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Dementi.

Dersiahchâ, Bund der ^rontfotixtfen, bittet uns um Aufnahme aachftehellber Aaftcläruog: Am 20. und 21. löirni fand in Breslau eine Tagung des Reichsbanners Sdyroart -Rot-Gwld statt. ön den darauffolgeude« Tagen ging durch eiueu großen Teil der Linkspresse die Nachricht, im Umzuge fei besonders eine Gruppe Hervörgetretea, die das ötahthelwabzcicheu trug. Mau fachte durch diese Art der Berichterstattuug die Meinung zu erwecken, es handele sich am abgefallene Stahlhetmleste, die zum Rerchsbanuer ödergetvoteu feie». Den führende« Blättern der Vinken muffen die Verhältnisse in chrer 5chuhtrappe unbc- dingt bekannt sein, somit liegt hier eine bewußte grobe Täusch- »ug der OeffeatUchkeit vor. Denn es handett sich hier nicht um ehemalige Mitglieder desStahlhelms", foadern um Angehöri­ge einer republikanifchen Organisation, die vor Jahresfrist in Liegnitz unter der Bezeichnungneuer S1<chchetm" gegründet wurde; diese Auffchrift trägt auch ihr Ab-cichen. Später ist die OrgarHatiou im Reichsbanner auf gegangen, in dessen Schatten sie ein b^chautiches Louderdafeiu fristet

Die Bemühungen nm ein Zollkononpronriß.

(Sigener Informationsdienst).

Berlin, 10. Suii. (Drähtmeldung). Wie wir hören, haben sich die Aussichten auf eine sofortige Verabschiedung der 0oll- vorlagen plötzlich ernsthaft verschlechtert. Da der Reichstag auf keinen Soll länger als bis Anfang August zusammen bleiben will, wird sich die Regierung allmählich gezwungen sehen, auch mit den außerhalb des Kabinetts Luther stehenden Parteien zu verhandeln, um die Verabschiedung der Zotlvoriagen zu sichern. Nicht einmal die Regierungsparteien konnten sich vollständig einig werden, zumal das Zentrum darauf besteht, daß alle Ver­treter aller Bevölkerungskreise gehört werden, ehe die Zoll- vorlage in Kraft treten soll. Die Öentrumsfraktion hat ihrer­seits einen Ausschuß gebildet, dem au$ die Gewerkschaftskreise angehören und dessen Aufgabe es ist, die Haltung der Zen­trum sfraktion zu bestimmen. Reichskanzler Dr. Luther ver­sucht jetzt, sowohl auf die Rechtsparteien als auch auf die Demokraten einzuwirken, um ein Kompromiß vorzubereiten, das dann im Zrichherbst zur Verabschiedung gelangen könnte. Wenn diese Aktion des Kanzlers zum Erfolg führt, würde die Regierung darauf verzichten müssen, die Zollvoriags schon vor den Reichstagsferien unter Dach und Fach zu bringen.

Ausdehnung des Einfuhrverbots für polnische Waren.

wb. Berlin, 9. öuli. Durch eine Verordnung des Reichs- wirtschastsministers wird das Einfuhrverbot für polnische Wa­ren (Verordnung vom 1. öuli 1925) mit Wirkung vom 13. öu- ü 1925 auf Mineralöle und deren Rinkstände Nr. 239 a bis h des statistischen Warenverzeichnisses ausgedehnt.

Tine Niederlage des Herrn Löbe.

