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stens umworbenen Masuren ohne Ausnahme für Deutschland gestimmt hatten, rief in Deutschen- freudige Erregung hervor. Denn nun konnte niemand mehr fälschlich behaupten, daß hie Masuren keine Deutschen, sondern Polen seien. Die Kraft der deutschen Kultur und des deutschen Gedankens -hatte sich als stärker erwiesen als alle Propaganda-, Verdrehwrgs- und Ver Hetzungxkünste der Polen.

Man hört wohl heute manchmal die Meinung äußern, daß die Aufregung von damals überflüssig gewesen wäre, es habe sich ja gezei-g-t, daß die Abstimmungsgebiete treu zu Deutschland hal­ten. Dieser Meinung muß man entgegenhalten-, daß der deut­sche Lieg Hinter denkbar ungünstigen Umständen erfochten wur­de. Krieg und Kriegsnöte waren auf die ostpreußische Bevöl­kerung in schwerster Weise hereingestürmt. Der unglückliche Ausgang des Krieges war geeignet, auf die Bevölkerung 01t- und Westpreußens stimmungsverwüsiend eiiiMvirken. Deutsch land lag am Boden und war eine Beute aller zerstörenden und chaotischen Kräfte. Posen und ein großer Teil Weftpreuhens waren dem Reiche bereits entrissen. Weitere lieb ergriffe schie­nen keineswegs ausgeschlossen. Polen dagegen erschien als die aufsteigende Macht und verstand es auch, diesen Lindruck in der Bevölkerung Hervorzurufen. Ls arbeitete mit allen Mitteln der Beeinfluhung, mit Drohungen und Versprechungen und Hoff te so vor allen Dingen die Masuren, die »Merlösten polnischen Brüder" mit Leichtigkeit gewinnen zu können. Trotz alledem wurde der deutsche Lieg errungen und Polen bitter getäuscht. Die ost- und westpreußische Bevölkerung hatte ihren alten Ruf aufs Reue bewiesen, daß keine Lchicksalsschlage und Enttäusch ungen im Ltande sind, die Wideistandskraft dieses zähen deut­schen Stammes zu brechen.

Diese Zähigkeit der Ost- und Westpreuhon gibt uns die berechtigte Hoffnung, daß sie auch weitere Stürme und Angriffe auf ihr Heimatland abweisen werden. Denn es ist leider sicher, dah das Ende ihrer Reibens seit noch nicht gekommen ist. Die Polen richten heute ihre begehrlichen Blicke nicht nur auf die­se ehemaligen Abstimmungsgebiete, sondern auf ganz Ostpreu­ßen. Ueber den Ernst der polnischen Bestrebungen P kein Ömeifof. Um sein Ziel zu erreichen, hat sich .Polen ein eigenes System zurechtgemacht. Ls sucht Ostpreußen wirtschaftlich so zu drosseln, daß seine Wirtschaft aus den Zusammenhängen mit 'dem Reich gelöst wird, und sich zwangsläufig in die polnische Wirtschaft einstigen muß.

Polen versucht zur Erreichung seines Zieles u. a. weiterhin die Masuren trotz allem für sich zu gewinnen. Der geistige Kampf um die Erhaltung Ostpreußens beim deutschen Volke Änd Reich wird also weitergehen. An die geistige und wirt­schaftliche Widerstandskraft der Ostpreußen werden nach wie 'vor große Anforderungen gestellt werden. Die Wieverkehr des Abstimmungstages muß daher eine neue Bekundung des Treuegelübdes aller Masuren, Lrmländer und West-preußen zum Reich und des Reichs zu Ostpreußen und zugleich ein schar fer Protest gegen die polnischen AnneKtionsgelüste werden.

Aus der Zugesgeschichte.

