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Ein großer Perlendiebftah!. Sn Paris w-urdcn, durch Vvvtaiuschvi» der UmHWuWm dveè Paâwsgc« {«r Peân von ungeheurem Wort« -gcistühle-u. 'Ls Handkèt Och um öe Pack-ung -bestc-h-e-üd aus 599 Pechen', weitz--r-osa-f-arbig 6m ®e- Wjcht von 250.52 Karat unh im -Worte m 980 000 Zrankcn, sine andève Pack-un-g-, bestehend aus 674 Per-leni, c-re-mercs-afa-r- Rg, M G-e-w-icht von 215.53 Karat -uüd- Im Werte von 170 000 Franken, und âe dvitils Packim^ b-estehemd aus 50 Pechen«, grün-gefärbt!, cm Gewicht von 56.82 Karat «und 6m Morte von 150 000 Z-raükon>. D e r -Gesamtwert be-läuft sich wuif 600 000 Ivckckvn. Ms Täter kem-mon -cs deldott R-umäne-n- Kau-fm-ann Zâmam QchmvK» «Di Kaufmann Moise- Platnöe sowie 'der Ämeämer -B-cnjam-in Äiiver in Z-ra-ge-, Nach den bisherigm LmMMlungc« haben 6oe Dcebe sich mit ihrer Boule nach Deutsch 4and -b-kVcbe«. OvèowM w früher B-esitze-r eines Suwe-le-nge- Lchäfts -in Berti-n.

Die mörderisch großen Hände. Vor feem Schlwu-rgsvicht' von A«W war -ein Mann unter A-Mage, der durch so'-ne gro- Km Hände Wm MfvkürvW^M Nlördor geworden war. Der iMme» Angeles co mit Momm, war io ein einsames Wirtshäus, ächt w-si-t von feem lvt-hringischan- Weiler Sornsollle, -c-'ngckchrt, das von W-ei- v-erwitw-eten Sch-w-cstem' M-führ-t wurde. L-i-ni SchaWrt» der bald danach dort -eiatrete-u mollt-e-, fand feite iber« den Zraue« -tot auf to Gesichte am Boèan liegend vor. Die An-tc-rs-uchung -erg-ab, R-audniord. Der als Haindwe-rksb-u-rfche sich umhertroiLende Antzcilvsco wurde aSs verdächtigt verhofie-t, «td er gestand-, datz er eine der Frauen, die ihn an eine unbe­zahlte Schuld erinnert^, gevhrfe-'gt habe. Die Gran habe darauf Wie wahnsinnig igeJrfMro, -worauf feie herlbc-irpei-l-te Sch-we-ster mit ihr um die -Wette -g-cheult habe. Des Lärmes überdrüssig hab-e er dara-u-f mit je eoner Hand jede der Frauen ein wenig -am Haise -gedrückt. Die Zr-r-u-on se-ien d-arauf ruhig geworden. Lr habe -gegla-uibX sie wollt«- ihm bange -machen. Nur um sie für ihren Geiz zu strafen habe er -etwas Seife genomm-r-u. Der Se« Ächtsartzt auH-erto in eimm Gutachten die Hände des "Detin- M-enten stünden nicht unter der Kcntroile se-ines Willens. Bei dem Verhör wurde auch ein Pv-lizeibericht aus Bukarest oe-r- Ichein, in dem dass-c-lbv Urte-ii über feie Hände Ang-el-escos au-sgs- Aprochen war. Damals hatte der sonst unbescholtene Mann fast den Tod sviner G-cliebt-en verursacht; nach der eigenen Aussage des Mädchens hätte er sie fast erwürgt, als er sie nur stre-ichâ jDoilife.

