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Reichsr-egie-rung habe memalWnsn Zweifel davaa gelassen, - sie die unsäglich schweren seelisch drück-enden Verpflichtung-e-u ber Sntrotofjoiinigs^ -vertragsmäßig ?n -erfüllen bereit war. Aber über -d-en- Versailler Vortrag hinaus -könne m-a-n man nicht gehen und der Versailler Vertrag --rfe auch -n-icht -einseiti-ger Auslegung pent dimer Vertr-agsf-eit-e aus u-nterworfen sein. Die Alliierten mürben mit uns einig sein, daß hisse schwebenen Probleme vorher oder -wenigstens gleichzeitig mit dem Abschluß des grossen Friedensvertragswerkes bereinigt werben müßten.

Dr. Stresemann âmer-te dann an Chamberlains letzte Re­de im Unterhaus, der von einem -Wendepunkt von historischer Vedoutung hinsichtlich der Sicherboi tsfr-age sprach. Beim si­ch erheitsvertr. habe es sich nicht um einen blitzart. Einfall ge- haâlt, sondern diese Frage habe schon seit Fahren zwischen 3 ronk reich und den Alki orten geschwebt. Setzt solle sie Mischen Frankreich und uns zur Lrledieung kommen. Alle Besetzungen alle Gewal-l-maßnahmen hätte Frankreich immer mit dem Ge- sichtspunkt seiner Bedrohung dogründot. Wäre die Frage -früher gelöst -worden, hätten sich Frankreichs Verträge mit Po­len und der Tschech-osl-owâl erübrigt. Gerade für das Rhein-» sand sei der Sich-erheitspakt von größter Bedeutung. . Leb­haftes hört, hört, -ertönt, als der Außenminister eine Rede Poincares am Ende des Sahres 1923 Mert, in der letzterer un-verhüllt die Hoffnung aussprach, die Separatisten möchten Erfolg haben und eine

Loslösung des Rheinländer vom Reiche Eintreten. Deshalb eben sei der Sicherheitspakt so wichtig für das Rheinland und für sein Verbleiben bei Deutschland.

Stresemann -hob ?um Schluß hervor, er glaube nicht, daß der Währungsverfall in Frankreich für DeuEchland Vorteile brin !§!on und daß Frankreichs Großmachtsteliung durch die Berwik- Kelungen in Marokko erschüttert werde. Ls Käme darauf an, daß sich alle Kreise in -Europa für den Wiederaufbau hès ju- sa minengekrochenen Luropas -einsehc-n. Das könne nicht mit der Politik der Sanktionen uerd dem Weiterbestehen des ge­genseitigen Mißtrauens durchgeführt werden. Deutschland habe eine Friedensoffensive in großem Stil begonnen. Der Wunsch der Reichsregierung gehe dahin, sie zu günstigem Erfolge zu führen.

Aach dem Außenminister begründete der Sozialdemokrat Dr. Breitschsid die sozialdemokratische Interpellation. Ls Habe lange gedauert, bis der Reichstag zur Aussprache gekom­men sei. Eine Schädigung der diplomatischen Verhandlungen könne auch durch die nachträglichen Besprechungen erfolgen. Volk und Volksvertreter hättest über die Ansichten der Re­gierung unterrichtet werden müssen. Die Aotwendigks.it der außenpo-itischen Aussprache habe sich besonders durch Aus­legung der deutschen Außenpolitik seitens der maßgebenden Re gierungspartei, besonders des Grafen Westarp, ergeben.

' iS to SMatt.

Von Dr. Franz Lüdtke-Berlin.

Man muh die beschämende Latsache feststelkn, daß nicht das deutsche Volk, wohl aber der Feiudbund die weltpolitische Bedeutung unserer Ostmark erkannt hat. Aus dieser Fest­stellung heraus -ergibt sich leicht das " Verständnis' für die gross Politik sowohl der Gegenwart wie der Zukunft.