Ablehnung der Lustfrchrtuoie.

wb. Hamburg, 7. Suni. Der halbstündige Aufenthalt des Reichskanzlers Dr. Luther mit feinem Begleiter, Ministerial­direktor Brandenburg, von der Abteilung .Luftschiffahrt, auf dem Hamburger Flugplätze Fuhlsbüttel -gab noch -am Rachmittag dem Vertreter des Hamburger Fremdenblattes Gelegenheit, die Anschauungen der maßgebenden Stellen über die Luftfahrt ^note der Entente kennenzulernen. Danach scheint die Reichsre- gierung die Ansicht nicht zu teilen, daß diese neue Rote der Entente als ein Diktat anzusehen ist. Da der Znhalt der neuen Rote in keiner Form mit den Bedingungen des Versailler Ver träges übereinstimmt und da die Forderungen auch durch die Unterschrift der deutschen Regierung unter das Londoner Ulti­matum nicht zu belegen sind, ist die Regierung in ihren Ent- schlüssen vollständig frei. Zugegeben hat die Regierung stets nur, daß ein Unterschied zwischen militärischer und Verkehrs- luftfahrt gemacht wird. Die letzte Role der Botschafterkonfe- ren; hat aber keineswegs militärische Gesichtspunkte, sondern stellt aus rein wirtschaftlichen Erwägungen die Forderung her­aus, die die deutsche Konkurrenz in der Verkehrslüftfahrt er- drosfoln will. Würden diese neuen Forderungen in die Wirk­lichkeit umgesetzt, so würde Deutschland über kein einziges im internationalen Luftverkehr brauchbares Flugzeug verfügen.

Die Räumung der Bochumer Lime.

wb. Gelsenkirchen, 7. iMi. -Vor einiger Zeit konnten wir die Räumung der sogenannten Bochumer Linie bis zum 15. öu- li ankündigen. Allgemein hatte man dadurch die Auffassung bekommen, daß es sich um einen restlosen Abzug der französi­schen Besatzung und der Aufsichtsbehörde handle. Wie aber setzt bekannt wird, bleibt die französische politische Polizei zu­rück und damit auch der üble Zustand, daß eine weitere Kon­trolle des politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens im Ruhrgebiet erhalten bleibt. Es harMt sich bei dieser po- kttschen Polizei um nichtuniformierte Personen, womit unge­fähr der Zustand der unsichtbaren Besetzung mit allen seinen üblen Begleiterscheinungen in Kraft gesetzt wird und der min­destens noch bis zum 15. August dauern wird.

Bevorstehende Begnadigung Zeiguers.

wb. Dresden, 7. Suli. Lm Landtag teilte heute bei der Be- ratung emes entsprechenden linkSs-ozialUlschon Antrages der öuftiwfter mit, daß -der frühere Ministerpräsident Zeigner Ende August begnadigt werden solle. Der Minister fügte hin- zu, daß damit nicht etwa das Urteil korrigiert werden solle, es handle sich lediglich um einen Gnadenakt.

Asglrecht für Marokkaner.

wb. Berlin, 7. Susi. ön einer kleinen Anfrage im Preu­ßischen Landtag wurde auf eine Rachricht ausländischer Blätter verwiesen, wonach die Deutschen die von den Franzosen am Rhem «hergelaufenen Marokkaner den Franzosen wieder aus lieferten, von denen sie sodann erschossen wurden. Das Staats Ministerium wurde u. a. gefragt, ob dem Preußischen Minister ^i. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst auf Grund der Antwort des Preu­ßischen Ministers des Snuern mitteilt, wird den -aus dem be- setzten Gebiet über gelaufenen Marokkanern in Deutschland ein Mwecht gewahrt, soweit nicht eine Verpflichtung 5ur Aus­

lieferung auf Grund der Artikel 3 b und 4 des Rheinlandab- Kommens besteht.

