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Ful-ÄLL Kreisbtatt, AnZsägss für Rhön und DWLls-sZL Fuk-a- und Kaunetal

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Sie MSgliOketten einer Fün-müOtekon-mnr zur Lösung der GLOerhettsfrage.

Berlin, 4. 2um. (Sig. 2nformatl0nMenst.-Lelegr.) Wie wir hören, Find seit einigen Lagen diplomatische Unterhandlungen zwischen London und Berlin über die Möglichkeiten einer Zimf- mächtekonferenz zur Lösung der Sicherheitsfrage im Gange. Von deutscher Seite ist wiederholt daraus hingowieseu worden, daß das Licherheitsproblem aus einer gemeinsamen Konserenz erörtert werden müsse. Gegenüber englischen Pressemeldungen, in denen behauptet wird, Deutschland werde den Vorschlag zur Einberufung einer Sicherheitskonferenz machen, wird übrigens von zuständiger deutscher Leite mitgeteilt, daß eine derartige Ab sicht nicht besteht. Vielmehr erwartet die deutsche Regierung daß von der Gegenseite ein derartiger Antrag ergehen wird.

SittiMHibe Besprechungen Ir. Luthers?

Berlin, 4. Juni. (Gig. Lnsormationsdienst.-Lelegr.) Reichs­kanzler Dr. Lucher hielt sich während der Pfingsttage in West­deutschland aus. 2» den politschen Kreisen verlautet, daß der Kanzler mit den rheinisch-westsallschen 2ndustriekreifeu über die wirtschaftlichen Abmachungen mit Frankreich konseriert habe. Man stehe vor wichtigen Abmachungen zwischen der deutschen und der französischen Industrie, an denen die Aeichsregierung politisch indirekt interessiert sei.

Die Demokraten gegen die Schutzzölle.

Berlin, 4. 2 uni. (Sig. 2nformationsdienst.-Lelegr.) Wie wir hören, haben die demokratischen Vorstände beschlossen, die demokratische Reichstagssraküon zu ersuchen, die Zollvorlagen der Reichsregierung in chrsr Gesamcheit abzulehnen. 2n der demokratischen Reichstagsjraktion selbst ist eine knappe Mehr­heit für die Ablehnung, während die Minderheit wünscht, daß die demokratische Partei eine gemäßigte Zollpolitik unterstützen solle.

Das Gerichtsverfahren gegen Richter eingestellt.

wtb. Berlin, 4. 2uni. teles. Die neue Berliner Zeitung meldet: Die Staatsanwaltschaft hat das Versahreu gegen den ehemaligen Berliner Polizeiprästdenten Richter eingestellt, da die Untersuchung keine Anhaltspunkte dafür gegeben hat, daß Richter sich der passiven Bestechung schuldig machte.

Süfe für Amundsen.

wtb. Paris, 4. 2nni. telef. Wie Havas ans Eherbourg berichtet, wird das SchiffPourquoi Pas", das dazu bestimmt

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.

Die -deutsch-französischen Beziehungen si-nd seit dem Kon­flikt über die Entwaffnungsfrage sowie über die Nichträumung der nördlichen Rheinlandzone keineswegs mehr Jo korrekt wie noch der Londoner Konferenz, wo zwischen Herriot und dem damaligen Reichskanzler Marx sogar eine gewisse persönliche Annäherung -entstanden war. Die erste Prüfung dieses kor­rekten Zustandes trat mit den Schwierigkeiten der deutsch- fra-nzösische-n Wirtschaftsverhandl-ungen -ein. Später entwickelte sich die Lage noch wesentlich unerfreulicher nachdem die inter­alliierte Mi-litärkontrollkommisfion angebliche schwere Ver-feh- lnngm Deutschlands festg-estellt haben wollte und die Räumung -der Kölner Zone von Monat zu Monat hinausgezögert wurde.

