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Besorgnis und großem Interesse die weitere Entwickelung in der Kolonie. Noch -einem 5unkfprucb aus Sokio -hat die ja- panische Regierung beschlossen, eine ernste -Warnung on die Pe­kinger Regierung ?u richten und diese -aufzufordern, die Ord­nung in Schanghai schleunigst wieder herzustellen, Japan soll im anderen Falle entschlossen sein, sofort eine größere Lruppen- macht in Schanghai zu landen. Die Regierung in Peking scheint die Bewegung mindestens inoffiziell zu unterstützen. Die Zor- derungen der Aufständischen wie sie auf allen Strotzen in Reden und Plakaten öffentlich vertreten werden, haben sich jetzt noch um einige vermehrt. So wird jetzt laut verlangt datz den Fr-em- den alte Konzessionen entzogen werden, daß die Territori und gemischten Gerichtshöfe abgeschafft werden, die englische Poli­zei in Schanghai nach chinesischem Gesetz bestraft und dazu auf­gefordert wird, ihre Funktionen einzustellen.

Der Streik in Schanghai, dessen intellektuelle Führer die Studenten sind, nimmt immer größeren Umfang an, in sämtlichen Schanghaier Fabriken, besonders in den japanischen Baum­wollspinnereien, soll die Zahl der Streikenden sich jetzt auf et­wa 30 000 erhöht höben. Die Studenten erklären den Strei­kenden, sie seien den Europäern so stark zahlenmäßig überle­gen, daß es ihnen ein Leichtes sei, das gesamte Luropä-ervier- tel in wenigen Stunden zu vertreiben.

Derartige Aufforderungen werden im Europäorviertel auch durchaus ernst genommen, und man erwartet denn für die näch­sten Tage auch allerlei Aeberraschungen, falls es nicht gelingen sollte, die internationalen Truppen in genügender Stärke her- ouzubringen. Die Lebensmittel in Schanghai beginnen bereits knapp zu werden, da die Streikenden die Wege zur Stadt abge- fchnitten haben und den Bauern die Lebensmittel fortnehmen.

Den äußeren Anlaß zu den Unruhen soll die Absicht der Ja­paner gegeben haben, eine Eisenbahn von Taonanfu ins Lan­desinnere zu bauen, wofür die japanische Regierung der Unter­stützung durch TschangtsvIin sicher gewesen sein soll. Tschangt- soliu ist jetzt in Tientsin eingetroffen und hat angekündigt, daß drei Brigaden seiner Truppen nach Peking kommen sollen, um die entsprechende Anzahl von Truppen Z-eng Au Siangs zu er­setzen. Daraus schließt man, daß -der mandschurische Macht­haber mit seinem Einfluß auf die Zentra-Ir-egierung in Peking unzufrieden ist. ,

Diese Borgänge haben die Beziehungen im Fernen Osten so außerordentlich gespannt, daß schon in den nächsten Tagen mit größeren bewaffneten Zusammenstößen zu rechnen ist, in denen fid) die chinesischen Truppen in zwei Lager teilen dürften, wo­von eines mit den Bolschewisten gegen Japan, das andere mit Tschangtsolin gegen die Aufständischen stehen dürfte.

Finanzlage des Reiches sofort durch eine den tatsächlichen Preis Verhältnissen augepaßte, umfassende Neuregelung der Beamt-en- bezüge beseitigt wird". Jn der Jungtebrerfrage beschließt die Lehrerversammlung, die Oeffentlichkeit -darauf aufmerksam zu machen, daß die Junglehrer in Preußen und in den anderen Ländern, die -bereits vor drei bis vier Fahren ihre Lehrer­prüfung gemacht haben, noch nicht in ihren Beruf kommen konnten. Die Versammlung bittet die Reichsregierung und den Reichstag, unverzüglich Abhilfe zu schaffen.