Die Anberhe-Auftvertung.

wb. Berstu, 8. Sali. Der Aufwertungsausschuß des Lleichstages nahm gestern (im Verlau, der zweiten Lesung) ei­nen Antrag der (Kompromißparteien an, dem ^(eubesitz nur eine Aufwertung von 2% Prozent für die Anleihen zu gewähren Jn Konsequenz dieses Antrags wurde ein weiterer Kompro­mißantrag angenommen, der in das Gesetz die Bestimmung auf- niimmt: Gin Anspruch auf den -Umtausch besteht -nur, soweit Aüleiheablösungsschuld im Nennbetrag von 12.50 Reichsmark oder ein Vielfaches -davon zu gewähren ist. Sn den Schluß- Vorschriften des Gesetzes wird ein Betrag von 150 Millionen Mark eingesetzt, mit dem die bedürftigen Reichsangehöri-gen, die Altbesitzer von Anleihen (aus Kriegsanleihen) im Betrage bis zu 1000 Mark sind, so abgefunden werden, daß sie für je 100 Mark Nennwert 15 Reichsmark erhalten. Der Restbe­trag soll für die Einlösung der Auslosungsrecyte öffentlich recht sicher Körperschaften verwendet werden. Abg. Dr. Leber (So?.) beantragte das Wortbedürftig" zu streichen, weil sonst viele -Nichts bekommen würden, nur weil ihr Jahreseinkommen gegenwärtig meihr als 800 Mark beträgt. Weiter beantragt er den AbgÄtungssatz von 15 auf 25 Mark zu erhöhen. Sri der Abstimmung wurde der Antrag Dr. Lebers (So?.) auf Streichung des Wortesbedürftig mit 11 gegen 10 Stimmen angenommen. Eine von den Lozia-ldemokraten und Kommuni­sten als Komödie bezeichnete Entschließung, in der die Regier­ung ersucht wird, das Aufkommen aus Sondersteuern auf Sn- flationsgewinne in -erster Lime zur Verbesserung der Recy-le der Anleihe-Altbesitzer und sol-cher Personen zu benutzen, die in­folge der Markeutwertung hilfsbedürftig geworden sind, wurde schließlich auch noch angenommen-. Damit war die zweite Le­sung des Anle-iheaufwertumgsgesetzes beendet.

AxberteraAssperruugeu.

wb. Gera, 8. Suli. Zu fünf hiesigen Betrieben sind 4000 Webereiarbeiter ausgesperrt worden, weil die Stuixlmeifter in diesen Betrieben wegen Lohnforderungen die Arbeit -niede ige­le gt haben.

MeggMdorfer gestorben.

wb. Miwcheu, 8. Suli. Gestern ist Lothar Meggendorfer, der durch die von ihm gegründetm und lange Zeit geleiteten Meggendorfer Blätter weit über Deutschland hinaus bekannt geworden ist, im 78. Lebensjahr gestorben.

Neue Schandurteile.

wb. Brüssel, 7. Sali. Das belgische Kriegsgericht m Gent hat Generalleutnant Waldrop, Major Guisse, Oberst Knaus, owie die Soldaten Hegdebess-e, Moos, Wedemans und von Her man, die sämtlich den Besatzungstruppen angeihört -haben sol- en, im Abwes-enheitsverfahren wegen angeblicher Plünderung des Schlosses des Herrn Piers de Raveschool, Bürgermeister in Offene, zu je 15 Sahren Zuchthaus verurteilt. 'Hauptmarn Stougel, der wegen eines angeblichen Diebstahls in Degnze an- geklagt war, und Soldat Alfons Schoen, der beschuldigt -war, an der belgischen Grenze einen Schmuggler getötet zu haben, wurden fre-igesprvchen.

Der Braud in Glasgow.

wb. London, 6. Zülh Blättermeldungen zufolge beträgt der Schaden bei dem gemeldeten Brand in ^.asgow -etwa 1 Million Pfund. Mindestens 100 Häuser sind ociju/äbigt. Das Feuer hatte in -der Stadt durch Funken aus sechs "Häuser ver- chieden-e Stellen übergegriffen. Die Lage war so ernst, daß drahtlose Hilferufe über ganz WMcholtland gesandt wurden. Menschenleben sind nicht verloren gegangen.

