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Dabei ist jedoch bcr Gedanke, den Pol durch die Luft ;u bezwingen, keineswegs neu, sondern auch hier gilt die Weis­heit Ben Akibas:Alles schon dagewesen!", wenn auch die Ausführung bisher noch nicht gelungen ist. Schon im Sahre 1870 hatte Silbermann, Ehe mi Ker an der Pariser Sorbonne, eine Studie über die Möglichkeit, den Nordpol im Luftballon ?u erreichen, veröffentlicht, und 1874 folgte ihm mit einer zwei­ten Abhandlung der Aeronaut Si-vel. Ende 1879 trat dann der -amerikanische Kommandeur Ehegne mit einem in allen Einzelheiten ausgearbeiteten Plane hervor, dessen Hauptzüge folgende waren: Ehegne wollte zunächst mit einem Schiffe To weit nach Norden vordringen, als das Lis es gestattete. Dann sollten drei Ballons durch in Stahlzglindern mitgeführtes Gas gefüllt werden und die Mitglieder der Expedition nach dem Nordpol tragen, da nach Ehegne in den arktischen Regionen die Luftströmungen vorwiegens gegen die Pole gerichtet sind. Feder seiner Ballons sollte im Stande sein, außer dem Ge­wicht seiner Gefährten noch 1000 Kilogramm zu tragen, ferner die drei gefüllten Ballons durch hölzerne Stangen von 20 Mtr. Länge verbunden werden. Auf diese Art entstände ein Drei- rck, das mit einem Ballon an jeder Ecke eine Gesamthebekraft von 5000 Kilogramm besäße, um Boote, Lebensmittel, Öelte, Ballast und Instrumente fortznschaffen. Um diesem Ballon- sgstem eine sich gleichbleibende Höhe über dem Eise zu sichern, sollten Drahtseile benutzt werden, und bei Windstille die Mann schäften den ganzen Apparat an zwei Schlepptauen in Schlitten verwandeln. Ehegne veranschlagte die Kosten, wenn ihm die englische Admiralität unentgeltlich einen Dampfer zur Ver- fügung stellte, auf 30.000 Pfund Sterling, die durch öffentliche Sammlungen aufgebracht werden sollten. Es bildeten sich auch in England wie in Nordamerika Vereine zu diesem Zwecke, trotzdem aber ist Ehegne's Plan unausgeführt geblieben wahrscheinlich, weil man ihn schließlich doch allzukühn fand.

Später schlug dann Kapitän Tgson, ein Mitglied der Po- larisexpeditioN, vor, jedem Ballon ein Boot aus Häuten von 25 englischen Fuß und 4% Fuß Breite mitzugeben, dessen Ge­rippe aus Fischbein und dessen Deck aus Seehundsfelle bestünde. Es müßte im Ganzen nur etwa 150 Kilogramm wiegen und acht Personen, Lebensmittel, auf sechs bis acht Monate und die erforderlichen Instrumente tragen können. Unbedingt erfor­derlich aber fei es, mehrere solcher Ballonfahrten in gröherer Entfernung von einander zu unternehmen, und zwar gleichzei­tig im Anfang des Mai-monats. Nach Tgsons Plane sollte England von Spitzbergen, Deutschland von Franz Sosefs-Land, Ruhland von den Neusibi rischen Snseln und endlich die Ver­einigten Staaten von Kap Union gleichzeitig Jo ausgerüstete Ballons aufsteigen lassen; er versicherte, daß die von den ersten beiden Punkten ausgehenden Ballons bei günstigem Winde bin nen 24 Stunden am Pole Jein könnten, wohingegen eine Er­reichung des Polens zu Schiff und Schlitten, wie man es seit­her versucht habe, für immer unmöglich bleiben werde.

