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nur eine Versündigung au Stand und Volk, sondern vor allem auch an dem jungen Menschen selbst, denn dieser wird sich ohne die Grundlage einer guten praktischen Ausbildung nach drei womöglich ganz verlorenen Sohren kaum im Beruf halten kön­nen, ?um mindesten aber infolge seiner ungenügenden Kenntnisse auch nur ein zum Leben völlig ungenügendes Gehalt beziehen, oder gar das Heer der stellenlosen Gehilfen vermehren. Deshalb sind es auch vor allem die Berufsverbande der Angestellten, die mit allem Nachdruck eine ausreichende gesetzliche Grundlo- ae für die Regelung des Lehrlingswesens fordern, damit die im­mer wieder vorkommenden Mißstände endlich erfolgreich be- kämpft werden können. Der D. H. B. fordert neuerdings auch die Abhaltung von praktischen Gehülsenprüfungen für ausler­nende Kaujma-nuslehrünge. Sechständige und ongestellte Kauf­leute sollen unter der Leitung von Berufsschullehrern die Lehr­linge über die in der Lehre sich ungeeigneten praktischen Kennt­nisse und Erfahrungen prüfen. Davon verspricht man sich eine heilsame Wirkung sowohl gegenüber dem Lehrling als auch Sem Lehrherrn. Die alsbaldige Durchführung solcher Gehilfen Prüfungen auch für den kaufmännischen Beruf wäre sehr zu wünschen.

Bebra, v Suni. Vor einigen Tagen fuhr ein Reisender auf der Strecke Tassel-Bebra. Su dem Abteil befanden sich einige Herren, die sich laut unterhielten. Plötzlich wurde von einem der Herren als neueste Errungenschaft ein erdichtetes Gespräch zwischen Hindenburg und Ludendorff aufgetischt, in welchem Hindenburg Ludendorff fragt, welches der größte Mas senmörder der Jetztzeit sei und Ludendorff antwortete:Sch denke, Haarmann". Bei diesen Worten mischte sich ein bis dahin ruhig in einer Ecke sitzender Herr mit ausgesprochen fremdländischem Akcent in das Gespräch mit den Worten: Nun verstehe ich, weshalb man die Deutschen im Auslande so verachtet. Sch sage Shnen in meinem Frankreich käme so et­was nicht vor!"

Bad Wilduugeu, 26. Suni. Seltenes Sagdglück hatte der Förster Müller im benachbarten Walddovfe Hüddingen. Da­durch, daß er -vor einigen Sagen einen Kapitalen Sechsender- Rehbvck zur Strecke brachte, stieg seine Sagdbeute an Reh- böcken auf die Hahl 100. Nicht viele Waidmänner mögen sich eines solchen SagdglUckes rühmen können.

Wieâdou,. Suni. Durch den Regierungsvizepräsident Scherer fand heute die Einführung des Oberbürgermeisters Sra vers und des Bürgermeisters Schulte in ihre Aemter statt. Er gedachte in seiner Rede der Verdienste beider Herren um die Stadt während des passiven Widerstandes und auch der guten <3 rit für die Kurstadt unter dem Vorgänger Geheimrat Gläßing dem die -Regierung für seine segensreiche Tätigkeit, die vorzei­tig durch feine Ausweisung beendet wurde, auch an dieser Stelle den herzlichsten Dank ausfpveche. Die Regierung teile die schweren Sorgen der ganz besonders hart betroffenen Kur- stadt. Sie verspreche ihr in der steigenden Notlage alle Hilfe zu bringen, die ein selbst so nvtleidneter Staat zu leisten im- stände sei.

Hammelburg, (Rhön), 27. Suni. Ein Auto mit 45 aus Hammelburg eingetroffenen Kindern ist auf dem Wege zum Kinderheim infolge Versagens der Steuerung die Böschung hinabgestürzt. Es erlitten «jedoch nur drei Kinder Armbrüche -âckMÜLFzMre ^^Verletzungen. .

