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Nr. 122

Donnerstag, den 28. Mai 1 925.

MiWZ MsrgsnBMng.

Beiblatt.

Verlag: Fulda, Ltzaualstrafze 44

Zum Nervenzusammenbruch des Reichsbanners".

Ueber gute Reroen haben die Leute, die das „Reichsbanner Srbwarz-rot-gold" gegründet haben, nie verfügt. Mußten sie j>och die Republik — deren Bestand in allen Fährnissen stets von anderen geschützt wurde — erst fünf Sahre alt werden lassen, ehe sie ihren Bund zum angeblichen Schutze der neuen Staatsform laufen. So lange dauerte es, dis sie sich von den Lindrücken des Krieges Jo weit erholt hatten, um von neuem an Krieg (allerdings nur gegen deutsche Volksgenosten) ?u denken.

Rein, gute Nerven haben sie nie gehabt. Setzt aber haben sie sie restlos verloren. Der Sieg Hindenburgs, der Sieg des nationalen Gedanken, hat ihnen den letzten Rest dessen geraubt, was man gemeinhin Selbstbeherrschung zu nennen pflegt.

Schon in den Wochen des Wählkampfes konnte der ruhige politische Beobachter eine Aufgeregtheit und Reizbarkeit der Reirhsbannermassen beobachten, die nicht nur die Grenzen des Anstandes, sondern auch das Gesetz nur zu oft überschritt und die in einem etwas komisch wirkendem Gegensatz zu den vom Volksblock ausgeprahlten Siegesaussichten stand. Wer seiner Sache so sicher war, wie es die Kämpen des Volksblocks und vornehmlich das „Reichsbanner" von sich behaupteten, der brauchte sicherlich nicht seine Zuflucht zu „geistigen Waffen" wie Zahnenstangen, Zaunlatten, Gummiknüppeln, Schlagringen, Dol­chen und Pistolen zu nehmen. Ls war für den Außenstehenden eine betrübende Erkenntnis, wie wenig geistigen Gehalt die Führerschaft dieser im Reichsbanner vereinigten deutschen Volks genossen besitzt. Der Wahlkampf des Frühjahr 1925 hat im Lager der sogenannten „Republikschützer" keinerlei Fortschritt politischer Einsicht erkennen lassen. Er hat lediglich die Mob- instinkte wieder geweckt, die das deutsche Volk in den Mona­ten der Revolution von genau derselben Seite zu seinem Schaden hat spüren müssen, und setzt noch einmal losbrachen. Fn diesem Wüten des roten Pöbeltums, lag die — vielleicht unbewußte — Erkenntnis ausgedrückt, daß es sich bei der Präsidentenwahl um Fortgang oder Beendigung der Revolution handelte. Daher muhten denn wohl auch die Nutznießer und „Schützer" dieser Revolution zu den Kampfmitteln greifen, die-sich im Fahre 1918 „bewährt" hatten.

Der Wahlkampf ist entschieden, die Revolution — gegen sie, nicht gegen die republikanische Staatsform, ging in den letzten Wochen der Kampf — ist beendet und liquidiert. Daran hat auch der wildeste Eerror des Reichsbanners nichts u„uern kön­nen. immerhin aber muß anerkannt werden, daß die Tätigkeit der Hörsinggarde für den sogenannten „Bolksblock" eine außer- ordentliche Hilfe bedeutet hat. Ohne sie wären die Stimmen für Hindenburgs Gegenkandidaten sehr erheblich viel spärlicher ausgefallen. (Was Herr Marx denn auch durch seinen Bei­tritt zum Reichsbanner dankend anerkannt hat. — Wie groß die Entlohnung der „wackeren" Wahlhelfer bei seinem Siege ge- wesen, und wohin der Kurs alsdann gesteuert worden wäre, da­von vermögen wir uns nach diesem eine ungefähre Vorstellung zu machen). Der Linsatz des Reichsbanners im Wahlkampf aber hat besten Führung, Presse und Gefolgschaft um den letzten Rest der Nerven gebracht.

Mit der Führung der Mevolutionsschutztruppe waren wir an dieser Stelle bereits mehrfach gezwungen, uns zu beschäftigen. Wir erinnern daran, daß wir ihren Gründer und Bundesvor- sitzenden im vorigen Fahre einmal sehr energisch haben auf die

Jas Gesetz des Soldes.