32. Evangelisch-sozialer Kongreß.

Halle, 3. Juni. Gestern begann in Halle der 32. Evange- lisch-Soziale Kongreß, der mit einer Predigt des Geheimrat D. Eger (Halle) in der Marktkirche eröffnet wurde. Am Abend fand ein Volksabend statt, auf dem Geheimrat Professor Dr. Abderhalden, der Hallesche Phgsiologe, über Volksgemeinschaft sprach. Er verwies auf die sozialen, äußerst schwierigen Ver­hältnisse M Halle und Mitteldeutschland mit seiner ausgedehnten öndustrie. Er lehnte den Gedanken des Weltbürgertums als Grundlage einer Volksgemeinschaft ab, weil er für uns keine Bedeutung habe. Der Redner fordert zusammenfassend -Treue gegen das Vaterland, gegen -andersdenkende Volksgenossen und gegen sich selbst als Voraussetzung der werdenden Volksgenossen und gegen sich selbst als Voraussetzung der werdenden Volks­gemeinschaft. Stubienrat Elasten (Hamburg) sprach von den Aufgaben der Fugend im Aufbau der Volksgemeinschaft und wies besonders auf die Jugendbewegung hin. Begrüßungsschrei ben waren eingegangen u. a. von Reichskanzler Dr. Luther, vom evangelischen Oberkirchenr-at und von verschiedenen Reichs­und Staatsbehörben.

Lansing für den Anschluß Oesterreichs.

Wien, 5. Juni. Der amerikanische Staatssekretär des Aeu- Beren unter dem Präsidenten -Wilson Robert Lansing, sagt in einer Erklärung in der Pfiugstnummer der WienerNeuen Freien Presse":Der Anschluß Oesterreichs an Deutschland würde den Frieden und die wirtschaftliche Entwicklung Euro­pas fördern. Diese Ansicht habe ich im Fahre 1918 in einer Denkschrift ausgedrückt und seither habe ich meine' Meinung -darüber nicht geändert. Fch glaube nicht, daß sich Oesterreich ohne die Bereinigung mit Deutschland industriell und überhaupt wirtschaftlich wieder a-u-frichten kann. Nach meiner Ansicht wird die Lage Mitteleuroaps sich nicht stabil gestalten, ehe nicht der Anschluß vollzogen ist". Lansing bemerkt noch, daß auch eine wirtschaftliche Einheit zwischen Oesterreich und der Tsche­choslowakei als wirtschaftliche Lösung der österreichischen Schwierigkeiten gelten könnte, doch fügt er selbst hinzu, daß die­se Lösung erheblichen Schwierigkeiten begegnen würde und stän­dige Reibung zur Folge hätte, so -daß sie tatsächlich als nicht gegeben erscheinen könne und nur der Anschluß Oesterreichs an Deutschland die Wiederherstellung Mitteleuropas zu fördern vermöchte.

LachverftÄrdigen-Konferenz.

Oslo, 3. Juni. Am kommenden Freitag wird in Oslo eine Versammlung von Sachverständigen zusammentreten, in welcher der endgültige Plan besprochen werden soll, wie die Hilfsexpe- ditivnen für Amundsen, anges-etzt werden.

Der französischer Botschafter hat jetzt offiziell -der norwegi­schen Regierung das Angebot einer Hilfsexpedition mit dem SchiffPourguoi Pas" gemacht. Dr. Eharedt -gab die Er­klärung ab, daß die Nachforschungen nur von Juli bis Ende August möglich seien, -da dann die Polarnacht jede Nachforsch­ung unmöglich macht. Aus Rom wird berichtet, daß der Her­zog der Abruzzen, der bereits im Fahre 1900 eine Ao-r-dpolex'- -pedition führte, von der Somali-Küste aus telegraphierte, daß, er sich einer Hilfsexpedition für Amundsen zur Verfügung stel­len wolle.

Kanada annektiert den Nordpol.

Berlin, 3. Juni. Nach einer Blätterme-ldung aus Newgork wurde gestern im kanadischen Unterhaus ein Antrag der Re­gierung angenommen, der auf eine Annektion des Nordpols durch Kanada hinausläuft. Der kanadische Juuenminifter -Ste­wart erklärte zu dem Antrag, -daß Kanada das Land bis zum Nordpol für sich beanspruche, gleichgültig ob es bereits -entdeckt sei oder nicht. Der Gesetzentwurf -ermächtigt die kanadische Regierung, von -den Entdeckungsreisenben zu »erlangen, daß sie vor Antritt ihrer Fahrten sich -Lizenzen von -der kanadischen Regierung einholen. Stewart nahm dabei ausdrücklich Bezug auf Amundsen und die -demnächst startende -amerikanische Mac Millanexpedition.

Der Berliner Psingstverkchr.

