Die preußische Fagdordnung vom Lahre 1907 ist mit wesentlicher Unterstützung des AD.L^V. entstanden, wie überhaupt alle auf die Lagd bezüglichen Gesetze und Verordnungen nach eingehender Erörterung mit dem A.D.L.V. ins Leben gerufen worden sind.
Oii der geplanten Neugestaltung des Reichsstrafgesetzbuches hat der A.DV.V. auf Ersuchen des Reichsjustizministeriums ein längeres Gutachten erstattet.
Es ist ferner zur Bearbeitung eines Fischereigesetzes und eines Entwurfes für das Wassergesetz als Gutachter hinzuge- zogen worden. Dauernde Verhandlungen mit dem Reichsverkehrsministerium, betr. Mitnahme von Jagdhunden, sind im Interesse der Hundebesitzer vom A.D.L.V. geführt worden.
Während des Krieges hat der A.D.L.V. sich der Sammlung von FernrohvbUchsen für das Heer in ganz besonderer Weise angenommen.
Tätiges Interesse hat der A.D.L.B. bei der Wiederbe- schaffung der im Lahre 191S durch die Besatzungstruppen im besetzten Gebiet beschlagnahmten Waffen und der Entschädigung für die abhanden gekommenen bewiesen.
Die auf Grund des Versailler Friedensvertrages von Deutschland verlangte Lieferung großer Mengen lebenden Wildes, nämlich:
120 Hirsche,
63 000 Rehe,
66 000 Hasen,
195 000 Susanen,
6 000 000 Rebhühner und
75 OOOSaJaneneier,
ist auf das Betreiben des ADVE. von der Entente schießlich aufgegeben worden. Der A.DV.V. hat es sich dauernd und mit Erfolg angelegen sein lassest» für Besserung der jagdlichen Verhältnisse in den besetzten Gebieten einzutreten.
Der AD.L.V. hat sich ferner dafür eingesetzt, daß der Säger ohne besonderen Waffenschein berechtigt ist, eine kurze Handfeuerwaffe zu seinem persönlichen Schutz zu tragen. Der dringende Wunsch, daß bei Erteilung des Sagdscheines der Antragsteller bei der auszustellenden Behörde sich einer besonderen Prüfung zu unterziehen habe, und daß von den Lagdschein- Rachsuchenden der Nachweis einer abgeschlossenen Lagdhafwer- sicherung erbracht wird, wird vom A.D.L.V. immer aufs neue vorgetragen.
öür die Einführung möglichst gleicher Schon- und Schutzzeilen im ganzen Deutschen Reich setzt der A.DV.V. sich unentwegt ein.
Der AD.L.V. hat dauernd die infolge der Revolution und der schlechten Finanzlage der Kreise erlassenen Lagdsteuern aller Art, namentlich Lagdpachtsteuer, Waffensteuer usw., auf das energischste bekämpft und ist nach wie vor bemüht, eine Milderung dieser Steuern herbeizuführen.
Der AD.L.V. hat dafür Sorge getragen, daß nach Erlaß des Gesetzes für die Pachtchutzordnung geeignete Sachverständige für die Pachteinigungsämter hinzugezogen werden.
Lnsbesondere hat sich der A.DV/V. der Bekämpfung des Wildererunwesens angenommen durch Gründung einer Haupt- nachrichtenftelle in Berlin und verschiedener Nebenstellen der einzelnen Landes- und Bezirksverein. Der ADV.V. hat durch gefetzt, daß es den Forstschutzbeamten gestattet ist, auf fliehende Wilderer zu schießen, wenn diese den Aufforderungen, stehen zu bleiben oder die Waffe abzulegen, nicht Nachkommen.