Karlsruhe, 26. Suni. Das vorläufige «Ergebnis der Volks zählung vom 16. Suni hat in Baden eine ortsanwefende Per­sonenzahl von 2 319 5 88 ergeben. Darunter sind 1 118 932

männlichen und 1200 656 weiblichen Geschlechts. Gegen die Volkszählung von 1919 bedeuten diesen Hahlen einen Huwachs von 124 008 Personen, gegen die von 1910 einen solchen von 176 755.

Halle, 26. Suni. Sm Dorfe Rösa bei -Halle brach in der Nacht zu heute Feuer aus. Das Schulhaus mit dem ganzen Snventar brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der im ersten Stock wohnende Lehrer konnte nur mit großer Mühe von der Feuerwehr ins Freie gerettet werden.

Aemvied, 26. Suni. Bor dem hiesigen Schwurgericht stan­den gestern die Eheleute Karl Stamm aus Vallendar unter der Anklage, zwei Kinder mißhandelt , vorsätzlich ausgesetzt u. dem Hungertod preisgegeben zu haben. Ein dritter Fall, in dem der Angeklagte ein eheliches Kind, das in der Nacht ge­boten war, am andern Morgen in einem Eimer Wasser er­tränkte und am folgenden Tage verscharrt hatte, konnte trotz dringenden Verdachts der Täterschaft nicht zur Anklage er- hoben werden. Stamm erhielt wegen versuchten Mordes 15 Sahre Huchthaus und seine Ehefrau wegen versuchten Mordes und Kindesaussetzung mit tödlichem Erfolg ebenfalls 15 Sahre Huchthaus. Beiden Angeklagten- wurden die bürgerlichen Eh­renrechte auf 10 Sahre anerkannt.

Vermischtes.

Hosen aus Mewschouhaut. Smmer wieder tauchen von Heil zu Heit Nachrichten auf, nach denen man Bücher gefunden hätte, die in menschliches Pergament gebunden sind. Der Höhe punkt aller dieser Schauermärchen sind aber die Hosen des fran- zösischen Revolutionshelden St. Sust, von dem eine schon zur Heit der Revolution entstandene Legende berichtet, er habe -ficy ein paar Hosen aus Menschenhaut verfertigen -lassen. Diese Le­gende, die ein wenig an aus Rußland kommende Gerüchte er­innert, besagt daß St. Sust vergeblich einem jungen und schönen 't ^.uren nachgestellt habe. Sie entzog sich ihm jedoch, was ihr den Tod durch die Guillotine einbrachte. St. Susi befahl, ihm nach der Hinrichtung den Leichnam zu bringen, und ließ die Haut abziehen. Später i.^ er aus ihr das ber-^tigte Hosen­paar verfertigen. Ein Heitgenossen des Sahres 1814 erzählte, er habe diese Nachricht von demjenigen erhalten, der alle Vor­bereitungen zu dieser schauerlichen Operation getroffen hatte. Er habe sie mit Einzelheiten erzählt, die man gar nicht wieder­geben könne. Derselbe Autor behauptet noch, daß man aus den menschlichen Kadavern Oel destilliert habe und es während der Revolutionszeit für die Lampen der Emailleure verkauft habe. Der Verfasser dieser Nachrichten gehörte später dem Polizei­korps an und wollte sich ohne Hweifel den Machthabern des napoleonischen und späteren, du ironischen Königtums beliebt machen. Die Hensur unterdrückte auch die erste Auflage des Buches, das jedoch ein paar Sahre später in einer zweiten herauskam. Die Schauermärchen von der Verwendung mensch licher Haut zirkulierte aber allgemein in jener Epoche, und so gab es auch ein Gerücht, nach dem man in dem Pariser Vorort Meudon eine ganze Gerberei eingerichtet -hätte. Die Gewalti­gen der Schreckenszeit hätten beim Fest derVernunft" sämt­lich Hosen getragen, die aus dieser Gerberei menschlicher Häute stammten. Sede Nacht höre man in Meudon bas Rollen der Räder, die die Leichname der Hingerichteten heranbrächten. Sn jenen aufgeregten Heilen nahm man es mit der Prüfung ähn­licher Gerüchte nicht sehr genau, und so gab es auch Prahlhänse, die sich rühmten, gleiche Hosen in der Schlacht getragen zu ha­