Berlin, 3. Juni. Der Berliner Pfingstverkehr war -außer­ordentlich stark und stellte ungewöhnliche Anfor-dsrung-en an alle Verkehrsmittel. Die Straßenbahn hat an den beiden Psingst- feiertagen 4,3 Millionen Fahrgäste befördert, eine Million mehr als an den beiden Oft er feier tagen. Ebenfalls sehr stark war -der Verkehr auf den Stadt-, Ring- und Vorortbahnen, die an den beiden Feiertagen unigefähr 4 Millionen Fahrgäste beför­dert haben. Auch die Außenstr-ecken der Omnibusges-ellsch-aft -hatten außerordentlich-en Verkehr. Sehr stark war auch der Verkehr auf den Spree-Havel-Dampferlinien, die zwischen 200 000 und 300 000 Fahrgäste befördert haben. Leider sind an den beiden Pfingstfeiertagen zahlreiche tödliche Unfälle vor- gekommen, besonders beim Baden.

Deutscher Rundflug.

wb. Karlsruhe, 4. Juni. Nach weiter hier eingegangenen Meldungen hat sich -die Zahl der Tei-lnehmer am heutigen Deut­schen Rundfiug, die in Berlin zwischen 4,17 und 7,47 heute früh gestartet sind, auf 31 erhöht, -nämlich drei Flugzeuge der Klasse A, 13 der klaffe B, und 15 der Klasse T. Von den in Würz­burg gelandeten Flugzeugen sind nach den hier emigelaufenen Meldungen zur Fahrt nach Karlsruhe vier Flugzeuge gestartet. Als erster Teilnehmer an dem heutigen Schlei'fenslng landete hier in Karlsruhe um 10.05 vormittags Nr. 670 der Gruppe E, ein U-det-Flugzeug (Polze als Flieger) und 'startete um 10.27 zum Weiterflug nach Stuttgart. Das Flugzeug 628 (Tgp Rieseler) beteiligte sich heute zum -ersten Male an dem Flug und startete um 7.10 in Frankfurt a. M. und landete hier um 8.33 Uhr und flog 8.45 Uhr weiter.

Aus der Zugesgeschlchte.

Der Glückwunsch des Reichspräsidenten.

Der Reichspräsident hat an den Grafen Posadowskg fol­gendes Telegramm gesandt:Jn herzlichem Gedenken sende ich Euer Exzellenz meine aufrichtigsten Glückwünsche zum heu­tigen Tage. Wöge -Thuen noch manches Fahr in gewohnter geistiger und körperlicher Frische befchieden sein. Hindenburg, Reichsprästdent.

Bor wichtigen Entscheidungen des Zentrums.

Die Zentrumsfraktion -des preußischen Landtages tritt am Montag zu Beratungen über die politische Lage zusammen. An den Berhandlungen werden prominente Persönlichkeiten des Zentrums t-eiluehmen. Jm Vordergrund der Verhandlun­gen wird die Frage der Regierungsumbildung in Preußen ste­hen. Es ist jedoch damit zu rechnen, daß diese Besprechungen noch einige Zeit sich hinziehen werden, da die Mittelkreise sich für eine sehr gründliche Aussprache innerhalb der späteren Re­gierungsparteien ausgesprochen haben.

Jn anderer Hinsicht werden die Beratungen aber von um so größerer Bedeutung sein. Schon seit längerer Zeit machen sich Bestrebungen im Zentrum und in der Bagrischen Volks­partei geltend, zu einer Wiedervereinigung beider Parteien zu gelangen, zumindest aber zu einer politischen Arbeitsgemein­schaft. Tatsächlich sind auch Teile der Bagrischen Volkspartei zum Abschluß einer Arbeitsgemeinschaft durchaus bereit, aber diese Kreise bezeichnen es als unerläßlich, >daß der politische Kurs der Zentrumspartei auf eine Linie gebracht wird, die sich mit den Zielen der bagrischen Bolkspartei einigermaßen ân Ein­klang bringen läßt. Die ganze Frage erfordert -auch nach Er­füllung der grundsätzlichen Gesichtspunkte sehr viel Takt und Rücksichtnahme von beiden Seiten. Es -ist anzunehmen, daß sich das Zentrum in den kommenden Verhandlungen sehr -eingehend mit dieser Zrage befassen wird.

Es wäre töricht, an ernsthafte Absplitterungen innerhalb des Zentrums zu denken, aber andererseits nicht minder falsch, zu verhehlen, daß weite und einflußreiche Kreise innerhalb des Zentrums es für notwendig erachten, daß die Gegensätze zwi­schen dem rechten und -linken Flügel der Partei ausgeglichen werden, um nach -einer grundsätzlichen Aussprache an bas Pro­blem einer Zusammenarbeit mit der Bagerischen Bolkspartei Heranzutr-eten. Es liegt auf der Hand, welche große Bedeu­tung der Ausgang dieser Verhandlungen auf unser politisches Leben haben wird.