Reichskanzler Dr. Luther -hatte geglaubt, die neueingetre- ene Spannung da-durch beseitigen zu können, -daß er in der ^cherheitsfrage den alliierten Regierungen festformü-lierte Bor schlage unterbreitete und die Bereitschaft kundgab, alle nungsversch i-edenheit-en auf dem Bevhand-lungs-wege zu beseitigen Franchsischerseits haben jedoch - diese entgegenkommenden Schritte der Regierung Luther-Stresemach nicht den Wider­hall gefunden, den man deutscherseits erwartet hatte. Weder

Herriot noch das neugeigründete Kabinett Pain- davon abgegangen, Deutschland in der Entwaffnungs- Forderungen zu stellen und die Räumung der Kölner Die Erfüllung gewisser Bedingungen zu verzögern, dem deutlrbk^^ ^ß der diplomatische Verkehr zwischen äußerst ^°^^r in Paris und dem Quai d' Orjay von der und von beiden Seiten niemand mehr Fragen ^^auch machte, bei allen wichtigen Ä diplomatische Anterhaângen zu

' «ege» die Dinga so, daß die d«chche R-gi-r»»g

ist, Amundsen zu suchen, bereits in einigen Lagen in Lee gchen. (Siehe auch unter Rubrik: Aus der Lagesgeschichte. D. Red.)

Paris, 4. 2uni. sGuropapreß). DerNewgork Herald" berichtet aus Florenz, daß Sir William Ellsworth gestorben sei, der bekanntlich durch seine Spende von 100 000 Dollar au Amundsen dessen Aordpolexpedition ermöglicht hatte. Sein Sohn Lincoln ist, wie bekannt, einer der Führer der Flugzeuge der Ex­pedition. Die Sorge um dgs Schicksal seines Sohnes scheint den Lod des alten Herrn beschleunigt zu haben.

Aussperrung in der Hamburger Hohindustrie.

wtb. Hamburg, 4. 2uui. teles. Nachdem die Aufforder­ung an den Holzarbeiterverband zur Einstellung des Streiks er­gebnislos war, die Leilstrecks in der Holzindustrie vielmehr zu­nahmen, ordnete der Arbeitgeberschutzverband sür die Holzin­dustrie die Aussperrung sür das Hamburgische Vertragsgebiet an, die heute Abend in Krast tritt.

Großfeuer in Nürnberg.

wtb. Nürnberg, 4. 2um. teles. Heute ist gegen Mittag ein Großfeuer in der Zellutoidfabrik der Gebr. Wolfs in der Für­ther Straße ausgebrochen. Die gesamte Nürnberger Feuerwehr arbeitet sieberhast mit sämtlichen Schlauchleitungen. Mehrere Personen sollen in den brennenden Gebäuden noch eiugeschlossen sein. Der Brand wütet weiter.

Buchbruckerstrelk in Budapest.

Budapest, 4. 2uui. Die Gewerkschaft der Drucker be­schloß wegen Verbots des BlattesAz Ujjaag einen 24stüu- digen Demonstratio riz-streik. Am Donnerstag Nachmittag und Freitag früh erscheinen infolgedessen keine Zeitungen.

WlnischefrnuMche Angst.

London, 3. 2uni. Noch ist der 2nhalt der -erreichten on-g- üsch-französischer Abmachung über die Sicherheitsfrage in Lon­don offiziell nicht bekannt. Man ist hier nur auf die franzö­sischen Nachrichten angewiesen. Deshalb macht die Freude, mit èer man in Paris den eng-lischen Vo-rsch-l-ag außgeno-mmen hat, hier in vielen Kreisen recht stutzig, undDailg Ehronic-le" sagt heute, die englische Nation möchte gern wissen, wie weit Eham- berlain sich festgelegt hat. Das Blatt schreibt: 2n London sieht man die Schwierigkeit der französischen Lage wohl ein. Frank­reich hat eine Erbschaft von Poincare übernommen aus der Zeit, wo Frankreich versuchte, durch Einkreisung Deutschlands die Hegemonie in Europa zu erlangen. Aber wie kann denn eine Politik, die den ewigen Frieden bezweckt, Zusammengehen mit einer Politik, die den ewigen Krieg bezweckt? Aach den beunruhigenden Berichten aus Paris scheint Ehamberlain den

