voraussichtliche Pfingjttvetter. Die Regenfälle, die sich - Westdeutschland eingestellt hatten, vermochten nicht wesent- i-^^twärts vorzudringen, und sind am Samstag auch dort er- Von Südwesieuropa her erfolgte ein starker Druck- ° der die nordwestliche Zyklone schon abdrangt und für ^Äinaittaae Aussichten auf meist trockenes und warmes Wetter eröjftet, was wir nach diesem Wetterbericht erhoffen aber natürlich nicht gewährleisten.
Der Herr Bischof von Fulda, Dr. Damian Fosef Schmitt, O .. Mai von seiner Romreise zurück gekehrt. Lr hält am Dfmastfomitag eine Ansprache. Zum Schlüsse des Hochamtes erteilt er in besonderem Auftrage des Heiligen Vaters den päpstlichen Segen.
Zuldaer Gaststätten. Die behaglichen Weinstuben „zum Dachsbau" sind um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden. Der Besitzer, Herr F. Seipel, PfandHausstrasse 8 hat ein präch- tiges Semälde herstellen lassen, daß die Rückwand des soge- nannten „VachskessAs", den.behaglichsten Raum des beliebten Weinrestaurants vollständig ausfüllt. Ls stellt auf großer Zlä- che den Augenblick dar, in dem Zaust und Mephisto in „Auer- Lachs Weinkeller" in Leizig, eintreten. Die vier trunkfejten Gesellen, denen der Besuch Faustens gilt, haben eben den Lho- rus angestimmt, den Goethe so drastisch wiedergibt: „Uns ist ganz kanibalisch wohl, als wie fünfhundert Säuen". Dieses derbe Trunklied ist auch mit dem gleichen Anfangsvers auf das Bild gebracht und betont damit die feuchtfröhliche Stimmung, sie im „Dachsbau" und inbefondere im „Dachskessel" auch in 7nach faustisch- goethescher Zeit zu herrschen pflegt.
Gastspiel der 1. Russischen Konzertgesellschaft. Am 2. Funi findet das angekündigte Gastspiel statt, und sei nochmals darauf aufmerksam gemacht.
Geuchemrachrühten: Ausgebrochen: Die Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Volkers (Bezirksamt Brückenau).
Angestelllengehätter im Kalibergbau. Wie uns der Deutsch- nationale Handlungsgehilfenverband mitteilt, haben die Saris» Verhandlungen mit den Arbeitgebern der deutschen Kali-Fndu- strie zu einer freien Vereinbarung geführt, durch die den An> gestellten ab 1. Funi Gehaltserhöhung um 7,5 Prozent zugestanden wird.
Vergebung von Städtischen Arbeiten. Der Zuschlag zu den Arbeiten am Hauptgebäude des Landkrankenhauses Fulda ist folgenden Firmen erteilt worden. Maurerarbeiten Firma: Ge- drüder Latsch, Fulda; Zimmerarbeiten Hartung, Kämmerzell.
Verzögerte Aufnahme des Kraftpostverkehrs auf der Linie Fulda—Heubach—Reuhof. Derselbe kann erst am 5. 2uni aufgenommen werden, und nicht, wie in gestriger Nummer berichtet, schon am 3. ö-uni.
Edelzell, 30. Mai. Seit einigen Sagen sind hier in unserem dorf Mitglieder des Fungdeutschen Ordens der Bruderschaft Fulda zu sehen, die eifrige Schipperdienste verrichten. Das „Schipperkommando" will, wie wir hören, einen armen Ordens bruder beim Bau feines Häuschens in wirklich brüderlicher Weise unterstützen. — Man ersieht daraus, dass der hungbeut» WrOröen Jein soziales Programm nicht nur auf das Banner geschrieben hat, sondern es auch, wo nur möglich, in die Sat umsetzt. Das ist echte Brüderlichkeit. Ls ist eine wahre Freude, die Leute bei ihrer Arbeit zu beobachten. Da steht der ehemalige Offizier neben dem Arbeiter, beide bestrebt, ihrem Mit- druder mit der Schippe in der Hand tatkräftig zu unterstützen.