Erzählung von Haus Hülse«.

12. Zortsetzung.

Die Wahrheit zu sagen —: mir war sonderbar zumute. Richt gerade ungemütlich, nicht gerade beklommen, — es ließ sich ja wohl hier unten leben, solange nicht mit der Luft ein Unglück passierte. Aber dafür würde ja Robbie sorgen, der selber daran nicht minder intreffiert war als wir andern. Al­lein — — „wo bist du hingeraten?" dachte ich, „was treiben diese Leute hier in dieser Meerestiefe? Was ist die große Auf­gabe, die sie zusammenhält? Deren Gesetz sie gehorchen? Wer sind sie? Und wann werden sie — ja, werden sie je überhaupt wieder emporsteigen an das Licht der Sonne? Gjf dies die „Health", auf der ich mich befinde?"

Kein Zweifel! Die „Health", bei deren Bau Jo geheimnis­voll verfahren wurde, war nichts als ein Unterseeboot von rie- figen Maßen, ausgerüstet mit allen Mitteln der modernen U- Boottechnik — sie lag schon wochenlang auf dem Grunde des Meeres, belebt von einem Häuflein verwegener Gesellen, unter die das Schicksal nun auch mich verschlagen hatte, durch die mysteriösen Schiffe der Reederei Lampbell regelmäßig versehen «tit dem Nötigsten, mit Proviant und Sauerstoff — und was sonst noch auf dem Wege, den ich genommen, in die Liefe hin­abbefördert werden mochte.

Aber wozu dies Unternehmen^ das kühner war als die kühnsten Phantasien des großen Gules Verne oder unseres ge­nialen Wells? Was wollte man hier? Was tat man hier?

Ueber solchen Gedanken schlief ich in meinem Bette ein, nachdem ich das Licht an der Decke der niedrigen Kabine sorg­fältig gelöscht hatte.

Der nächste Tag — wenn man in diesem Reiche ewiger Nacht überhaupt von einem Tage sprechen konnte — sollte mir bie Lösung bes großen Rätsels bringen.

Phileas Lampbell selber kam, um mich zu wecken.

führte mich durch das ganze Schiff, treppauf treppab in allen Räumen die Glühlampen aufleuchten und er- 2 die Einrichtung. Nicht ohne Stolz, wie mir schien

L roei& cs- er hatte ein Recht, stolz zu sein! Das den 1Dar in Betrieb, als ob es frei und herrlich auf

>en Fluten bes Ozeans, eine Lustjacht, feine Bahn zöge! hiiiunf^ 'n a“en drei Stockwerken umher, wir stiegen ren-Vatt'" elektrische Zentrale, wo mächtige Akkumulato- Scbifs ^ei große Dynamos speisten, die das ganze w ^icbt versorgten.

Singer klopfen müssen. (Er hat übrigens den Vorwurf, bewußt die Unwahrheit gesagt zu haben, bislang ruhig auf sich sitzen ge­lassen: für einen preußischen Oberpräsidenten eigentlich eine et­was peinliche Sache!) Hatte man bisher Herrn Hörsing immer­hin noch einige Führerqualität zugetraut — da er doch eine verhältnismäßig große Gefolgschaft gefunden hatte — so hat er auch diese günstige Meinung von sich unter der Linwirkung des Nervenzusammenbruches vom 26. April unmöglich gemacht. Sei­ne Auslassungen, in denen er gegen eine Beteiligung des Reichs­banners am Empfange des deutschen Reichspräsidenten in Ber­lin Stellung nahm, zeigen, daß er nicht Führer, sondern Geführ­ter ist, und daß er vor allen Dingen nicht in der Lage ist, über deu Putsch primitivster sozialdemokratischer Parteimeinung hinüberzuschauen. Während aus dem Lager des Zentrums und der Demokratischen Partei Stimmen selbstverständlicher Hul­digung dem neuen Reichspräsidenten entgegenklingen, versagt ihm der „Führer" des Reichsbanners infolge seiner Unfähig­keit, die losgelassenen sozialdemokratischen Reichsbannermit- glleder wieder in die Hand zu bekommen, die Achtung.

