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.^ .V, vc^ m/eiwjiv#» wuijiym 111x5 gi -aucy oie ocpau ge- weiht, deren Eröffnung wir heute festlich begehen. Ein Jahr­tausend rheinischer Geschichte, rheinischer Kultur, will sie zeigen in Bildern und Ausschnitten, -denn unmöglich ist es, -das pulsie­rende Leben eines Jahrtausends in seiner Vollständigkeit -dar- zustellen. Aber auch in dieser Beschränkung ist es ein grohes und kühnes Unterfangen, wenn es heute vollendet ist, trotz der Kürze der Oft: Erst neun Monate find es her, seit das Lon­doner Abkommen den Ruhrkampf beendet und -dies nur des­halb, weil das ganze Rheinland begeisterter Mitarbeiter war, weil alle wetteiferten, ihr Bestes und Kostbarstes zu geben. Wor te herzlichen Dankes drängen sich mir daher auf die Lippen. Das Werk selbst -ist ihr -schönster Löhn. Herzlicher Dank ge­bührt auch vor allem der Reichsregierung und der preußischen Etatasregierung und allen ihren Organisationen für echte, be­sonders tatkräftige Unterstützung, den Regierungen der übrigen -deutschen Länder am Rhein, Bagern, Baden, Hessen und nicht an letzter Stelle den kirchlichen Behörden für ihr alle Erwar­tungen übertroffenes Entgegenkommen. Grüße rufe ich hin­über vom Rhein zur Donau, von Köln nach Wien, zu unseren Brüdern in Österreich! (Beifall und Händeklatschens. Viele Eahrhunderte waren sie mit uns eins, sie, die kulturell und ge­schichtlich immer mit uns verbunden bleiben werden. Freudig Haben auch sie beigesteuert aus ihrem reichen Besitz, eingedenk unserer Lebens- und Hukunftsgemeinschaft. Bilder und Aus­schnitte aus unserer wechselvollen politischen Geschichte, denn mehr als je brauchen wir ihre Lehren; 'Bilder und Ausschnitte aus dem religiösen Leben unserer Altvordern, aus dem über­reichen Schatz ihrer Kunst und Kultur, denn wir alle wissen, daß der Geist es ist, der den Stoff beseelt, 'daß der Geist, nicht die Materie uns leitet, führt und Herr sein muß; Bilder und Aus­schnitte aus unserer Wirtschaft, -damit wir erkennen die Größe und den Wert des wirtschaftlichen Fortschrittes und den Adel der Arbeit. Ob das Werk gelungen? Aus vollem Herzen sa­ge ich:Fa!"

Die Ansprache des Reichskanzlers. ,

Köln, 16. Alai. Reichskanzler Dr. L u the r führt in seiner Ansprache folgendes aus: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sch bringe Shnen die herzlichsten Wünsche für die Aus st-ellu-ng, die heute eröffnet wird, und die herzlichsten Grüße aus dem übrigen Deutschland. (Bravol) Sch darf sprechen im Namen des Herrn Reichspräsidenten. (Lebhaftes Bravo! -und Händeklatschen), der mich besonders beauftragte, seine aufrich­tigen Wünsche zu überbringen. Sch darf sprechen ferner nicht nur im Namen des Reichskabinetts, sondern auch für die Län- derregierungen, die zum Rhein gehören.

