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preußischen Fagdordnung. Für die nächste Hauptversamm- lung des A. D. J. V. in Berlin wurde Herr Oberst Krauß, Bezirksvorsitzender des Bezirkes Fulda als Delegierter des Landesvereins Kurheffen -ernannt. Die Mitgliedbeiträge für 1926 blieben dieselben wie für 1925. Sie setzen sich, zusammen aus 6 Mark -für die Vereiuszeituug,Deutsches Weidwerk" aus je 2 Mark für Bezirksverein, Landesverein und Haupt- verein Berlin. Weiterhin erklärte sich über den nächsten Punkt betreffend die Schonzeit für Rotwild in Kurhessen Herr Regierungs- und Baurat Abel-Marburg für eine sofortige Einführung von 5 cho n?eitbeftimmungen. Nach dem geltenden Fagdrecht ist das Rotwild in Kur Hessen das ganze Jahr hin­durch vogelfrei. Darum gehen unsere Bestände dauernd und erschreckend zurück, da ohne gesetzliche Maßnahme eine be­stimmte KlasseAuch"-Säger die Gelegenheit zur Befriedig­ung ihrer Schießwut auf das edelste deutsche Wild in rück­sichtslosester und pflichtvergessener Weise ausniifeen. Die Waidgerechtigkeit, führte der Referent weiter aus, kann leider gesetzlich nicht formuliert werden, deshalb müssen gesetzliche Maßnahmen ergriffen werden, die volkswirtschaftlich schädli­chen Uebergriffen gewissenloser Elemente steuern. Anträge des A. D. J. V. liegen vor. Es wäre zu wünschen, daß sie bei der bevorstehenden Aenderung der preußischen JagborOnung volle Berücksichtigung finden. Ueber die Fagd pacht steuer wurde mitgeteilt, daß die Höhe von 60 auf 50 bezw. 15 Prozent her­abgesetzt sei, daß es jedoch zum Teil noch daran fehle, daß die Bestimmungen und Verfügungen höherer Regierung-stellen bei den unteren Stellen in vollem Umfang und gleichmäßig durch­geführt würden. Unter Verschiedenes wurden einige An­träge von großer Bedeutung für die Organisation des Landes- vereins erledigt. Die Einteilung der Bezirke soll noch mehr örtliche ^Verhältnisse berücksichtigen. Ueber Anträge die Jer Art entscheidet der Landesvorstand. Die Bezirksvorsitzen­den werden, statt wie bisher ernannt, erst gewählt und dann vom Landesvorstand bestätigt. Anweisungen für die Bezirksoor- sitzenden sind in der Ausarbeitung begriffen und gehen in Kür­ze den Bezirksvereinen zu. Einen breiteren Raum nahm als dann die Frage der Stellung des A. D. J. V. zu anderen- Jäger Vereinigungen ein. Unter lebhaftem Beifall wurde allgemein gefordert, -daß enges Zusammenarbeiten zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles erforderlich sei. Nach kurzer Erledigung einiger schriftlicher Anträge ernster und heiterer Natur wurde als letzter Punkt der umfangreichen Tagesordnung Tassel zum Ort für die nächste Hauptversammlung des Canbesoereins Kur Hessen bestimmt. Die Versammlung schloß um 2.30 Uhr nachm. Jm Anschluß fand im Bürgerverein ein Essen statt. Dann fuhren die Teilnehmer in festlichem Zuge einer großen Anzahl von Autos und Pferdegespanne» nach Schloß Adolfseck, wo die Geweihsammlung und die Räume besichtigt wurden. Ein Tontaubenschießen im Schloßpark und ein gemütliches Beisam­mensein im japanischen Pavillon vereinigte die Jäger noch bis in die Nacht. Den Abschluß bildete eine märchenhaft schöne Beleuchtung der Rasenflächen und Baumgruppen, ein Bild das allen eine unvergeßliche Erinnerung sein wird. Die stim­mungsvollen Weisen des Trompeterkorps -erbäbtâ-die festliche Stimmung bis enbUth in die Heimfahrt an-

getreten wurde ^-- Ein Rhönausstug und eine Besichtigung des F-liegerlagers Wasserku-ppe am 29. 6. bildete den endgültigen Abschluß bet in jeder Hinsicht gelungenen Tagung.