Leemannslos. Nach einem ha-ibew -lZahro -hat man jetzt feen über einer LchGfshatastrvxhe -lie-g-onden Lch-lsisr Moas üch>- Mi lkönnvn, feie sich in feer Nacht vom 25. WM 26. 2anua>r d. 5. -an feer ,5üdhnste östamfes M-g-s'tlraM-n hat. «ö-N jener L-'bu-rmnacht hörten feie Küstenbe-wohner .ang-e Notsieha-l-e von -oi-nem Schiff, das an den Hosnarbvrg, eine ur-gvsiähr 40 Meter hohe, stoi-I râns Moe-r ab-jvll-end-s Zeiisenpart-ie, -ge-tri-chen- worb>en war. Der Berg W feien -haushohen O-zeanw-ell-cn d-iMskt aus-Ws-etzt; an eine Net- t-unig war d-ahor -nüch-t M d-onke-n. Nach feem -Sturm wurde ein Mann -an einem Seil feie Ber-gw-and -herob-ge-lasseni. Er konnte «n feen SchWsbvümmevn sestst-ollen^ daß es sich um feen èeuts-chen Zische-rd-am-pfer „B-aUcrnt' aus Nordenham hande-lte Von feer Besatzung fehlte jede Spur. Vor üurMr (begannen nur die StrcmdbeiTLhMr damit, feie Zeisenwände nach Vc-gole-ie m ebm^ suchsn. Mehrere Mann tviu-rde-N, wie ailijährüi-ch, an Serien hm äbgelassen. Tiui'os -Meter über .feem Meeressxösgel' -gew-chrten Jie -e-incZ-e-isenhöhle, deren Oeffnnng .zcomLch -groß war. <3e wei­ter feie Leute v-ord-raugen, d-Oo enger wunde feie Höhle und- M- s-ctzt mußten sie -auf all-e-N B-ierc-n Hr--echen. Plötzhch machten sie eine sutzcht-bare T-Ntdech-un-g: Der vorderste st-etz mit dem Kops an eine -Reiche, fei:e sich starh cm Berwesun-gLWfta-nh be- saè lön der Nähe Sagen noch mehr Le-ichen, a-nschc-MLnd die ehemalige MaNns-chast des d-eutsch-en Zische-rd-ampfers. Man ist nun -im -Aweifei da-vü!ber, oh die M-c'e-ve-swogen feie Leichen so -weit in die HWe hinei-ngesPÜl-t haben oder ob sich die B-esatzung in feie Höhle gerettet hatte und heMt! schüietzl'ich -verhungert ist.