Erdbebeustoß in Sapau.

wb. Loudon, 8. Susi. DieSimes meldet aus Tokio: Ge­tern Nacht erfolgte in Nagaga ein schwerer -..ijtoß. Der Stoß war in ganz Westja-pan zu spüren. Die erschreckten Ein wohner stürzten aus den Häusern und verbrachten die Nauzi im oreien. Eine Person wurde getötet.

Aus Stadt und Land.

Fulda, den 8. Zuli 1925.

Wettervoraussage für Dnäuerstag.

Wolkig, meist -trocken, Temperatur wenig verändert, nord­westliche Winde.

Famllleuuachrichte« aus Fulda. Gestorben: Lothar Gut- tz e rl et, Küster der St. Michaelskirche (71 Saß re alt).

Alle ehemaligen 224er werden hierdurch auf das Snjferat in heutiger Nummer aufmerksam gemacht. Es handelt sich um den Regimentstag, verbunden mit Fähnenweihe, am 20. Susi in Sena.

Zirkus Borgt. Fulda -hat in diesen Tagen wieder einmal einen großen Zirkus in seinen Mauern. Die Leistungen des Zir- Kusunternehmens Voigt grenzen, ohne zuviel sagen zu wollen ans Fabelhafte. Richt weniger als 25 Einzelnummern weist das Programm auf-, welches in 2 Teilen dem zahlreich erschie neuen Putzlikuni vorgeführt wurde. Einzelne Rummern herivov- zühetzen, wäre dm anderen Künstlern Abbruch getan und so verhielt sich das schaulustige Publikum auch recht splendid mit seinem Beifail bei den Glanznummern, die am gestrigen Abend bei der Gala-Eröffnungsvorstelluug gezeigt wurden. Besseres gesehm -zu haben wie die nachfolgenden Kunstleiftungen, Kaun sich jedenfalls in Fulda niemand rühmen. Es ist dies z. B. der Parterre- lund Springakt von Öeanny und Traüble Pusch, die schwingende Cyra von Fra-nzeska AlaSkos, das ungarische Ballett (3 Damen und 1 Herr), 'darunter Frau Direktor Voigi nebst -lhrm beiden Töchtern Margot und -Hannelore, der Draht seilakt von Frl. Margot Voigt; des ferneren zeigt sich Herr Schneider mit Frl. Margot Voigt in einem Pas de heux zu Pferde, ebenso Kleiu-iHannerle als Voltige re! ter in. Herr

Direktor Voigt bildet mit seinem erstklassigen Pferdematerial welches er in'Massen-dressuren vorführt, eine Glanznummer für sicy. Die 5 ebie uhe ob re stak r o bat en die 5 Winstons und die 2 Erewingos dürften ihresgleichen vergeblich suchen. Der Athlet Paul Silcher ist mit seinen Kraftübungen eine gern gesehene Nummer. Bezaubernd wirkt Frl. Rasuvella in ihrer schneidig gerittenen Parforce, der eigentlichen Zugnummer selben zirzen­sischen Unternehmens. Die Kl-owns umb sonstigen Spaßmacher sind auf der Höhe. Wie stark in Fulda das S-utsresse für den Zirkus ist, zeigt her gute Besuch. Wer einmal etwas Schönes seyen will, besuche die alläbeâichen Vorstellungen -des Zir­

kus Voigt am Reueutzerg. Die VvitstelluiMN beginnen punkt- Ucy 8X Uhr. lut.