Zur Julimiefe. Vom Grund- und Haus-besitzerverein wird uns geschrieben:Wie uns mit geteilt wird, bleibt die Miete (Wir hatten dies bereits in Nr. 147 publiziert. D. Red.) mit Rücksicht auf die schwebenden Gesetzesvorlagen im Reichstag unverändert. Es bleibt daher für den Monat Juli bei dem bisherigen Satz von 76 -v. H. der Sriebensmiete bezw. 72 v. H falls der Mieter die Schönheitsreparaturen selbst übernom­men hat". Was nicht alles zur Begründung gesetzgeberischer Maßnahmen bezw. Unterlassungen herhalten muß?"

Städtischer Steuerkalender für 3uli. Jin Monat Juli 25 sind an Abgaben an die Stadt Kasse zu zahlen: a) Von den Grundeigentümern: Bis 15. Juli: Grundoermögenssteuer und Hauszinssteuer in Höhe der auf den SteuerzeUeln vermerkten Beträge. Schonfrist 8 Tage. b) Von den Gewerbetrei­benden, die vierteljährlich vor-au-s;ah!en: Bis 10. Juli: Ge­werbesteuer nach Ertrag: Von den Steuerpflichtigen, die ihre Einkommen- oder Körperschaftssteuer-Vorauszahlungen bisher nur vierteljährlich entrichtet haben, find 750 Prozent des Te- wsrbesteuergrundbetrages zu zahlen. Der Gewerbesteuergr-und- betrag ist 10 Prozent der Vorauszahlung an das Finanzamt. Bis 10. Juli: Gewerbesteuer nach der Lohnsumme: Von al­len Gewerbetreike-nden mit vierteljährlicher Vorauszahlung sind 100 Prozent des Seroerbefteuergrunbbetrages zu zahlen. Der SeVerbesteuergrundb-etr-ag ist 1 pro Tausend Oer im verflos­senen Vierteljahr gezahlten Löhne, Gehälter usw. Für Gewer betreibende, die bisher monatlich 8-em-erbesteuer-Vorauszahlun- gen geleistet haben, ist die Steuer erst zum 10. August fällig. Weitere Bekanntmachung hierüber folgt. Bis 10. Juli: Han­delskammerbeitrag für vierteljährliche Vorauszahlung: 7 Pro- ?ent der Gewerbesteuer nach Ertrag und nach der Lohnsumme. Schonfrist 8 Tage.

Gelnhausen, 29. Juni. Zwischen Rodenbach und Lohr wur de die schwerhörige 70 Jahre alte Frau Wenzel aus Fram­mersbach von einem Auto totgefahren. Wie zwei Zeugen aus st-Sbn, i stdas Auto sehr langsam gefahren, die Frau direkt in dasselbe hineingelaufen.

Hanau, 30. Juni. Bei einem Gewitter schlug der Blitz in' dem Dorfe Kaichen in das An wesen des Landwirtes Heinrich Hahn. Die Scheune brannte vollständig nieder.

Bebra, 30. Juni. Auf Bahnhof Bebra wurde vormittags 11 Uhr der Streckenarbeiter Eäsar schwer -verletzt. Er wurde sofort dem -L-an-dkrankenhaus Hersseld zug-eführt.