-öch möchte auf zwei parallele Vorgänge in d-or mlttelalt-er- lichen und der heutigen deutschen -Geschichte Hinweisen. Die zielbewußte M-i-c-dergewi-nrrung und Kolon-ifi-erung der Ostmark hat' keine schlimmere Gegnerschaft -erfahren als das Unoerständ ms der süddeu-tschen Kaiser', es war ein Unglück -daß beispiels­weise eiue P-ersön-lichKe-it wie Friedrich Barbarossa sich so stark auf dtaken eingestellt hatte, d- er sâen imperi-a istischen Ge- dankengängen zuli-eb-e dm- macht-vollen Oststaat Heinrichs des Löwen zertrümmerte. Friedrich 2. sah Sizilien und Jerusalem, nicht aber das zukunftsreichere Land östlich der Elbe; er über­ließ sein deutsches Reich dem Lhaos der Stammesfehden -und der Kle-iustaater-e-i. Es ist, als ob fcie Menschen süddeutschen Geblütes bie Bedeutung des Ostens nicht fassen -könnten. Den selben Vorgang erlebten wir im Zeitalter der Revolution. Ver schi-cden-e aus West- und Süddeu-tschland kommende politische ; Führer des neuen Deutschland -brachten kein Verständnis für, die ostmä-rki schon Bâng-è mit.

Der Feindbund, zweifellos durch historische Kenntnisse Picht gerade beschwert, besaß unb -besitzt -indessen soviel 2nsti-n-kt, daß er, in dieser Frage von Polen und Tschechen -geleitet, bis brutsche Ostmark zerschlug. De-n-n was war diese Ostmark, was bedeuteten die Räuber vo-n der Sibe bis zur Weichsel? Sie hatt-m M Mittelalter D-e-utsch-lau-d aus cr-drückender Enge be= freit, auf -ihn-en waren die beiden einigen Troßstaaten der deutschen Geschichte erwachsen: Oesterreich und Draudenburg Preußen. Ja, reu hier aus warm Zeitalter Aapoleon-s der -Wille zur Freiheit .: :owb:g gewördau, als das übrige Deu-tsch- land im Rheènia-nd gail-ischek We!tbeherrschung diente.

Dreimal in der Geschichte HM Frankreich dm- Respekt vor uns verlo-re-n: vor tausend wahren, als D-sutschland zwischen Rhein u-n-dLl-be und -in ererbtem Bru-derhaß lebM-Lunfähig -ge­worden war; dann -nach dem westfälischen Frieden als fron- zösischer Läud-erraub,. separatistischer Verrat und Kl-si-nstaatliche Kirchturmspolitik die -Westmark -gefährdeten; -endlich im Ze-it-al ter des Korsen. Dreimal waren ies bis Ostlande -gewesen, bis dem Gssam-trelch aus Erstickung, völkischer Aot und 'nationaler Schmach zur Freiheit, zur Auftrstehu-ng und zum Lebe-n- halfen.

Das w-isssn dio Feinde -besser als unser deutsches Volk; aus bem zähen Willen -eines durch j-ahrhuudertalte Kolou-isation srprobton, kampfgestählten Volkstums war der Freiheitsge- danke -erwacht, der 1813 Rapo-leon stürzte, und war das bis- marck-isch-e D-eulschland begründ-et worden. 2n -einer -eintausend jährigen Geschichte hatte-sich östlich der Elbe ein Volkstum entwickelt, auf dem für -alle Zukunft 6* Sicherheit des Gesamt staates ruhen zu- können schien. Dieses Volkstum, das 1806 Kolberg, Stauben? und die schlesischen F-estuuge-n- wteibigt hatte, aus dem der Reichsschm-i-ed geboren war, und das unter seinen Söhnen Herder und Kant, Kleist und Schenk-eNd-orf Sichanborff, Gustav 3regia: und Adolf Wenzel ja, Hiân« bürg und' L-udeÄ-orft zählt, mußte -g-ekneb-b-elt, zerschlagen und geschändet -werden, wollte der Fei-Ndbu-nd bis Sch-ande von Ver- sa-illes verewiWn. Daher die Zerreißung -der Ostmark, -ihre Pre-isgab-e ar den erbitterten slawischen Feind, di-e AMrsunun-g der vb-erschlssis-chen Snbuftrie und unserer wichtigsten Agrarg-e- biete, die Kettung Millionen -Deutscher, bi«? -hohn-volle Bildung bes Danziger Freistaates und -schließlich die B-egün-sti-gung aller

