Einzelbild herunterladen
 

Beiblatt.

Verlag: Fulda, Kaualstraße 44

Nr. 106 Freitag, den 5. Mai 1925.

MiW Morgenzeltung.

Zu Kurs der GündWen Außenpolitik.

(Von unserem Reoaler Korrespondenten wird uns vom Ansang Mai geschrieben):

»s.Lonmmi'ster Pusta hat sicherlich, wenn man sich höflicher ^SS w«, eineunglückliche Hand". So ist es verwundern, daß die Zahl ferner politischen ßrew- fep täglich, ja stündlich zusammenschmiizt. Als er, bis dahin Händler in Paris, vor einem Fähre im Ministerium Akel, unter dem ja der kommunistische Putschversuch am 1. Dezember ftattfanb das Portefeuille des Auswärtigen übernahm, war er weiteren'pâifchm Kreisen eigentlich nur durch einen ganz be­stimmten Zug seines Wesens bekannt: er hatte in den Verhand­lungen mit dem Völkerbund immer wieder versucht, eine doku­mentarisch greifbare Festlegung EJtlanbs in Sachen des Min­derheitsschutzes zu sabotieren, ja er ging in seinen Künsten, un­bequem gewordene unterschriebene Verpflichtungen wegMiuter- pretieren, so weit daß selbst sein unmittelbarer Vorgesetzter, der damalige Außenminister Hellat, in offener Parlamentssitzung ihn mitsamt seiner künstlichen Interpretierung desavouieren muß te. Leider gibt es aber auch bei uns, wie die Dinge nun mal in den Randstaaten liegen, immer noch Leute, für die der Besitz einer chauvinistischen Ader an sich schon eine Empfehlung be­deutet. So wurde denn Herr Pusta Außenminister. Sm Fnte- rosse des Prestiges iSstlands haben dann feine politischen Freun­de wie Feinde zuerst manche diplomatische grobe Angeschicklich- keit übersehen zu dürfen geglaubt, obgleich schon die Geschichte mit dem Aftonbladet Fnterview, wo der Minister gänzlich über- flWigerweise den Moskauer Satrapen Propagandahandhaben bot, den objektivsten Zuschauer stutzig machen mußte. Dann kam die Rigaer Generalstabskonferenz. War es schon an sich un­klug, diese Konferenz, an der bekanntlich Generalstabsofsiziere aller an Rußlands Westgrenze anstoßenden Staaten vom Eis­meer bis zur Donaumündung teilnahmen, mit dem Nimbus des Geheimnisses zu umhüllendie Tatsache, der 'gleichzeitigen An­wesenheit rumänischer, polnischer, finnländischer und estländischer Militärs in Riga konnte ja den teuer bezahlten Argusaugen der Moskauer Spione unmöglich verlborgen bleiben!, so kann man von Pustas Dementi, namentlich beim Vergleich mit dem viel geschickter abgefaßten lettländischen, nur sagen: ein Schulbei­spiel dafür, wie ein Dementi nicht lauten darf.

Wie Pusta den Hals gebrochen bat, sind schließlich die Be­ziehungen zu Tngland gewesen. Zuerst erhob sich ein deutliches vernehmbares Grollen gegen Pustas Kurs von rechts, aus der Partei der Landwirte (Puste selbst gehört zur bürgerlichen Zen- trumspartei des sehr mächtigen Parlamentspräsidenten Tönis- fon). Als sich dann diesem immer stärker anschwellenden Thorus das Organ der halbsozialistischen Arbeiterpartei anschloß, da war es bald auch Pustas engsten Parteifreunden klar, baß er nicht mehr zu halten war. Fn den politischen Kreisen hat augenscyein lieb den letzten entscheidenden Anstoß zu einer Revision der fak­tisch betriebenen Außenpolitik die von Pusta mit einem gewissen Tifer betriebene Ratifizierung des vorgeschlagenen Freundschafts Vertrages mit der Türkei gegeben. Kurdenausstand und Mofsul- frage lassen keinen Zweifel darüber übrig, daß ein gerade jetzt mit der Türkei abgeschlossener 5reundschaftsvertrag nicht weni­ger bedeuten würde, als eine Optierung zu Gunsten Frankreichs mit der Spitze gegen Tngland. Und dabei weiß jeder vernünf­tige Mensch in Tstland, daß Tngland der einzige unter den maß­gebenden Staaten ist, dessen militärische Hilfe für uns im Trust- falle in Betracht kommen kann! Setzt nahm man endlich den

Kurs unserer Außenpolitik etwas unter die Lupe und entdeckte denn auch bald ganz erstaunliche, wenn auch nicht erbauliche Dinge.