Hersfeld, 30. Mai. Gestern wurden auf dem hiesigen Standesamt sieben Pärchen getraut. Ss ist dies seit Bestehen des Standesamts, 50 Fahre, die höchst erreichte Zahl an einem
Das Gesetz des Goldrs. Erzählung von Hans Hülfe«.
16. Fortsetzung.
„Sine Menge," erwiderte Fonng Blair gelassen. „And ich selbst habe babei-geholfen . . . wofür ich hoffentlich amnestiert werde . . . Weiter. Hier habe ich zwei Telegramme vom 20. August — das eine eine Frage, das andere die Antwort darauf, letztere adressiert an Lampbells Agenten Frank Thomas in St. Föhns und unterwegs, hundert Meter unterm Meere, ■aufgefangen. Die werden Sie besonders interessieren . ."
Und er schob dem Unterjtaatsjekretär zwei Blätter hin, von denen das erste lautete:
„campbellbros glasgow zszbs y2anb Jyoyb Laann ooaao yoyaa z2" und das andere:
»urgent! Frank Thomas 33 sixth avenue st johns zssbn Raabs oosga fS-obS oosgas".
»Unb was bedeuten sie? fragte der blnte r sta a t sse kr e t ä r mit reifem Schauder.
»Das erste bedeutet: „Wann passiert Lssex" und das zweite: „Freitag mittag“.
„^h, ich verstehe." Der Unterstaatssekretär nickte traurig mit dem grauen Kopfe. „Und dann lauerte das bl.-Boot der Piraten dein Kreuzer auf und torpedierte den Ahnungslosen . . uuo weil niemand auf den Gedanken an ein Torpedo kom- 7 * ^-n, Mr. Blair, versteht sich! so stand das Gerücht von der Mine ... ich verstehe endlich .“ nen’^X^’ ^^.^^Ö Blair. - „Aber nun will ich FH-
? 1 * ^^ ^^h wieder aufstieg zum rosigen Licht . . ." SafiTh^ ^! ^r Andere. „Verzeihen Sie - das ver-
-bur^m^*2 ^ nur 5™ "eue Pfeife stopfen. Da unten
I suchen - und das hat für mich alten MtäÄ ^« Sehnsucht nach der Oberwelt bedeutend
' ^0 — ^'te er und fetzte sich bequem im Sessel. unb”n^Qtfe "^" st'er Wochen drunten gelebt und mich nach mQj ,a - allein in der kleinen „Welt für sich" vertraut ge» ■unb roor ein Kamerad unter Kameraden, verflochten zwölf ât allen Sorgen und Gedanken, die durch diese mich Z u • -'°gâ ^tb griff zu, wo es not tat, und drückte alle-; einer "^^ 1° schwierigen Arbeit, deren es ja, da jeder erkenn»,!'"^' tun ^^' 9enug gab. Fch lernte allmählich de roas ,tnir Wileas in der ersten Stun»
9 • datz Menschen, die zu einem grossen Werke ver-
Sage. Ob die Beschaffung von Wohnungen hiermit Schritt hält?
Offenbach, 30. Mai. Die beiden Burschen, die vor vierzehn Tagen die elfjährige Grna Dörfler vergewaltigt und dann ermordet haben, dürften für ihre Untat kaum zur Rechenschaft gezogen werden dürfen. Beide waren seit längerer Zeit Fnfassen des Verforgungshauses und find geistig minderwertige Menschen. Der noch flüchtige Mörder Philipp Mär? verging sich schon vor drei Fahren an einem Mädchen in schwerer Weise. Das damals gegen ihn eingeleitete Verfahren musste aber auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Anzurechnungs fähigkeit des Angeklagten eingestellt werden. Die Mörder dürften wohl einer Frrenanstalt überwiesen werden.
Bad Homburg v. d. H., 29. Mai. Der langjährige Bataillonskommandeur des hiesigen 3. Bataillons des Füsilierregi- ments von Gersdorff Nr. 80, Generalleutnant von Wright, verstarb nach schwerem Leiden und wurde in Wiesbaden, feinem vieljährigen Standort, beigefetzt.
