Einzelbild herunterladen
 

Zu Andersens 50. Todestag.

Die Stopfnadel.

Bon Haus Lhristau Andersen.

Ls war -sinm-al -eius Stopfn-adel die dünkte sich so fein, dqß sie sich -einbildete-, Jie Jai -eine Nähnodes.

»W&t -nur hübsch lauf, daß Shr utich ^HfyaJtetl Jagte hie StopfmiaM M dein Fingern, die sie -hsrooruahmenL-aßt mich -nicht faken! Falle ich auf die Lrde, so findet man mich bestimmt nimmermehr wieder, so -fein dm ich."

Das geht noch an," jagten die Finger, -und -damit faßten si-e sie um dem Leib.

«Scht -ich -komme mit Gefolge!" sagte die Stopfnadel -und -?og einm langen Wabern nach sich; aber -es -war kein Knoten an diesem Faden.

Die Unger richteten -die Nadel gerade -gegen den Pantoffel der Köchin. An dem -war das Oberleder entzwei, das sollte

»Das -ist -gemeine Arbeit!" sagte die Stopfnadel.Sch komme nunmehr hierdurch; li-ch breche, i-ch breche!" -Und wirk- ^^ Jie brach.Sagt ich's nicht?" sagte die Stopfn-adel.Sch bin zu .frön!

Nun -taugt sie -gar nichts!" sagten die Finger: aber sie muhten sie doch festha-lten; -die Köchin tröpel-te Lack auf die Naidel -und steckte vom ihr Such damit fest.

So, -nun bin -i-ch -ei-ne B-usennadel!" sagte die Stopfnadel. Sch muAte wohl, daß ich ^u Shven käme! ist -man was so m-ird man was!" Und dalbei l-achte sie sich -hi-n-ei-n; denn man kann n-iema-ls einer Stopfnadel anfehsp, -wenn sie lacht. Da saß sie nlun so stolz, wie in einer Staatskutsche, -und sgh nack'allen Seiten!

Llt-tt Srlaulbnis zu fragen-, sind Sie oon Sold?" fragte si-e die Stecknadel, die ihre Nachbarin war.Sie haben ein herrliches Aeußeve -und ei-nen eigenen Kopf; aber kl-ei-n ist -er nur! Sie müssen sich Wiche geben zu wachs-en, denn nicht eine jede wird -mit Lack -betröpfelt!" Und damit Pichtete Jia; v.« Stopfnadel so stolzen die Höhe, -daß sie -aus dem Luche fiel- unjb gerade im den G-ußstein, dm die Köchin -ausspülte.

Nun gehen wir auf Reisen!" sagte die Stopfnadel.Wenn -i-ch nur nich-t verloren gehe!" Aber sie ging wirklich verloren.

^ch hin zu seih fair diese Welt; sagtge sie als kn -Guß- stein lag. Aber ich weiß «wer -ich bin-, -uitd -das isst -immer -eii-n 'Minies Bergnügen!" Ito -die Stopfnadel -behiplt -ihre 'stolze H-al-kmg -und verlor -ihre gute Laune -nicht.

Und -es fchwanim all-erlei über sie hin: Späne, Strohhalme und Stücke von alten Fsi-tungeu.Seht -imr, -wie sie fegciln!" sagte die Stopfnädel.Die -wissen -nicht, -was unter lihnM steckt! Sch stecke,-ich sitze hier! Sich, da gcht -nun -ein- Span, der denkt an nichts lin -der Welt als an si-ch selbst, an -eiuenSpan-!" Da , ^r-eibt bin Halm, -nein-, wie der sich dreht, mio der sich -wendet!

DeNk doch -nicht -bloß an- -di-ch selbst du Könntest -leicht an -ei-n-en Stein aursnnsn. Da fchwim-int -ein Stück Feitung! Was dari-u steht, ist -längst vergessen, und -doch spreizt sie sich-! Sch sitze gr- , hwhbig und still. Sch weiß, wer -ich bin, -und -da-s bleibe -i-ch- doch!"

Lines Lages -lag -etwas dicht -nebm ihr, -das -Kitzerte so prächtig, und -da- glaubte di-e Stopfn-adel, daß es -ein- Diamant sei! -über es war eine Ilas-chenscherbe, -und -weil es .glänzte so rebetie die Stopfnadel es an -und stellte sich -als Bus-ennadel vor.