Die gelinde gesagt Pusta hat gerade in der Frage der Schuld an deneinzigen Freund" Tngland Blüten gezeitigt, de­ren skandalöses Herangreifen die britische Regierung schließlich dieser Tage durch ein sehr feines und doch drastisches Mittel der estländischen Regierung vor Augen geführt hat. Nach Frank­reich, auch nach Finnland, sind seit Fahren erhebliche Schuld­summen abgeführt worden, und wie behandelte man Tngland? Die britische Regierung hat vor mehr als Jahresfrist in freund­schaftlicher Weise an die Schuld erinnert, sie ist aber estlän- discherseits bis auf den heutigen Tag überhaupt keiner Antwort gewürdigt worden! Da begab sich denn in diesen Tagen folgen­des: einer der Direktoren des britischen Außenministeriums ver­handelte auf seiner Reise nach Moskau viele Tage lang in Riga mit der lettländischen Regierung. Darauf erschien er in Reval, aber ohne sich vorher angemeldet zu 'haben und ohne hier irgend­wie mit amtlichen Stellen in Beziehung zu treten. Tr hat sich die Stadt angesehen, und er hat sich die nötigen Fnformationen zu verschaffen gewußt, ohne von den Rergierung Tstlands Notiz zu nehmen. Setzt ist man verblüfft, konsterniert, wohl auch et­was verlegen.

Pustas Schicksal ist entschieden, der Außenministerposten wird frei, und es besteht begründete Aussicht darauf, daß der Arbeitsparteiler Strandmann, einer der fähigsten Köpfe im Par lament, sein Nachfolger wird. Als Plus zu seiner natürlichen Begabung bringt er auch ein nicht unbedeutendes Maß staats­männischer Erfahrung mit er ist Ministerpräsident, Außen­minister und FinanMinister gewesen.

Wie es gewöhnlich in solchen Fällen geschieht, schießen Pu- stas Gegner über das Ziel hinaus, wenn sie ihm auch daraus einen Strick zu drehen versuchen, daß auf Ansuchen der eftiänbi- schen Regierung hervorragende Sachverständige des Völker­bundes um die Fahreswende Tstland besucht und, wie allmählich durchsickert, sich bis in alle Tinzelheiten hinein einen sehr ge­nauen Tin blick in die Wirtschaftslage zu verschaffen gewußt haben. Ts wird schon stimmen, was die Fama meldet, daß ihr Bericht allerlei Dinge enthält, die nicht angenehm zu hören sind. Aber Tstland braucht eine ganz offene Darlegung der Wirtschaftsverhältnisse, wie sie wirklich sind, keineswegs zu fürchten. Sm Gegenteil, die notwendige Sanierung und der notwendige ausländische Kredit können gerade nur durch eine offene Untersuchung erreicht werden. Bei all der gegenwärti­gen Wirtschastsmisere stehen doch bedeutsame Hilfsquellen zu Gebote. Hier seien nur zwei Dinge genannt: es besteht be­gründete Hoffnung, die Butterausfuhr um 50 Prozent gegen das Vorjahr, also auf rund 1 einhalb Milliarden Mark im Fahre zu steigern (d. h. auf zirka 17 Millionen Goldmark). Tin großes schwedisches Konsortium hat endgültig Brermschiefer- lager im Umfang von zehntausend Hektar langjährig gepachtet und geht an den Bau von 5 großen Oeldeftülativnen. Noch weniger als sonstwo dürfen bei uns Außenpolitik und Wirt­schaftspolitik getrennt marschieren, Pustas prajumitiver Nach­folger Strandmann, bis vor 4 Monaten Finanzminister, wird si­cher dafür sorgen, daß der Kurs in beiden Ressorts einheitlich gesteuert wird. W. Reinhold.

