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Vom Wert des SnserierlML. Ueber Reklamepsgchologie vlaudert Dr -med. Max Grünewald aus Dortmund timAll- i Ui» An^r Nr »ru*««i« «*t ââ Ai M s-bnftgi-ö- d-r Ww ist m *«*»> ^» 9»»>* «» ZMckri-ft in 2530 Zentimeter Entfernung mm Auge ,ge-hol- Ä Der Wert des Raumes beim Snserieren hinsichtlich des bleibenden BemukOmseindvuck.es wächst nicht direkt wie die Zunahme des Zläche-n-inhalts, d. h. 'ein größerer Raum, w-e- I L^jjg verwendet, wirkt stärker .als ein kleinerer Anzei- I $ häufiger benutzt wird. Eine -amerika-nische Sen- ^â/pn'cht sich folgendermaßen über die Folgen der Wieder­holung von Anzeigen -aus: Das erstemal übersieht man ein Ln- L ferat, das zweitemal merkt man es, liest es aber nicht, das drittemal liest man es, denkt sich aber nichts dabei, das vierte- mal sinnt man über die Sache etwas nach; das fünftemal spricht man darüber mit seinen Freunden; das sechstemol kommt der Gedanke, einen Versuch zu machen; das siebentemal kauft manl

Doppelblüher. Der Monat Suni wird seit alters Rosen- mon-d genannt. Der Gartenfreund und auch der Laie der heu­tigen Zeit wird es kaum verstehen, warum gerade dem Sulrfi dieser Aame beigelegt worden ist, denn ein Blick in die Gärten lehrt, daß die Königin der Blumen fast die ganze wärmere Lah- reszeit hiu-d-urch ihre herrlichen Knospen und Blüten entfaltet. Sm Suni ist freilich die erste schönste Zeit der Rosenblüte, aber schon nach kurzer Zeit sind die Stämme mit neuen Knospen ge­schmückt. Der Gärtner und Gartenfreund aber weiß, daß nur bestimmte Blumen mehrmals blühen. Sn der Gärtuersprache nennt man diesen Vorgangr-emontieren". Außer an den Ro­sen kann man in den Gärten dasRemontieren" noch besonders an Lrdbeeren, Himbeeren, Nelken und auch an Veilchen be­obachten. Auch wild wachsende Pflanzen remontieren zuweilen, zum Beispiel Robinien, Gigzinen, Wiesonanemousn. Jedoch gehört diese Lrscheinung zu den Seltenheiten und stellt etwas Absonderliches in der Pflanzenwelt dar. Die bei uns -heimischen Gewächse verhalten sich in ihrer Blütezeit verschieden. Die ein­jährigen Gewächse, keimen im Frühjahr und kommen bald schon nach wenigen Wochen, bald -erst nach einigen Monaten zur Blü­te, reifen aber jedenfalls noch im gleichen Lohr ihre Früchte und sterben dann -alb. Die zweijährigen Gewächse keimen ebenfalls im Frühjahr, entwickeln im Laufe des Sommers Blätter und bilden im nächsten Satyr ihre Blüten und Früchte, nach der Fruchtbildung sterben auch f!e ab. Zwischen beiden steht eine Anzahl Gewächse, die in der Kultur erst im Spätsommer keimen, überwintern, im nächsten Satyr blühen und fruchten und dann ab sterben. Sri diese Gruppe gehören zum Beispiel unsere Winter­getreide. Der Rest unserer heimischen krautigen Gewächse ist mehrjährig und kommt, nachdem er erst einmal geblüht hat, meh­rere bis viele Sabre hintereinander zur Blüte. Alljährlich ster­ben nach der Fvuchtreife die oberirdischen Stengel ab. Sm Ge­gensatz hierzu bleiben bei den holzigen Gewächsen die oberirdi­schen Lt-engelgebilde am Leben, nur das Laub stirbt bei den mei­sten ab. Sowohl bei den mehrjährigen krautigen Gewächsen, den Stauden, als auch bei den Holzgewächsen tritt die Blütezeit je nach -der Art der Pflanze ganz verschieden ein. Die ersten Blüten, die uns das neue Sabr beschert, sind solche an Stauden und Gehölzen, und auch die letzten Blumen des Sabres werden Haucht von ein- oder zweijährigen Gewächsen, sondern