Als die Reichsregierung die Aufmerksamkeit den im Ent­stehen begriffenen Veranstaltungen dieses Sahres am Rhein zu­wandte, da durfte erwartet werden, daß die Eröffnung der Ausstellung hier in Köln in Gemäßheit der Bestimmungen des Vertrages von Versailles auf einem von fremder Besetzung freien Boden erfolgen werde. Eie wiffen, daß diese Erwartung getäuscht worden ist. Es muß immer und -immer wieder ausge­sprochen werden, daß das deutsche Volk einen berechtigten An"» spruch darauf hat, daß die -erste Rhemlandzone den Vertrags- bestimmungen entsprechend geräumt wird. (Lebhafte (Zustim­mung.) Aber bis zum heutigen Tage sind wir noch immer nicht einmal in Kenntnis der Beanstandungen, -die gegen Deutschland erhoben wurden, um die Nichträumung zu begründen. (Hört, hört!) ' Wir müssen das feststellen voll tiefer Bitterkeit, zumal am heutigen -Eage, wo hier ein Werk eröffnet wird, das be­stimmt ist dem Frieden im besten Wortsinne zu dienen. Denn wie kann man -besser dem Frieden dienen, als wenn man den inneren Wert eines Volkes dadurch steigert, daß man ihm die Lebendigkeit seiner Kultur, das Bild seines Volkes vor Augen hält.

Das aber ist der (Zweck dieser Ausstellung, um aus -d^ese Weise mitzuarbeiten am Wiederaufbau des -ganzen Vaterlan­des. Ein Wiederaufbau ist ja doch nicht möglich, wenn nicht auch die -inneren -Werte im Volke gesteigert werden. Der Mensch ist keine Produktionsmasch ine. Nur wenn der An­schluß gefunden wird an die großen Werte, die jedes Volk sich in seiner Geschichte erarbeitet hat, wenn der Anschluß gefunden wird an das, was lebendig ist: An Religion, Kunst und Kultur dann wird auch die Grundlage gebildet für dauerhaftes und segenbringendes wirtschaftliches Arbeiten. Was in solchem Sinne das Rheinland, der rheinische Anteil des deutschen Vol­kes für ganz Deutschland bedeutet, ist aus beredtem Munde hier geschildert worden.

Ech möchte nur hinzufügen, wie vom übrigen Deutschland aus die Gedanken und die Gefühle sich immer zum Rhein wen­den. Wenn wir davon sprechen, daß der Rhein ein deutscher Stram ist, so meinen wir damit nicht nur die geographische Tat­sache, daß der Rheinstrom in einem wichtigen Teile durch Deutschland fließt, sondern wir meinen mehr. Auch die ande­ren Deutschen, die im Stromgebiet der Elbe und der sonstigen großen Norddeutschen Ströme und die Deutschen, die am Strom der Donau wohnen, sie alle betrachten den Rhein als ihren Strom; denn die Geschichte des Rheinlandes ist ein -so starkes Glied im ganzen werdenden Deutschland, -daß -ganz Deutschland ein Recht hat auf -den Rhein. (Bravo!). Dabei steht im Vor­dergrund Wissen und Kunst in Geschichte und Gegenwart, aber immer mehr setzt sich auch das Wissen und die Erkenntnis -durch daß die Wirtschaftsentwicklung -der Geegnwart eine ihrer frucht barsten Stätten gerade im Rheinland hat, und daß das Wort vom Adel der Arbeit, das heute hier gesprochen wurde, gerade auch im Rheinland im schärfsten Maße zur Verwirklichung kommt. Das Rheinland, das wirtschaftliche Werte schafft, das Rheinland, das uns vor neue soziale Probleme stellt, -die wir lö­sen müssen, um unseres Volkes willen, ja, auch das Rheinland, mit dem ich persönlich aus meiner Tätigkeit als Essener Ober­bürgermeister so eng verbunden bin.

Das ist der Husamm-enhag , aus dem heraus ich immer sehr gerne sage, daß bas Rheinland meine zweite Heimat ist. -Wenn ich so zurückdenke an die,. trotz aller schwere der Heil so glück­lichen Fahre, die ich im Rheinlands verbracht habe, dann fällt mir immer wieder dieses wundervolle Grußwort -ein, das seinem Ursprung nach dem zugerufen wird, der in die Erde hinabfährt, an die Arbeitsstätte, und -das besagen will: Run, komme glück­lich wieder herauf ans Tageslicht. Das ist ja auch der Weg unseres Volkes. Wir streben empor zum jungen Tage. Die Arbeit die auf dieser Ausstellung geleistet wird in der Ent­wicklung unseres Bölkes, im Wiederaufbau, im Dienste des

großen und wahren Friedens, dieser Arbeit rufe ich zu:Glück­auf!" (Lebhafter Beifall!