Hu der gleichen Ueberzeugung sind später auch zwei junge Franzosen gelangt: der Luftschiffer Besancon und der Astronom

Gustav Herchite. Auch sie wollen die polaren Luftströmungen benutzen, um den Pol mittels eines Luftballons zu erreichen. Der Plan wurde bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet und die Geldmittel waren bereit. Die Ge samtkosten waren auf 560 000 Franks veranschlagt. Diese Summe hatte Hermite zum Gei! aus eigenen Mitteln aufgebracht, während der Rest durch ei­nige für das Unternehmen sich interessierende englische Kapita­listen beigesteuert worden ist. Gleich Ehegne und Tgson ge­dachten auch Besancon und Hermite zunächst zu Schiff Jo weit als möglich nach Norden vorzudringon, dann den mitgeführten Ballon zu füllen und mit ihm bei günstigem Winde bis zum Nordpol zu fahren. Der Nordpolfahrerballon war in sehr bedeutenden Massen gedacht. Er sollte nämlich bei vollkom­mener Kugelgestalt einen Fnhalt von 15.000 Kubikmeter fassen, 30 Meter Durchmesser und nach seiner Füllung mit reinem Wasterstoffgas eine Tragkraft von 16500 Kilogramm besitzen. Außerdem sollte der Ballon vier sogenannte Pilotballons von je 50 Kubikmeter Snhalt mit führen, die in der Polarregion zur Erkundung der herrschenden Luftströmungen aufsteigen I sollten, und endlich 16 kleine Ballons zur Ergänzung des Safes im Hauptballon. An dem vom Netzwerke des Ballons ge­tragenen Ballonringe sollte zunächst mit Gauen eine runde, vorzugsweise zur Vornahme von Beobachtungen und photo­graphischen Aufnahmen dienende Salle nie befestigt, und erst unter dieser die eigentliche Gondel, die eine Art Hütte von 5 Meter Länge und 3,50 Meter Breite darstellten sollte, ange­bracht werden. Diese Gondel sollte so eingerichtet werden, dah Jie .auf dem Wasser schwimmen und auch durch mitgeführte Kufen in einen Schlitten ungestaltet werden könnte. Sie sollte auher den beiden Forschern und ihren drei Gehilfen noch acht Hunde zum Ziehen eines mitgeführten Schlittens, ferner ein außen befestigtes Boot Lebensmittel für einen Monat eine -entsprechende Menge Wasser aufnehmen. Nach dem ursprüng­lichen Plane gedachten die beiden kühnen Forscher alle Vor­arbeiten bis zum Mai 1892 zu beenden, um dann Ende dieses Monats mit zwei Dampfern ab zu fahren und im Suli auf Spitz­bergen einzutreffen. Dort sollte dann der mitgenommene Bal­lon gefülkt und bei Südwind alsbald die Fahrt nach dem Pole an getreten werden, den sie in vier Tagèn zu erreichen hofften. Nachdem -dann die erforderlichen Aufnahmen und Beobach­tungen gemacht waren, sollte die Ballonfahrt in der Richtung nach Nordamerika oder nach der Nordküste von Asien fortge­setzt werden. Die Gesamtdauer der Expedition, die Rückfahrt mit inbegriffen, war auf sechs Monate veranschlagt. DerPlan wurde zunächst von der französischen Presse sehr günstig aus­genommen und mit allgemeinem Veifalle begrüßt, indessen er­hoben sich bald auch sehr kritische Stimmen. Angesichts dieser Einwände entschlossen sich Hermite und' Besancon, zunächst nach Spitzbergen zu gehen, um dort Erfahrungen zu sammeln und namentlich erst über die dortigen Luftströmungen durch (kleine,, aufgeblasene Ballons Gewißheit zu erlangen. Schließlich aber kam auch dieser Plan -nicht zur Ausführung.

Später -erwog auch bereits Dr. Frithjof Nansen nach i | -nen ersten kühnen Dur-chquerung-en von Grönland, die me von Ballons für seine 'Aordpolfahrten.