ben, deren Material von getöteten -feindlichen Soldaten 'her- rühre. Alles das ist natürlich schlim-nOe Prahlerei und Klatsch wurde aber anscheinend von einem Teil der bis aufs äußerste terrorisierten Menge geglaubt. Dennoch gibt es tatsächlich er- wiesene Stücke, die aus menschlicher Haut -hergestellt sind. Die Pariser Nationckbibliothok bewährt eine Bibel aus dem 13. Sahrhundert, deren Text wie es sachverständige Gutachten besagen möglicherweise auf Menschenihaut geschrieben ist. Ein anderes Pariser Museum enthält die berühmte Verfassung des Sahres 3 der Revolution, die angeblich in Menschenhaut ge­bunden ist. Sie wurde im Sahre 1864 für 231 Franken auf einer öffentlichen Versteigerung verkauft und gelangte später in Museumsbesitz. Es gibt auch mittelalterliche Ehristusfiguren, deren Lederbekleidung von Menschen herrühren soll, wahrschein lich aber aus Robbenhaut hergestellt ist. Fast in allen Heiten haben sich gleiche Gerüchte erhoben. So soll auch die berühmte Trommel Hiskas im 15. Sahrhundert aus gleichem Material verfertigt worden sein. Diese unkontrollierten Nachrichten gshen sogar bis ins Lächerliche, denn man hat sogar von Vi- Jitertkarten erzählen wollen, die auf Menfcheühaut gedruckt seien.

Wetterbericht.

wtb. Frankfurt a. M., 27. Suni. (Wetterbericht.) Dev Druck über Mitteleuropa hat sich weiter ausgebreitet, doch ist die Luftdruckoerteilung noch immer flach. Auch vorläufig ist noch mit keiner durchlaufender Verbesserung des Wetters zu rechnen.

Vorhersage bis Sonntag abend: Wolkig, vereinzelt kurze Regenschauer, stellenweise auch mit Gewittererscheinungen, mä­ßig warm, westliche bis nordwestliche Winde.

Druck unb Verlag: Rudolf Bamberger, verantwortlich für deo gesamten Textteil: Chefredakteur Julius Geissel, für Anzeigen nnb Reklamen Anton Samt?, sämtlich in Fulda.

Wegen bes Feiertags (Peter und Paul) kann die nächste Nummer derHejf.-Morgztg" erst am Mittwoch, den 1. Sok früh heraus gegeben werden.

Bekanntmachung.

Me Herren Bürgermeister und Sutsvorsteher des Kreises die mit der Emzahlimg der Kreishundesteuer für das 1. Rech­nungs-Halbjahr noch im Rückstände sind, werden hieran

mit 3 tägiger Frist erinnert

Fulda, den 25. Suni 1925.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses.

Frh. von Gageru.

Seuchennachrtchten.

-Ausgebrocheu ist die Maul- und Klauenseuche in Lauter­bach, Grebenhain und Berumchshmu-Kreisamtsbezirk Lauter­bach.

Der lebende Tote.

Von Marc Donat. Autorisierte Uebersetzung von Gertrud Köbner.

17. Fortsetzung.

Kurz, Sie können sich wohl -denken, daß ich gezwungen war, Rool die nötigen Aufklärungen zu geben. Er ist kein dummer Kopf. Er bezeugte das lebhafteste Snt-eresse für mein Werk; richtete mehrere höchst vernünftige Fragen an mich und ver- f-prach mir mit feierlichem Schwur, die -ganze Angelegenheit -völlig geheim zu halten.

Sch bedaure diesen kleinen Versuch nicht denn -er hatte mir bewiesen, wie sprechend die Aehn-lichkeit, -ist, und wie der ganze Mechanismus dem wirklichen Leben nahekommt.

Außerdem kann mir Rool -nützlich fein. Die Arbeit fängt an, für -einen überanstrengten Mann, wie mich, schwer zu wer­den, und ich muß noch allerlei Einzelheiten vervollkommen, vor allem die Stimme und den Gang.