nicht daran denken kann, dem frchrzösischen sAußenministermm irgendwelche Vorschläge zu unterbreiten oder Anregungen zu geben. Seit Briand Außenminister ist, hat sich das beidersei­tige Mißtrauen noch mehr verschärft. 2e gespannter die Be­ziehungen zu Frankreich wurden, desto mehr -war die -deutsche Regierung darauf -a-ugew-i-esen, diplo-matische Aktionen über London gehen zu lassen. Dadurch ist der -Eindruck enMnden, daß Deutsch-land und England gemein Jam Vorgehen und die französisch-e Rsgierun-g in eine Art Defensive g-edrärhgt würde 2n Wirklichkeit befindet sich jedoch Deutschland im Zustand der Verteidigung seiner Lebensinteressen, sodaß die von französischer Seite erhobenen Ans-chuldig-ungen absolut -jeder Grundlage -ent­ehren^ Nach Auffassung der maßgebenden Regierungskreise kann eine Verständigung mit Frankreich erzielt werden, wenn es gelingt, die Entwaffnungs- und Räumungsfrage zu regeln und den Sarantiepakt zustande zu bringen. Die Sicherung des Fr-i-edens würde dann das beiderseitige Mißtrauen erheblich ab- fchwachen. Wie verlautet wird von deutscher Seite alles getan werden, um eine solche Entwicklung zu fördern. Man hält es für durchaus möglich, daß eine weitere Verschärfung der Lage vermi-eden werden ka-n-n, -wenn die französische Regierung auf die gegenwärtige politische Lage in Deutschland Rücksicht nimmt und endlich davon abgeht, die deutsche Regierung vor Forde- rnng zu stellen, die unannehmbar sind und die jmchl ,diskutiert werden können. Vorläufig bezweifelt man, daß der neue franzö­sische Außenminister Briand das notwendige Verständnis für augenblickliche Situation haben wird, sodaß -eher mit einer vorübergehenden Verschärfung der deutsch-französischen Span­nung zu rechnen sein wird.

Versuch unternommen zu haben, derarti-ges zustande zu bringen. Diese Meldungen aus Paris besagen, daß England nichts da­gegen haben würde wenn Frankreich Polen zur Hilfe eilt, -da­gegen -dürfe Deutschland unter kein. Umständen die n-outr. Zone durchgueren, um nach Frankreich zu marschieren. Frankreich jedoch kann jederzeit in Deutschland -einfall-en. Wir können -uns nicht denken, daß Deutschland sich mit irgendeiner solchen Abmachung zufrieden -geben -könnte. Sollte also Ehamberlai-n tatsächlich den Franzosen diese Konzessio-nen gemacht haben, so möchten wir gern wissen, was das bedeuten soll. Glaubt er wirklich, Deutsch-l-anid zu überreden, eine solche einseitige Ab­machung zu unterschreiben, oder steht er im Begriff, England an eine neue militärische Abmachung zu fesseln, die mit der Sich-erheitsabmachung nichts -zu tun hätte. Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" bespricht dieselbe Frage wobei -er versucht, schon die Antwort auf die Frage desDaily Ehroni-c-le zu finden. Er jagt, daß wenn Deutschland Polen angreife, die franzöfisch-en Truppen die neutrale Zone durch­queren dürften, ohne daß England da-gegen protestieren würde. Sollte jedoch Polen der Angreifer sein, so würde Frankreich nicht durch die neutrale Zone marschieren dürfen. Diese Aus­legung des diplomatischen Korrespondenten desDaily Telegraph ist an sich schon richtig, doch darf nicht vergeßen werden, daß in der englisch-französischen Verständigung über die an Deutsch­land zu sendende Note die Frage -offen geblieben ist, wer zu entscheiden hat, ob Deutschland oder Polen die Angreifer sind.