jener Kräfte in Deutschland, die bem Seifte des Preuß-eutums, dem Geiste der a-ltsu K-oloui-satoren zuwider sind,

Die iWeltgeisch-'ichte soll uicht um hu-nd-ert, -n-ein, um tau­fe nb Sahre zu-rück-gedämmt werden. F-ranzösische-polu-isch- tschechischer Wil-l-e -ist -es, daß -Ostelbie-n auf^eteilt und iWcstel- hien -ei-n neuer Rhelnbu-nd -w-i-r-d. Der tschech. Plan, aus den letz­ten Kri-egsjahren, der dieses Ziel -schwarz auf weiß enthüllt, ist bekannt. Bökaunt sind die -amtlichen- Reden der polnischen -Staatsl-enker, d-i-e zur Befreiung der nochun-erlöste-n" pol­itischen Gebiete aufrufen und in -der polnischen Seele gelten nicht nur Wasuren und -Schlesien, Pommern und di-e Gr-enz- mark, es gilt selbst Berlin, das einstige -ivend-ische Fischerdorf, alsunerlöft".

-Wieder sind wir in -erstickender En-ge, -Ohnmacht und B-ru­derhaß zurückgeworfen. F-ehIt uns das Rüstzeug des M-:li>ta- rismus, so fehlen uns -doch die Waffen -des Geistes nicht. A-ur aus klarster L-rkeuntniis -al-l-er -geschich-tli-ch-en Gegeb-en-heiten ka-n-n ein neuer, zielsicherer Wille -erwachsen.Dreimal in d-or Ge­schichte hat die Ostmark ihre -weltpolitische Bed-eutnug durch die R-et-du-ng Gesamt-Deutschlands bewi-efen, zum vierten Male -wird sie diese B-edeutung zu- -ermeisc-n -haben. Der Geist ber alten Kolonisten ist un-gebr-och-en; der Wille zum nationalen. Le­ben kann nie und nimmer ertötet werden. Das bis MS Feinste und Kleinste aus-gearbeitete, unter fr-anzösisch-er Leitung -stehe-n-d-e poln-isch-e Spio-naMsgstem arbeitet dem fei-ndli-ch-en- 2-inperi-a-lis- mus vor. Die Ostmark ist bedroht; fällt sie ganz so fällt auch Deutschland, Lebt -sie, so wird -auch D-e-u-lsch-land leben -und -ein­mal, wann es auch- fei, den Lag der Fre-ihei-t schauen.

Aus der TagesgeschiKte.

Einigung in der schlesischen Lextilindustrie.

mb. Breslau, 23. Juli. Der Schlichtungs-Kammer der Pro vinz Riederfch-lesi-en unter dem Vorsitz des -Schlichters, Ober- Präsident z. B. Philipp -i-st es -gelun-gsn, d-i-e streitend-en P-artei-M der -schlesischen Lextili-ndustrie zu einer Einigung auf folgender Grundlage zu bringen: Di-e Web löhne für M-e Bezirke Görlitz, Breslau, -La-uban, R-ei-ch-endach und A-eurod-e iverden -auf 44, für die Bezirke Grünberg, Aeu-stadt- (O. Schl.) und Landshut auf 45 Pfennige festges-etzt. Das M-Kommen läuft vom 8. Ju­li bis 29. Aovember. Die Streikenden in den B-ezirken Gör- lit? und 'Seidenberg nehmen die Arbeit sofort -wieder auf. Maß re-gelungen werden nicht sta-ttfindon, d-LSg-fe-i-chen -unterbleibt die Anrechnung ber Streik zeit -als Unterbrechung -der Arbeitszeit. Damit ist die drohende A-usspervu-ng in der schlesischen Textil­industrie -vermi-c-den-. Auch die Eei-lstre-i-ks und -Eeüaussporrun- -gen können -als be-enbet gelten.