Die Hamburger Lehrertagung.

Hamburg, 3. Juni. Jn der gestern abend ^beendeten Ver- tretervers-ammlung des Deutschen Lehrervereins wurde der nach 21 jähriger Leitung des Verbandes zurücktretende erste Vor­sitzende Gottfried Röhl zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Unter seiner Führung ist der Verein von 58 000 auf mehr als 150 000 Mitglieder gewachsen. Jn Röhls Stelle tritt der bisherige 2. Vorsitzende E. Wolff, Die nächste Tagung findet im Jahre 1926 in Danzig statt. Aus den angenommenen Entschließungen sind die folgenden von allgemeinem Interesse:Die Vertre-ter- versammlung des Lehrervereins nimmt mit tiefster Entrüstung Kenntnis davon, daß die Reichsregierung die Erhöhung und Neuregelung der Beamtengehälter -ablehnt. Die Haltung der Reichsregierung -ist um so unverständlicher, -da die gleichzeitig ins Auge gefaßte Steuer- und Zollgesetzgebung eine Verteu­erung der Lebenshaltung und Verschlechterung der wirtschaft­lichen Lage der Beamten, Angestellten und Arbeiter zur Folge haben muß. Die Versammlung fordert mit allem Nachdruck, daß -die anerkannte Notlage der Beamtenschaft bei der günstigen

Auch Frankfurt streicht die Börsennotiz.

wb. Frankfurt a. M., 3. Juni. Entsprechend dem Vorgehen der Berliner Börse hat sich auch der Vorstand der Frankfur­ter -Effektenbö-rse veranlaßt gesehen, die Streichung der Notiz von sogenannten Vorkriegspfanbbriefen bis auf weiteres zu verfügen. Zu dieser Maßregel hat sich der Börsen vor stand so- ivohl wegen der Tatsache entschlossen, daß wiederum der Vegiriff Alt- und Reubesitz, eine Unterscheidung, die geeignet war bas Ansehen Deutschlands im Jn- und Auslande zu untergraben, in die Diskussion geworfen wird, als auch mit Rücksicht auf die schweren Schädigun-gen, die das plötzliche Auftauchen von der­artigen Plänen dem Publikum zuzufüge-n geeignet ist.

Die Lage in Französisch-Marokko.

wb. Paris, 4. Juini. Ministerpräsident Pain-leve hat stern Nachmittag General Serrigny vom Obersten Kriegsrat empfangen, dem er den Auftrag zu einer Jnfpektio-nsreije nach Marokko erteilt hatte. Der General hat über das Ergeb­nis seiner Reise Bericht erstattet und nach demMatin" das volle Vertrauen zum Ausdruck gebracht, bas man über -den wei­teren Verlauf der militärischen Operationen haben könne.

Mord in einem französischen Zuge.

wb. Paris, 4. Juni. Gestern nachmittag ist in einem Zuge, der von Versailles nach Paris ging, ein Mord begangen wor­den. Bei der Ankunft des Zuges im Bahnhof St. Lazare wur de in einem Abteil -erster Klasse ein Reisender entdeckt, der durch zwei Reoolverschüsfe am Kopf tödlich verletzt war. Ts Handelt sich um einen ehemaligen Direktor der Staat-seifen« bahngesellschaft. Offenbar ist der alte Herr während der Fahrt beraubt worden. ,

Aus Stadt und Laud.

Fulda, den 4. Zum 1925

Promenadenkonzert. Am Freitag, 5. Juni abends 7% Ahr findet im Schloß-garten Promenade-nko-nzert -des -Trompeter- Korps des -hiesigen ArtiIl-erieregiments statt.

Aegimentsappell Fußartillerie 3. Es wird nochmals auf -die am Sonntag ben 7. ds. Mts. nachmittags 3 ^ Uhr im Gasthaus Zum Ritter" in Fulda statt findende Vorbesprechung, hinge- w lesen.

Schützenvereirr Fulda. Die Schützen-preise, -die -am kommen­den Schützenfest zur Verteilung gelangen, sind z. Zt. bei bem Ju- melier Goergen ausgestellt. Es sind nützliche umb künstlerische Gegenstände, mit denen die glücklichen S ger bedacht werden sollen. Eine Besichtigung der Ltusstellung empfiehlt sich für jeden.