Nicht immer ist 'die Politik der vollendeten Tatsachen er­folgreich; das hat Herr Löbe jetzt am eigenen Leibe erfahren müssen. Sein eifriges Bemühen um dieVerschönerung" des Deutschen Reichstages durch Aufstellung der Ebert-Büste an 6tdie der Bildwerke Bismarcks und Moltkes ist unbegreifti- cherweise vom Ausschmückungsausschuß des Reichstages nicht anerkannt worden. Vielmehr ist dich« reaktionäre Körperschaft der Meinung, daß die Ebert-Büste künstlerisch minderwertig sei, und der Sachverständige Prof. Lederer stimmt mit diesem Urteil durchaus überein. Herr Löbe, der sich als PrcWent des Druschen Reichstages zu dieser in jeder Hinsicht geschmack­tosen Maßnahme befugt hielt, muh also mit betrübter Miene Moltke und Bismarck wieder auf ihre altangestammten Plätze setzen lassen; die neu in Auftrag gegebene «Ebert-Büste soll an einer anderen Stelle untergebracht werden. Außerdem hat der Ausschuß anderen nicht mit Unrecht befürchteten parteipoli- tsschen Vorstößen des Herrn Reichstagspräsidenten einen Rie gel vorgeschoben, indem er beschloß, daß das Standbild Kaiser Wilhelms 1. unbedingt auch weiterhin auf seinem Platze in der Wandelhalle verbleiben soll. Dieser Beschluß des Ausschusses wird wohl allseitig begrüßt -werden, denn es wird wohl auch bei objektivster Beurteilung niemand behaupten wollen, daß die Verdienste Eberts um Deutschland größer gewesen seien, als die des alten Kaisers und seiner Paladine, deren Büsten man in einem dunklen Winkel des Reichstages abstellen wollte. Die Zurückweisung dieses Attentats bedeutet immerhin einen Fort- schritt gegenüber der Mentalität von 1922, als man das Stand bild des alten Kaisers durch einen Gedenkstein für Erzberger und Rathenau ersetzen wollte. 5olche Demonstrationen sind heute glücklicherweise unmöglich, auch wenn der Reichstags- präsident sich aus eigener Machtvollkommenheit zu solcher Bit derstürmerei berechtigt glaubt.

Scheidemann wieder hergestellt.

Der Abgeordnete Scheidemann 'ist nach mehrmonatigem Aufenthalt im Süden zurückgekehrt und hat seine Tätigkeit im Reichstage wieder ausgenommen. Scheidemann war bekanntlich ernstlich erkrankt, so daß er nicht als Zeuge im Magdeburger Prozeß vernommen werden konnte.

Krttik amSali Höfle".

ön der gestrigen Sitzung des Höfle-Untersuchungsausschusses des Preußischen Landtages begannen die Plädoyers der Par­teien. Als Erster nahm Abg. Heilmann lSoz.) das Wort, um die Art der Vereidigung vor dem Untersuchungsausschuß zu bemängeln. Der Redner wandte sich dann der Verhaftung Dr. Höfles zu und behauptete, man habe Höfle nach Moabit gelockt, um ihn ohne weiteres zu verhaften. Die Verhaftung selbst sei nicht gerechtfertigt gewesen; dringender Verdacht der Untreue und der Schädigung der Postverwaltung habe nicht vorgelegen, auchkönne von einer Sludyt oder Kollisionsgefahr keine Rede sein. Mit der Ueber fübrurig «Höfles in das Untersuchungs­gefängnis bezw. -lazarett habe dann die Zevmürbungstaktik begonnen. Abg. Heilmann wandte sich dann sehr scharf gegen Dr. Thiele, von dem er behauptete, er habe offenbar die Un­wahrheit gesagt. Die Staatsanwaltschaft habe.im übrigen di« Gutachten herbeigeführt, die auf Selbstmord Dr. Hifte» hin­ausgingen. Durch Dr. Thiele sei die Methode der Unordnung in das Lazarett ringe führt worden. Ueber den Krankheits­verlauf teilte Abg. Hellmann die Ansicht des Sachverständigen Prof. Lewin. Völlig unbegründet fei die Behauptung, Höfle habe sich zum Zwecke der Selbsttötung ein Depot auf gesammelt. Die eigentlichen Treiber seien die Staatsanwälte gewesen, die das Wild dem Tode in die Hand getrieben hätten. Die Metho­de der Tortur und der Inquisition, wie sie bei Dr. Höfte ange­wandt worden sei, hatte mit einem republikanischen Staate richt» zu tun.