-Unzweifelhaft waren es schon damals kühne Sebanken, ^ Nordpol mittels einer Fahrt im Freiballon zu -erreichen. gemein bekannt ist bie Godesfahrt des Schweden Andree, W als -erster den tollkühnen Versuch- im Ballon -wagte und d,/ schollen blieb. Sinmer-Hin aber sind alle diese Forscher Vorläufer der Polarflieger- unb Polarl-uftfahrer zu betret ten und haben sich zweifellos um die Verwirklichü-ng der PH die- aller Voraussicht nach erst mit unseren neuzeitlichen W Nischen Mitteln möglich -ist, anerkenn-enswerte Vorarbeiten M leistet. I

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irgendwo an der Ostsee, zweite Suliwoche 1925.

Man glaubt gewöhnlich -daß die großen geistigen Errungen­schaften der Menschheit älter sind, als. sie in der Tat zu sein sich rühmen können. Was man Jo selbst noch erlebt hat: das elektrische Licht, die Einführung des Autos, vor fünfundzwanzig Sahren d?n ersten Aufstieg Heppelins, der zehn Sahre vorher noch verlacht und ohne jede finanzielle -Unterstützung gelassen wurde, das haftet noch Jo -leidlich genau aufs Sahr festgelegt in dem Gedächtnis der älteren lebenden Generationen. Aber -daß die erste Dampfmaschine erst 1770 durch Sames Watt gebaut wurde; daß 1781 im Todesjahre Lessings das erste Richen-Geleskop den Himmel bedrohte und Herschel damit den Uranus endeckte; daß 1788 der Blanc zum ersten Mal bestiegen wurde, 1803 die erste Schnellpresse in Eis leben in Betrieb gesetzt wurde im selben Sahre ersetzte auch die erste Stahlfeder den Gänsekiel; daß die Gasbeleuchtung 1810, als Winzers Patent, Europa erhellte, die erste Nähma­schine erst 1814 beim Schneider Madersberger in Wien stand das hat man vergessen. Manche brauchbare und in der lebten Heil zu Ehren gekommene Philosophie aber ist wieder­um viel, viel älter als man so obenhin einschätzt. Mein be­rühmter Namensvetter und PateDiogenes aus Sinope; der Jo berühmt war und blieb, daß sie noch heute wissen wollen, was er einmal zu Plato und Alexander dem Großen, seinen Heitge- nossen, wörtlich gesagt hat, und daß sie sogar seine Briefe ge­fälscht haben - Diogenes hat bereits vor zweitausendzweihun- bert Fahren eine Weisheit gefunden, die schließlich in gewissen Situationen der Menschen und Völker wichtiger und nützlicher ist, als das Niesen-Leleskop, das Uranusse sucht, oder als die Nähmaschine, die heute bei allen fleißigen Nachfolgern des gu­ten Meisters Madersberger klappert. Diogenes von Sinope, bas ihm seinen Ruhm weit über den Pontus hinaus verdankt, hat gelehrt: daß die höchste Bedürfnislosigkeit eine göttliche Sache ist. Ein Neuerer im orientalischen Gewände hats so ausgesprochen:Mir gelten Ehren gleich tauben Nüssen Sch suche nicht Geld noch Menschengeist; -denn nichts verlan­gen und nichts vermissen- Das ist die Summe der Lebens­kunst!" Wenn Diogenes aus Sinope nicht seit länger als-zwei­tausend Sahren in Eorinth begraben läge, und wenn er heute norb durch Europa wandelte, geigte er jetzt nicht feixend vor 'Begeisterung auf Lhina und spräche er nicht also:Seid Shr jetzt nicht fein heraus, Shr deutschen Menschenb-rüdert? Eure Heinde haben Euch dort Luch allein und den Österreichern die Privilegien genommen. Und nun? Nun schaut doch hin was aus ihren Privilegien werden will!" Recht hätte er zu feixen und so zu reden, der gute Diogenes!

Um Deutschland überall zu schaden, Schenkt' man zu Ghinas Lhr' und Glück

Bon der Entente hohen Gnaden

DiePrivilegien" zurück.

Das heißt die deutschen nur, versteht sich,

Die eignen? Keiner ist so dumm. . .

Allein, na ja, die Erde dreht sich,

Und manches kommt Halt anders rum.