Dillenburg, 30. Juni. Jm nahen Burbach ereignete sich bei der Probefahrt eines Postkraftwagens ein -fürchterliches Autounglück. An einer Kurve versagte plötzlich Steuer und Bremse des Autos, das mit etwa 30 Kindern und einigen Frauen besetzt war. Der mächtige Wagen fuhr mit rasender Geschwindigkeit in einen Garten, zerstörte ein Gartenhaus -und rannte mit voller Wucht -gegen ein Wohnhaus, das sehr stark beschädigt wurde. Der Wagenführer wubde schwer verletzt und hat das Bewußtsein bis zur Stunde noch nicht wieder erhalten. Sine große Zahl Kinder erlitt Knochenbrüche und sonstige Ver letzungen, bie zum Glück nicht mit Todesgefahr verbunden sind. Die Ursache des Unglücks ist noch in Dunkel gehüllt.

Führerschaft an und ist als vorzüglicher Redner und Kenner èes wirtschaftlichen Programms der Bewegung bekannt. Ra­stere Mitteilungen erfolgen noch.

Großes Milrtärkonzert findet am Donnerstag, 2. Juli auf der Lchloßterraffe abends 8 Uhr statt. Das Konzert wird von der Kapelle des hiesigen Artillerieregiments ausgeführt. Das tüchtige Trompeterkorps unter Leitung des Herrn Musikmei­ster Hewers hat ein besonders gutes Programm für diesen Abend aufgestellt. Musikfreunde seien darauf aufmerksam gemacht.

Zwei Kulturfilme von hervorragender Bedeutung gelangen am Donnerstag, 2. HM in den Hentral 1 heater-LichtspieIen zur Borführung. Der erste Seildm Silberbergwerk" vermittelte ein abgeschlossenes Bild vom ältesten Bergbau des Harzes bis in die moderne Zeit. Der Film erschloß Einblicke in die uner­meßliche Arbeit, die der Oberharzer Bergmann im Laufe der Jahrhunderte geleistet hat. Prächtige Winteraufnahmen, den Harz im Winter, zeigte der 2. Teil. Wir bewundern die Ra- tur im weißen Hestgewande von Schnee und Eis, voll märchen­hafter Schönheit. Eine Vorstellung von der herzerfrischenden Fröhlichkeit des winterlichen Lebens gaben mannigfache Bilder des Wintersports in seinen vielen Betätigungen. Man sah Schneeschuhläufer, lustige Schlittenfahrten, Bobrennen, Rodeln und waghalsige Schisprünge. Weiter ging es mit der Harzbahn durch den Märchenwald. Recht zur Geltung kam die frohe winterliche Stimmung im SchlußteilLine Fuchsjagd", einem lu st i gen Spiel auf Schneeschuhen im Brocken- und Bruchberg- gebiet.

Jm Neuen Theater geht ab Donnerstag, 2. Juli der Film Zapfenstreich" in Szene. Dieses Militärdrama wird das groß te Interesse des Publikums erregen. Ls ist dem Drama von 3- A. Begerlein nachgeschrieben, das vor 20 Jahren ein ebenso großes Auffetzen erregte, wie der RomanJena oder Sedan?" des gleichen Dichters. Lange Fähre erhielt sichZapfenstreich" auf den deutschen Bühnen, noch heute ist er nicht vom Spiel­plan ganz verschwunden. Mit feinem Verständnis für die Psgche des Militärlebens hat Begerlein seinenZapfenstreich" geschrieben. Wir sehen wieder die Braven in der alten Zrie- denLulanka und nehmen regen Anteil an den-Vorgängen im Siim, der die Tragik unglücklicher Liebe in beredten Bildern schildert. Ls dürfte sich niemand diesen großen Film entgehen I affen.

Vortrag. 3m großen Sitzungssaale der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau sprach heute Herr Reichsbankpräsident Dr. Schacht vor einem geladenen Publi­kum aus Wirffchastskreisen überDie gegenwärtige Währ- ungs- und Kreditpolitischs Lage". Der Vortragende charakte­risierte die gegenwärtige Lage und besprach die Aussichten der deutschen Wirtschaft in der Zukunft unter Berücksichtigung der deutschen Reparationsverpflichtungen und des Transferpro biems. Die Ausführungen des Reichsbankpräsidenten machten einen starken Lindruck auf die Zuhörerschaft und wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen.