Stargarder Trümmerttätte.

Von Martin Borrmann.

Der ostpreußische Dichter Martin Vorrman hat ei­nen Tag nach der Katastrophe von Pr. Stargard im polnischen Korridor die Unfallstätte im Vorüber­fahren beobachten können. Das Folgende gibt den ersten Tindruck seiner Tmpfindungen wieder.

Vorläufig stehen wir alle aus Neugier da. Ober aus einem leisen Gefühl der Furcht, ebenfalls und an der nämlichen Stelle obwohl gerade bas sinnlos ist, sagen wir uns sogleich von einem gleichen ungeheuren Hammerschlag getroffen zu werden. wie jene Ahnungslosen, die der erste Ferientag, die freien sorglosen Stunden, das erste laue MaiblUhen der Nacht, in klei­ne Partikel warf. Sa, so mag es gewesen sein: nur mit Mühe gelang es manchem, zur Zeit mit allen Abschlüssen fertig zu werden, alles Wichtige vorher zu ordnen. Da nimmt man die Nacht zu Hilfe, viele Nächte zuweilen. Und die vergnüg- ungs- wie arbeitsgewohnte Hausfrau der Kleinwohnung, die Geliebte und Magd zugleich, macht es mit einer ähnlichen An­strengung möglich, daß der Koffer noch fertig wird. Ts gibt Mütter, die kurz vor der Abfahrt in die innere Stadt fahren, wo eine bestimmte Leckerei, ein Flocon, eine Kognakpackung, vielleicht wohlfeiler ist als im Vorort. Die legen sie dem Tnt- eilenden zuoberst auf die flache, nach der letzten Glanzplätterei riechende Wäsche. Und in gestärktem Papier, das kein Fett durchläßt, liegen die belegten Brote auf dem billigen Waren- hauspgjama. Dies alles geschieht, bamit derZug erreicht wird, auf den man schon seit Tagen feftgelegt ist und welch ein Un­heil, wenn man ihn verspätet haben sollte ihn, alles Unheils Anheilträger! Äs

Ts begann eigentlich hinter Marienburg, wo seltsam schwarz gekleidete Leute unseren Zug für eine kurze Strecke bestiegen. Ts hob nochmals an in Swaroschin. Nicht baß uns die Erreg­ung der polnischen Beamten besonders beänftigt hätte. Ts ist kein Wunder, baß diesen Menschen der gestrige Tag im Ge­sichte flackert. Warum klettern Zugführer, Heizer, Stationsvor steher zweimal auf die Maschine? lWarum verlassen wir die Station, um sofort zu bremsen, rückwärts zu fahren, um durch dies Manöver auf das ungewöhnliche linke Gleis zu geraten? Nun, es mag alles seine guten Gründe haben. Aber da ist ein Stich in der Brust, im Hirn, im Leibe! Kurz hinter der Station steht der erste beschädigte Wagen. O, er ist wohlauf, im großen genommen, er kann noch auf seinen Rädern rollen, er kann noch stehen, er hat noch das Gesicht und das Gehabe eines wohlsituierten Wagens. Tr gehörte nicht zu den geretteten Wagen, die schon auf deutsches Gebiet zurückgeschafft sind, aber er ist dem Tode entronnen. Tr ist ein Leichtverletzter. Was aber ist an seiner Spitze zu sehen? Dies flatternde rußige Be­zugpapier, dies zerzauste Krähenfederchen war einst sein schöner, sich wohlig wiegender Harmonikagang? And dort steht die Toi­lette, für alle Blicke geöffnet, der Waschtisch frei und freundlich in der Luft hängend, wie der Waschtisch einer Puppenstube, die ein Kind zerstört hat.

Wir fahren noch zehn Minuten auf dem südlichen Gleis; es geht immer langsamer. Dann setzt jenes Tempo ein, bas Züge beobachten, wenn sie über noch nicht ausgebesserte Brücken fahren. Auf dem regulären Gleise stehen acht abmontierte Rä­der, deren Tragflächen sonderbar zerfetzt und verkohlt sind. Ti­ne halbe Sekunde: Einblick in den rotgepolsterten Salonwagen des polnischen Bahnpräsidenten. Zwei Sekunden: drei polni-

Das unsichtbare Luftschiff

Originalroma« von Knut Gatzwiller Autorisierte Uebersetzung von Eifa v. Hollander-Lossow. sAlle Rechte Vorbehalten.) fRachdruck verboten).