Lasset, 30. Mai. Das kurhessische Bundesfchiessen findet hier am 7. Funi statt. Ls werden nicht weniger als 6000 Zugteilnehmer mit über 100 Festwagen an dem Festzug teilnehmen. Das grosse Fest wird sich auf dem Kurhessenstadion abspieien, wo umfassende Vorbereitungen für die Schützenfesttage getroffen sind. — Da entrüstet sich nun der rote „Vorwärts" seit 7 Fahren über jede Behörde, die einen Vordruck, einen Stempel oder ein Siegel aus der vorrepublikanifchen Zeit benutzt und fordert in jedem Falle Untersuchung und Bestrafung. Line ganze Anzahl von Behörden hat sich daraufhin beim „Vorwärts" entschuldigt und gesagt, es sei nicht bös gemeint, es fei ein Versehen. Und der „Vorwärts" hat dann geschrieben, Versehen sei nur eine Ausrede, Sabotage an der Republik sei es, weiter nichts. Und nun hat sich folgendes zugetragen. Der „Zrideri- cus“ hat sich vertrauensvoll an das Polizei-Präsidium Cassel gewandt und um eine Auskunft gebeten. Diese Auskunft ist am 23. Mai beim „Fridericus" eingegangen. Wir konnten und wollten es nicht glauben, aber es ist so: Die Auskunft aus Lasse! trägt einen Wappenstempel auf diesem Stempel ist der alte preussische Adler mit Zepter und Krone zu sehen. Und das in der Stabt, wo Genosse Scheidemann Oberbürgermeister ist. Wenn der verdiente Mann aus Lugano zurückgekehrt ist, dann wird er hoffentlich den „Vorwärts" und seine Leser darüber aufklären, warum in Lassel noch immer mit Zepter und Krone gespielt wird.
Wetzlar, 29. Mai. Auf der Lisernen Bahnbrücke wurde die dreizehnjährige Frida Frischmann auf ihrem Fahrrad von einem Lastkraftwagen überfahren und sofort getötet. Den Bekundungen der Zeugen zufolge trifft den Wagenführer keine Schuld.
Auswärtige Bühnen.
Spielplan der Städtischen Theater in Frankfurt a. Main.
Opernhaus.
Sontag,, den 31. Mai. Abends 6 Uhr: „Lohengrin".
Montag, den 1. Funi. Abends 7 Uhr: „Die Fledermaus".
Dienstag, den 2. Funi. Abends 6% Uhr: „Der Rofen- kavaiier".
Mittwoch, den 3. Funi. Abends 7 Uhr: „Der Lvangeli- mann“. ----
Donnerstag, den 4. Funi. Abends 6% Uhr: „Die Hugenotten".
Freitag, den 5. Funi. Abends 7 Uhr: „Susannens Geheimnis". Hierauf: „Tanzfuite Louperin-Ltrauss." Zum Schluss: „Gianni Schicchi".
bunden sind, zu Brüdern werden. Verzeihen Sie — es ist vielleicht für Sie sehr wenig interessant, was ich dort unten, in der ewigen Nacht der Meerestiefe, empfunden und gedacht — aber es war mir merkwürdig, zu beobachten, wie sich allmählich alle Begriffe bei mir verschoben — auch die moralischen. Lachen Sie mich meinetwegen aus — aber ich fand es schliesslich gar nicht mehr ungeheuerlich, dass diese nach Gold fiebernden Wen- sehen, die unter dem Gesetz des Goldes standen und handelten, den „Lssex" in ihre Tiefe herunterholten, in dessen Leib sie so wertvolle Ladung wussten, — und sich keine Sorge machten um die hundert Menschenleben die dabei zugrunde gingen. Fch habe mich so oft gefragt; handeln die Piraten die über dem Wasser auf Raub ausgehen — die Bankiers, die Fndustriellen, die Kapitalisten, die Herrschenden aller Orten — handeln sie anders. Handeln sie besser? Auch sie stehen unter dem Gesetz des Goldes, unter feinem Segen wie unter feinem Fluch — und^bedenkenlos opfern sie diesem Gesetz Hekatomben von Menschen! Ach, dachte ich oftmals bei mir: diese Männer hier unten, Horace und William, Bill, Albert und Henrg und Robbie und an der Spitze Phileas selber — sie sind nicht schlechter als jene, sind nur fratzenhafte Abbilder, einer ist . . .