Ein deutsches Passagierflugzeug in der Schweiz verunglückt.

wb. Baden sSch-weiz), 23. Juli. Das von dem Piloten Hi-e ronymus -gesteuerte Flugzeug D 701 in dem sich vier Paffa-gi-ere befanden, i-st in -Stuttgart bereits wegen eines Maschi-usndef-skt-s mit Verspätung zum Flug nach Mün-ch-en gestartet. -Während, des Rückfluges wurde es -nach der Schwerz abgetrieben und da | es unterd-essen dunkel geworben war, verlor ber Führer bie Orientierung. Wang-els Licht es konnte er den Kompaß -nicht kontrollieren. Als er in ber Ferne die Lichter von Baden ge- jwolrE'èvmPR'^ stieß -aber dabei unterha-lb bes Ortes Umt-erffggenthal ihs-ft-i-g -auf den Bo- -de-n auf. Durch den Anprall würbe ein Passagier, der -etwa 60 Jahre alte Dr. Dirtbenberg aus B-ao-e-n-B-ad-en so febw-or vor- etzt, daß er sein-en Verletzungen erlegen ist. Zwei andere Pa'' Jagiere erlitten Bei-nb-viiche unb Ko-pfo-c rletzungen, -während der vierte mit dem -Schrecken baoonkam. Der Pilot selbst hat -ei­nige R-ippenbrüch-e -u. Quetschungen im Gesicht davonge-tr-agen Die Verletztcin wurden -noch -in der Nacht nach dem Kra-n-ksn- heus in B-aden -gebracht. Der P-il-o-t konnte am Morgen be­reits Auskunft über den H-e-rga-ng bes Unfalls geben.

Erdstöße in Genf.

wb. Genf, 22. Juli. Gestern -abend machte sich -in Senf ein starker Erdstoß bemerkbar. Jn einem Stadtteil wurden -die Häuser stark erschüttert. Besonderer Schaden ist nicht -ent­standen.

Staliemsche Prestestimmen zur deutschen Note.

wb. Rom, 23. Juli. -Jn einem Artikel zur Sicher hei tsfrage umteojtr eicht dieVoos R-ep-ubdica" d-i-e Au-sführung-c-n der beut jeb-en Note -und sagt, d-er -absurd-en Behauptung Z-ranKreichs von den una-bänberir.-cben Best-nrmungen bes Vers-aill-er Vertra aes habe Stresemann mit Worten -der Vernunft -und -der Wi-rk- Hchkei-t be-ant-wo rt-et.

Schwere Geschützexplosion an Bord.

wb. Paris, 22. Juli. Aus Buenos Aires w-i-r-d -gemeldet, daß -an B-ord bes KreuzersGeneral San Martin", ber Schießübungen v-eranstaltete, eine Ld-Zent-i-meter-Kan-o-ne -e-xplo bier-t ist. Acht Mann der Besatzung wurd-en getötet und 19 schwer verwundet.

Französisches Memorandum an die Verbündeten.

wb. Paris, 22. Juli. Das Journal teilt mit: Der Wil- arbeitor Bri-an-ds im An-ßgMninsstsr-ium, Bert-Hol et, hat zur Festlegung -d-es franzö-sisch-en St-a-ndpun-ktes über bie hc-utfche Ant -wo-rtnote ein M-emora-ndum -an bie V-erbü-itde-t-en vorbereitet.