Wenn so sich Europäer beißen, Dann" denkt des Ostens gelber Sohn Wie wär's, sie alle raus zuschmeißenl?

Gebt ihr, das habt ibn nun davoch

Als wir im Blut des 'Weltkriegs staken,

Und schartig ward des Deutschen Schwert, Da habt -ihr höhnisch die Kloaken Aus Süd -urtb Ost auf uns geleert.

Hum Staunen den neutralen Gaffern

Sn aller Welt das rächt sich jetzt Habt ibr die Gurkas und die Kaffern, Bewehrt, uns auf den Hals gehetzt.

Setzt brodelt's in -den Kolonien, Bedenklich wackelt euer Ghron; Alsfeig und falsch" seid ihr verschrieen .. . ..

Seht ihr, das habt ihr nun davon-;

Und da ihr siegreich seid geblieben,

Dank Wilson und der Uebermacht, Habt ihr in denVertrag" geschrieben: Wir wären stetsauf Krieg bedacht". So ließt ihr's siegeln und verbriefen Doch nimmt das Schicksal seinen Laus, Und hellend blitzt aus den Archliven Das grelle Licht der Wahrheit auf. Und mählich merkts auch ein verträumter Und biedrer Pazifiste schon: Daß ihr verlogene Verleumder . . Seht -ihr, das habt ihr nun davon!

Mit derAbrüstungskonferenz" aber, die jetzt, auf Anreg­ung der amerikanischen -Gesandten, in Washington oder Peking stattfinden soll, fängt die große Blamage an. Denn freiwillig und aus gutem reinem Herzen verzichten die ^Herrschaften wahr lich nicht auf ihre stolzen Privilegien im Osten, die sie uns erst mit strafender Geste genommen haben. Voraussetzung-, dieses Gna-deng-esch-en-kes der Konferenz soll sein, daß in Ehina eine zentrale Gewalt vorhanden ist, der die Fähigkeit eignet, ihre Autorität zur Geltung zu bringen. 2ch fürchte, da werden sie lange warten können. Ehina ist beträchtlich größer, als Lippe- Detmold. Und bis sich alle die HerrenMarschälle" da drüben über die Verteilung der -Macht, die Abdankungen und die Hin­richtungen geeignigt haben, fließt viel schmutziges Wasser den Ho-ang-ho hinunter. Und -die längsten Höpfe, die man dort zum H-eichen eiligsten Kulturlfortschrittes jüngst erst a-bgeschnit- ten können ruhig wieder wachsen. Und ganz Jo unblutig, wie in Hellas, wird diese Revolution auch nicht bleiben. Denn in Griechenland ist das eine Auseinandersetzung unter Blutsver­wandten, die sich verzankt haben. Und- dann: man hat Uebung in der Schürung und Führung vo-n Revolutionen im Balkan.

Sn Ehina aber geht's gegen die Fremden. Und die paar -Ho­telbesitzer, die bas betrauern mögen, machen einen bescheidenen Prozentsatz aus im Vergleich mit der Masse der Kulis und Sn- tellektuellen, die den Engländer fast so innig hassen, -wie den Japaner. Nebenbei bemerkt: es ist immer von chinesischenHa fenarbeitern die Rede (in merkwürdiger Verbindung mit Studenten"), von denen der Streik und -durch den Streik die Revolutionen ausgebe. Sie verdienen zu wenig. Hm, sollte nicht ein wenig auch die große, blöde Mode -Europas, der Bu­bikopf, daran Schuld sein? Denn alle Haarnetze, die in der ganzen Welt getragen wurden, als die Frauen noch Wert auf ihren natürlichsten Schmuck und nicht auf eine törichte Ver- -männlichung legten, oder doch faßt alle Haarnetze für -die blon­den Locken -der Deutschen und für die schwarze Fülle der Ita­lienerinnen wurden in Ehina hergestellt. Hunderttausend-e von Ehinefen haben mit dem Knüpfen dieser Netze ihren Lebensun­terhalt erworben. Freilich einen kargen Lohn! Das kann man

sich sechst ausrechnen, wenn man -bedenkt, daß heute selbst in- -d» J teuren Badeorten ein Haarnetz in einer beliebigen Farbe kaum n mehr ach zwanzig Pfennige kostet. Vo-m Verfert-i-g-er in Ehm d bis zum Verkäufer in Europa ist aber solch Netz schon durch * J| Milde von zwei bis drei »