Die Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen 3agd- schutzvercins, Landesverem Kurtzessen begann am 27. Juni abends mit einem Begrüßungsabend im Vurgervereln. Der Bezirksoorsitzende, Oberst a. D. Krauß, begrüßte die auswär­tigen Gäste, insbesondere den Vorsitzenden des Landesvereins, Se. Durchlaucht Fürst von Fsenburg-Birstein. Unter den erschienenen Mitgliedern, befanden sich, außer einer großen An zahl Zorstbeamter aller Rangklassen auch der Prinz von Fsen- burg-Langenselbold, -General von Nathusius und mehrere hohe Offiziere. Die Mitglieder des Bezirksvereins Fulda, waren - fast vollständig vertreten. Am 28. 6.-mürbe um 9,30 vorm. die Trophäenschau und Ausstellung von Fagdbedarf im Bürger- verein eröffnet. Nachdem dem Landesvorsitz-enden ein Wül- kommenstrunk krendenzt war, verwies Oberst a. D. Krauß in kurzer Rede auf die Bedeutung der Ausstellung als Lehr- und Erziehungsmittel, sowohl für den Jäger wie auch für das Pub­likum. Se. Durchlaucht Fürst von Fsenburg-Birstein eröffne­te alsdann die Ausstellung mit einem Horridoh auf den Bezirk Fulda. LinHalali" geblasen von Trompetern des 5. Art!. Regts. erklang im festlich geschmückten Saal. Ueber die Aus­stellung selbst haben wir schon berichtet. Sie fand den unein­geschränkten Beifall, nicht nur des fachmännisch geschulten Waidmanns, sondern ebenso des zahlreich erschienenen Publi­kums. 3n Raumeinteilung, Ausstattung und Ausschmückung mit duftendem Tannengrün hatte Herr Robert Berta ein künst lerisch vollendetes Bild geschaffen, das allgemein sehr erfreute. Namhafte Fuldaer und auswärtige Firmen ergänzten die Tro- phäenschau durch Ausstellung von Fagdbedarf. Die Stände waren sehr geschmackvoll eingerichtet und die gebotenen Erzeug­nisse überzeugten -die Besucher von der Leistungsfähigkeit der Aussteller. Jn den Mittagsstunden spielte das Trompeterkorps des 5. Artl. Regts. am Kaiser-Zriedrich-Denkmol und trug viel dazu bei die Aufmerksamkeit auf die Ausstellung zu lenken. Der Besuch war dankenswert gut. Um 12 Uhr begann die Hauptversammlung des Landesvereins Kurheffen. Die Mit­glieder waren sehr zahlreich erschienen. Es kostete Mühe Platz zu finden-. Der Vorsitzende des Landesvereins eröffnete die Versammlung mit einem Dankeswort an den Bezirksverein Fulda für die Vorbereitung der Tagung. Dann wurde die Jahresrechnung des Jahres 1924 vorgetragen. Entlastung er- folgt-e^einstimmig. Der zweite Vorsitzende des Landesver- eins, Freiherr v. -d. Recke, -hatte gebeten sein Amt niederlegen zu dürfen weil örtliche Gründe ihn an der Fortführung der Geschäfte zu sehr behinderten. Ebenso bat im Anschluß daran der Landesvorsitzende selbst sein Amt niederlegen zu dürfen, weil er zu viel auf Reisen sei um seinen umfangreichen Pflichten als Landesoorstand stets nachkommen zu können. Die B-ersamm- lung beschloß einstimmig den bisherigen Landesvorsitzenden beim Präsidenten als Ehrenvorsitzenden, den Prinzen Alfons von 3jenburg=£angenjelbolb, bisherigen Bezirksvorsitzen-den des Bezirks Gelnh-aufen-Lch-lüch-t-ern als ersten Vorsitzenden und den Oberst a. D. von Loeben-Lassel als zweiten Vorsitzenden in Vorschlag zu bringen. Prinz von Ssen-burg-Langm-selbold berichtete alsdann über den Verlauf der diesjährigen Hauptver sammlung in Berlin. Seine Ausführungen zeigten, daß der A. D. J. V. im engen Einvernehmen mit den Behörden bemüht ist die darniederliegende deutsche Jagb zu heben. Die deutsche Jagbkammer und der A. D. J. V. arbeiten zusammen und kön­nen auf eine große Reihe von Erfolgen zurückblicken. Beson­ders ist dies auch zu -erhoffen bei der Entstehung der neuen