Den Abschluß der aus Anlaß der Eröffnung der Eabr- tansendfeier der Rheinlande stattfindenden Feierlichkeiten bil­dete .ein Festesten, zu dem die Etadt Köln heute abend im Gürzenich geladen hatte. Unter den Ehrengästen bemerkte man u. a. von der Reichsregierung Reichskanzler Dr. Luther, Reichsaußenminister Stresemann und den Minister für die be­setzten Gebiete Dr. Frenken, von der preußischen Staatsregier­ung den Ministerpräsidenten Braun und den Innenminister Se­vering, den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held, den ba­dischen Staatspräsidenten Dr. Hellpach, den hessischen Staats­präsidenten Ulrich, den Oberpräsidenten der Rheinprovinz Dr. Fuchs, Landeshauptmann Dr. Horion, den bayerischen Gesand­ten -in Berlin Dr. v. Preger, den Reichspressechef Ministerial­direktor Dr. Kieg, Oberbürgermeister Dr. Earres-Duisburg Geheimrat Kauffmann, als Vorsitzender des Reichsverbandes der Rheinländer, ferner die Herren Krupp v. Böhlen -Hal­bach, Geheimrat Hagen, Geheimrat Duisburg und Kommer­zienrat N-even-Du Mont.

Ein Verlaufe des Abends ergriff Oberbürgermeister Ade­nauer das Wort zu einer Rede, in der er die anwesenden Ehrengäste und alle Erschienenen auf das herzlichste willkommen hieß, und ii. a. ausführte Die heute eröffnete Ausstellung ist aller Well ein Beweis dafür, daß schon vor hunderten bon Fahren hier eine Bevölkerung gelebt hat, die di-e Werke des Friedens und die Werke der Kunst zu schätzen verstand. Nie­mand mehr als wir sind davon durchdrungen, daß die Völker Europas in (Zukunft liebend zueinander halten müssen. Niemand sehnt stärker als wir den Tag herbei, an dem der Friede Euro­pas nicht mehr gegründet ist auf eine möglichst große Hahl von Flugzeugen, und U-Booten, Gaswaffen usw. Niemand sehnt mehr als wir den Tag herbei, an dem der Friede Europas ge­gründet ist auf das Fundament, das allein Träger für den Frie den fein kann, auf das Fundament der Verständigung, auf jener Geistesverfassung, wie sie der christlichen Kulturwelt zu eigen sein müßte. Aber gerade diese unsere Ueberzeugung, dieser un­ser Wille zum Frieden berechtigt uns aus andererseits, vor al­ler Welt zu sagen, daß wir auch so frei sein wollen in -Zukunft, wie irgend ein Volk in Europa (Lebhafter Beifall) und daß wir keine Beeinträchtigung und Fessel der Freiheit auf die Dan er ertragen können. Fede derartige Fessel, jede derartige Be­schränkung, dient in Wahrheit nicht dem Frieden, weil sie die friedliche Gesinnung untergräbt. Eede solche Schranke muß auf die Dauer zum -Gegenteil dessen führen, was man angeblich da­mit erstrebt. Wir sind Franken, d. h. freie Männer, und wir wollen frei werden und wir wollen frei bleiben. (Bravo).