Jm übrigen belhan-de-st die -heutige M-orgen-prefse d-i-e deutsche Antwortnote in -ausfUhrlich-en Kommentaven-. Nur ber bem Quai bOrJag -nahestehende Petit Parisi-en begnügt sich mit -e-i- me-m -kurzen Hinweis auf di-e Möglichkeit einer Konferenz -als -Er-g-eb-nls der Vorbefprech-ung-en. Durch besond-ere L-ei-dsn- sch-aftlich-kei-t zeichnet sich das övurnal -aus, bas diesmal sogar stärkere Töne als die rechtsstehende Presse anfehläet. Für . die deutsche Note fi-nd-et es bie Ausdrücke-arrogant" und ,g>er -fide" am Platze. Besonders aufgebracht scheint das Blatt über bie -angebliche -Latsache zu sein, -daß jetzt alle M-einungs- verschi-edenhe-it-en zwischen Frankr-ei-ch und Engl-and -au-fg-erollt -wären. D-i-e Fortsetzung der Verha-nd-l-ung-e-ii wird als schwierig bezeichnet. -Wesentlich gemäßigter als ba s Journal sind die ausgesproechn -rechtsstehenden Blätt-e-r. Jm Echo de Paris schreibt P-ertin-ax, ber Unentwegte', die deutsche Note sei eine Kri-egswaffe -g-egen di-e -bestehend-e Ordnung zur Z-erstörung ber französischen! Bündnisse. Man solle den Plan -eines Sicher- -Heitsbündnifs-es fallen la-sfen, -wenn man dies noch -könne. Von- be-n Blättern ber Linken zeigt sich d-i-e Ere Aonv-e'lle -am ju* versichtlichsten.Die deutsche R-ot-e sei -au-sgespro-chen versöhn­lich, sagt si e, unb seit dem W-affenstillstand hätte man kein ahn liebes Dokument empfangen. Eine hoch-gestellte französische

Persönlichkeit Hctbe -gestern erklärt, bie Mr zu Verhandlun-ggn sei -nunmehr geö-ffnet.

Guter Eindruck in London.

wb. London, 22. Juli. Kurz zusa-mmeng-ef-aßt, kann man s«, -gen, alle P-arte-i-e-ii' Englan-ds sind barin -ei-n-ig, daß bie Form ber deutschen Antwortnote sehr glücklich -gewählt sei. Di-e Blätter I heben den vörsöhn-lich-en Lo-n hervor, -der -iv-arm begrüßt wirb. I Dann -gehen di-e M-ei-imngen -allerdi-ngs je nach -dem Standpu-n-kj | der betreffenden Ze-itun-g ausej-iia-nder. Am b-ez-eich-n-endsteii fj^ I vielle-ich-t blie Au-ßeru-ngM der deutschfeindlichen M-ovni-ng Ps^ die -d-i-e Note einim -ganzen -nicht gerade unbefriebigenbes M kumont" nennt. LN-an -gewönne den Eindruck, -als sei DeutstH h.. i-and ehrlich -bestrebt, auf -d-m Sich-erhejitsp-akt -e-inzugehen. ^aai; L- facbe -wäre, daß -d-i-e Deutschen zum -Lint-ri-tt in den Völke-rbu-t bereit seien unb ferner -auch -auf die Schiods-gerichtsv-e-rträM^ mit der Lfchechosloivak-e: und -mli-t Polen -eingdhen -iv-ollenl? Su» ropa könne nun freier -aufatmen. Auch die Domi-ni-o-ns köii-n-te-ii sich -unter -d-i-esen U-nlstä-nd-M einer -G-aran-ti-e des europäischen Friedens anschbie-ß-en. Als Gegenstück zu biefen Ausführung-W sei berDer -gewesene Pakt" -erwähnt, der -in ber deutschen Note einehöfliche Be-erdi-gu-ng" des -längst -versto-rbene-n Sh W ch-erhe-itspaki-es sieht. D-as britische Reich fei ab-er von der -g-ro ße-n Gefahr der Unter?eirhaung -dieses Paktes, der die politische unb die dipl-om-atische Einheit bes Imperiums -hätte spre-ngen , können, befreit.

Einigung im englischen Kabinett über bas Flottenprogramm.