Bad Wildungen, 30. Juni. Aach Berichten über den Parteitag der Demokratischen Partei in Fulda scheint der Anschluß -Waldecks an Preußen von dieser Partei eifrig geför­dert werden zu sollen. Dabei ist interessant, daß die übergroße Mehrheit des Waldecker Volkes Gehe letzte Landta-gswahl) es gar nicht so eilig mit dieser Frage hat. Solange Waldeck seine staatliche Selbständigkeit aufrecht erhalten kann, wäre es ein Ausdruck von geringer Heimatliebe, wollte man dem ange­stammten Heimatlande voreilig ein Aufgehen in Preußen -em­pfehlen. Wenn bie finanziellen Voraussetzungen für ein Wei­terbestehen Waldecks gegeben sind, so liegt absolut kein Grund vor, bas staatliche Eigenleben Waldecks, -es ist ja bereits ganz gering, ganz aufzu geben.

Wiesbaden, 1. Juli. Zu dem Mord im Waldrestanrant Hubertus bei Königstein wird heute folgendes gemeldet: We­gen Lustmord an der 17jährigen Rosa Reis aus Grub in Sachsen-Meiningen mürbe kürzlich der Eheimker Michael Popp aus Frankfurt festgenommen. Aach seiner Einlieferung gestand er den Lustmord an der 19jährigen Arbeiterin Söllner bei Sonneberg im Meiningisch, ebenfalls -ein. Nunmehr ist die Untersuchung sbe hörde darauf hin gewiesen worden, daß Popp, der Morphinist ist und Ende April, -nachdem er aus einer bay­rischen Heilanstalt entsprungen war, in ber Eaunnsgegenb sich aufgehalten hat, als Mörder bes Besitzers des Restaurants Hubertus, des Wirtes Bartsch, auch in Frage konuMn kann, da die Pevsonal-beschreibung des Mannes, den ber Postbote am 23. Juni mittags 12% Uhr bei -dem Wirt in der Küche sitzend gesehen hat, einen Menschen mit -ausfallend gerötetem Gesicht und besonders schmalen Rippen auf den Lustmörder Popp paßt. Die hiesige Staatsanwaltschaft hat sich mit dem Untersuchungsrichter in Meiningen in Verbindung gesetzt.

Eisenach, 30. Juni. Die Ortsgrupe Eisenach der alten Re- gimenfsangehörigen des Lagdstuvm 2nfant-erie-Regiments 11 hatte als Tag her Wäders-ehensseier den 27. und 28. Juni be­stimmt und zwar mit Rücksicht auf -den an diesem -Tage erfolg­ten Auszug des Regiments nach Rußland. Aus allen Teilen Thüringens und Hessens erschienen die tapferen Landstürmer zu vielen Hunderten am Sonnabend in Oer Wartb-urgstadt. Die Feier wurde umrahmt -durch die Vorträge des städtischen Or­chesters, durch turnerische Glanzleistungen Oes Turnvereins 1860 und durch Gesangsvorträge Oes Westdeutschen Män-nergesang^ Vereins. Generalleutnant von Schauchner, Oer erste Komman­deur des Regiments, gab seiner Freude Ausdruck, wieder ein­mal mit den alten Angehörigen Oes Regiments ein frohes Wiedersehen feiern zu können und forderte die Anwesenden auf ihre Liebe zum schwergeprüften Vaterlande dadurch zu bekun­den daß sie mit alter Kraft den Wiederaufbau des Reiches för bern möchten. Stehend und mit inniger Begeisterung wurde das Deutschlandli-e-d gesungen. Der -einstige Regimentsadjutant Trenk dankte für die gute Aufnahme in der Wartburgst-adt und gab einen geschichtlichen Ueber blick über die Kriegstätigkeit -des Regimeicts, das als einziges L-andsturmregiment bis zum Kriegs jchluß in Feindesland war. Am Sonntag vormittag wurde un­ter großer Beteiligung -ein f^^

i auf dem Markts niedergÄegt. .

