiton -nicht nur im Vermaltungsmege solidern auch «m «weiteren Umfange als bies bei ber bisherigen Wi-rt- schaftslage «notwendig «war, «durch eine Klage vor «dem Kartell- «gericht «erfolgen. Klause in, bi® eine p misste igenmbe Wirkung haben können ober aus -anderen Gründen wirtschaftlich fcbäOi» lieb sind, «werden künftig im Liune bes § 4 ber «genannten Ver­ordnung als «die Lesamtwirtscha ft unb bas -Gemeinwohl gefähr­dend angesehen -werden. Hierzu «gehören u. a. Oie Repa-rti-erungs Klauseln, Lo^dklaniftln, G-e!«dent«wertungcklaus«eln und Klauseln, hie -eine «gleitende ober fveibLie'bende Preisbewegung zum diel® höben. Halls Oie Durchführung «dieser Maßnahmen zeigt, haß «kein «genügender Lrfol«g «ei«ntritt, «wird bi® Reichsregierung ben gesetzgebenden Körperschaften «eine «entsprechenhe Verschärfung Oer Kartsliverockinung Vorschlägen. Lnsb«esandere wird «dazu eine Abänderung ber «genannten Venorbniung Herart in Aussicht genommen, baß -im Verkehr mit «Lebensmitteln Verträge oder Vesclvüsse Iber in § 1 genannten Verorbnung bezeichneten Art von jedem Vcteüigtm auch ohne wichtigen -T-ruNd fristlos «ge­kündigt «werden können.

2. Das Reich «wird «in Anknüpfung an hie bereits «er­griffenen Maßnahmen innerhalb ber Meichsrefforts mit ben Ländern und Gemeindeverbänden «in Verbiitdung treten, hamiit bei Vergebung von «öffentlichen Aufträgen hie frei® Konkurrenz wieder zur Geltung «kommt. Die Einführung her Pflicht M Bekanntgabe aller bei Ptbgdbe «der Offerten «einigegangenen Preisbindungen wick «dazu -erfoödevli-ch «werden. Vereinlbairungen die hie frei® Konkurrenz bei «öffentlich«en Versteigerungen unb öffentlichen Ausschreibungen zu beeinträchitigen geeignet sind, Jollen -gesetzlich unter Strafe gestellt «werden.

3. Den gesetzgebenden Körperschaften «wird ein Gesetzent­wurf zur Aufhebung ber Geschäftsaufsicht, bi® mit «der Be­kanntmachung vom 14. Dezember 1916 «zur Abwendung bes Konkurses «eingeführt worden mar, unter gleichzeitiger Abänhe- Tu ng ber Kökursordnuirg vorigelegt «wecken«,

4. Die «öffentlichen i&eliber bes Reiches werden so bewirt­schaftet werden, haß nicht nur keine Gefahr «einer Steigerung der privaten- Gâsätze entsteht. pielmehr ber Antrieb für «ihre Senkung gegeben «wick. Mit pen anberen öffentlichen Geldge­bern «insbesondere ben -Ländern und G«emeindsn, irolirlb bas «Rei«ch in Beckinbung treten um Oie «gleichen Grundsätze bei ber Aus­leihung «öffentlicher Gelder an hiesen Stellen zu «gewährleisten.

Die Reichsregierung «fordert hie gesamte Bevölkerung Produzenten und Konsumenten auf, «im «eigensten SntereJJ® die eingeleiitet® «Gesamtaktion- zur Verlbilligung ber Piebenshailtung her Bevölkerung zu unterftüßen. Die Spißenorganiifatianen bei Wirtschaft haben bereits «zugelDgt, ihren «ganzen EiNfluiß «dafür «einzuisetzen, «daß hie A-n-swickung «der Steuerermäßigungen «ins­besondere «der Ermäßigung ber Umsatzsteuer «auf 1 Prozent, im den Preisen zum Ausdru-ck kommt. Von «den Pähbenn und «Ge­rne iuden «erwartet «die Veichsregierung iweitgchendste «Unter­stützung. Die zuständigen Ressorts «werden hie Ve-rhandlunjgen in diesem Linne aufln-ehmen.

Das Reichsbaukdivektormm «hat «dazu heute «folgenden. " ' ' ... _ ',

Beschluß geMt: _ Vie gejeßl^ Vliete Jur September.