66. Fortsetzung.

Wieder wendeten Mamimuras schwarze Augen sich Kiwangs Hand zu, die sich wie ein Schlangenkopf in der Luft bewegte, un­mittelbar über dem Telegraphenschlüssel, bereit, draufzuschla­gen, bann blickte Mamimura zu den schlafenden Japanern hin­unter.

Kiwang lachte heiser und kurz:Auch da gibt es keine Hil­fe, Mamimura. Fhre Körper habe ich vorhin in denselben Schlaf versetzt wie Raghokos. Und unsere weißen Freunde dort hinten, er deutete zu ihnen hinüber, habe ich ebenso ver­sorgt wie euch. Der Tee war vergiftet. Jn fünfzehn Minuten sind alle hier an Bord tot, selbst wenn ihr guter Kopf ihnen vor­her eine Möglichkeit zeigen sollte, mein Lebenslicht auszublasen".

Steif wie Bildsäulen und ohne eine Miene zu verziehen, hör ten die Japaner ihr Todesurteil an. Nur die schwarzen, klaren Augen ruhten mit einem Ausdruck stolzen Hasses in denen Ki­wangs.

Holm und Nick, die atemlos dem ganzen Auftritt zusahen, hörten ein leises Klirren. Es war Mölln, die leise und vorsich­tig den unberührten Tee auf den Bpden schüttete.

Kiwang saß einen Augenblick schweigend da. Die grün- lichen schiefen Augen wuchsen an Größe und Glanz, brannten mit einer Glut, als wollten sie alle durchbohren. Wieder zischten Worte aus seinem Munde, aber diesmal floß seine Rede wie ein bransender, heftiger und reißender Strom dahin.

Unb jetzt, wo wir in wenigen Minuten uns dort be- finben, wo alle gleich sind, wollen wir alle Titel und falsche Ehrerbietung ablegen. Jeh habe euch noch ein Wort zu sagen, wr überziyilisierten Barbaren von meiner eigenen Farbe und 1 llt .^uch euch, ihr weißen, einfältigen und falschen Hunde,

Neffen, die ihr so willige Schüler in den Japanern fan- tenfirh^^Eßlich klüger wurden als ihr selber. Sie glaub- oen m genug, uns, ihre gelben Brüder zu Skla- mern Abe :ki.8 ^ um ""^^ nahe Verwandschaft zu KUm- die Chinesen Japaner habt ganz vergessen, daß auch den Abgrund stürrt®° lf)r to11 ^rauflosstürmt und in ruhigem Sorticbri fp?8^roir ^^S und vorsichtig, um in mit unseren Mckionen ^ ^ wach genug zu sein, Billionen die Welt zu regieren und den weißen Hun

den in gleicher Münze heimzuzahlen, was sie uns gaben. Aber niemals unter japanischer Herrschaft, höchstens als Verbündete gleicher Rasse, gleichen Blutes!"

Die Stimme wuchs zu heiserer Schrille, während die grü­nen Augen in furchtbarem und verzehrendem Haß flammten:

Deshalb, ihr heimtückischen und herrschsüchtigen Bar­baren, deshalb vernichte ich das Thamäleon und lasse es wie Staub über dem Meer verwehen. Das tue ich für Thma und bie THinesen. Euch beide aber, euch Mörder, töte ich aus Rache. Am meinen alten Vater zu rächen, den ihr in Futchow ermordet habt, da ihr eure Begierde nicht befriedigt saht und er euch das Geheimnis des chinesischen Kästchens nicht auslie­ferte. Dieses Kästchen wird euer Sarg und euer Tod!"

Holm sah einen Schatten der Verwunderung über die sonst völlig reglosen Gesichter der Japaner gleiten und bemerkte, daß Kiwangs Hand sich dem verhängnisvollen Telegraphenschlllssel näherte. Er faßte Mollg mit dem linken Arm und drückte sie fest und schützend an sich, während seine rechte HaUd leise den Revolver aus der Tasche zog.