Sie sind -wohl -ein Di-amant?"

Sa, so etwas der Art!" Und da -glaubte -et-nes vom -andern-, es wäre -etwas recht -kostbares; -und sie sprachen ida-von, wie doch die WM so hochmütig JekSch bin- bei einer Wam- Jell in der Schachtel goweissu," sagte die Stopfnadel; ,Mnd di-efe W-ams-eil war Köchin-! -an feder Hand- -hatte sie fünf Unger; -et­was, so Lingebi-ldetes -wie diese Finger habe -ich mie gesehen! Ito sie waren doch -nur da, um mich aus der Schachtel zu -neh­men -und wieder -in die Schacht-s! zu!le>gan!"

Waren sie demi vvrn-ehm?" fragte die Flaschsns-chevbe.

_Vornehm?" sa^ts die Stopfnadel;mein -aber hochmütig! Css waren fünf Brüder alles geboreneFinger". -Si-e hielten sich stolz neben -einander, bkgleiich sie von verschiedener Länge waren: der äußerste, -der Däumling, war kurz -und dick, der ging -außen vor -dem Gliede, -hatte -au-ch -nur ein Gelenk -im Rücken und -konnte nur eine Berbeugung mochm; aber er sagte-, -wenn er oom W-ciis-chsn -abgeha-ck-t würde, so tapge diesor -nicht -mehr zum Kriegsdienst. Leckermaül, der zweite -Finger, kam sowohl- in Süßes wie in Saures, zeigte -auf Somme und auf Mond und -gab den Druck, wenn sie schrieben. Langmanns bet dvi'tbe, sah bie andern alle über die Achseln -an. Säldwand- der vierte, -giug M-t râiam goldenen Gürtzes um den- Leib und der -kl-ei'n-e Spi-el° mann- -tat gar -nichts, und da-rauf war erjstol-z. Psaihlersi- war's

und Prahlerei bl-i-eb's, -und darum- ging- -ich -fort!"

-Und -nun sitzen mir Ihi-er -u-nld ,gl-itzern!" sagte die- Flaschen- s cherbe.

-du -demjseiben- Ltugenblick -kam -mehr Wasser -in- den -Guß- 'stem; -es strömte -über feine Grenzen- -ii-nd riß -d-i-s Fl-as-chens-cherbe mit si-ch fort.

So, -nun -wurde sie befördert!" sagte die Stopfnadel.

Sch bleibe sitzen-, -ich ihin zu fein; -aber -das -ist -mein Stolz -und der -ist -achtbar!" '

^nd Jie saß so lstoh da -und -hatte viele gwße lGe-danken.

Sch -ni-ö-chte -fast glaulben, -ich Jei von -einem Sonnenstrahl« -geboren, so -fei-n -bin -i-ch! Kommt es mit -doch -auch- vor, -als ob die -Sonn-en-strahl-en mlich -imm-er -unter -dem Wasser s-uch-ten-. A-ch! sch bin so fein, -daß -meine Wuttor -mich -nich-t lfi-üden kann. Gätt-e 'i-ch -mein -altes Au,g-e, -ivel-ches -abbra-ch-, -ich- glaube -ich- könn-t-e woi» -treu; aber ich-t's -nich-t; -weinen-, das -ist -nichjt -feius"

Li-ii-es Lajgss -lagen -ein paar S-traßen-j-ungon- da- -und müh­ten t-m Ni-n-nstei-n, -wo sie alte Nägel -P-fenmige und solche Sachen fanden. Ls -war schmutzige Arbeit, -aber -es mar -n-un so ihr Bergcki-gen.

A-u! schrie -der -eine, -der -sich -an der -Stopfnadel stach, ,chas ist -mal -ei-n- Kerl!"

Sch -bin kein Kerl, ich bin -ein Fräulbin!" sägte die Stopf­nadel!; aber -daraus hörte -niemand. Der Lack mar akgegangen. und schwarz mar sie -auch geworden; -aber schwarz -macht schla-n^ ker -und da -glaubte sie, sie sei noch feiner -als- -früher.

D-a kommt -sine Liechcha-lp MeM-tl" s-agten die Sunsgen, -u-n-o dann steckten sie die Stopfnadel im -der Liers-chal-e fest.