Ommer noch Mißhandlungen in der Pfalz.

mb. Miinch-N», 9. öuli. Om Beantwortung einer parla­mentarischen Anfrage erklärte der Ministerpräsident Dr. Held daß der Regierungspräsident beim Provinzia-ldelegierten in Speyer wegen der Mißhandlung von Ortseimvoynern der pfäl zischen Gemeinde Ranschbach durch französische Gendarmen, die auf Grund einer anonymen Anzeige mehrere Personen ver­haftet und bei diesen nach Waffen gesucht hätten, Vorstellungen erhoben habe. Außerdem sei das Auswärtige Amt von den Vorkommnissen unterrichtet und um «Einleitung geeigneter Schritte ersucht worden.

Bundestag der deutschen Kriegseiseabahner.

wb. München, 9. öuli. Die diesjährige Bundestagung der Deutschen Kriegseisenbahner eröffnete der erste Bundesvor- sitzende, Severing, mit einer herzlichen Begrüßungsansprache. Dem Reichspräsidenten, dem Reichskanzler, dem bayerischen Ministerpräsidenten, dem württembergischen Staatspräsidenten und dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft entbot der Reichsbund telegraphisch treudeutschen Gruß. Hier­auf wurden drei Entschließungen angenommen, ön der ersten wird mit Befremden festgostellt, daß bei den Erörterungen über die Aufwertung von Forderungen nicht an die berech­tigten Ansprüche der Beamten gedacht worden sei. Die zweite und dritte wenden sich gegen die «Entwaffnungsnote, den Si- cherheitspakt des Dawesabkommen s und 'den Eintritt Deutsch londs in den Völkerbund. Gefordert wird eine sofortige amt­liche diplomatische Aktion, die unter einer Recht »Verwahrung gegen den Art. 231 des Versailler Vertrages eine Ueberprüf- ung dieses öustrumentes verlangt. Oberinspektor 'Hoffmann gab im Ramen der Vertreter der bayerischen Felde isenbahn er eine Erklärung ab, wonach sie grundsätzlich mit der Errichtung der Arbeitsgemeinschaft mit dem Reichsbund einverstanden sei­en. Die Einzelfragen sollten «in einer «Uebergangszeit noch ge­klärt werden. Der 1. Bundesvorsitzende Severin -führte dann in feinen Schlußworten aus, die Eisenbahner wollten nicht, daß das größte wirtschaftliche Instrument des deutschen Staates weiter dem Untergang entgegengeführt werde. Die Reichsbahn müsse Mrück zum Reich aus den Händen des internationalen Kapitals. Mn zweiten Tage der Bundestagung kam eine Reihe von Anträgen zur Verhandlung, die sämtlich interne Angelegenheiten betrafen. Zum Ehrenmitglied wurde der Staatspräsident von Württemberg Bazille ernannt. Der Bun desvorstand wurde im wesentlichen wiedergewählt und als Ort des Bundestages 1925 Münster in Westfalen bestimmt.

Der Weichseldamm gebrochen.

wb. Danzig, 9. Suli. Rach einer aus Diischau eingetrof­fenen Meldung ist heute früh um 5 Uhr bei Scharnau, gegen­über Schulitz, in der Nähe von Fordon der -Weichseldamm ge­brochen. Eine Strecke von 25 Kilometer bis Alt-Thorn ist überschwemmt. An der Unglücksstelle arbeiten THorner Pio­niere. Es ist zu befürchten, daß bei Münsterwalde, in der Nähe von Marienwerder, der alte Damm, der ebenfalls un­terspült ist, durchbrechen wird.