Der Verdienst des Scharfrichters. Der Verus fees Scharf- i richters ist bieten ein Kapitol m-onschiicher V-e-täl-ig-u-ng, -das sie I bis in die schauerlichsten Tn-Mheilen hi-n-c-in sl-än-d-ig- M ergrün-de-n j bestrebt sind. Serafee das Grauenvolle und Schreckhafte bei di-ese-m b-lul-i-ge-u Hauhwvâ ist es, das auf sensationslüsterne Natu-re-n- seinen -prick-e-l-u-den N-c-iz -ansüdt. Wie d-a-geg-cn- feer Scharfrichter in seinem P-ri-oa-licben als Mensch .gleich je-d-em a-nd-e-rcu sei« Dasein -fristet, und wie er materiell -für seine Lei-- ftMMn «jschädii-g-t w-i-rh, Oas beansprucht die A-usm-erüsa-mikei-t erst -in Weiter -und hrit-ter L-i-nie. Was rerfeient ein -5ch!a-rfrich>- ter? Ls bätzt sich das in Dentfchlanh nicht so ohne weiteres -fcshstell-e-n. Der durch Seibstmorh aus feem Leben -Ars-chi-oden-e Breslauer «Scharfrichter Pari -Spaelhe verdiente jetzt dasselbe wie in Bo-rhr-iegszeiten: Kir jede Hin-r-ich'lunjg 500 TvÄdmark. Daz« Hamen -no-ch feie Me-ises-pescn. Spaelhe hatte 45 Hi-nrich^- t-un-gen vollzoUM unh er Iwi-lh sich also wohl einen schönen- Spar­groschen beiseite gelegt habe« -können. Nebenbei- betrieb er in Breslau eine -T-astwiirtschaft unh eine Zieis-che-re-i. Sein Vor- gänger im Amt, feer bekannte, -Scharfrichter 'Schiwietz, ist e!b-en- fails in günstigen materiellen Verihältnissen Wstoüben. Me-niger gut gong es -in hm 'letzten Lebensjahre« feem hri-lt-cn- bekannt-cn hents-chen Scharfrichter, feem 1921 im Krankenhaus M Kalk- b-erge verstorb-eri-rn Berliner Krauts. Kra-u-ts-, der vor 30 bis 40 Jahren eine bekannte 'B-evI-mer Persvniichk-ei-t war unh im ganzen 29 Hin-richtmtgen- -vollzogen lha-tte (u. a. -ist Max Hödeh der Aitte-n-läter auf Ka ser Wilhelm 1^ von- -ihm hingerich-tet worden-X lebte vor s-cin-e-m Tode -in- Bu-ri-g bei Neu--Aitliau in feen bescheidensten Verhältnissen. Die Scha-rfrichter im 16. und M Aufaug des 19. <öahrhunderts standen sich da materiell bei wertem günstiger als feie der Gegenwart. Unter Zvi-edr-i-ch dem G rotzen be-is-pirlsweise mutzten sie noch eine Prüifun-g in her Thrru-rgie a-blog-en, und in Baden stand -ihnen noch Ibis 1607 feie Ausübung der ärztlichen Prax-is frei-. Unb was das Wichtigste -war: Jie waren ese-ichzeitig- noch 'festbosolde-le Staatsbeamte. Noch weit günstiger als die H-enlloor aus dem D-eu-ts-chs-and- des 16. Sahr Hunderts waren vv-n -jelher feie 'französischen S-cha-rfri-chte-r gestellt. Schon im 14. und 15. Jahrhundert waren die He-nk-e-r -in Z-rank­reich hoch bezahlt. Neben feem Honorar Mr jede Lxekut-ion erhielten sie einen Schwc-inskopf. «K Jie durften sogar einte Steuer erheben -wie ein -Organ der Zinan-zve-rwa'ltung. Die G-e- niüse nämlich, hie von Händ-l'ern-, bei einer Hinri-cht-ung Jiulrtl Borkauf angeboren und nicht- verkauft wurden^ -ge!hö-rte-n ihnen-. W-eiterhin durften sie die Plätze für Zus-chguer bei d-en Hi-n- richt-ungcn Mr eigene Me-chnung v-erm-iet-e-w. Hu Beginn des 18. Sahrlhund-erts b-eseit-ig-te man das -Steuevrech-t fees lH-enkers und gab -ihm ein Gehalt von 16 000” Fiores jährbi-ch. Da jedes De­partement hamÄs -feinen- Henker 'hatt-o, so «wa-r-sn- feie Kosten für den Staat natürlich hoch Zu 'LNd-e fees 18. Sah-rhn-nèe-rts wur­den feie Bezüge noch weiter erhölht, was dadurch- notwendig wur de, èatz der -Honlker ^frisiert-, Mpuidevt-, mit weitzen- S-e-iS-e-nst-rüm- pfen und Kn-iehcfen" ben Ni-chtplatz betreten mutzte. Sm allge- meinen starben feie französischen Schia-rsvichter ddnn -a-u-ch reich. Liner von ihnen lhinte-rlietz 200 000 Zwan-cs und ein 'Landhaus. Sanson indes, der letzte Sprotz von sieben- Gene-rat-ivnen fr-an'zö- sischer He-n-ker, wurde 1847 entlassen, weil er Schüld-eni hatte und — die -Guillotine einem Giäub-i-ger in Pfand -gegeben- hatte. Noch heute sind die französischen S-charfr-ichter festangieste-llte -u-. foffb-esyildete Staatsbeamte-.