ZreibnM, 1. SM. -Ann t&-imb-19. Julr^fnibet mr Freibnig--- i. Br. -ein Regimentstag des ehern. 76er Feld-artillerieregimsnts und der daraus hervorgegangenen Kriegsfo-rmationen statt. Verbunden damit ist die Grundsteinlegung für ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen. A-nmeld-ung-en an Herrn Keller, Frei­burg Br., Hotel Engel.

Köln a. Rh., 30. Juni. Jm Speisewagen des Schnellzugs StraßburgKöln ist man einem umfangreichen Likörschmug­gel auf die Spur gekommen. An der Zoll-gr-enzstati-on Serrig, an der saarländischen Grenze, überzeugten sich.deutsche Zollbe­amte von dem Schmuggel und beschlagnahmten den Speisewa­gen der Internationalen Speise- und Schl-afwag-en-Gesellschaft. Der Wagen wird von der Zollbehörde als Pfand zurückbe- halten.

Stettin, 29. Juni. Der in Straßburg (Uckermark) statio­nierte Oberlanbjäger Vogt traf auf dem Wege nach Wismar zwei Schnitter vom nahen Gut, Vater und Sohn, von denen der ältere eine unbewickelte Sense trug. Der Oberlandjäger stellte den Mann zur Rede und wollte ihn zur Feststellung seiner Personalien mit zur Wache nehmen. Jn diesem Augenblick -erhielt er von dem Sohn mit einer Forke einen so heftigen Schlag über -den Kopf, daß er zusammenbrach. Der ältere schlug sodann noch mi t der Sense auf ben Oberfanbj ärger e in, der außer einem Schädelbruch eine tiefe Wunde über das Ge­sicht durch einen Sensenschich-t erhielt. Es gelang, die beiden Täter, die geflüchtet waren, zu verhaften. Vogt wurde ins Krankenhaus nach Prenzlau eingeliefert, wo er bald seinen Verletzungen erlegen ist.

Neuruppin, 30. Juni. Der bekannte Berliner Bildhauer, Prof. Max Wiese, ist hier nach kurzem Krankenlager -gestor­ben. Max Wiese, eine in den Berliner KUnstlerkreisen hochge schätzte und beliebte Persönlichkeit, ist am 1. August 1846 in Danzig geboren. Von seinen Werken sind Oie -bekanntesten die Denkmäler Theodor Fontanes und Schinkels in Neurup­pin, die Marmorstatue Andreas Schlüters in Oer Vorhalle des Alten Museums in Berlin und das Kaiser Wilhelm-Denk­mal.

druck und Verlag: Rudolf Bamberger, verantwortlich für den gesamten Textteil: Ebefredakteur Julius Geissel, für Anzeigen und Reklamen Anton Scyütz, sämtlich in Fulda.

Bekanntmachung.

Die Anstreicherarbeiten im großen und weißen Saal im Orangeriegebäude sollen vergeben -werden.

Angebote können vom StaOtbauamt gegen Entrichtung der Herstellungskosten bezogen werden.

Verschlossen- mit Aufschrift:Angebot auf Anstreicherar- boilen im Stadtsaal" versehene Angebote sind bis zum

Donnerstag, den 9. Juli 25, vormittags 10 Uhr an das StaOtbauamt eiuzur-eichen.

5 u 10 a , den 30. Juni 1925.

Der Stadtbaural. Eber l e i n.