von Stau­ben und Gehölzen getragen, so daß wir sagen können, daß diese 'letzteren beiden Gruppen während des ganzen Sabres blühen, mit der ^Einschränkung, daß die Blütezeit meist auf eine be­stimmte -Zeit beschränkt ist. Bei den meisten Stauden und Ge­hölzen die -etwa bis Mitte Sumi blühen, sind die Blütenknospen bereits im Sabre vorher angelegt, es ist al Jo der diesjährige Flor davon abhängig, ob und wie viele Blütenknospen im vori­gen Sabr angelegt worden sind. Dagegen beobachten wir bei den später blühenden Stauden und Gehölzen, daß sie ihre Blü­tenknospen meist erst in diesem Sabr an le gen. Der Entwick­lungsgang der Pflanzen wird durch eine Ruhepause von ver­schiedener Dauer unterbrochen. Dabei ist bemerkenswert, daß die Ruhepause künstlich sowohl verlängert wie auch abgekürzt werden kann. Die Verlängerung der Ruhepause führt der Gärtner dadurch herbei, daß er die Pflanzen in eine Tempe­ratur nahe dem Gefrierpunkte des Wassers bringt. Anderer­seits verkürzt der Gärtner die Ruhepause dadurch, daß er die Pflanzen einer.erhöhten Temperatur aussetzt, nachdem er sie allerdings vorher in einer niedrigen Temperatur gehalten hat. Durch Behandlung mit warmem Wasser, ja selbst mit Be­täubungsmitteln, wie Chloroform oder Aether, kann er die Pflanzen ebenfalls künstlich aus ihrer normalen Ruhepause her- auslocken. Nun wissen wir sowohl aus eigener Erfahrung als auch durch Berichte früherer Schriftsteller» daß sich nicht alte Einzelwesen einer Art gleich vorhalten. Seher Gartenfreund hat wohl schon die Efahrung gemacht, daß ein Obstbaum im Spätsommer einige Blüten entfaltete. Manche Roßkastanien fangen sogar mit ziemlicher Regelmäßigkeit im Herbst noch ein- mal an zu blühen. Aus alten Ehroniken wissen wir, daß Tire besonders warmen Lahren mit sehr milden, spätem 'Herbst die Weinstöcke eine zweite Blüte brachten. War der Sommer schon frühzeitig heiß und trocken, so daß die Bäume und Sträucher vorzeitig ihre Blätter verloren, dann beobachtet man nicht sel­ten, baß diese Pflanzen in einem milden Herbst nach ergiebigen Regenfällen frisch austveibeu und wohl gar zur Blüte gelangen. Aus allen diesen Tatsachen kann man den Schluß ziehen, daß sich in den Zellen der Blütenanlagen erst ganz bestimmte chemi­sche Vorgänge, sich obspielen, bis die Weiterentwicklung der Blü trnknospen vonstotten geht. Wärme in bem -einen, Kälte in dem anderen Falle, auch Trockenheit und Nässe oder ein verminder­ter oder erhöhter Wassergehalt in den Zellen scheinen eine be- stimmende Rolle zu sipelen. Das verschiedene Verhalten der _ Pflanzen gab nun Veranlassung für die Gärtner, Remontanten zu züchten. Es gibt verschiedene Grade des Re montiere ns und «Web auf natürlichem Wege entstehen ohne absichtliches Ein- greifen des Menschen remontierende Arten. Das normale Ver halten der Crb'beerpfian ist, daß sie im Frühjahr leine Anzahl Utentriebe bildet, ihre Früchte reift und dann Ausläufer irrcm bei eine oder mehrere junge Pflanzen liefern. Blei den groß fruchtigen Erdbeerpfla-nzen erscheinen die Blütentriebe alle zu gleicher Zeit oder kurz hintereinander. Die Blüten öffnen ebenfalls innerhalb einer bestimmten kurzen Zeit, und d-em- ren x ^ auch â Reifezeit der Beeren auf einen Kur- , raum von drei bis fünf Wochen beschränkt. Bei man- . orten dehnt sich nun die Entwicklung der Blütentriebe kleit längere Zeit aus. Besonders ist dies der Fall blei 'm.Ligen Erdbeeren, den Monatserdbeeren. Einzelne