„Menscheupfeiler". Der Glaube datz ifreiw-ill-i-ger Opfer­tod durch -eigene Hand oder in Gestalt der Hingabe zu einer grauenvollen- Art fees Sterbens -oder .'Getötetwerd-ens mystische Kräfte, vielleicht auch den eignen -for-tl'öbenden Seift zu Hilfe oder -Schütz b-ring-end-em -L-i-n-grcifen zwinge/ ist in -2apan seit al­ten Griten oerbreitet und noch so beib-e-nld-ig, d-atz er auch heute gelegen-tlich in die Tat umgesetzt wird. Lin Zund aus diesen Tagen wird Wr Stärkung dieses Glaubens beitragen. Di-e Tyk-lop-en!ma-ner, die den Bezirk des j-etz-igen- Kaise-rpalast-es und der alten Hauptbung der Tok-u-g-a-wa-Shv-gu-ne in Tokio umg-i-bt, war durch d-as -grotze Lrd-beben vom 1. September 1923 beschä­

digt -worden. Man (repariert sie jetzt und ist dabei- un-t-e-r feem im öalbne 1630 errichlbton Tor-turm bei feer heiligen- Doppelb rücke Ni-jubashi auf 16 Skelette -gestotzen, alle im -aufrechter Stellung be-gräben unh mit wie zum Gebet gefalteten Häitdenh „H-itohas- ibira“ sagte feer VolksmMd fo-fort, M-ensch-enpfe-iler, die dazu Lianen s-ollte-u, bee Ze-sti'gjkei-t feer Mauer zu -gew-Ahrleisten!, wie es ge-wvhnüi-ch --m Husa-mm-e-nha-ng- mit dem Bau- von B-riück-en m Z-l-u-tzdei-chen'erzählt w-ind. Hier ein paar B-c-ispieU A'ls Horia A-oslhihüru von -Hideyoshi zulm -H-errn fees Gebietes von özuma g-e-m-a-chib wurde v-eysn-ch-te er bei her Stadt Ma-lsue eine feste B-rücke über feen breiten- Zlutz zu bauen. Abe-r ka-um war sie -fe-r- 't'-'g-, so v:-tz d-:-e Z-!lut sie fort. Das -w-i-cd-erho-llte si-ch me!hrere- M-al-e b-i-s ein Sefoigsmann sich e-ribo-X sein Leben zu opfern- -unh -sich lebenh e-ins-chl-ietzen M 'lüssen in das Znndam-ent. Ee-itd-e-m steht hie Brücke, d-i-e bekannt ist als feie ^OHa-shira" von Mais-ue, von feier auch Lafcodio Hearn erzählt, und heute noch- lebt d-i-o Sr:nnerung an Ge-nvs-uke-, der sich opferte, fort und- -ist sein G-rab stein nie ohne Meih-ges-chenne von feier dankbaren Bevölkerung jener Gegend. Die Schreine von Abe Gasüt-aka in der P-räf-ek- tnr Aomori unb -vo-n Okita in Okayama sind -ebenfalls solchen -„M-en-s-chen-flfeiâern" igeweiht, feer letzte sogar auf einer Zrau-, feiie ebenso wie Abe -ihr Leben- hingab. um einen De-ich zu festigen­der -vo-rher immer Wieder oon den- Zsuten d-urchb-ro-chen worden war. D:e -grotze H-Ahl der jetzt in -Tokio -gefu-nöenen Ske-lbtte bat zwar -Zweifel geweckt an der Nichtigkeit- feer Annahme, datz es sich -um solche Mens-che-np-feil-cr lhanèle-, aber eine andere Lr- Klärung ist kaum zu- finden-. Hv-chstens feie, datz es si-ch nm Män­ner handelt, die beim B-au des W-alls v-e-run-glückten un!d- dann -in Lrinnerun-g an feen alten Glauben -gerade dort bestattet wur­den. Das Bol'k aber läßt sich durch s-olch-e -Lvlvägunge-n- nicht ibeeiinf’uffen, der iSiaulbe tobt und iwimb^ nun neu -gesiB-rik-t, noch fange -weite-rdane-rn-

Gin Manuskript der Odyssee gefunden. Nach einer Mit­teilung der Pariser Akademie der ö-ns-ch-rifteni sind 12 Papyrus- ^ fragmmte mit Le-A-en- einer -Odysseehanhs-chrift aus dem testen Drittes fees 3. vo-rch-ristl-ichien öahrh-underts aus -Umhüllüng-en einer Mnmi-e -m -Gho-raat -(Zayu-m) -ge-löst wv-rde-n. D-i-e^ -schalten nein Seite des Manuskriptes gelben -grotze Seite fees 9. G-es-anges fLpisode des Kyk-lopeni) und des 10. Gesanges i^leotus) Wieder.