Aber genug! — So ganz war mein moralisches Gleichgewicht doch nicht ins Schwanken gekommen, dass ich nicht mit je- der^ Faser Wines Herzens danach getrachtet hätte, dieser Welt dort unten zu entfliehen!
Fch will kurz sein, es ist spät geworden! — Unter der Mannschaft war einer, der ging immer mit stillem, scheuem Sejicht umher ■— Henrg Kenwod war sein Name, ein Bursche von siebzehn, achtzehn Fahren. Fch sah, dass er litt, dass sein Herz nicht mit den andern war. Fhm vertraute ich mich an, stürmisch fiel er mir um den Hals, als ich ihm eine Möglichkeit zur Zlucht zeigte — und wir verabredeten, gemeinsam zu entfliehen. Phileas glaubte ich durch mein Wohlverhalten in Sicherheit gewiegt zu haben--ich ahnte nicht, dass er mir misstraute, ich war wie mit Blindheit geschlagen!
Fch erbat und erhielt von ihm die Lrlaubnis, die nächste Patrouillenfahrt mit einem der U-Boote an die Oberfläche zu niachen . . und es machte mich and)- nicht stutzig, dass er Henri! zu meinem Begleiter bestimmte. Alles schien mir glücken zu wollen — wir beide waren entschlossen, nicht von dieser Zahrt zurückzukehren . . .
Aber ich hin vorausgeeilt.
Fch muss Fhnon sagen, dass ich an Bord der „Lolumbian", als sie ihre Lchicksalsfahrt antrat, einen Freund besass, der mit 'ihr in die Tiefe sank und um den seine alte Mutter trauert. Fch wusste, wie sie sich freuen würde, wenn ich — sollte ich!je
Samstag, den 6. Funi. Abends 7 Uhr: „Die luftigen Weiber von Windsor".
Sonntag, den 7. Funi. Abends 6 Uhr: „Die Walküre".
Schaufpi-elhaus.
Sonntag, den 31. Mai. Abends 6% Uhr: „Goethes Fraust 1. Teil".
Montag, den 1. Funi. Abends 7^ Uhr: „Der Kreidekreis".
Dienstag, den 2. Funi. Abends 6% Uhr: Goethes Faust 1. Teil".
Mittwoch, den 3. Funi. Abends 8 Uhr: „Der verlorene Sohn".
Donnerstag, den 4. Funi. Abends 7^ Uhr: „Die Andacht zum Kreuze".
Freitag, den 5. Funi. Abends 6M Uhr: Goethes Faust 1. Teil".
Samstag, den 6. Funi. Abends 6J4 Uhr: Goethes Faust 1. Teil".
Sonntag, den 7. Funi. Abends 7% Uhr: „Der Kreidekreis".
Bekanntmachung
Fn unser Handelsregister B ist heute unter Nr. 155 eingetragen worden:
Der Sitz der Rhön-Möbelwerke Aktiengesellschaft ist von Hamburg nach Fulda verlegt worden.
Fulda, den 27. Mai 1925.
Amtsgericht AbteUuug 5.
Fn unser Handelsregister A ist heute unter Nr. 503 die offene Handelsgefellsch. M. Marx u. So. in Fulda eingetragen worden. Persönlich haftende Gesellschafter: Kaufmann Leo Rosenstock, Literfeld, Kaufmann Max Marx, Rimbach i. Odenwald.
Die Gesellschaft 'hat am 15. April 1925 begonnen.
Fulda, den 23. Mai 1925.
Amtsgericht Abtastung 5.