-der verdient daran. So kann man sich vorstellen; wasch t arme Geufel in der Mandschurei, der es mit -müden, schmerze ^, n ben Augen geknüpft hat, -d-aMr bekam. (So halte ich es M h für unmöglich, daß an der ganzen ch-inesischen -R-evvluti-on -" neben dem herrischen Auftreten vieler,, auf ihre Privil-MD stolzer Europäer derBubikopf" die Hauptschuld trägt i Und sollte es gelingen, der Revolution im Osten Herr zu weiDl -den und mit unnachsichtigen Strafen auf -die man sich Ä " nur in Sofia, sondern auch' im Fernen Osten, und dort not

viel besser, -versteht die Schuldigen zu belegen, Jo bleibt <w Ende nichts übrig als den Bubikopfabzuschlagen. MM Bubikopf, der die Schuld baran trägt, daß Hunderttaus-enW, von Ehmeseu auf gekauftem europäischen Frauenhaar sitzW $ und nichts damit anfangem -können, weil Europa keine ge-knüch S ten Haarnetze mehr bracht, keine Stirnnetze u. keine Hau-beiiH netze. Freilich, hier an der See, von der die Gauen tzienstraf j weit erntfernt ist und der liebe Kurfürstenda-m-m -hier sich j man schon frohbeglückte schlichte Bestrebungen,, die Haare - - d-er roaebjen zu lassen und die -schücht-ern-en Haarknöt-rheii ^wie-^ $ der aufzustecken. Ach, an der See sieht maa r überba

Liebes und Schönes, w-enn nur Oie Sonne ein bißchen MMs' - ; scheinen will! Und so viel Frohsinn- und Harmlosigkeit und so­gar ab -und zu gut gewach's-en-e Menschen, von den Narrheit« der Mode -nicht verschandelt. Aber bas Schönste und Herrlich­ste bleibt die Natur. Wer hier abends die Svmm-ersonne M Meer sinken sicht und ben unendlichen Frieden auf sich wirte , läßt, ben Himmel und See, Wälder und Dünen, wie von EMs keit zu Ewigkeit hegen und hüten, der vergißt, d-er glaubt O nicht, daß irgendwo weit da draußen die Menschen sich mit A" fern nach der Kehle fahren- und um ein bißchen Land, B^ -Gold oder Macht -miteinander ben unerbittlichen Kampf futb^i

Die Wolken, noch vom Glanz der Sonne trunken, t

Steh'n golden still auf ihrer Manderschaf-t; - > Das Meer erglüht, wo sie hin ab gesunken, i -Und an die Dünen- prallt der Welle Kraft. e

Die Ufer ruhen von bes Gag's Getösen; M Schon blinkt es fern von eines Leuchtturms Knauf, Und still bes Tages Kön'gin abzul-ö-sen, I Fährt blaß des Mondes Silberkahn herauf.

C

Der Wogenve-ige-n führt sein m-ann-iBa-ltes, f

Glitzerndes iS-piel. Die Luft geht li-n-d und -lau. Die du-nkle-n Wipfel bes Gespensterwaldes, W

Vom Sturm verbogen, starren tief im Blau.

Z

Wie fern liegt alles, was mein Haß gemieden; c Wie nah ist alles, was mir Liebes lebt ?

Mein müdes Herz schmiegt sich in diesen Frieden, d Wi-e jene Möwe in ben Abend schwebt. ü d

-Und w-and-r' ich ibeim zu meines Gartens Rosen, Ji Sm Schlummer meine K'm-der -noch zu Jebn, S Wird an -dem Himmel hoch, bem wolkenlosen, <r Ein Stern, so rein und schön wie keiner steh'nl b

Diogenes-