Sorten gehen aber noch einen Schritt weiter. Nachdem sie län- 1 gere Zeit geblüht und gefruchtet haben, tritt bei ihnen eine j kurze Ruhepause ein, nach der sie von neuem beginnen, zu blü­hen und zu fruchten, so daß Jie die letzten Beeren erst im No­vember reifen. Bei den Himbeersträuchern sehen wir im Früh- I fahr an den vorjährigen langen Ruten kurze Seitentriebe er­scheinen, die mit Blüten besetzt sind. Nachdem die Früchte ge- { reift sind, sterben die ganzen im vorigen Sabre gebildeten Ru­ten ab. Mittlerweile w-achsen junge Ruten heran, die im Herbst ihre Blätter abwerfen und im nächsten Fahr mit Blüten besetzte Seitentriebe machen. Hni und wieder freilich kommt es auch vor, daß diese Triebe schon im Spätsommer erscheinen, und -dann trägt die Pflanze im Herbst noch einmal Früchte. Sabetti man nun solche Pflanzen, die diese -Eigentümlichkeit re- -gelmäßig zeigten zu Kr-euzbefruchtungen verwendet, züchtete man Rassen, die regelmäßig im Herbst eine zweite Ernte geben.

Lschwege, Z. Suni. Der Sängerwettstreit während der Pfingstta,ge, der vom Männerges-angvereinArion" aus Anlaß seines 25-jähri-gen B-estehens veranstaltet worden ist, -hat einen glänzenden Verlauf genommen. 31 auswärtige Vereine mit mehr als 1400 Sängern haben -an -diesem edlen Wettstreit te-il- genommen. Sm Klassensingen erhielt in der 1. Klasse den 1. Preis ,Hessenland" Rotenburg, den 2. PreisLiedertafel" Niede-rhone, den 3. PreisHarmonie" Rothenditmold, den 4. PreisGinigkeit" Wan-dsb-eck b. Hamburg; in der 2. Klasse den 1. Preis Män-n-ergesangverein Obersuhl, den 2. PreisCäcilia Göttingen, -den 3. Preis Männerges-angverein Bebra, den 4. PreisFortuna" Esch wöge, den 5. Preis ML nnerg es-angvere in Witzenhaus-en, den 6. Preis Männerguartelt Helsa; in der 3. Klasse den 1. Preis Breitau, den 2. Preis Malbu-rg, den 3. Preis Feuerwehr --Quartett Reichensachsen, den 4. Preis Wei­ßenborn, den 5. Preis Richelsdorf; in der 4. Klasse den 1. Prs. Aetra, den 2. PreisLiedertafel" Hedemünden, -den 3. Preis Hoheneiche, den 4. Preis Hitzero-de, den 5. Preis Bischhausen. Für den besten Vortrag des Achtwochenchores wurden Ehren­urkunden zuerka-nnt in der 1. Klaffe ,Hessenland" Rotenburg, in der 2. Kl-afs-e Ob-ersuhl, im -E-Hrenpreisfingen für Vo-!kslieder den 1. Preis ,Harmonie" Rothenditmold, -den 2. Preis Nie- ] derhojne, -den 3. Preis Rotenburg, den 4. Preis Mandsbeck und den 5. Preis Helsa.

Lasse!, 3. Sami. Ein Vorfall, der Zweifel darüber aufkom­men -läßt, ob krankhafter Zustand oder regelrechter Diebstahl vorliegt, ereignete sich in einem hiesigen Geschäft. Line ältere Dame mit Tochter, den bess-eren Stäuben ang-ehör-end, besah sich di-e Auslagen. Während di-e Tochter Snterejje für einem Hand- fpiegsl zeigte und sich mehrere so-lcher L>-pi-egel vorlegen- ließ, brachte sich d-i-e Mutter in den Besitz einer Lackleder-Handtasche Der Vorg-a-n-g wurde bemerkt un-d beide D-amen zur Rede ge­stellt, als sie sich -anschickten, das Geschäft zu verl-ass-en, ohne den gekauften Handspiegel an der Kasse zu bezahlen und in Empfang zu nehmen. Die -G-eschäftsleitun-g ließ j-edoch Milde w-alten, ver­sprach von einer Anzeige -a-bzus-ehen und bat die Damen zwecks Rögelung der Angelegenheit mit zum Büro zu kommen. 2-n- zwischen stellte sich j-e-doch heraus, -daß noch -andere Sadyen wie ein Portemonnaie und Spitzen -ent-we-ndet w-ord-en waren. Trotz­dem war die T-eschäftsleitung bemüht, eine -gütliche Beilegung des Vorfalles -herbeizuführen, bestand j-e-doch -auf ein schriftlich nied-erzuleg-en-des Lchul-dbekenntni^ -was umsomehr berechtigt er­schien, als sich in -der Wohnung der Damen weitere Sachen vor,fanden, über die nicht der Nachweis rechtlich-sn Besitzes er­bracht werden konnte. Beide Damen v-erf-prachen auch, die Angelegenheit bis zum anderen Morgen zu- ordnen. Sri der Zwischenzeit hat -die Mutter ihrem L-eben ein gewaltsames En­de bereitet, sodaß -nunmehr polizeiliche 'Lrmitt-e-lungen in die We­ge geleitet werden mußten.