Der zerstreute Professor, welcher ein Sahr zu früh ankam.

Die -rührende unid zugl-ci-ch! b-eilNstigende- Neih-e- feer Ver­treter des -echten -Typs eines zerstreuten Herrn Professors wuirfee durch feie Zigur eines australischen Hochs-chnlll'ehre-rs in wert« Doller Meise -be-rmehrt. Tiefer alle Herr stellt wirklich -eene köstliche Mavi-t-ät dar, und man brauchte si-ch wiâl-ich nieht Zu wundern, wenn es beikannt würde, idhtz er schpn- als -k-le-ines Ba­by so zerstreut -gew-es-en -wä'-ve -u-n-d ein Sahr zu früh auf feie iW-elt gekommen sei-, dbnn das GlanWückchje-n,. Ibas er kürzlich leistete, gibt lzu den- höchsten Lrwa-rlu-ngen iB-erc-ch!t-i>gung. — Tie bri­tischen Behörden hatten! !bes-chlvsse-n-, zum Cutt 1926 -einen -großen LnPi-re-IUnMersiMts-KoNgveitz -e-inz-ubc-rusen und vers!and-l-en- -M biejem Zweck Tinl-aidunigen -n-a-ch alten Himmelsrichtungen. Auch unser -Held-, der an der -Universität von Sydney M-e-i-s-h-ei-t und W-iss-en in die Köpfe seiner Hörer ^^^fa^!^^^e, bekam eine derartige Linladnng. -Lr -n-ähm an' Mmb -versprach sein Srfebeinen zur rechten Zeit. Taft -wer beschreibt das L-rstaun-en der -Be­amten- -im b-vitlsche-n Un-i-ve-rsi-t-äts-Ko-u-gretz-VÜro-, als wälbwb eurer dieser heißen Siutâtage die Gür anfging und imiüce m-no ®e« staulb-t, seinen Me-ife-kv-ffer .in der -Hand, ein ifrc-u-ndli-ch-e-r -alte-r' Herr eiNträt-, der sich als australischer D-eleg-ierter zum Lm-p-ire- U-n-iv-e-rsitäts-Kv-ngre-tz vv-rstell-te-, und um nähere Angaben bät, Woldin er sich zu w-enèen H-äb-e-. Der -ze-rstreule -Herr Pr-ofesfo-v war ein ganzes Sahr zu- früh gekommen. Lr hatte feie weitd Reise von A-ustvail-i-e-n- nach Lo-ndon ums-onst g-ema-ch-t. Während seiner Rückreis-e, die er d-eMn-ä-chst a-n-tve-t-en -wird, fea man -ihn vor einem S-aihre- -n-ichtz in London -geb-rau-chen kann, id-a-rf er iwofei! genügend Zeit finden-, -um es sich seist -ein-zupräg-en-, was feer Knoten in seinem -Tas-ch!en-tü-ch zu b-edeut-en -hat, damit er nun im Cutt 1926 -ri-chlig und- o-rd-n-ungr-gemätz in L-ondo-n- ers-ch-eint-.

Das Konterfei.

Humore-s-ke von Thrift et Broehl-Delhaes.

An der Ateliertür des -weltde rühmten Malers Grübneter M-ox-ft es eines Tages derb. Unmutig über diese Störung, läßt der Meister den Pinsel sinken mit dem er gerade die letzten Striche an seinem großen Gemälde vornohm.

„H-eveinl"

Tie Tür fliegt auf und ein untersetztes Männlein mit tz-rauem Haar -und listig fuNke-lnden Aettgelein, ch Ge-bi-rglertracht tritt -ungeni-e-rt ein.