Oberbürgermeister Dr. Adenauer gab dann der Hoffnung Ausdruck, daß di-e heute erfolgte Anregung der Schaffung eines rheinischen Museums, das di-e Kuliurwerte der heute eröffneten: Ausstellung zusammenfaßt, Verwirklichung finde, und -daß die­ser Gedanke die -Unterstützung der Reichs- und Etaatsregier- ung und weitester Kreise der Bevölkerung finden möge. Dieses Museum, so schloß Oberbürgermeister Adenauer, soll eine stän­dige Mahnung zur Einigkeit sein, diese Einigkeit im rheinischen Volke und -darüber hinaus im deutschen Volke erhalten und sie wachsen zu sehen, ist der herzlichste und dringende Wunsch ge­rade des -besetzten Gebiets. Zu dieser Einigkeit im Ennern mö­ge sich -dann hinzuges-ellen Recht und Freiheit nach außen, damit -das Wort unserer Nationalhgmn-e wahr wird: Einigkeit uno Recht und Freiheit!

Die Rede des Oberbürgermeisters klang in ein Hoch auf das deutsche Vaterland aus. Es wurde durch starke Beifallskund- gebunge-n an verschiedenen Stellen unterbrochen und mit lebhaf­ter (Zustimmung und Händeklatschen ausgenommen.

Hierauf ergriff der preußische Ministerpräsident Braun, das Wort. Er führte u. a. aus: Der Rheinstrom ist für je­den Deutschen überall wo die deutsche Hunge klingt, -der In­begriff des Deutschtums, deutscher WirHchaft, deutscher Kunst und deutscher Geschichte. Seitdem auf den römischen Heerstra­ßen sich die ersten Heere -einer Weltmacht -den -Weg in das Herz des -deutschen Landes bahnten, gab es selten Zeitläufte, in denen nicht dieses Land in den Strudel dynastischer Macht­kämpfe und in die (Zusammenstöße feindlicher Nachbarvölker hineingeristen morden wäre. Aber zwischen den Kämpfen lagen auch Zeiträume -höchster Kulturblüte. Das Land und das Volk, das in Jahrhunderten politischer Herrissenheit und Hwietracht die Sirtbei t deutscher Kultur und Geistigkeit in seinen Kunst- fchöpfungen bewahrte, beweist, daß die Einheit aller Deutschen ein unverlierbares dauerndes -Gut ist. Mit unbesiegbarer Ge­walt ist der Einheitsgedanke stets wieder hervorgebroche-n. Er ist heute und niemals mehr zu ertöten. Wir feiern heute wohl das Geburtsjahr des alten Deutschen Reiches, das 925 durch den (Zusammenschluß sämtlicher Deutscher auch der linksrheini­schen Stämme hier entstanden ist. Aber diese Tausend Eahre allein umfassen nicht etwa die deutsche Geschichte und die deut­schen Beziehungen des Rhein land es! Deutsch ist das Rhein­land, deutsch sind seine Menschen seit den Tagen grauer ger­manischer Vorzeit und so freuen wir uns dankbar dieses Lan­des, seiner Menschen, dieser erinnerungsreichen deutschen Stadt und dieses Stromes. Als Leiter der preußischen -Staatsgeschäf­te darf ich heute hier den -Wünschen des preußischen Volkes Ausdruck geben und mich zum -Dolmetscher der Gefühle machen, die jeder Preuße, der seine G-eschicht-e und Kultur kennt, dem Rheinlande entgegenbringt. Die Rheinlands haben so viel Freud und Leid mit den Preußen des Nordens und Ostens ge­meinsam -getragen, daß die Einheit im engeren staatlichen Rah­men neben der im weiteren des neuen Deutschen Reichs -entst-an den ist. Die Festigkoit dieser Einheit hat sich in den schweren Fahren, die hinter uns 'liegen, und in den -ernsten Tagen, in de­nen wir noch leben, immer wieder bewährt. Die Rhein-lande und das preußische deutsche Volk überhaupt haben in diesen Fahren die Feuerprobe bestanden. Man hat oft genug die Rheinland-e glauben machen wollen, daß ihr Heil in der Abkehr vom preußischen Staat und vom deutschen Ei-nheitsg-e-danken ge. Die Rheinländer, die aus ihrer Geschichte und aus den al­ten deutschen Errungen und Wirrungen der Bruderkämpfe ge­lernt haben, haben durch die letzten SchicksalÄschläg-e in ihrem Deutschtum noch gefestigter all diesen Sirenenrufen kühl bis ans Herz hinan gegenübergeftanden. Möge bald die Heit, wo frem­de Besatzung auf diesem Lande und Volke liegt, wie ein böser Traum Hürter uns liegen. Bis zu diesem Tage heißt es, weiter wie bisher ausharren. Ganz Preußen, ja das zanze Reich