Das Weltkonzil in Stockholm.

wb. Stockholm, 9. Suli. Das Stockholmer Kirchenkonzil wird, wie nunmehr feststeht, mit einem Gottesdienst in der Ka­thedrale von Stockholm am Mittwoch, dem 19. August, vor­mittags 11 Uhr, eröffnet werden. Die Verhandlungen finden in der Akademie für Musik, die öffentlichen Abendvorträge in der Vlasieholms-Kirche statt, eie etwa 3000 Menschen faßt. Die Kommissionen tagen im Reichstagsgebäüde. -Eine Reihe von -Empfängen, u. a. durch die Stadt Stockholm in der Stadt- 'halle, sind vorgesehen. Die Weltkonferenz schließt mit einem Gottesdienst im Dom zu Upsala, wohin -sich -die Teilnehmer im SonderMg begeben. Voraus geht der Konferenz eine letzte Sitzung des Exekutivkomitees, sowie des internationalen Aus­schusses, dem von deutscher Seite u. a. Präsident D. Dr. Kap­ier-Berlin, Landesbischof D. Shmel-Dresden, Reichsgerichts­präsident D. Dr. Simons-Leipzig, Prälat D. Dr. Schoell- Stuttgart, Professor D. Dr. Dsismann-Verlin, Oberkonfi- storialrat Scholz-Berlin angehören.

LllMche Parade in Köln.

wb. Eonbon, 9. Suli. Der Staatssekretär für den Krieg, Worthington Evans, reift heute nachmittag zu einer Besichtig­ung der britischen Rheinarmee nach Köln. Rach der Morning Post wipd dort morgen vormittag eine Truppenparade statt­finden. Nachmittags fährt Worthington Evans auch zu einem inspektionsbosuch nach Solingen. Am Sonnabend wird der Staatssekretär die Rückreise nach London antreten.

Aus Stadt und Land.

Zulda, den 10. Zuli 1925.

Wettervoraussage für Samstag.

Trotz zunehmender Bewölkung ist mit Niederschlägen nicht ?u rechnen. Das Wetter bleibt bei westlichen Winden trocken und mäßig warm.

ZamUieuuachrichteu ans Zulda. Frau Maria Rödig Krie­gerwitwe von 1870, Buttlarstraße 1, Ecke Leipzigerstraße fei­ert am Sonnabend den 11. iuli in geistiger und körperlicher drische ihren Sv. Geburtstag. Sie ließt noch täglich mit befon- berem intersse die hiesigen Tageszeitungen.

Zirkus Borgt. Auch am Donnerstag Abend, als dem zwei- ten Tage des Gastspieles war das große Zelt vollbesetzt, auf ben meisten Plätzen, sogar ausverkauft, mit Ausnahme der Lo- gen. Allgemein zollte man den Darbietungen lebhaften Bei­fall. Ueber drei Stunden lang wird das Publikum aufs an­genehmste unterhalten. Gegen halb neun Uhr beginnt die Vor­stellung, die erst nach halb zwölf Uhr zu Lude ist. Außer den Jllujikjtütken werden 22 Nummern geboten, von denen eine große Anzahl sich dreist mit den größten Zirkusunter nehmen inessen kann. Selbst einem Zirkus Busch, Schumann, Sorty- Althoff, Sarasani ober Ren; seligen Andenken» würden Rum- Ern zur Ehre gereichen, wie die in schwindelnder Höhe, dicht unter dem Zeltdach ausgeführten TrapezaktWunder der Zahnkunst der zwei Erwingos", bei dessen langer Dauer man aus der Bewunderung über die Spannkraft der beiden Zahn­athleten (Herr imb Dame) nicht herauskommt, ferner diek- benben Gummibälle" (fünf Winstons) das Pas de deux ge­ritten von Fräulein Margot und Herr Schreiber, wobei na­mentlich der Herr sich als Kunstreiter ersten Range» zeigt, und schließlich die ganz hervorragenden Pserdödressur-Nummern der^ Herrn Direktor» Tioigt die 6 kroatischen Gebirgspferde in Massendressur, her Schmunelhengst Abukür, ein Rassepferd

edlen Gestütes, das Voitenpferd Spinne und das Aportierpf^ Hexe. Hierbei ist durchweg glänzendes Material an Pferde» zu sehen, gut gepflegt, schnittig und rassig. 'Ein Wunder «n Körperkraft ist tatsächlich Herr Paul Silier. Am Samstag Abend tritt er .in einen Kraiftwettkampf mit den zwei stärk, ften Pferden des Herrn Fuhrunternehmers Helmike von hier l auf. Die beiden schweren Brabanter sollen versuchen, die üb^l die Brust gekreuzten Arme Sillers anseinanderzureißen. Die.« ife phänomenale Kraftprobe sollte sich niemand am Samstag abend entgehen lassen.