„Li — grüß Sottl“

„Grütz Sott! Aber wie kommen Sie denn -hierher?" fragt Grübnetter nicht gerade freundlich.

„Wm T’ijo frag’n -kannstl? Bei -der Tür — denk U Ao halt!"

^Gewitzl aber mein Diener soll doch vorher jeden bei mir melden.

„Kanu scho sein," war die lakonische Ant-wort. „5 hab' den Lack-l net gljeib’n.“

„ö-a, was w-oilen Sie denn überh-a-u-p-! bei mir?“

„Au, sei net so fürn-eihm, K-u-nd-erl — i hob' on> Arbeit für Di!"

„Arbeit, wieso?"

„-AH — v-erstehsi's net? Abn-chm-a sollst mi I M-c-in' Tochter heirat' — und da möch-tS a IBM mitn-ehima -in’n Hausstand — vom Vater i"

„Dann geben Sie besser zu einem Photographen, -lieber Mann."

„Ra — na, ’s Konterfe-i-cu is mir -z'-teuer." ■

. Der Maler begann sich zu bel-ustige-n.

„Ah, gema-lt käm« sie billiger davon, meinen Sie?“

„Dös hab' i g-'m-eint. Ss doch ka Arbeit net— so a paar Stricheln Setzt tu’ mir alber a oanyge Srcub und red' net so granbig’ daher. Kannst scho Seppe! sag'-n zu mir; Un nu geb’ Tua — i hob ika Zeit net!"

Ten großen Meister amüsierte di-e Situation immer mehr. Autz-e-rdem Ibadte der Mann einen ^^a^^^^o^'^n -Th-arokterkopf, feer ein Malerauge fesseln konnte.

„Tann setz' dich hast, Seippel. Sch- will eine Skizze von beinern Dickschädel emtw-erfeni."

Kaum sah das Bäuerlein auf einem Stuhl, den -blauen Re­genschirm Wischen die Knie gekiommt, so- ritz es feie Augen auf wor Stauen.

„Men -Host Ibenn do?", fragt feier Seppe-l, halb erschreckt. — Der Maler guckte flüchtig auf.

„Tas ist die Venus! Sine Göttin-."

„Tu Lug-enschi-ppel — aug'fchöml-er, dös is ja a Dirnd'l a blitzsauberes. Zr-eiill — a bisser! arg viel G'wand fehlt. — Li, bei mei ner Seel’, der Zörsta — dös is —ja, is denn dös w'toktt der König?"

„Sa, Seppel."

„Li — du mein — da mutz nachher eb-bes können, wenn so a seiner Herr zu dir kemma is.“

Ter Maler lächelte -und strichelte drauf los. — All-m-Ahlich ward dem Seppel d-as Marien l-angwe-'l'V. Lnjdli-ch! sprang er auf und lugte Grübne-tt-er über die SchÜlte-r.

„G-c-h — so a sch-i-a-ch-er Kerl- bin i do-ch- net!“

„Tu gefällst mir ober", entgegnete -Grübuet-ter und be­trachtete .wohlgefällig den Klotzsch-äde-l fees Seppel. Der nickte bedacht i-g.

„An Navr-vo-lk seid's do-ch -ihr Maler! Wei-l -i sch-iach- bin, deshalb magst mi, Aber mach' weiter. Nimm das H-a-ferl für d' Zarbenklex-eln — i -hob Ka Seit net."

„Sa, mein Lieber, da mußt du schon über eine Woche -wi-e- derkommen. So schnell geht das nicht."

„Dös is aba a -la-ngmei-lige Sach'", meinte -d-as B-äuerl-ein und kratzte sich hinter,die Obren. „Aba dem Mä'l, -d-e-r Z-e-n-z Vtteb — Moler, i komm'!"--

Ueber eine Woche kam feer Seppel -wirklich -u-nd war be« geistert von seinem B-ilde.

„Aba" — bemerkt er mißfällje, „was Host mir denn -d-o für a ganze -San-b-a-gag' auf in Ba-u-ch rauf g’malt? Dös hab i doch not?“

„Sa, siehst du, Seppel, das ist feer Nome des M-a-lers. Ohne den Hat's Bild feinen Wert."