Dem Streben Hindenburgs nach Volksversöhnung setzt er Worte der Volksverhetzung entgegen. Daß auch die sozial­demokratische Furcht vor den Kommunisten dabei eine Rolle spielt, wird nachher näher zu erläutern sein. Gebenfalls scheint es uns angezeigt, den preußischen Innenminister, Herrn Seoering der ja von den politischen Fähigkeiten seines Magdeburger Ge­nossen selbst kein allzu günstiges Urteil zu haben scheint, ein­dringlich zu fragen, ob er nicht für den ledilich wichtigen Posten des Magdeburger Oberpräsidenten eine geeignetere Persönlich­keit weiß. Gegen ein Verbleiben des Herrn Hörsing auf sei­nem Posten als ReichsbannerfUhrer haben wir aus begreifli­chen Gründen nichts einzuwenden.

Daß der Nervenzusammenbruch sich nicht nur auf die oberste Führung des Reichsbanners erstreckt, beweist die Presse, die diesem Bunde zur Verfügung steht. Es sind vornehmlich die sozialdemokratischen Blätter, die vor Wut und Enttäuschung über die Niederlage im Wahlkampfe die Beherrschung völlig verloren haben. Während die demokratische und die Zentrums preffe ihre zum Teil erheblichen Entgleisungen während des Wahlkampfes im allgemeinen nach Möglichkeit vergessen zu machen streben, müssen wir auch, heute noch in den sozialdemo­kratischen Blättern einen Eon finden, der den des Wahlkam­pfes an Unanständigkeit womöglich noch übertrifft. Die Wut über den Sieg Hindenburgs entlädt sich noch fortgesetzt in Ver­dächtigungen und versteckten Schmähungen des Reichspräsiden­ten. Da man aber fürchtet, sich bei dieser Gelegenheit in |bie Maschen des einst selbst gewobenen Republikschutzgesetzes ver­stricken zu können (an eine derartige Möglichkeit haben seine Schöpfer damals zweifellos nicht gedacht), so richtet sich der Hauptteil der Schimpfkanonade vor allen Dingen gegen den Stahlhelm. Der.Stahlhelm ist für alle die sozialdemokratischen Führer, die mit der Feder in der Hand bürgerkriegerifeben Vorschußlorbeer zu gewinnen hoffen, das beliebte Angriffsziel. Es wird damit — wenn auch zweifellos unfreiwillig--die gro­ße Bedeutung anerkannt, die dem Stahlhelm im öffentlichen Leben des deutschen Staates zukommt, nur wünschten wir uns den Eon dieser Anerkenung auch vom Gegner etwas anständi­ger. Das Ziel dieser widerlichen H.tzkaniagne ist die Auf- putschung der RelchsbennermasteN zu neuen Bluttaten und Ge- |

„Sie sind prachtvoll", erklärte Phileas — ich nenne ihn so weil wir alle uns beim Vornamen nannten —: „das beste englische Fabrikat, von Dundee u. Eo. in Liverpool. Wir ha­ben uns erst einmal einen Satz neuer Zellen bestellen müssen".

„Bestellen!" =— dachte ich.

Wir kamen in einen Raum, wo große Ventilatoren die Luft in mächtige Röhren preßten, die sie in tausend Verästelungen, wie das Gewirr der LungenkanLle, durch das weite Schiff ver­teilten.

„Wie findest du die Luft?" fragte Phileas, „wird dir das Atmen schwer? Das gibt sich, die Lunge paßt sich an. Wir haben es schon in Glasgow sorgfältig erprobt."

Wir kamen in eine große, im Bug des Schiffes gelegene Kammer — und ich entdeckte mit Staunen darin auf einer Art Schlitten ein ganzes kleines U.-Boot, so hoch, daß ein Mensch bequem in seinem Turme aufrecht stehen konnte. Es trug auf dem Turm ein kleines Periskop, wie es die U-Boote unserer Flotte haben, und in seinem schlanken Bug ein mächtiges Eor- pedo-Lanzier-Rohr.

»Das nenne ich unsere „Flinte", sagte Phileas und klopfte ihm die stählerne Flanke, wie einem Lieblingspferd, „zum An­griff und zur Verteidigung. Sa, wir sind hier ein kleiner Staat für sich und ein Staat muß eine Waffe haben, was die Pazifisten auch schreiben und träumen mögen. Mir haben vier solcher Boote an Bord."