»irb dem Rheinland brüderlich zur Seite stehen um ik fen das zu tragen, mas ihm auferlegt ist und was -es 1 des doch für uns alle anderen mit zu dulden hat A r preußischen Staat_sregierung und des preußischen ich von ganzem Herzen das Rhei-nland. Seine mit allen, die deutschen Blutes sind, wird auch weiter tausende überdauern. En diesem Sinne bitte ich mu d^r stimmen in den Ruf: Unser deutsches Vaterland und ^^" vollstes Kleinod, das Rheinland, sie leben hoch. ' uu ^t

Hierauf überbrachte der bayerische Ministerprän^ . Held die Münsch-e des Don-aulandes. Er betonte die -aut" ^r Ziehungen die seit -jeher zwischen Bagern und dem bestanden haben. Bagern empfinde wie das terkeit der fremden Besatzung und wird, wie ganz D-eutln, " nicht ruhen und nicht rasten, Recht und iScrechtigk^ "' ^' langen. Wir sind einig mit unseren rheinischen Brüdern Gedanken, -daß es jetzt gilt, eine Nation zu sein, eine Nation^ einer Kultur, aber auch in einem Hieb Wir alle lieben j , cher Weise die große alle Deutsche umfassende Nation, Trägerin einer Kultur, der Hüterin des christlichen Ee-dank und der Führerin in eine glückliche Zukunft, der freien Ent­faltung des deutschen Geistes und der deutschen Kräfte. % " Bagern fühlen uns mit dem -heiligen Köln verbunden, $[$ r Vorkämpferin des Deutschtums am Rhein.

Nach weiteren Ansprachen wurde der Festakt geschlosst,,

ivb. Köln, 16. Mai. Reichskanzler Dr. Luther und.ch; außenminister Dr. Stresemann haben um 10 -Uhr abends Köln verlassen, um nach Berlin zurllckzukehren.

Aus der ZugesgeWchte.

Schwere Gncbenkatast rophe auf der Heche Dorstfeld.

wb. Dortmund, 17. Mai. Das Preußische Oberbergamt in Dortmund teilt mit: Die Explosion auf der Hechenanstge Dorstfeld 5 am 16. Mai forderte 54 Tote, unter denen sich auch der Abteilungssteiger des hauptsächl. betroffenen Reviers befindet. Drei weitere Leute, die -wahrscheinlich -ebenfalls tot sind, werden noch vermißt. 18 Mann sind teils leicht, teils schwer verletzt. Die Verunglückten sind bis auf die drei Ver­mißten geborgen. Sämtliche betroffenen -Grubenbauten sind befahrbar. Eine weitere Gefahr besteht nicht mehr. Nach den letzten Feststellungen griff die Explosion des Gprengstoffmagazins auf ein etwa 1000 Meter entfernt liegendes Revier über, in dem Fettkohlenflöze abgebaut werden. Hier ist die Explosion an­scheinend in dem Kohlenstaub der Abba-ubetriebe eines Flözes nochmals aufgeflammt. D-ies forderte die meisten Opfer. Die ganze Grube war, wie mehrfach durch" Befahrungen festgestellt wurde durch ^Gesteinstaubs-perren gegen. Gesteinstaub gesichert.

mb.. Berlin, 18. Mai. Nach einer Meldung desMon­tag" aus Dortmund ist die Explosion auf der Heche Dorstfeld wahrscheinlich auf die Hersetzung von alten Sprengstoffen zu- rückzuführen, die zur Gelbstentzündung -geführt hat. Gerüchte, wonach Streichböher an der Explosionsstelle in großer Menge gefunden seien, die auf starkes Higarett-enrauchen der Beleg­schaft deuteten, und die die Urjadwedes -Unglücks gOw seien unhaltbar.