Der AD.L.V. hat fortgesetzt gegen die Anpreisung von sogenannten zerlegbaren Lagdwaffen, die zweifelsohne als Wild diebswaffe anzufprechen sind, Protest erhoben. —
Auch hat der AD.LW es sich angelegen fein lassen, daß die Lugend in den Schulen durch guten, heimatkundlichen und naturwissenschaftlichen Unterricht über Wild und Wildarten und über den Nutzen der Lagd aufgeklärt wirr
Das unsichtbare Luftschiff
Originatroman von Knut Satzwiller Autorisierte Übersetzung von Elsa v. Hollander-Lossow. sAlle Rechte Vorbehalten.) — sNachdruck verbotenst
63. Fortsetzung.
Er selbst sprang zuerst an Bord und reichte aus der offenen Schiebetür galant und hilfsbereit Molch die Hand.
Ganz hinten in dem schmalen Kajütenende neben Holm war von der Decke bis zum Boden ein Vorhang angebracht. Liebenswürdig deutete Mamimura darauf und sagte: „Viel Platz haben wir auf der Fahrt nicht, aber doch Platz genug, daß ich Lhnen die Schwanzspitze als Kajüte habe einrichten lassen, mein Fräulein."
Holm und Nick folgten ihr, und als letzter stieg auch Lkhoto ein. Die Schiebetür wurde sorgfältig geschlossen. Alle beobachteten aus den kleinen herabgelassenen Fenstern gespannt, wie das Geschwader auf Ricks kleines, leeres Flugzeug Lagd machte.
Eine Minute verlief unter völligem Schweigen.
Ungeduldig kontrollierte Mamimura seine Uhr und öffnete die Lippen, um eine Bemerkung zu machen, als auf einmal eine kleine kompakte Rauchwolke Nicks Flugzeug einhüllte, um in weniger als eine Sekunde Formen anzunehmen wie ein Wollbüschel von gigantischen Dimensionen.
Einen Augenblick verdeckte der Rauch alle Maschinen, dann schoß ein Flugzeug mit rasender Geschwindigkeit aus den Rauch- Wolken hinunter, um in seitlicher Richtung, mit nur noch einer Tragfläche, die steil in der Luft ragte, wie ein Pfeil zur Erde hinunter zu sausen, während die langsamer fallenden Trümmer der zweiten Tragfläche ihm folgten. Die vier anderen Flieger tauchten kurz darauf in der klaren Luft unter dem Rauchberge auf, der jetzt wie ein freischwebender Fels ohne Stützpunkt über öem tief darunter liegenden Talgrunde hing.
A,s die vier Flugzeuge wohlbehalten unten ungekommen und ■alle in der Nähe ihres verunglückten Kameraden gelandet waren, sagte Mamimura seufzend: „Einen hat es nur mitgerissen. Schabe, daß nicht mehreren die Flügel gebrochen sind".
„Sch glaube, das wäre nicht sehr günstig gewesen. Das hätte zu viel öffentliche Aufmerksamkeit erregt", bemerkte Lk- Hoto.
»Durchaus nicht", versetzte Mamimura. „Derartige Unglücksfälle werden meistens verschwiegen. Spionageaffären wer den ungern offiziell erörtert. Da haben alle Nationen ein ziem lieb schlechtes Gewissen."
frau Mode in China.
Von Sungli n.
Sch war — nach zehn Sahren Abwesenheit — erst wenige Tage in Ehina, als ich den ersten chinesischen Film sah. Es lohnte sich wähl, von ihm ausführlicher zu sprechen: er zeigt hübsche Ansätze zur Selbständigkeit und vor allem ein kleines Kerlchen, das nicht mit Unrecht der chenisische Sackie Coogan genannt werd. könnte, ivenn cs nicht so verteufelt Japan. aussähe Aber das ist wohl ein Geheimnis und hat auch garnichts mit dem zu tun, was ich hier sagen will. Also: dieses kleine Kerlchen eröffnet im Laufe des Dramas einen Modesalon. Lawohl, einen richtigen Modesalon mit einem schönen ovalen Vorführungsraum, dessen Fenster bis zur Erde gehen und in einen reizenden Garten blicken lassen. Und in diesem Modesalon gibt es bequeme Sitzgelegenheiten mit Blumenarrangements dahinter und gibt es eine kleine Bühne und reizende chinesische Mannequins, die die neuesten chinesischen Moden vorführen.