Weiße Wände -und selbst schwarz," sagte die Stopfnadel, o-as kleidet -gut! Nun^kann -man mich -doch sehen! -Wenn ich nur nicht seekrank -werde, denn dann -muß ich b-veche-n.!"

Abe r Jie -wurde nicht s-eekra-nk -und -brach- -nicht.

Ss -ist -gut -gegen die -S-eskrankhelit, -wenn -man -ei-nsn Stalhi-

magern hat und dann -auch nicht vergißt, dgß mam -ein -b-ißch-e^â j , ist -als -ein Wens-chf Nun -ist -meine Se-e-krankhoit wrüberf '

ö'f -sbine-r man -ist, desto -mehr -kann -man vertragen."

Krach-!" -sagte die Lierschjale: es ging ein Mollwgg>en- Über Jie.

H-imm-sl, wie -ü-as drückt!" sagte die Stopfnä-de-I; ,;n-un -werde -ich doch seekrank! Sch brech«!" Aber sie ibrach -nicht, -ob- gleich -öin N-olsma-gen über Jie -ging! sie lag der Länge fang, -und f so mag sie -liegen- bleiben-.

nse Tieren

___ bringt Gewinn

Inseriert in -er S.R.Z

Rga RutomabilE

99

Siegfried Siern

Operierte

und Geschwächte schöpfen neue Kraft, wenn sie täglich je nach Ver­ordnung des Arztes, 2 bis 3 Faschen von dem extrakt- reichen, appetitanregenden, alkoholarmen

trinken. Angenehm im Gejchmactc, wird es gerne, auch dauernd, genommen.PasHocter-Nährbier ist zu haben in allen durch Sebilber und Plakate kenntlich ge^ machten Apotheken, Lebensmittel- und Zeinkost-Ge- fchäften.Aan verlange ausdrücklich Harker-Nährbier, nicht irgend ein Bier, welches nur mit Zarbmal; schwarz flejarbt ist und auch nicht annähernd den gleichen Vohrwert hat. Alleinige Herstellerin: Actiengesell- schaft Hackerdräu München, 500 Zähre bestehendes Brauhaus.

Zu beziehen durch Georg Nuppel, Zlaschenbier- Handlung, Zulda, im Kessel Nr. 2, Zernruf 22; Sellmann, ^ulda, Kronhofstraße; Gonsum-Verein, Zuldo, Schloßstraße; Zlaschenbierhandlg. Weber, Horas; Generalvertretung für Zulda und Umge­bung: Unionbrauerei Zulda G. m. b. H. Zulda, Zernruf 22.

Gegen Teilzahlung

kaufen Sie gut und ö i H ig H rren-, Burtchen- und Knabenanzüge, Gummimäniel, Mäntel, Pelerinen, Sport- und Berufskleidung bei

onktiienibous Fritz Becker

Marktstrasse 18 FULDA I. Stock Ballhaüs.

Bei kleiner Anzahlung Aushändigung Ware. Bequeme Ratenzahlung. Besichtigung ohne Kaufzwang.

Telefon 638 Fllldd Telefon 638

Alleinverkauf für die Kreise Fulda, Sunfeld, Gersfeld, Schlüchtern.

Rechnungen, Briefbogen u.s.w.

liefert zu billigsten Preisen die Akzidenzdruckerei R. Bamberger, Fulda

Silber und Aipacca beste Qualitäten, schöne Muster empfiehlt AHM,« mbH,Fulda

vorm.: S. Rebentisch

Karlstraße 28 Gcke Kanalstraße Telefon 552. ----------------------

für Sommerfesiiichkeiten

und Jlluminationen, mit Kinderbelustigung usw.

empfehle :

Lampions in verWebensten Farben und Ausführungen, Fähn»en in Papier und Stoff, in ver­schiedenen Farben sortiert, ebenso Stöcke zu Lampions. - Sekorations-Artiket.

$ anal entrollet und Abzeichen, Eintrittskarten, Garderoben-Blorks, Bonsbücher für Keltner, Krepp-Papiere zum Schmücken der Fahrräder, Radfahr-Fächer

Scherz-Artikel

RUDOLF BAMBERGER

Am Gemüsemarkt

Aeltestes und g össtets Spezialgeschäft am Platze

FULDA

Kanalstrasse 44.