Limburg, 3. Suni. Die Staatsanwaltschaft hat nunmehr ge­gen den M-afs-enmörd-er Ringer Jtein die Anklage erhoben. Sie -lautet auf vorsätzlich-en Mord in acht Fällen und -Unterschlag­ung. Die Verhandlung findet voraussichtlich in der Ende die­ses Monats beginnenden Schwurgerichtsperiode statt.

Neustadt, 3. Suni. Dieser Tage wurden hier an der Lache- ner Thausse-e bei den K-an-alis-ationsarbe-iten an der Stelle, iroo früher ein Gutleuthaus (das Pilgern und W-anderern zur Lr- botung und Uebernachtun-g biente) stand, zwei menschliche Ske­lette gesunden. Schon vor zwei Wochen w-ar ganz in der Nähe ein Skelett in sitzender Stellung -ausgegraben worden. Die Nachforschu-ngen zeitigten die Erklärung, daß es sich i-n diesem Falle um ein Lhnlich-es Verbr-ech-en handeln müsse, wie es Sm Sabre 1597 in dem nördlich von Neustadt-H-aardt .gelegenen Mußbacher Gutl-euthaus entdeckt wurde. Sn diesem Gutleut- baus hatten die Besitzer, Mutter und Sohn, viele Sabre hin­durch reiche Fremde, die bei -ihnen einkehrten, ermordet, sie ihrer Schmucks-ach-en -beraubt und die Leichen im Keller verscharrt. Dio Geliebte des Sohnes hörte zufällig ein diesbezügliches Ge­spräch zwischen Mutter und Sohn; auf ihre Aussage hin wurden die Besitzer gefangen unb auf dem Mußbacher Marktplatz ent­hauptet. Es liegt die Annahme nahe, daß auch in -dem La- ch-ene-r Gutleuthaus, an dessen Standort gestern die beiden Ske­lette gefunden wurden, zu damaliger Zeit ein gleiches Verbre­chen verübt wurde.

Karlsruhe, 4. Sumi. Unverzeihlicher Leichtsinn brachte drei bisher unbescholtene Familienväter auf die Anklagebank Als Arbeiter in einem Werk bei Bruchsal beschäftigt, -leisteten sie sich am 18. September 1923 den gefährlichenSpaß", den 15- jährigen ahnungslosen Ernst Rockers aus Karlsdorf zuelek­trisieren. Einer der Angeklagten, der den gleichen Scherz bereits gegen verschi-eden-e an-der-e junge Leute ohne Nachteil -ausgeführt hatte, legte der Heizerbude vom Lichtschalter aus einen zwei Meter langen Draht zur inneren Türklinke und goß um die Wirkung des 200 Volt starken Stromes noch zu er« Höhen, eine Eimer Wasser vor die Küre. Die beiden ande­ren Angeklagten holten alsdann den Rockers herbei, der auf ihre Aufforderung, nach der Uhr zu sehen, di-e Kür zu öffnen ver­suchte. Kaum hatte der Unglückliche den Griff in der Hand, als schon der elektrische Strom seine Wirkung tat und der junge Mann tot zus-a-mm-enbr-ach. Das Urteil für die Täter lautete auf acht und drei bezw. einen Monat Gefängnis.