Sch war tief beschämt. Nicht Stunden, Tage schon war ich in Ehina und ich alter Ehinaknabe hatte noch nicht einen Blick für die chinesische Mode von heute gehabt! Es ist mir nicht gelungen, einen chinesischen Modesalon ausfindig zu machen, wie der Film ihn zeigte. Liber ich bin sicher, er existiert irgendwo, vielleicht in einem der großen Warenhäuser Schanghais, bei Wing-On oder bei Sintere, wahrscheinlicher aber an irgendeiner versteckten Stelle, wie ja schließlich auch in Berlin, in Brüs sei und in Paris die vornehmsten Tempel der Frau Mode nicht an der Straße der großen Masse erbaut sind. Und es muß mehr als einen solchen Salon geben, denn ich habe ihre „Erea- tions" gesehen und sie sind so verschieden wie die Modelle von Drecoll und Jeanne Lanvin. Sch habe meine Augen aufgemacht, überall, auf der Straße, in den großen Geschäften, im Theater, im Kino und in den vornehmen Ballokalen, im Ball- fuai des Astor House und im Carlton, kurz, überall, wo die elegante chinesische sich mit der eleganten westlichen Welt in dieser einzigen ^Weltstadt" Schanghai mischt.
Cs öffneten sich mir die Augen und ich sah, sah zum erstenmal den vollkommenen Triumph unserer lieben Frau Mode auch in dem ältesten Reich der Welt. Wo sind die Kleider geblieben, die vor mehr als einem Lahrzehnt mich entzückten, die schwarzen Hosen aus schwerer Seide, die im Knöchel über den kleinsten Füßen der Welt von koketten Bändern breit umwickelt wurden, die bis zu den Knien fallenden, im Winter peszumbräm- ten Lacken, rechts geschlossen, mit hohem, das Gesicht bis zu den Ohren einrahmenden und verschmälernden Kragen? Die ganze Nanking Road fiele vor Lachen um, wagte eine Frau heute so auf der Straße zu erscheinen.
Nein, die Mode verlangt anderes. Fangen wir mit den Füßen an. Der geschnürte, künstlich verkleinerte Lilienfuß ist verpönt. Wer ihn noch hat — und der Gang verrät es! —, verbirgt ihn in besonders dafür konstruierten Schuhen. Wer es irgend kann, trägt modernstes europäisches Schuhzeug, das für die Bescheidenen von einer Reihe chinesischer Schuhfabriken und für die Anspruch so olle ren von Hunderten chinesischer Schuh macher nach Maß geliefert wird. Daraus schauen seidene Strümpfe, schwarz oder farbig, je nach Gelegenheit und zum Kleide passend. Auch die Strümpfe sind chinesisches Fabrikat und die Pagoda-Marke zum Beispiel kann es mit jedem ausländischen Fabrikat aufnehmen.
Die stlntergarderobe^zustudieren, fehlte mir die Gelegenheit. Wenn man aber aus den Auslagen der einschlägigen Geschäfte schließen kann, so ist sie aus Seide, reich gestickt und mit köstlichen Spitzen besetzt. Smmer noch wiegt in der Kleidung das Beinkleid vor; den Rock, der übrigens in Slldchina immer schon üblich war, sieht man in Schanghai nur selten und dann in Form eines ziemlich langen Plisserocks aus schwarzer Seide. Das Beinkleid ist wie früher aus schwarzer Seide. Das Beinkleid ist wie früher aus schwerer Seide -und von
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Damit trat er an Kiwangs Telegraphentisch, nahm das Teephon zum Führersitz und gab Raghoko Befehl, aufzusteigen.