Lehrgang. Auf Veranlassung des Aaturhellv-ereins wird am 8. und 9. Juni ein Lehrgang in gärfveier Obst- und ^rüch- t-ever-wertung veranstaltet. Bor !aüem-wird die Süßmostberei- tung, ferner die übrige Verwertung des Dörren usw. von -Hr. Gerdon-Karlsr-uhe (vom had^^h -dcsausschuß für gärunaslose Zrüchtov-erw-erlun-g) -d-etprochcu. DrevorMsudrenden neuen Verfahren erhalteno!-e Früchte bet gütigen Natur vollwertig. Die TlNlneh-mer Jollen -befähigt wer­den, die gezeigten Verfahren f-elbst im Haushalt auszuführen und -auch andere darüber zu belehren.. Ueber näheres gibt der An zeige nteil unserer Zeitung AMchluß.

Balalaika-Orchester. -(Bericht, verspätet ein gegangen). Das Konzert des Bal-slaik-a-Orch-esters, 1. Russische Konzertg-es-ell- schaft unter Leitung von Dr. E. Swerkoff, erfreute sich eines verhältnismäßig guten Besuches. Das Programm, -war recht umfangreich: Or-cbefterbarbietungen wechselten ab mit Männer- chör-en und Russischen Volkstänzen getanzt von dem Meister­tänzer Zwan Orlik und Helene Bojarskaja. Das Orchester: es ist glänzend eingespielt, bei -einzelnen Musikstücke sind gut burchgearbeitet;, alle Fe-in-HÄten wirkungsvoll her-ausg-ehoben. Das wichtigste. Bindemittel bleibt der nationale Eha^aktsr, die hervorstechende Eigenart: -sinerfei-ts -langsame und kaum rgtb^ mische M-elo-bien, -aus -denen die unendliche, gleichförmige Weite, die Traum-stimmung der russischen Steppe spricht, -anderseits kurzatmige Tanzwoisen,, die durch, eigenartige. Betonung der rgthmischen Be-g-le-itung und M-i-eder-holun-g -den Eharaki-e-r eines geschlossenen Tonstücks -erhalten. B-eso-nders starken Beifall -er­rangenSopak aus der OperSarots chhczer öahrm-arkt vM Mussorskg und bas VolksliedJm W-al-d-e . Die Tänze:Va- rinia,Vjarentanj und ein Velgen waren -auch charakteristisch national-russisch und -ganz hervorragend in der Wiedergabe. Von Lwan Orlik hätte man se-hr gern etwas mehr gesehen, doch konnten ihn -die stärksten Beifallsstürme zu keiner Zugabe be­wegen. Die M-Ln-nerchör-e erschienen m-anche-m Musikfreund als das Wertvollste des Aben-ds. Dr. Sroierkoff hat in -dieser Ver­einigung vorzügliches Stimmateria!, z. B. einen Baß, wie man ihn selten hört. Daß -auch in ben gesanglichen Darbietungen solcher berufsmäßi-gen Ehör-ealles klappt", braucht nicht -be­sonders betont zu werben. Feinste Schattierungen, exakt sauber und -dguamisch sehr gut waren vor allem das Woigalied- Stenka Vaf in. Auf Wirkung war auch die reichlich oft wechselnde Vel euch tun g eingestellt, etwas weniger wäre hier mehr -gewesen.

Die Angestelltenversicherung. Der Gesetzentwurf über den Ausbau der Angestellte-nversicherun-g trägt der -Erhöhung der Angeftelltenversicherungspfli-cht-grenze von 4000 auf 6000, Ack (auf Grund besonderer Verordnung bes R-e-ichsarbeitsmni riums) -dadurch Rechnung, daß statt bisher fünf nunmehr Ws Gehaltsklasfon: a) bis 50 Mark; b) 5^-100 M-k.; c) 100 bis 200 MK.; d) 200300 MK.; e> 300400 MK.; f) über Mk. gebildet werden. Aus der Seite der Bersichevung-sleistuM sind vorg-esehen: Erhöhung des G-rundg-ehalt-es von 350 auf ,4 MK. des Steigerungslbetrages von 10 auf 15 Prozent, Miier- gehende -allg-emeine Maßnahmen zur Verhütung -des Eintu. s vorzeitiger Verufsunfähigkeit oder zur Hebung der -gesundhei - liehen Verhältnisse der versicherten Bevölkerung; bemgegen über Erhöhung der Beiträge in allen Klassen um 33,3 Prozen , in der Bersich-ertenklasse bis zu 25 Mark bares Entgelt an Monat und für -Lehrlinge sollen die Verträge allein von ben Unternehmern aufgebracht werden. Die Mehrbelastung auf Grund der neuen Beiträge und Leistungen mürbe etwa 50 M"^ Honen betragen.