Was nun die Wunde betrifft so will sie nicht heilen. Sch habe sie nach Aerzte Art zugenäht, aber als ich den Faden her­auszog, hat sie sich wieder geöffnet. Die Ränder der -Wunde sind weißlich; sie gibt meinem Ebenbild ein schauerliches An­sehen, das muß ich zugeben. Ach stände mir der arme Pal­mers noch zur Seitel Er würde schon schnell ein Heilmittel ge­funden haben!

Da haben Sie nun meine ganze Beichte lieber Savagel Sollte noch etwas Neues hinz-ukom-men, so werde ich es hinzu­fügen."

Olfs die beiden Leser die letzte Seite umdrehten, fanden sie noch ein Blatt, das schlecht zusammengefaltet und zerknittert war. Die darauf zu -erkennende Schrift war groß, linkisch -und rührte sicherlich von einer zitternden Hand her. Es war Seff- rgs Handschrift, aber selbst der ungeübteste Graphologe würde an -ihr gleich die Heichen der Krankheit die den Gelehrten mit so grausamer Hand gepackt hatte, erkannt haben. Das Da­tum, der 25. Suni, bewies Lancast und Savage, daß es sich um â nach dem Schlaganfall verfaßtes Schriftstück handelte. Der Röechsel war also natürlich: fast ganz gelähmt, war es Seffrgs äusserst schwer geworden-, diese Heilen niederzuschreibe-n.

Go lasen sie -denn:

- - - Roo-l bat mich in das Laboratorium geschoben und ann mit der Bemerkung allein gelassen, daß er mich in einer

Gavage, ich bin untröstlich, daß Sie gi " cküch webt in Newgork sind. Sch möchte Sie sehen.

. . Jeb habe Rool -einen Brief für Sie diktiert. . . Hoffent- fürcbtei ^id-zurück . . . bas, was ich immer so sehr ge Gelähmt k?Macbe geworden: ich bin fast vollkommen

W "ur**«* Mm, uni ich kann

3 im > Hiedxn. . . -Trotzdem hoffe -ch, wieder gefund

ZU werden mein Hirn hat Gott sei Dank nicht gelitten, und ich rechne darauf daß es Dogn oder einem anderen Arzt gelingen wird, mich zu retten.

... Sa-vage, ich hege Befürchtungen, die vielleicht wahn­witzig . . . vielleicht aber auch begründet sind. . . Hören Sie: an dem Lage, wo ich mit Rool -den obenerwähnten Versuch unternommen habe, setzte ich diesem den ganzen Mechanismus meines lebenden Loten und die Art, sich seiner zu bedienen, aus­einander. Er hat alles bis auf die kleinsten Kleinigkeiten ge­nau begriffen. Gemeinsam mit ihm habe ich die übrigens erfolg los gebliebenen Versuche gemacht, den Gang zu vervollkommen.

Nachdem er mich aber heute in das Laboratorium gefahren hat, bin ich über eine unerwartete Veränderung im Aeußeren meines Doppelgängers erschrocken. . . . Er ist gealtert. . .

Ein Schauder hat mich erfaßt.

Seine Haare waren ganz weiß. Ferner war der ganz aus der Mode gekommene Anzug er trägt ihn seit sechs Sahren durch einen neuen Sackeitanzug den ich selbst noch vor ein paar Tagen getragen habe ersetzt.

Als Rool mein Erstaunen bemerkte, hat er gerade heraus- ge-lacht, was zu der sonst so demütigen und unterwürfigen Art des alten Dieners gar nicht paßt.

Das ist eine Ae-berraschung, die ich dem gnädigen Herrn ma- chon wollte, hat er mir erklärt. Sch habe dem gnädigen Herrn zeigen wollen, daß die Unterweisungen des gnädigen Herrn bei mir nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen sind.

Er fügte hinzu, er habe sich des von Palmers fabrizierten Haarwassers -bedient, um die Haare weiß zu färben und noch einige Runzeln gemalt, um die Aehnlichkeit mit mir zu -erhöhen.

'^Il bas ist an und für sich wohl nicht besorgniserregend. Sch selbst habe diesen Diener ins Vertrauen gezogen, und des­halb -erlaubt er sich so manches. . Und dann bin ich krank, meine Nerven sind überreizt. . Sch bin zum reinen Kind ge­worden. . . Warum läuft mir der Schweiß von der Stirn . . warum zittere ich so? . . Lavage. . .