Kiwang der einen Augenblick die Wonne der Rache ausge­kostet hatte, hob jetzt bie Hand und rief mit unheimlichem Lachen:

And nun ist ber Augenblick meiner Rache gekommen, nun werde ich bie weißen Hunde und das Thamäleon zerschmet­tern. Jeßt verachtet euch selber! Von einem Thinesen besiegt! Gelbe gegen Gelbe!"

Ein heftiger Lachanfall schüttelte ihn. Er hob die Hand. Da knallte ein Schuß!

Kiwangs Hand fiel schlaff zwei Zentimeter vom Schlüssel nieder, und der häßliche Kopf, der kleinen Zwerggestalt sank nach vorn. Sm selben Augenblick, als der Thinese tot auf den Boden niederglitt, hört Holm Nicks Stimme dicht an seinem Ohr:

,>Den Schuß durfte ich dir nicht überlassen. Ein Revolver wirkt nun einmal sicherer in der Hand eines Amerikaners.

Holm verstand ihn. Deshalb hatte er selber geizögert, zu schießen. Wäre der Schuß fehlgegangen. Holm konnte den Gedanken nicht zu Enbe denken. Denn vorn, wo Jkßoto jetzt matt zusammensank, erhob sich Mamimura. Mühsam hielt er sich aufrecht, und mit gewaltsamer Willensanspannunq gelang es ihm, hervorzustoßen:

Sch hatte den Thinesenhund zu gut dressiert. Er hat über mich gesiegt über mich und Sie aber nicht über Japan! Mein Leben für mein Land!"

Wie von einem Blitz getroffen, sank er neben Jkßoto nieder. Mollg warf sich nervös schluchzend auf die Bank, und Holm und Nick gingen nach vorn.

Totenstille herrschte einige Minuten in der Kajüte. Man hörte nur bas Rauschen des Windes an den Seiten, während das Thamäleon durch die Luft strich, mit Leichen in der Ka­jüte und einer Leiche am Steuer.

Holm ging wieder nach hinten, um Mollg zu beruhigen, 'de­ren Nerven jetzt, da die schlimmste Gefahr überstanden war, zum ersten Male zusammenbrachen.

Sie hatte das Gesicht in den Hände vergraben und schluchzte: «Laß mich nur zehn Minuten liegen, Karl! Es ist alt dies Schreckliche, was ich milangesehen habe! Dann ist es wieder gut!"

Holm zog den Vorhang vor die Kajüte, so daß Mollg un­gestört ruhen konnte. Darauf trat er an den Telegraphentisch wo Nick sich schweigend daran gemacht hatte, ihn abzumontieren, indem er sorgfältig alle Leitungen vom Schlüssel zu den Batte­rien außer Funktion setzte, um sich auf diese Weise gegen eine furchtbare Explosion zu schützen.

Erst «als dies geschehen war, blickte er auf den Höhenmesser, her anzeigte, baß das Thamäleon keineswegs heruntergegangen war, viel eher eine Tendenz zu schwachem Aufstieg zeigte.

Dagegen stand bas Barometer überraschend niedrig, fast auf »Pturm. Die Freunde blickten aus den Seitenfenstern. Ganz unten am Horizont sah man eine dunkle, drohende Wolkenbank mit weißen wolligen Vorläufern etwas höher am Himmel.

»Das sieht nicht sehr günstig aus," brummte Nick.

, Holm 'blickte finster auf die Leichen, die auf Bänken und Sußboben lagen. Er wunderte sich, die toten Japaner so ruhig anschauen zu können. Erft als sein Blick über Kiwangs leblose Gestalt glitt, die Nick soeben vom Telegraphentisch fortschleppte, um besser untersuchen zu können, ob noch weitere gefährliche Drahte vorhanden seien, überlief ihn ein Schauder.

Selbst im Tode hatte der Thinese sein häßliches, teufli- ches Lächeln behalten, wohingegen Skhotos und Mamimuras erstarrte Züge noch jetzt Rühe, Stolz und Verachtung aus­drückten.

Entschlossen öffnete Holm die Schiebetür der Kajüte, Nick trat zu ihm, und als lese er die Gedanken des Freundes, sagte er:Du hast recht, es bleibt nichts anderes übrig".

(Schluß folgt.)