Vom Blitz erschlagen.

wb. Heddesheim a. Rahe, 18. Mai. Bei einem gestern -abend hier niedergegangenen Gewitter wurden, fünf Personen, die in -einem Helt Gchutz gesucht hatten, von einem Witz er* schlagen.

Unterschlagungen bei her Rheisarmee.

wb. Mainz, 18. Mai. Nach dreitägiger Verhandlung ver­urteilte, wie derMainzer Anzeiger" berichtet, -das franzoiijche Kriegsgericht wegen bei dem Heeres-Automobilpark der Rhein- armee vorgekommener Unterschlagungen in Höhe von zirka 200 000 Franken die beiden bei dem Autopark tätigen Beam­ten Fa-tg und Laurens zu 2 Fahren Gefängnis und 3000 Fran­ken bezw. 2 ein halb Eahr-en Gefängnös und 3000 Frâeu Geldstrafe, ferner den En Haber einer deutschen Auto-mobÄrepa- raturwerkstatt im Vorort Bretzenheim, Fred -Gch-ulz, zu 2- ren Gefängnis und 500 Franken Geldstrafe, sowie den ins unbe­setzte Gebiet geflüchteten Gchwager des Letztgenannten» Witte- man, in Abwesenheit zu 5 Fahren èfängnis und 3000- Franken Geldstrafe.

Lchiffszusamwenstotz.

wb. Paris, 18. Mai. Wie dieEhicago Tri-b-un-a" aus Le Havre meldet, ist infolge des Nebels, der seit drei Tagen über dem Kanal liegt, der deutsche DampferMira" durch den französischenAdresse" gerammt -wo-rderl. Der deutsche Dam­pfer konnte seine Reise nach Hamburg trotzd-em fortsetzen.

Die Lage itt französisch Marokko.

wb. Paris, 18. Mai. Der Sonderberichterstatter des tit Parisien" erklärt, der Feind sei weit davon entfernt, a seine Kräfte gezeigt zu haben. Die Aufgabe der Frauzol sei also noch -nicht beendet. Man dürfe die Schwierigkeiten . -gegenwärtigen Kämpfe nicht unterschätzen und man muste ü vorstellen, daß sie wenig Vergleichsmomente mit dem âvpa schen Kriege hätten. Wenn auch di-e Kanonen, die -die WJ 's besäßen wenig zahlreich und deren Feuer schlecht geleitet sei, gäbe es Schützen, die sich ihrer Gewehre mit einer außecor e liehen Geschicklichkeit bedienten. Das -Land scheine für Hinterhalt wie geschaffen zu sein und das dortige Klima M dere -besondere Ausdauer und bejonebren Mut. Jm u fc stellte derBerichterstatter fest, daß die französischen o keine Kämpfe gegen feindliche Flieger zu bestehen haben u-n sich seit einem Monat keine Flugzeuge der RifleM - ' haben.

Keine Note in der Gchuidenfrage.

wb. Paris, 18. Mai. Havas -erklärt in Dementierung ^ gestern früh erschienen Nachricht, daß noch keine Note m Schuldenfrage dem Quai dOrsay zuge-g-aug-en sei.

Der Belagerungszustand in Spanien.

mb. Paris, 18. Mai. Havas berichtet aus Madrid» da^ der Gtaatsanzeiger das an-gekündigte Dekret, wonach bei lagerungszustand in ganz Spanien aufgehoben wird, ven fentlicht.