Da s 'Rèuysoankoi^D

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sichten ber Mei-chsregie-rung in ber Richtung eines Preisabbaues in vollem Umfange «beigetret-en unb «wick «ihrer Durch«führun«g in seinem Disnstb-eve-i-ch -j«ede nur «mögliche .Unterstützung ieiiften. Jnsbefonbere wird hie Rei-ch-sb-amk bei lihver «KvehitpoSitiik auf «die Auswüchse her Kartelle und Preisikonvent-ionsn- systematisch «achtgöben «und «erforderli-chieNfalls «entsprecheUde- M«a-ßnaihme«n «er- «grsifen.

Die bevorstehenden juristischen Verhandlungen.

Berlio, 28. August. (Siigemer Snfarmaitionsbiealft) Wie «wir «hören, «w«erden hie Verhandiun«gen ber juristischen Saichaerftän» bigen in London, zu hen«en sich ber «deutsche D«s!«eg-i«erte M«i«ni>ster- raidirektor Dr. Saujf bereits am Sannabenb «nach England- be­geben wird, acht bis ZÄhn «Tage in Anspruch «nehmen. Ministe­rialdirektor Dr. Gauß wi«ck zunächst beim «alliierten Paktent- murf, her bckannt«i-i-ch «bereits vou «B«ri-anid vor ber «Hufa-m-men- Kunft mit Ehamtzerlai«!! «ausgearbeitet «w«ordsn ist, «entgegenneh- men uNd ihn «einer gründlichen PvüfuNg «unterzi«ehen. Alsdann bürste «eine kurze lUnterbrechumg Iber Aussprache «eintreten«, ba die beutfd)® Reg«iorung sofort «nach Keuntni-snahme hes «alliier­ten Entwurfes eine -Gegsn-anl«wort «ausackeiten «w-i«ck. Sm A«n- fchluß baran wird «dann in «eine Einzelberatung «der beiderseitigen Entwürfe «eingstvoten wecken, bfe möglicherweise mehrere Wo­chen in Anspruch «nehmen kann. Es «ist «möglich, baß man im Pause ber Lachverstä«nhijgeii«--Kopfe-rsnz zu «einer noTläufigen Eini-gung üb-er «einen «gsmei-nsamen Entwurf kom«m«e«n miüb, her als technische Unterlage für Oie Licherheit-skonseronlz bienen wücke.

Der Urlaub der Reichsminister.

Merlin, 28. August. ifSig.-Snfarmatiansibienlft.) Wie mit hören, «wick Außenminister Dr. Stresemann nur «einen kurzen Urlaub antreten^ ba «er «immerhin «gezwungen fein kann, in den Sang Oer außenpolitischen Sreigroiffe «einzugreifen«. Dagegen steht ®s fest, daß Reichskanzler Dr. Huther uNd Ibi® ambetien beurlaubten M«m«lster nicht vor «dem 20. Septemiber nach Berlin zurückkehren «wecken. Mach ben vorläufigen Dispositionen sind aber gegen Ebbe September neue «wichtige Entscheidungen zu «erwarten, sodaß bis baibin bas «gesamte- Reichskabinett wieder M B«er!in versammelt sein «wird. Während ber Heit ber Be- uvlaubung bes «Reichskanzlers wick Meich«smi-nch«e-r- Dr. Geß­ler bi® Megierungsgchchäfte übernehmen.

Hindenburg an das deutsche Handwerk.

Der Deuls'che -Handwerks- «und !Sero®ribeikammertag dem als «Lpitzenkörpers-chaft sämtlich® heutf-chen iHandw«e«cks- ustd Geweckekammern «angchören, begeht morgen in «Lübeck «die Heier seines 25jäihriigen B«estehens, an «welcher ber ReichswirtschaftL- mi-nister unb ber Rei^chskommissar ifüt «das H-anldwerk «und für bas Kleingewerbe, Dr. «Hoppe, -teii«n«ehmen. Hu- iglei'Ch feiert ber Obermeister Plate, «einer ber beiden Ehrsnme-ister bes d«euGchen «HaNdwerlks, fein 25 jährigles Sulbi- töum als Borsitzeitder Oiefar Körperschaft. lWegen seiner außer­gewöhnlichen Verdienste um bas «deutsche Handweck «hat «ihm her PbeichspräfiOent in Anknüpfung an «einige seltene -fMhere Hölle,

in honen führende Oeuilfch® Männer W Ähnlicher «We-is«e «geehrf moiben sinh, «eine «b-ronzene Adilerplakette «verliehen«, «welche bi® Lnschrift itrögt:$arry Plate, bem Vorkämpfer unb Hühner -des -deutsch«en Ha«n«d«we-rks 19001925. Hugleich hat «der Reichspräsident ian P-late ®:n «Haiidsch«re!i«ben- «folgenden Lnhalts -gerichtet:

Äâr «verclhcker Herr Plat-ei Mist Warmer Dank- barkeit «uNd herrlichen !MÄnsch«en ged«e«nkt «L«hrer mr «d«em «heutigen Hest!«age bas «deutsche Haitdwerlk. iW«äh«reNd «der igan-zen «fünfund- zwanzig Lalhre leitiMgireirbier W- auf «die her «deutsche Hanh iro®riks-' und «Gew-erlbelkammertag «zurückblickt, sinh Lie hem Heutsch«en -Handwerk »in -ech-t «deutsch«er -Zührer «gewchen. Lie ha­ben in heißer Hiebe zu «Lhrem B«eruf-sst«aNd mmb zum ideutschen Vaterland nhe !die reichen -Kräfte ^hvsr PechönÜichksit für Lhre Aufgabe «eingesetzt unO bas Amt «des Vorsitz«eNd«en-, «a«u«f Has Lie durch Has B-ertran-en «2«hrer V«erufsg«en0ssen «geistellt sind, mit Gest mV Heben WWU Dem «deutschen Hanhwock mar Lhr Wi-iken «eine O«u«elle her Kraft. Das «berufsständige Gefüge «unb- di«e §taat5!b«nrlg,ertiche Leitung bes Hanhlv«er«ks stehen «nicht zu Mindest liXMilk Lhrer «-tigkei-t «gefestigt ha. Reiben Heu mwGchaK li-ch-en ü-ntere-sfen h«ab«e«n «Lie bi? jsiMi«ch«en «Werte «nie v«erMsftn" und über hie Lange Dr hew Berufsstand stets hie Longe sürckas «deutsche Vaterland «ge,stellt«. «Es ist mir «eine lbks«onheve 8-reude «und ein herzliches Behürfüis, «als R«ei«chspräsihen«t «und zugleich als Ehrenme-ister Oes «d«eu!sch. «Hanhwecks «Liihuen für Lh-r ftgens rei-ch«es «Wicken Dank ?u sqgsn. Als «äußeres Hei-cheu ber An- «erkennung «verleihe ich 2hnM «eine Aldienpiakette, iw Lhnsn der Herr Reichrmirtschaiftswilckster >m msiasm Ramon übevreiche«» «wird. Möge Lhn-en «noch «ei«ne lange Seit «talkräft«i«gen Wirkens zum Wohle «des iHand«w«erl!rs «und «des Vaterlandes !b«eschi«dden sein! Mi«t freuinhiichsn Grüßen

«gez. von Hindenburg.

Lelbstmorde der französischen Ruhr truppen.

Die Angst vor Marokko.

wtL. 2Niltheim, (Ruhr), 27. Aiugust. Wie fetzt mitigle-teilt «werden «kaun, haben sich ku«rz vor «dem Abzug her B«es«atzung zwei «in P«r«ivathäusern «sinqmartier!«e !fra«nzösisch«e Offiziere mit «ihren Di«enistrev«o>lv«ern «e-rsch-osse«n. Man sand «sie -M!0«rgen«s in «ihren «Himmern «im Blute «li«egsnd «auf. Er «v«eriautot, hi«e «Öftiziero hätten «d«en Lo«d hem V«ers«ch«ick«twerde«n «na«ch M«a«wilrlko wmge- «zagen. Auch «ein «Laidat «hat si«ch «a«UL id«ems«c«liben G«runlde «er- «sch offen.

Aus Stadt und Land.

Hulda, den 28. August 1925.

Wettervoraussage für Samstag. Bei südwestlicher Wind­richtung «meist wolkig ibis heiter und «trocken. «Etwas anfteigenbe Temperaturen.

Hamisiennachrichten aus Hulda. Verstorben sind 3rau Karoline Becker, Wwe. geb. Knittel. (83 Sahre alt) und Hrau Thüistine VöUner «Ww«e. geb. Verneburg. (70 Lahre alt).

Die Versteigerung der städtischen Obstes auf «den Bäumen

erbrachte «insigchamt «die sehr «geringe Lumme- nom 250 Mack.

Wie ber Amtliche

für ben Monat September 1925 ige|gleuüb»r bem Vormonat keine Aenderung ein, Es bleibt bei beim AugUstfatz lin Höhe, von 82 be-zw. 78 v. H. iWi«r basten vor «einigen «Tagen aus unse­rer Bisrlinsr Lnfovmation «die gilieiicbilamiienbe, Meldung «gebracht, hie somit «sich bestätigt hat.