Der Bereiu für Naturkunde macht Samstag, den 11. ^öü- fi nachmittags 4 Ahr ab Michaelskirche einen botanischen Sang,

Das städtische Museum im Stadtschulbau kann am Sonn- tag, 12. öuli von 11 bis 1 Ahr wieder besichtigt werden.

Kraftpoft Futda-Schlitz. Unter dem Vorsitz des Herrn Kreis di Vektors Dr. Michel tagte heute in Schlitz eine Versammlung in welcher über die -Einrichtung einer Kraftwagenverbindung von Schlitz nach Fu-I'da beraten wurden. Zu dieser Versamm­lung waren erschienen: 1. Herr Landrat, Frecher von Sa­gern, Fulda, als Vertreter des Kreises Fulda. 2. Herr Stabt rat Studienrat a. D. Prof. Fleck von Fulda, als Vertreter der Stadt Fulda. 3. «Herr Post rat Wittich von Darnffladt als Vertreter der Oberpostdirektion Darmstadt. 4. Die Bürger­meister, der bei der projektierten Linie in Betracht kommenden Gemeinden, sowie eine Anzahl weiterer Interessenten, ön bet über diese Frage eröffnete Diskussion wurde die Zweckmäßig­keit des vorliegenden Planes für den Wochenverkehr aner­kannt : ab Schlitz 5.30 norm. 1.40 nachm an Fulda 6.40 Darm. 2.50 nachm., ab Fulda 7.00 vorm. 5.00 nachm. an Schlitz 8.10 vorm. 6.10 nachm. Für den Sonntagsoerkehr wurde die Se£ tendmachung etwaiger besonderer Wünsche Vorbehalten. Be­züglich der von der Postbehörde zu verlangenden «Garantielei­stung teilt Herr Postrat Wittich mit, daß eine Garantie)ummr von 8000 Mark in Ansatz kommen müsse, die sich ergäbe, wenn das Auto täglich von nicht mehr wie 5 Personen benutzt wür­de. Die «Erfahrung habe übrigens gelehrt, daß im allgemeinen mit einer besseren Benutzung gerechnet werden könne, und daß eine Auflage überhaupt nicht zu bezahlen sei. Wegen der Ver­teilung der Garantieleistung auf die intereHierten^H erklärt sich Herr -Landrat Freiherr von Sagern bereit, d her nafxne von dreiviertel der Sejamtforberung auf d. Larchkres chaf-

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Fulda und die Stadt Fulda bei den maßgebenden

ten zu befürworten, sodaß noch eirwievte! auf die en des Kreises Lauterbach entfiel. Nach längerer Aussprache erklären sich die Vertreter der Hess. Gemeinden mit diesem Vorschlag?

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einverstanden. Der Vorsitzende bat zum Schluß die Gemeinde» | r oertreter, die ihnen demnächst unterschrieben, alsbald an das Ä Kreisamt zurückzus-enden, damit der Verkehr der Autopost in dem oberen Fuldagrund recht -bald Wirklichkeit werde. Hier auf wurde die Versammlung geschlossen.

Die Mordtat, die der Kaufmann Seidel, von auswärts körn mend, bekanntlich an seiner «Lheftau» die er nach Fulda bestellt hatte, im Walde bei Fulda beging, wird in der nächsten Schwur gerichtsperiode in Hanau unter dem Vorsitz des Landgerichts­rates Dr. Seibenftürker abgeurteilt werden.

Die Gerichtsferie» beginnen am 15. Sufi und dauern bis zum 15. September. Sa dieser Zeit ruhen xüle Klagen aus zipijck^ rechtlichen Ansprüchen. Es ist daher ratsam, rechiM»i»»«inA

Antrag, der nicht begründet zu werdesä^däMMUreichen, damit die 'betreffende Sache zur Feriensoche gemacht wird, i.

h. während der Ferien verhandelt wird. Der Antrag wird am besten zugleich mit der Klage bezw. dem Antrag auf Erlaß ei­nes Zahlungsbefehls eingereicht.