-wb. London, 22. Juli. W-ie Re-üte-r hört, sind die M-ei- -nun-gsverschi-edenhe-ite-n im Käbi-n-ett hinsichltlich bes Flotten» j -Programms beigel-egt. Ls mu-rbe -d-urch das Ling-r-sifen -d-es | Pre-miermin-ist-ers Ba-ldwin -ein Kompromiß erreicht. Danach i soll der Bau von -drei ober vier Kreuzern im D-ezeMb-e-r 1925 unb der Bau von weiteren drei Kreuzern 1926 begonnen wer- - den. Wie es heißt, -erklärte sich ba-s Schatzamt mit diesem Pro - -gra-mm ein-verstanden, in der Boraussetz-u-n-g, daß bie Adnüra- lität eine wesentliche Bermilderun-g der V-erw-altungskojten durchführt.

Aus Stadt M Laud.

Fulda, den 23. Juli 19^5.

Wettervoraussage für Freitag.

Vorwiege-nd heiter, lokale Sewi-tterneigung, -trocken, fchr k warm, östliche Winde. Die Wetterdienststelle Berlin teilte mit, daß die Hitze in den nächsten Lagen -noch fortdauernd -ivsn-n nicht sogar zu-n-ehmen werde. Die aus Rußland komme-nde KJ Welle dehnt sich <imm-er weiter -nach- Südwesten aus; sie hat be- p reits W-pstfra-nkre-ich, -ganz Ställen unb Ungarn bis zur Donau--- | li-nie ergriffen. Auch läßt sich nicht -entfernt -abseh-sn, wie lange in diesen Ländern bas -heiße Wetter a-nhalten -w-i-rd.

8 Famisieunachrichten aus Fulda. Verst-or-b-c-n: Frau EhristiE M e n z e I -ge-bâren-e Kreß (79 Jahre alt).

Lautenvortrag im Ahönklub. Auf den-, Fr-e-it-ag, 24. Juli abends 8 Uhr im Bürg-erver-e-inssa-al-e stattfindend-ey Vor­trags ad-end in Kostümen wird no-ch-ma-ls -aufmeöksa-m -geni-a-cht. Ueber bre. Künstler-.-n berichtet dieReue M-ann-h-ei-me-r Z-eP èg -dn r em 'überfüllten Saat war es toller als beim -drit­ten Wal ... Shre frohe ÄL'â-âè 'Rmi^^^^ .y^ f-^- Zeit, fchiw-emmt-e Lr-üönis, -Stumpfsinn w-e-g^ . * fehltet, w-e-!ch ein P-echl Blumen, Bänder, B-eifallstoben -kam von unten, kam von oben, kam vo-n -neben-, -kam von hinten, wo auch nur ein Mensch zu finden . . . A-uf bem Heimweg nach zwo Stunde-n, b-ab ich meinen Trost gefunden unb der soll zum Schlüsse stehen: Es gibt ein Wi-e-le-le-d-er-sehM . . ." Die Eintrittspreise sind -mäßig. Für M-it-gli-eb-er von 1 bis 1,50 Mk, für 'N-ichtmitglied-er L50 bis 2 Mark.