Verein für das Deutschtum im Ausland (V. D. A.) Vor wenigen Wochen weilten hier zum Besuch der Ortsgruppe und Stadt Fulda, wie schon -berichtet, einige Vertreter der deutschen Minderheiten aus dem Banat und Siebenbürgen. Zum Ge­genbesuch sind am 4. Güsi 25 Vertreter aus -verschiedenen Orts gruppen des Landesverbandes Hessen-Rassau nach -Temesvar und -Hermannstâ gereist. Von unserer Ortsgruppe nimmt Herr Assessor Robert Vonderau an der Reise teil. Ldacy glück sicher Rückkehr Ende August, wird unser -Vertreter über seine Reiseerlebnisse und seine Erfahrungen bei den Deutschen Ruma niens -in einem Vortrage, der zu einem großen Werheaoend aus gebaut werden soll, berichten.

Sommerfell der Gastwirte. Am Diensla-g hielt der -Gast- wirteverein für Fulda und Umgebung in dem Garten des Herrn Gastwirt Wehner in Riesig -Mn diesjähriges Sommerfeft ab. Eigentlich sollte ein Woldfest stattfinden. Mit Auto, iWageu, Rad -und zu Fuß eilten Viele auf der sonst einsamen Land­straße nach der Feststätte. Ein großes Tanzpodium war vor­erst der Tummelplatz der 'Kinder, die mit Luftballons der Firma Zwenger u. Co. und in diversem Kopfputz und Federmühlen der Firma Froese reich beischenkt wuüdeu. V-ei feuchtfröhlichem Zusammensein der sustigen Schaar, Tanz und Konzert kam eine familiäre und heitere Stimmung auf, die noch -lange anhielt, bis die Letzten den Festplatz verließen.

8. Einer der schönen alten Kajtamenbäume am Domplatz an der Seite des Mchoelsberges wurde in einer der vergan­genen Mächte vom Wind derartig beschädigt, sodaß sich die Stadtverwaltung veranlaßt! sah, dens-elben "ganz zu entfernen. Die Beeinträchtigung dieser schönen Allee durch die Aatuv- geivalt wird bei manchem Ra-turiliiebhaber lebhaftes Bedauern erregen.

Wegen Straßeaausbesseruug auf der Linie Petersberg- Böckels wird die Kraftpost Fulda-Poppenhausen vorüberge­hend über Petersberg-iMargretenhaun-R-ex-Böckels geleitet und fährt deshalb bei jeder Fahrt in Poppenhausen und Fulda 5 Minuten früher ab.

Wichts für Kleinrentner. Am Freitag 10. Susi vormittags von 911 Uhr findet bei der städtisch-en Wohlfahrtskasse die 7 Auszahlung der Unterstützung für Zuli an die hüjsbndiiiÄMxrn Kleinrentner der Stabt Fulda statt.

Besuch der Badeorte. Wiesbaden 17691, Bad 5 a l ? - schtirf 2043, Bod Soden a. T. 1648, Bad Mergentheim 4971, Herrenälb 3567, Salzungen 1490, Friedrichroda 3395, Oberhof 9365, Bad KiMngen 11746, Karlsbad 27488, Bad Nauheim 18886.

Gosangwettstrert. Bei dem am Sonntag in Steinbach Kr. Hünfeld abgehobenen Wettstreit errangen die unter der Lei­tung des Herrn Kirlsch stehenden Gesangvereine folgonde Prei- e: Männerquartett 1912 in der 1. Stadt klasse den 1. Klassen­preis und den 1. Ehrenpreis. Kirschs Doppelquartett in der Doppelquartettklasse den 2. Klassenpreis und 1. Ehrenpreis (letz terer Doppelpreis). Männergesangverein Kämmerzell in der 1. Landklasse den 1. Klassenpreis und 2. Ehrenpreis. Ferner erhielt Herr E. Kirsch den Dirigentenpreis der 1. Stadtkl.Ee sowie den Dirigentenpreis bet' 1. ^anbktajje^

Bachraür, 8. Zul-i. Der hiesige Gesangverein .Gintracht" beteiligte sich an dem in Steinbad) Kr. Hünfeld abgehobenen Gesang »Wettstreit und errang in der 1. Landklasse den 2. Preis im Klassensingen mit 162 Punkten und den 1. Preis im Eh- renjingen mit 73 Punkten.