Hannover, 3. Suni. Das Oberlan-desgericht Telle hat nun auch die Wiederaufnahme des Verfahrens im Falle Hannappel, in dem Grans wegen Beihilfe zum Morde zu 12 wahren Zucht­haus verurteilt worden war, beschlossen. Sm Falle Wittig, in dem Graus zum Tode verurteilt worden war, war schon früher die .Wiederaufnahme des Verfahrens angeorbnet worden.

Turnen, Sport und Spiel.

Von unserem Berliner Sportmitarbeiter wird uns geschrie­ben:

Das langersehnte Ereignis des Deutschen Runds luges ist nunmehr zur Tatsache geworden. Das ganze Reich, sellbst das Ausland, steht unter dem gewaltigen Eindruck der größten flug- sportlichen Veranstaltung. Noch sind die Flüge nicht beendet, noch kann man -die Sieger nicht vollzählig begrüßen, aber trotz­dem ist nach dem bisherigen Verlauf der Flüge ein gutes Ge­lingen zu erwarten. Die -ersten beiden S-chleifenflüge find be­endet. 38 Flieger haben von 56 gestarteten Piloten die erste 1000 Kilometer-Schleife beendet. Zwar darf man das Er­gebnis des ersten Flugtages nicht allzu hoch einschätzen, benn noch waren die Piloten nicht überanstrengt, -das Material noch keiner Gewaltprobe unterzogen. Trotzdem muß man jedoch berücksich­tigen, -daß -der erste -Tag ungünstiges Flugwetter hatte. Die Flieger -hatten auf der ganzen Schleife starken Südwind, der an der Wasserkante zeitweise 70 Sekundenkilometer Geschwindig­keit erreichte. Dabei machten sich in -den bodennahen Luftschich­ten stärkere Sonneübven bemerkbar. Die Flugzeugführer hat­ten schwer mit den Wetterlaun-m zu kämpfen. Wenn man all -das berücksichtigt, so sind -immerhin ganz hervorragende Lei­stungen erzielt worden. Vor allem mar es -der Altmeister Un­gewitter, -welcher in der kürzesten Zeit von 9 Stunden und 1 Minute die 970 Kilometer-Strecke überwand. Es zeigte sich wieder daß er -der sicherste,, umsichtigste und ruhigste Fahrer ist, den wir -haben. Auch heute am zweiten Starttgge zeigte er seine unübertreffliche Fbugtechnik. Sn nur drei Stunden -hat er die gewaltige Strecke Berlin-Han-nover-Frankfurt überflogen.

Auf allen übrigen Sport-gebieten herrschte trotz der Veran­staltung des -deutschen Rundfluges Sporthochbetrieb.

Der Turf zeigt wieder -einmal, daß die deutsche Traberzucht auf -diesen Derby-Sabrgang stolz sein kann. Bessere Dreijähri­ge -hat sie noch nie hervor-gebracht. Das größte Trabe rderbg lockte mit Macht nach Ruhl-ebens sanft ^geschwungenen- Höhen. Es war ein Großkampftag des Turfs. Zora, die Vertreterin des auf dem Trakerturf so glücklichen Stalles Bindow, gewann das blaue B-and mit der denkbar größten U-eberlegenheit. Sbr Sieg wurde von den Zuschauern mit einem wahren Beifallssturm begrüßt. Desgleichen brachte Ho-ppe-g-arten einen Derbg-Groß Kampftag bei den Galoppern. Der 2ubiIäums-Prei§, um den sich das Hauptint-evefs-e -der Massen Kvnz-Mtrierte, gestaltete sich zu einem gewaltigen Erfolg der Dreijährigen. Das Rennen nahm einen völlig regulären, unkomplizierten Verlauf. Der Altef-ebder Marduck schoß sogleich an die Spitze und führte in wahrer Höllenfahrt zum Siege. Ein-e-n -guten Sport zeigte auch der Dresdner -Turf im zwei tausendsten Rennen. Viele Tausend Zuschauer -hatten sich auf dem Rennplatz eingefunben. Sn sehr scharfer Fahrt wurde bas Rennen gelaufen. Eleazar und Cap der Hoffnung machten sich die Führung streitig. Zwischen bei-del» Hengsten entspann sich ein langer Kampf. Erst kurz vor dem Ziel zeigte sich Cap der Hoffnung als das bessere Pferd. Von internationaler Bedeutung ist -das italienische Derby, iudem mit 250 000 Lire dotierten Großen Preis von Ställen. Es war das wertvollste internationale D r-eij ährigen-Rennen des Sah­res. Lui, der Sieger hat -erneut seine hohe Klaffe bewiesen.