Wir kamen, eine Treppe hinabsteigend, in die kleine Zelle, durch die mich gestern Albert geführt hatte, und Phileas wies auf den Hughes-Telegraphen, dessen Klaviatur still und unbe­weglich lag.

»Hierdurch sprechen wir mit Glasgow", sagte er.

„Was!" rief ich aus.

f a“, sagte er, und ein Lächeln spielte um seine zusammen­gekniffenen Augen: .,Mir können doch nicht ganz ohne Verbin­dung mit der Außenwelt sein. Sobald wir am 24. Guli hier „landeten", wenn du den Ausdruck gestatten willst, haben wir uns auf die Suche nach dem Kabel Queenstomn-iSt. Sohns ge­macht . . . am 27. haben wir es endlich gefunden, William, der überhaupt ein fixer Kerl ist, hat es durchschnitten und unseren Apparat dazwischen geschaltet. So sprechen wir mit Glas- goio und hören alles, was in der Welt vorgeht , . ."

Lch stand erschüttert.

„Mein Gott, Mr. Campbell--“ rief ich aus . . .

„Phileas", verbesserte er ruhig.

„Also Phileas — um Gotteswillen — und wozu das alles? Zu eurem Vergnügen tut ihr es doch nicht?!"

Er lächelte.

walltätigkeiten. Und wo man glaubt, mit Ausdrücken wie „Bluthund, Putschist, Reaktionär, 2hörber, Lump, Bandit" und ähnlichen liebevollen Kosenamen, die infolge allzu häufigen Gebrauchs ihre Überzeugungskraft verloren haben, die mit Recht so beliebte Volksseele nicht mehr genügend zum Kochen bringen zu können, da versucht man es mit „Enthüllungen“.

Besonders plump geht dabei das „Reichsbanner" vor. (Der betreffende Redakteur muß ja wissen, was er seinen Leuten zu- muten kann.) Unter der Aeberschrift „Stahlhelm und Bürger­krieg" bringt die letzte Nummer dieses famosen Blattes offen­bar sehr alte „Enthüllungen“ über — den Stahlhelm? nein — über einen „Verband Hindenburg". Dieser „Verband Hinden­burg", dessen Bestehen uns bis zum Erscheinen der Reichsban­nernummer nicht bekannt war, und der irgendwelche Bedeutung innerhalb der nationalen Bewegung kaum besitzen dürfte, wird aufGrund von „Dokumenten" deren'Lchtheit nachzuprüfen Sa­che der Gerichtsbehörden ist, „als Putschorganisation" darge­stellt. Um nun aber auch dem Stahlhelm eins auswischen zu können, erklärt man diesen „Verband Hindenburg" als „Dach­organisation sämtlicher monarchistischen und rechtsgerichteten Organisationen vom Stahlhelm über die vaterländischen Ver­bände bis zum Lhrhardtbund und den nationalsozialistischen Sturmabteilungen" (!). Und diese fabelhafte Entbeckung — die vom Bundesführer bis zum letzten Fungstahlhelmer für alle un­sere Kameraden gleich überraschend ist — begründet man auf der Anschriftenliste (!), die zu den angeblichen Akten dieses Ver­bandes Hindenburg gehört. Wir könnten mit dem gleichen Grunde behaupten, daß, da sich auch in der Anschriftenliste der sozialdemokratischen Partei die Adresse des Reichsbanners Schwarz-rot-gold befindet, dieser Bund in Wirklichkeit nur eine Filiale der S. P. D. ist. Zur diese Behauptung haben wir allerdings auch andere, bessere Beweise.

Richt ganz so dumm, wie das Reichsbanner arbeitet die halbsozialistische frankfurter Zeitung", die aus Anlaß des ihr äußerst unsympathischen Frankfurter Frontsoldatentages in ei­nem angeblich „objektiven Artikel", in dem sie den Stahlhelm als eine „Nachkriegsverirrung" zu kennzeichnen versuchte, wie­der auf die vor einem Sahre längst widerlegten und von der Oeffentlichkeit vergessenen ,DiktaturenthUllungen" zurückgriff Und daß, obgleich ihr das vor fünf Monaten erschienene Buch von Helmut Franke „Staat im Staate" nicht unbekannt sein dürfte, aus dem hervorgeht, daß bas angebliche „Stahlhelm- Dokument" in Wirklichkeit ein Eeil bes Manuskriptes für die­ses Buch gewesen ist!