Loudou, 3. 2-uni. Der Pariser Berichterstatter derTimes" meldet, das französische Außonministerium habe seinen Entwurf der Note an Deutschl-an-d über -den Sicherheitsplan fertigge- stellt, deren Text sich sehr eng an das britische Memorandum halte. Der Entwurf werde der britischen Regierung mitge- teilt werden, -er bedürfe aber noch der Zustimmung des franzö­sischen Ministerrats. Briands Beschluß, die -britische Fassung des Paktes anz-un-e-hmen, werde bekräftigt durch die Tatsache -daß in Paris keine große Opposition gegen diese Fassung er­hoben wurde. Herv-or-rag-ende -politische Schriftsteller aus dem nationalistischen Lager seien jetzt bereit, Jie anzunehmen als Höchstmaß dessen, was Frankreich je von Sroßbritanien er­boffen könne. Der Berichterstatter bemerkt noch, die ftan- zösische Aufmerksamkeit -konzertrierte sich in erheblichem Maße auf innere Ang-sl-egenheiten, -namentlich auf die Finanzschwierig- keiten.

Ser Boreraufstanb in Wna.

Newgrk, 3. 2uni. Der Hilfruf der Gesandtfchaften -der Großmächte aus Schangha-i an die in der Nähe der -ch ine fischen Küste -liegenden Kriegsschiffe hatte zur Folge, daß im Laufe bes gestrigen und des heutigen Tages sämtliche erreichbaren Kriegsschiffe zusammengezogen und interalliierte Truppenlan­dungen -im Hgfen von Schanghai zum Schutze des Europäer- viertels vorbereitet. wurden und zum Teil schon durchgeführt sind. Amerika hat in Schanghai zur Zeit drei Zerstörer und ein Kanonenboot, Japan drei Kanonenboote, Frankreich einen klei- nen Kreuzer und einen Zerstörer. Großbritanien ein Kanonen­boot und Ställen einen Kreuzer. 2m Laufe des gestrigen Tages wurden zunächst fünfhundert Mann amerikanische Truppen und fünfzig Mann Italiener gelandet und sofort zum Schutze des Europaviertels eingesetzt. Man hofft, bis heute abend ins­gesamt zweitausend Mann interalliierte Truppen landen zu kön­nen. Die Amerikaner haben die Küstenwache und -den Schutz der Ongangsstraßen zum EuropL-erviertel übernommen Als ste gestern von chinesischen Aufständischen beschlossen wurden, jetten sie ihre Maschinengewehre -in Tätigkeit, wobei es einige zwanzig Tote und eine große Anzahl Verwundeter auf der chine Jrchen Seite gab. Stündlich erwartet man hier auch die An­kunft britischer und -japanischer Truppenabtsiun-gen. Europäer sind -in -den Straßen von Schanghai bisher nicht getötet wor­den, wenn auch zwei- Europäer in -der Nähe einer Tanzdiele von ben Chinesen verletzt wurden. Die Belästigungen der Europäer -durch die Aufständischen nehmen aber so -erheblich zu, -daß man im Sesandtschaftsviertel allen Ernstes einen Boxeraufstand be­furchtet, ähnlich dem Aufstand aus dem Sahre 1900. Ein Teil her von chinesischen Studenten geführten Aufständischen -hatte sich gestern in der Nahe bes Bergnügungspalastes verschanzt 'unb von hier aus einen Angriff auf die internationale Kolonie geplant.

Amerikanische Truppen schlossen bei Angreifer ein, nahmen 200 gefangen und erschossen einige von ihnen.

und die am Sonnabend voriger Woche erfolgte Erschießrmg von zwölf Unruhestiftern werden von den ^"ken bw AufstandLbewegung leiten, agitatorisch aus- genügt. Zahlreiche Plakat« find erschienen, die den Fremden­haß predigen, besonders den Haß gegen England und Japan, futter der gesamten Bewegung stehen kommunistische Hetzer. Line größere Zahl von Russen wurde gefangengenommen. Das Sowzetkonsulat in Schanghai hat die Aufständischen offiziell be­glückwünscht. Das japanische Kabinett verfolgt mit gwßer