Sn den Vordergrund des Snterejfes trat in dieser Woche auch wieder die Potsdamer -Wassersport-Ausstellung. Die Flett-n-erj-achteu zeigten sich diesmal in der Front. Das gün-- stige Wetter brachte es mit sich, daß den Lachten eine oorzüg- Me Gelegenheit gegeben war, sich in allen Gangarten zeigen zu kennen, Es zeigte sich, daß die Rotoren allen Anfordevungen gewachsen waren, die man im allgemeinen von einer Segeljacht -erwartet,

Lm übrigen zeigte die Woche in Bezug auf Wassersport die Ruderer in -der Front. Auf der Oberspree konzentrierte sich der Sport fast -ausschließlich auf -den Rummelsberger See. Es zeigt sich, daß Berlin m diesem Sahre bejonbers reichlich mit Cinerir vertreten ist. Außerordentlich flotte Arbeit zeigt der Berliner Ruderverein von 76. Allerdings haben Ruderkämpfe nicht stattgefunden, es war nur ein -Tag des ^Übertrainings, welcher ante Schlüsse auf die kommenden Zrühja-hrsvegatt-en ziehen läßt.

Weit wichtiger zeigte sich -dagegen in dieser Woche -der Mo-- tor- und Automobilsport. Das Opel bahn- Ren neu 'in Rüssels­heim zeigte -besouders schöne -Leistungen. Besonders sind her- vorzuheben die Leistungen Sörns auf Opel in der Klasse der 4» PS.-Tourenwagen und die Rekordfahrt Dr. Lieglers-Frank- furtauf Benz-Tropfen wagen mit 127 K-ilometerdurchschnittsge- schwindigkeit. Wenn es auch keine Helden des Tages gab, Ja siegten doch in allen Wettbewerben die Draufgänger.

Das Gru-newald-Teuwistupn-ier zeigte sich als das sportliche und gesellschaftliche Craigreis der Saison. Sonniges Wetter, -elegantester Massenbesuch und hochwertiger Sport brachten dem Lawn-Tenuis-Turni-er-Lck einen vollen Erfolg. Die Pro- minenten auf künstlerischem, wissenschaftlichem und sportlichem: Cebiet, aus Sudustrie und Handel gaben sich ein Stelldichein. Exkronprinz Wilhelm unb Gemahlin verfolgten mit lebhaftem Snterejje den Verlauf des Spieles. Sn der Berliner Herren­meisterschaft fielen einige wichtige Entscheidungen. Molden- bauer, schlägt Trimmer in fünf Sätzen. Der Kampf zwischen dem Staliener de Morpurgo und Rohe zeigte einen spannen den Kampf, in welchem ersterer als Sieger hervor-ging. Der Ten­nissport hat eine wichtige Schlacht geschlagen und die deutschen Meister wieder in den Vordergrund des Snterejfes gestellt.

Gm Berliner Z-ußballager war in dieser Woche kein allzu reger Betrieb zu verzeichnen. Eine katastrophale Niederlage erlitt Blücher-Stettin von Minerva-Berlin mit 0:1 geschlagen. Auch Stern 1900 zeigte sich von einer recht guten Seite, indem -es dem Deutschen Sportverein Reichenberg eine 7:1 Nieder­lage beibracht-e. " m

Weit bedeutungsvoller war dagegen das Rennen auf ber Berliner Ochmpiabahu. Die Anziehungsk-raft des Meetings war das StundenrennenFünf Trümpfe", in welchem Sa wall siegreich hervorging. Sm Pfingstpreis über 25 Kilometer führte Weiß voln Start bis zum Ziel.

Vorschau: M-it Spannung erwartet man nun den Verlauf bes Deutschen Rund flugs der mit äußerst günstigen Vorzeichen begonnen hat. Der Kurs lenkt die Blicke aller auf den letzten L unisono tag, au ivelch-em der Derbgjahrgang ein heißes Ringen auf -dem klassischen Horner Moor geben wird. Der Ruder-