„Ach, Moll fei do-ch. — Ter wär’, hinten auff'-g'schrdeb'n, -auch g-a-n-z gut -anfgch-cb'n."

„Seppel, L-avo-u ver-Oc-hst halt nix.“

„No — i sag' ja schon gornix mehr! Sag’, was keft’s?“ Tas Ledersäck-el pumpert in Seppo's Hand.

Grübnetter blinzelte mit feen Augen.

„Seppel, weil tu’s hist — und âet tu mir so gefällst — nun-, schien wir extra billig: Zünfh-und-ert Mark!"

Dem Bauer wirb’s, als sei der Blitz vor ihm eing-eschl-a-gen.

„H-a — -wannst mi frozze-ln w-illst, auf mein Buck's kannst auMteig'n-. — Tu, mit deine -dreckat-e Witz!"

,,-Hal-t! Wenn- du mich- be-l-e-'-d-igst, zeige -i-ch dich- an!“

Des Bauern Gesicht ward immer -länger.

„Ge-H', sei M-che-it", lallte et kleiinlaut.

Tom Motzen M-eiste-r juckte der Schalk um die Mundwinke-t

„Mein iSelfei will ich!", sagte er barsch-.

Setzt würd'« dem B-auer zu d-um-m.

„Bist -jetzt sta-Ld-?"!, w-etterie er zornrot. „5 hau' dir.auß in feie? Zettgs-ch-'n, bei saudumme!" / *

„Höre, Seppel, wenn -du u-nve-rs-ch-ämt wirft kriegst eine Geldstrafe vom Gericht."

Tas wirkte.

„Dös tust' feinet —I“, -wimmerte Seppel. „So an armen? Keri wie I oaner bin — d-e-n faß’ aus!“

Ta lachte der Maler -hellauf.

„ßbun, in Gott-esnamen, nimm d-as B-ild-, i-ch will birs' schenken."

„i&i — du mein —", sch-l-uch-zte der 5-e-ppe-l vor Zrend-e. „Dös -is ama-l -anistän-dig-. Mvl-er-, i schick dir die Zens mit ebbes für tat Nettheit." H

— Sm Guge hält der 5-e-ppe-l sein Kl-ein-od am H-e-rze-n-. M i-t-unter schiebt er’s stolz ein wenig -vor, datz die- M-i-tre-isenden es auch seihen können-. Sin Herr ruft beg-e'.ste-rt: ,

„M-ens-ch, bas ist ja ein -echter Grüb-ne-tter!"

Der Bauer schmunzelt.

„M-e-nsch, verkaufen. Si-e das B-ild?"

-Wi-cd-er s-chmunzc-l-t feer Seppel-.

„Sch geb' Clhnen d-r-e-lhun!d-e-rt Mark! Auf -der Stell’!“

Da p-l-atz d-e-r Sch-l-a-u-e los:

„Dös ikunnt dir so p-asf-c«! S h-o-b' jo selber fün-fhum-de-rt geiba."--

„Sag' Vatter", meinte die Zenz nach -der Ho-ch-ze-it, „Host net beim Zarbkl-e-x-erl -ebb-es -versprochen?"

„-Li ja — g-'witzl", b-r-ummte der B-a-u-e-r. „S s-ch-i-ck' -i-h-m -a Kalb!"

Am Abs-nd stützt- -e-r oe-r-lege-u ih-erv-or:

,,-Z-e-nz — mo-anst intet — a kl-o-ans Zer-Kel tät ’s aal“

„A Gans is aa -g-'-nug- — für feile Angst, in feite er mi g'jagt bat--.“

Tite: Zenz farbt -im stillen.

Wie aber der Vater -ua-chih-e-r von- einem Huhn -anfängt, da -packt sie1 -sich die Gans unid- trägt! si-e z-u-r Stadt. W-c-n-ir der V-a-- ter sieh's noch einmal überlegte, -ward aus dem Huhn am L-itd-e- noch ein Vogel.