Erklärlich sind diese Versuche, gegen den Stahlhelm zu Hetzen nicht nur aus der Enttäuschung über den Wahlausfall, sondern vor allen Dingen auch aus der Angst vor der Konkurrenz der Kommunisten. Die kommunistische Presse nutzt geschickt die ge­ringe Beliebtheit des Zentrumsmannes Marx, für den sich die Sozialdemokratie auf Befehl ihrer Führer hat einsetzen müssen, aus, um die Massen gegen die sozialdemokratische Parteiführ­ung aufzuwiegeln. Der Gefahr, einen größeren Eeil der An­hängerschaft zu verlieren, glaubt man mit der Sowsetpresse in der Unanständigkeit und im Radikalismus des Eones wettei­fert. Wie groß die kommunistische Gefahr für die Sozialde­mokratie ist, beweist die Tatsache, daß gelegentlich des Magde­burger Stahlhelmfackelzuges zu Ehren Hindenburgs Kommuni­sten- und Reichsbannermitglieder einträchtig in gemischten Stoßtrupps unsere Kameraden anzugreifen versuchten. Daß die sozialdemokratische Hetze nur geeignet ist. größere Massen wirk lich ins kommunistische Lager zu treiben, und nach und nach das

»Du wirft es sehen", sagte er und zog mich hinaus.

Geh wurde unter Alberts Assistenz in meinen Taucheranzug gekleidet, mit Phileas geschah das Gleiche, und wir standen in dem Räume, in dem ich gestern zuerst dem Reeder gegenüber­getreten war.

„Oeffne niemals die „Tür", sagte er, bevor uns die Helme aufgeschraubt wurden. „Ober wir alle sind verloren. Da­hinter ist das Meer . . Laß die Pumpen laufen, Albert", be­fahl er.

Albert drückte auf einen Hebel neben der Tür — und sofort begann hinter der eisernen Wand ein Rauschen und Quirlen und Fließen.

„Wir pumpen die Vorkammer leer", erklärte er. „Wenn bas Wasser heraus ist, könnt Shr die Tür öffnen. Geh ver­schraube sie hinter Luch lasse die Kammer wieder vollaufen, dann öffnet Shr die äußere Tür und könnt ins Freie."

Damit hängte er jedem von uns einen starken elektrischen Scheinwerfer vor die Brust und entließ uns.

And wir traten ins Freie. Grünschwarzdämmernd und un­durchdringlich war um uns die Flut der Tiefe. Unsere Schein­werfer leuchteten in kleinem Umkreise.

Phileas packte mich beim Arm und drückte mir eine stäh­lerne Trosse in die Hand, die er vom Boden hob.

Lr ging voran, ich folgte ihm immer ängstlich das Seil in der Hand. Wir gingen und gingen über den weichen Meeres­boden. Manchmal schlug etwas gegen die Scheibe meines Helms — es war ein glasiges Gewächs der Tiefe. Um uns strichen, vom Lichte angelockt, lautlos riesige Fische. Geb hielt mit der einen Hand bas Leitseil, mit der anderen Phileas am Gürtel.

Endlich stand er.

Etwas Schwarzes, Riesiges lag vor uns, an Eisen stieß un­ser Fuß. Wir bestiegen das Etwas, Phileas zog mich vor- iMtMir kloiiiiiitn eine glatte, geneigte Ebene hinauf, endlich packte Phileas meinen Kopf und duckte ihn -nieder. Der Schein meiner Lampe irrte über eine runde Fensterlucke hin, über ein ötück Kette . . . dann las ich — und mir gerann das Blut da­bei! im Lichte des Scheinwerfers, in großen Buchstaben: „Lssex" —"

„Ah!" schrie der Unlerstaatssekretär auf und griff nach der Tischplatte. Er sprang vom Stuhle und lief durch das Zimmer, die Hände an die Schläfen gepreßt.

«Sonny Blair folgte ihm mit dem Blicke.

(Fortsetzung folgt.)