Fn unser Handelsregister B Nr. 93 ist heute bei der Firma Sontraer Maschiweu-Ketteu- und Kupforwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Fulda folgendes eingetragen wor^ den:
Fm Wege der Umstellung ist das Stammkapital auf 4800 Reichsmark ermässigt worden.
Durch Beschluss der Gesellschasterversammlung vom 7- Mai 1925 ist die Satzung der Umstellung entsprechend in § 5 (Stammkapital und Geschäftsanteile) abgeändert worden.
Zu Ida , den 28. Mai 1925.
Amtsgericht Abteilung 5.
Betrifft: RechnungSbuch.
Die Herren Gemeinderechner des Kreises, die mit der Sr- ledigung der Rundverfügung vom 19. d. Mts. K. 2030, betreffend Nachbestellung von Vordrucken für das neue Rechnungs- buch noch im Rückstände sind, werden hieran mit 24ftüudiger Zrist erinnert.
Lvtl. bestehender Bedarf an Vordrucken für die Hebelistrist auf dem übersandten Bestellbogen zu vermerken. Sollte dieser ohne diese Angabe bereits ein gereicht sein, so wird um entsprechende Mitteilung innerhalb 24 Stunden ersucht.
Z u l d a , den 28. Mai 1925.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
F. A.: Scholz.
wieder in meine, in seine Heimat zurückkehren! — zu ihr kommen würde, um ihr von der „Lolumbian" seinem Sarge und Grabe zu berichten. Fch wusste auch, dass Phileas in seinem Schranke eine verrostete eiserne Kassette bewahrte, die er aus der Kajüte des Kapitäns der „Tolumbian" in Sicherheit gebracht und die die Papiere aller mit dem Schiffe reifenden Passagiere enthielt. Am Abend vor der Flucht gelang es mir, in einem unbewachten Augenblick in Phileas Salon zu schlüpfen und mit fiebernden Fingern die Papiere in der Kassette zu durchwühlen — ich fand das Gesuchte, ich hielt es in Händen ich barg es in meinem Hemde---"
Der Unterstaatssekretär war aufgesprungen — mit Augen, gross und starr wie die eines Wahnsinnigen, starrte er dem Detektiv sekundenlang ins Gesicht.
„Mein Gott", jagte er tonlos. „Sie sind der Leutnant Brighton?!"
Fonng Blair nickte.
„Lleveland Brighton — mein lieber Freund! Fch barg an meiner Brust den Pass, den er in Händen gehalten, als er bas Schiff zur Todesfahrt bestieg. Fhn der trauernden alten Mut- ter als letzten Gruss ihres Sohnes zu bringen, das dünkte mich eine Aufgabe, an die ich mein Leben gewagt hätte.
Ach ich, wusste nicht, daß ich es daran wagen würde — in wenigen Stunden! —
Am nächsten Morgen wurden Henrg und ich in das bl-Book eingeschlossen, wir zogen die Schrauben von innen an. Durch die Scheibe sahen wir noch, wie Albert und ein paar andere das Bgot von seinem Schlitten schoben. Henrg liess den Motor- anlaufen und ich stellte das Steuer schräg, so dass wir aufwärts langsam aufwärts stiegen. Wie lange fuhren wir? Waren es zehn, waren es zwanzig Minuten, war es eine halbe Stunde? Fch weiß es nicht. Als es Henrg dünkte, dass wir weit genug von der „Health" entfernt waren, setzte er die Pumpen in Bewegung, das Boot wurde leichter, es stieg und stieg — und plötz lich brach bie Sonne durch das Periskop auf den Tisch .
Wir fielen uns um den Hals, der Funge weinte an meiner ruft, ich selber konnte die Tränen nicht zurückhalten. Wir öffneten das Zensier, tief sogen unsere gemarterten Lungen bie frische, salzige Luft des Ozeans . . .
„Nun aber nach Norden, was der Motor hergibt!" rief icK — und schon sprang er an. Fch warf das Steuer herum, und mit voller Geschwindigkeit schoss das Boot durch das Wasser^ das brausend über sein stählernes Deck fegte.
(Fortsetzung folgt.) r