Petersberg, 8. Züli. Bei dem am 5. Zuli in Steinbach (Kr. Hünfeld) veranstalteten -nationalen Gesangwettstreit errang der Gesellschaftsverein Gemütlichkeit Petersberg unter Leitung ihres rührigen und strebsamen Dirigenten- Herrn Hermann Happ, Fulda, in der 2. Landklasse den 2.-Klassenpreis (152 Pk.) und den 2. Ehrenpreis (70 PK.).

Schlitz, 8, buli. Vom 3. bis 8. August findet hier eine Tagung des Deutschen Ehr-istlichen Stut-endentenverbandes «statt. Es werden etwa 500 Stutenbenten und eine große Anzahl Alt­freunde in unserer Stadt erwartet. U. a. auch Exzell. D. Dr. Michaelis, der -frühere Reichskanzler, M-Uionsdirektor D. Mürz aus Bafel, Pastor Leithäuser und Lic. Rendtorf haben ihr Erscheinen zugesagt.

Schliichieru, 8. Zuli. Unser Lehr-er-Seminar j^Mu feine Pfort-en. Zum Abschluß veranstalten Semlnär-Kouegürm, Sladtverwaftung und ehemalige Schüler des Seminars eine wür dige Feier am 24. September in der Stadtk-irche mit nach­folgendem geselligem Beisammensein.

wb. Frankfurt a. M>, 7. Zuli. Das täglich zwischen Ber­lin und Frankfurt a. M. verkebrenbe Sankers-Passagierflug- zeug, bas sonst mittags gegen 12 Uhr in Frankfurt ankommt, wurde bei der Zwischenlandung im Erfurter Flughafen teilweiss zertrümmert. Die Snsassen kamen mit dem Schrecken davon. Die Passagiere konnten die Reise mit dem Frankfurter D-Zug fortsetzen.

Hermgeu, 7. Zuli. Es ereignete sich auf dem hiesigen SchachteWintershall" ein tödlicher Ungllücksfall. Der 50- jährige Fabrikarbeiter Horn aus Bofserode war beim Reinigen einer Salztrommel beschäftigt. Als neue Wechselschicht ein- traf, fand man ihn völlig zertrümmert in der Salztrommel an. Wie das Unglück geschehen ist, ist -noch ungeklärt Der Mam ist Witwer und hinterläßt fünf Kinder.

wb. Külz (Hunsrück), 8. Sufi. Der hiesige Mühlenbesitzer wurde bei dem Versuch, eine Störung im Getriebe des Räder­werkes seiner Mühle zu beseitigen, vom Getriebe erfaßt und ins Räderwerk hineiugerissen. Das (furchtbare Unglück wurde erst später bemerkt, und nur mit großer Mühe konnten die Körper- iteile des Totes stückweise aus dem Räderwerk geborgen werden.

AüdeshÄm, 7. Züli. Der Brand des Zagdschlosses auf dem Ri-ederwald hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Wie die eingeleitete Untersuchung ergeben hat, wurde bas Großfeuer durch das am Tage des Brandes von dem Schornsteinfeger vor genommene Ausbrennen der Kamine verursacht, wöbe, der Schornsteiufegermeister und Jein Gehilfe trotz aller Bemühun­gen des Feuers -nicht mehr Herr werden konnten. Der Brand­schaden wird auf 80 000 Mark geschätzt.

St. Goar, 7. Zuli. Das durch den Zelsabsturz oberhalb St Goars geschaffene Verkehrshindernis ist noch nicht -beiho­ben. Die Straße ist noch polizeilich gesperrt. Die Felsmasse