Liebesgabe« sicht mehr zollfrei. Die Bestimmung, daß für Liebesgabenpakete aus dem Auslande, die von 'der Zollver­waltung als solche anerkannt und zollfrei gelassen werden, dx Verzollungspostgebühr nicht zu erheben ist, ist aufgehoben wor- - den.

Büchenberg, Krs. Fulda, 10. Suli. Am Sonntag, den 19. öuli bs. ös. von Morgens 10 Uhr ab veranstaltet der Ortsbau- ernoerein ein Bezirksbauernfest für den Kurhessischen Bauern­verein, zu dem sämtliche Bauernvereine im Auftrage dieser Vereins eingeladen sind. Festfolge. 10 Uhr Fest-gottesdienst 12 Uhr Festessen in den beiden Gastwirtschaften, 1.30 Uhr Auf stellung des Festzuges, 2 Uhr Festzug durchs Dorf nach dem Festplatze, Anschließend auf dem Festplatze Begrüßung, Fest­rede, Volksbelustigung und Tanz.

Niederaula, 9. öuli. Die Oberstaatsariwallschaft sucht den , am 27. April 1898 zu Niederaula geborenen ^gjjMm Wii- M Helm Günther, wegen Unterschlagung höherer Geldbeträge.^ â^^? ist von kräftiger Gestalt, 1,37 Meter groß, hat dunkelblonde | Haare, kurz geschnittenen Schnurrbart, gesunde Gesichtsfarbe, blaue Augen, spitze Nase, gute Zähne. Als besonderes Kenn­zeichen gilt eine Narbe an der Rechten Stirnseite.

Fritzlar, 9. öuli. Auf bisher noch unaufgeklärte Weise fuhr der Zug 581 der Strecke WabernBad Wildungen am g zweiten Bahnübergang zwischen Fritzlar und Ungebanken, in I einen Transport des Zirkus Blumenfeld. Der Zirkus Blu- ' menfeld, der kürzlich in Melsungen war, hatte in Fritzlar Vor- j stellungen gegeben, und befand sich auf der Fahrt nach Bad Wil'dungen. Der letzte Tansport, bestehend aus zwei Zirkus- j wagen, wurde von einem Lastauto gezogen. Der mittelste Wa I gen war ein Wöhnwagen und beherbergte die Musikkapelle, I von der zurzeit des Unfalles sich 8 Mann im Wagen befanden. I Dieser Wagen soll sich mitten auf den Schienen beim Bähn- f Übergang befunden haben, als die Lokomotive des um 12.41 Uhr Fritzlar berührenden Mittagszuges 581 den Wagen mit M oolier Wucht erfaßte und vollständig zertrümmerte. Wie durch

ein Wunder kamen die Snsassen des Wagens mit dem Leben davon. Mehr oder minder schwer verletzt lagen sie bei den Trümmern ihrer Habe im Straßengraben, bis sie abtranspot tiert wurden. Der ganze Wagen mit Anhalt, sämtliche Mu­sikinstrumente sind völlig zertrümmert. Der Schaden -für den Zirkus dürfte recht erheblich fein. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Sad Sulza, 9. Suli. «Ein gräßlicher Unglück «fall ereignete sich am hiesigen Rordbahnhof. Als sich der 1-Uhr-Zug in Rich tung Buttstädt in Bewegung gesetzt hatte, hörte man plötzlich laute Schreie. Tine Mitreisende, die vermutlich noch im «letzte« Augknhlick hatte ausjteigen wollen, war zwischen zwei Wa­gen auf die Schienen gestürzt. Bevor der Zug zum Halten 9** bracht werben konnte, waren die Räder über sie Hinwegs" gangen, so daß man sie nur als Leiche hervor ziehen konnte.

Herivgri«, 9. öuli. Dieser Tage ist der letzte Veteran ao^ dem großen Kriege Don 1670-71 zu Grabe getragen worbt«'