Aheinlandfeier. Der Musikverein B-i-o-n-eck mit paffiocß Mitglieder And Angehörigen unternahm am 2-8. und 29. Jim bs.Ss. -eone Rheinreise, um -ihre Anteilnahme -an ber- _ t-a-use-ndfeier zu beweisen. Die Käst-e-ll-er Turn-gesellschaft ihske H es unternommen, d-i-e -F-u-ld-a-e-r Gäste zu -empfangen-, unentgeiUih unteryubringen und den Lag -in Wainz-'-Kastell so -an-gswehm -â möglich zu -gestalten. Tr-otzd-e-m -die B-esatz-ungsb-ch-ör-de j-e-gli-cher ) Unt-ern-chmen i-m F-r-ei-cn verboten hatte, -entw-ickel-ten sich die Vera-nstaltu-n-g-ön im Gesellenh-ause und im ber Turnhalle zu Fest- jl -lich-k-e-ite-n in echt beutfehem G-eiste. D-i-e Fuldaer Kapelle «»A wapb sich vollste Anerkennung. Di-e kritischen B-ootzach-tmi^ ^ der Fremdli-nge ließen b-arauf -schließen, daß M-anED^n gutdisziplini-e-rten Bi-onecksch-en Thor eine oerkapp-t-e «it> W -Kapelle vermutete. Die Rhei-nfahrt ver-lie-f ohn-e M-ißto-n^-G« Rheiubewvhn-er haben das Empfinden, als ob die Deutschen im -unbesetzten -G-ebiet (an all dem Geschehen, B-ed-vürkuu-gen usw: t-c-ilnähmlos vo-vüb-e-r-gingen. Dieser G-e-d-an-ke darf nicht anh Kommen. Da nun «nicht jeder Deutsche zur Sahr taufembfeier -an ben Rhe-in fahren kann wer es kann sollte es aber tun so beabsichtigt die hiesige -Ortsgruppe ber Vereinigung .ehe-mali­ger 47er in allernächster Zeit eine schlichte aber -würdige Rhoin-- l-andf-eier zu v-eran!stalte-n. Jur Aufführung kommt das Büh- n-enfestspi-el vom Vater Rhein. Die F-ahrtwus-en-dfei-e-r ist als -ein P Treu-gelöbnis ber Rhoinläuber zum deutschen Re-ich-e -aufzufas- fen -un-d deshalb darf man wohl ann-ehmen, daß bie tr-eud-euts-ch B-Urg-erschaft der Stadt Fuld-a der V-e-ra-nstal-tu-ng, trotz der w -len so-nsti-ge-n F-Mlichkeiteu, -ihre Unterstützung -nicht -versagen -wi-rd, um den Rhein-länd-e-r-n bem G-c-g-onb-ew-eis ihres Lr-e-uge-l-öö Ä mifses M erbringen, denn: Treue um Treue! Rufe-n wir ^ laut, so laut, daß -es auch bie Fr-an-zos-en hören, was wf^eW Relief des Ri-ede-rwal-ddenkmals sinnbil-dlich -da-rgbstsür ME -i M dem der alte Kaiser Wi-l-he-lm 1. die rechte Hand a-uf-M-iinkE L Brust legt:Du- Rhe-in bl-e-ihst d-e-utsrh- wi-e mein Herz!"

Die Protestversammlung des Gastwirtevereins Fulda uub Umgebung, die heute, D-oun-erst-o-g ua-ch-m-i-ttag um 4 Uhr i-m Bürgerve-rein sta-ttfand, -eröffnete der V-orsitzsn-de des G-ast- l. wirtevereins Herr H o r n n n -g. Er begrüßte bem Vertreter bes L-audrats, beut Vorfitze-nden des Hand-we-rksamts und die -den Saal bis auf den -letzten Platz füllenden Snt-e-r-eff-e-n-te-n. 6o^ bann ergriff Herr Döh l-e das Wort und sch-i-ld-c-rte, im # W trage der Veöbandsleilung, in interessante-n Ausführung-e-n bi^ Racht-sile, bie -durch bas Treiben der Abstiuenz-ler -und di-e -ge^ W plante Einfüh-rung- des Gsme-in-d-e-BLstimmungsre-chte-s lernt" stehen. Oum Schluß wurde folgende Resoluti-on g-efa-ßt:

«D-i-e -u-n-terzeich-nete-n Ve-re-i-u-e, Fun-uug-en-, Angeftellt-sn und das -gesamte Gähruug-sg-eiv-e-r-b-e -oo-n F-u-lda- erheb-en ein-'' mutig Protest gegen die abermalige- Einbringung bes Am trags über -das G-emeinde-bestimmunMrecht. W-j-r bis ton dem Antrag -Stratmann di-e Zustimung zu versagen.Durch bas