Sch höre jemanden kommen.

Seitdem meine anderen Fähigkeiten nachgelassen haben, ist mein Gehör feiner geworden. Sch verstecke schnell diesen Brief in ber kleinen Kassette, die neben mir steht. . . Gleich werde ich meine -letzten, armen Kräfte zusammennehmen-, um diese Kas­sette hinter der Portiere zu verbergen. . . Ohne -es mir selber gestehen zu wollen, vermute ich, daß Rool irgend etwas Böses gegen mich im Schilde führt . . Aber was? das ist mir vorläu­fig noch unklar.

Warum diese weißen Haare? . . Was sollen sie? . . Noch heute Abend will ich mit Dogn reden. Sch habe Angst ... ich habe solche Angst.

Dort endete der Brief. Man sah, daß der Kranke ihn schnell zusammengefaltet haben mußte, um ihn in das Kuvert zu stecken . . . Die beiden Männer betrachteten einander und un- fchreibliche Erregung lag in ihren Blicken.

Unb der Lote hat den anderen überlebt" meinte Savage. 2lcf> man sagt, daß der Himmel die bestraft, die voll wahn­sinnigen Stolzes versuchen, das Leben zu schaffen. Jedenfalls kann uns Sohn Rock mit diesem Brief nicht entwffchen. Der Verurteilung entgeht er nicht. Die Ruinen bes -Laboratoriums stehen noch unberührt da. Man muß sofort alles genau un­tersuchen; vielleicht finden sich noch einige arme verkohlte lieber reffe von Jeffrys.

^Unb dann wird diesem Schuft von Diener wohl -nichts üb­rig bleiben, als zu gestehen."

Saoage und Lancast schwiegen Sie mußten daran denken, welch Martgrium Henderson in seinem Laboratorium wohl aus­gestanden haben möchte, während -sein Doppelgänger, der lebende Tote, sein mit grausiger Genauigkeit nachgeahmtes Ebenbild, seine klägliche, tragische Odyssee begann.

13.

Sohn Rock gestand nicht.

Als -er nach seiner Auslieferung in Newgovk ankam, um dort abgeurteilt zu werden, hüllte er sich in das gleiche, furcht- bare Schweigen, und selbst sein Verteidiger konnte nichts aus ihm herausbringen.

die Anklage hatte ein drückendes Beweismaterial gegen chn gesammelt: Jeffrys Brief, die im Mittelmeer aufgefischten Ueberrefte unb zuguterletzt einige verkohlte Knochen, die man in den Trümmern des Laboratoriums wiedergefunden hatte, so­wie den unteren Teil eines Schädels der von dem Hahnarzt Seff rys ohne Högern als -der des Gelähmten wieder erkannt wurde.

Der Verhandlungstag -war da. Fieberhaft suchte der An­walt in dem dicken Aktenbündel, das vor ihm lag. Voller Spannung wartete das Publikum auf das Erscheinen des An­geklagten.

Da trat er ein, und ein schauriger Anblick bot sich den An­wesenden.

Sohn Rocks abgezehrtes, aschfahles Antlitz hatte nichts Menschenähnliches mehr: lange Haare, die in den- -paar Wochen fchne-eweiß geworden waren, hingen wirr um sein Kopf. Seine starr blickenden Augen leuchteten im Fieberglanz. Doch den Äfften Li-ndruck hinterließ sein schwerer, rhythmischer Schritt. Als mache er einen Parademarsch, Jo sarf er einen Fuß vor den anderen. . . Die Arme hingen schlaff am Körper herab, und fern Kopf wackelte mit grauenerregender ^eichmäßigkeit hin und her.

2lls er an feinem Platz angekommen war, machte er kurz halt, brach in ein greuliches, wahnwitziges Gelächter aus und brüllte mit einer furchtbaren-, in die Ohren gellenden Grabes­stimme:

2 "5a! Hal Ha! . . . Sch bin der lebende Tote! . . Hat 5a! Sch schaffe das Leben! ... Sch bin der lebende Tote!

Ende.