Eentral-Theater. Di«s «w«i«rkl«i«che- Komödiie bet «drölligsten Vcrw!schse!«un«gen ist ber neue «Ossi Oswalda-Hism ber Dc«westi Riniche", ber vom §8. A«u«gust bis 3. Seiptembier «im« «Tontra«!- Theater zur Aufführung igeilangt. Vietor La-ns«on,, bet im glei­chen Maße als Regisseur wie «als Da«rste«ller bi® tollsten Einfälle aus «dem Aermel schüttest, «hat in «dieser- «atem raubenden lliulftigen Geschichte bi® Komöbie eines lkleinen Küch!enmäd«ols in «Ezeno «gesetzt, bas iburch Uuverfroreicheit lunb Hufäll haziuikommt, als «große BühnM«künst!«eriu -auifzutreten. Sanffon «verkö-rpert «einen Privatdetektiv, für ben «er «einen ganz «beso«n«deran neuem Syp geschaffen hat. Um Ossi Oswalda «herum hat «er «ein «erlesenes Pubsp iiel -Snfenlbilie, zu «denen Vivian iSibfon «und« Piaio Pava- -nM gbhöven, «gruppieck.

Der Pro-vinzial-Ltädtetag für Hessen-Massau und «Wal^^- wirb feine hiesj-ährige «Hau«ptvers«am«iNlung am 24., LZ. unb 26. September in H-r-ankfurt -a. M. «äbhalten. Donnerstag, beim 24. L-epte-wber tagen igejanbert hie sechste Sitzung bes H-auvtaus- fchuffies bes Masfauis-chen Stälbtetages «uNd «die Hauptversamm- lung «des Hessisch-«Waldeck«ischen« Ltädtetqges. Dis -Hauptver­sammlung bes P roviuzial-iLtädtetages für Hosfen-Mafsau und Waldeck «wird am 25. Septembier im Bürgersaal bes Rathauses abgiebatten. Sm Mitt«ölpunkt «der V«e-vhan!d!ungsn iftelht «ein -Bor- trag vom Me«chtsanwa!«l Dr. Schneibet-Sa^el überDie Auf- «wertun«gsges«etzgeb«ung."

Welche Roten gelten noch? «Gültig si-iLd «noch: 1. «alle auf Reichsmark «laul«eNden ReichsbaNknoten, bi® seit «dem 11. «Ok­tober 1924 «ausgegeben sind, «es sind blos zu-rzeit hie Reichs- bankn«otsn über 10, 20, 50, 100 «und 1000 R«ei-ch>sm«ack «it hem Ausferti!gung«sd«atuin 11. Oktober 1924; 2. bie R«eutonbaNk- scheine «über L, 2, 5, 10, 100, 500 «und 1000 Rentenmock mit «dem Ausferti«gungsda-t«u«m 1 R«ovSwb«er 1923; 3. bi® Reuten- bo-nHchein«e über 50 Rent«snma«rk «mit «dem A«usfsr«ti>gmMMium 20. März 1925.

Line Bande von Lisenbahnräuborn. Unter bies-er Spih* «macke berichtet Hie Stanks. «Htg. ans Hulda. Die Li«s«enlbahn- kriminalipaliiiyei «ermittelte in Hem Dorfe Bellings «eine -Eise«!!«- bahnräüberkande, hie seit M-onaten «GüterZstge zwischen Geln­hausen «ab Schlüchtern in sch«w«eNster Weise beraubt «hatte. Man fand «ni«ch«t nur in ben Wohnungen ber Mäulber ®in «umfangreiches Pager «geraübter «Waren «aller Art«, sondern «auch- im Gemeinde- wald von Bellings lein «großes Pager «von Diebesgut. Hwei Haupttäter, Oie Gebrüder Däfnsr, «ivucksn feftgenoimiinen; «die übrigen find fllüchlig igiegamgen.

Hanau, 27. August. Heute «vor 100 -Äahren am 28. August 1825 wurde in Hanau her Maler «Geo-pg -Eovnic«e-l«ius «g>öbo>ren, «den am 9. D«ezeiNber 1898 ber Tob aus seiner «avbeitsfrohen Tätigkeit «gerissen batte. Vom M«agistra«t her Stabs -Hanau «ist beschlossen «mo-rden, zur «Ehrung bes Andenkens des «Haata«uer Meisters idie Bogenstr«a«ße, in her «er jglew«öhn«t «hatte, mit Wir­kung vom 28. August ab in Towni-oe«!«!usstraße «u«mzUbenenuen. Sorni'oelius «war in Ha«na«u «eine stadtbekannte uUd «gerirgeseihene Persönli-chkeit. Als Küustler «ha«t sein Mame in ber «deutschen