Leise wiegte das große Flugzeug sich über dem Tale und fuhr über den gelandeten Fliegern in der Nordspitze der Schlucht nur in tausend Meter Höhe hinweg, ohne bemerkt zu werden. Dann wurde der Kurs verändert; sie fuhren nun in westlicher Richtung und näherten sich in gerader Linie der Küste des Stillen Ozeans.
Müde und angegriffen von den hastig wechselnden Ereignissen der letzten Tgae, sprachen die drei Gefangenen nur wenig. Nick rauchte stumm, während Mollg den Kopf an Holms Schulter gelehnt hatte und sich in ihr Schicksal ergab.
Ab und zu sah man drahtlose Funken sprühen, wenn Kiwang versuchte, eine Verbindung zu bekommen. Nach einiger Feit glitt die schmale Schiebetür vorn zur Seite, während Nag- hoko hereinkroch und der kleine Taruk Hinausstieg, um den Führerposten zu übernehmen.
Naghoko streifte Helm und Handschuhe ab und trat an den Kartentisch, wo Mamimura die zurückgelegte Route abmaß und aufzeichnete. Holm hörte ihn sagen: :
„Wenn wir dieses Tempo beibehalten, werden die Berechnungen stimmen. Wir werden dann kurz vor Tagesanbruch an der Küste sein. Dort bekommen wir, wie verabredet, unser Me- servebenzin. Laß Taruk am Steuer bis eine Stunde vor Sonnenaufgang; dann mußt du die Führung übernehmen, also ruhe dich aus, so lange es Feit ist."
Holm strengte seine Ohren an und merkte sich genau, was Mamimura sagte. Kurz vor Sonnenaufgang würde die Landung vor sich gehen; hier war also ihre letzte Ehance. Er sah Molch an, sie schlief nicht, hatte altes gehört und gab ihm durch einen leichten Händedruck zu verstehen, daß sie vorbereitet sei.
Auf der Bank gegenüber saß Rick in halb liegender Stellung. Er schlief gesund und fetst. Molch lächelte und sagte leise: „Laß ihn nur schlafen und Kräfte sammeln.“
Dann nickte sie Holm zu und zog den Vorhang vor, und gleich darauf hörte er an ihren Atemzügen, daß auch sie schlief.
Längst hatte die Dunkelheit das Chamäleon eingehüllt. Die Seitenfenster waren für die Nacht abgebienbet und die kleinen elektrischen Lampen leuchteten schläfrig.
Anscheinend schliefen alle außer Mamimura, der hier drinnen die Wache übernommen hatte, während Raghoko ruhte, und außer Kiwang, der noch immer am Telegraphentische saß und ab und zu den Apparat arbeiten ließ, ohne jedoch Antwort zu bekommen.
dunkler Farbe, schwarz, dunkelviolett ober duükelblon . feine Form hat sich geändert; es ist mäßig weit und fällt bis auf die halbe Wade, manchmal auch nicht so weit und ist nicht mehr wie früher um die Knöchel gebunden
Darüber trägt die chinesische Modedame ein kures theil aus manchmal bunkler, meist aber lebhaft farbiaer ° • gemusterter Selbe. Das Säckchen hat einen schmalen stehenden Kragen und reicht, unten lappig geschnitten knv । • Zur Taille. Das schwarze Haar wird in verschiedener W getragen. Besonders modern ist neben dem Bubikovs > mancher Chinesin einfach prächtig steht, eine Frisur, bei h - Pongschopf spitz auslaufend bis auf die Nasenwurzel fällst % rend der Hauptteik des Haares glatt nach hinten geffrieb ’ , in einen einfachen Knoten gebunden wird. Bornehm-f Frauen zeigen eine glatte hohe Stirn und einen schönen ist Knoten, der in den Nacken hiuuntechängt, junge Mèidch' , gen Pongschopf und Hängezopf. 11 la"
Das sind die Moden, die die Straße zeigt. Folgen - meine Damen, in den Ballsaal. Sehen Sie bitte vor der Fazzband, jetzt gerade an dem stadtbekannten phon-Spieler vorbei tanzt der bekannteste Filmstar Chinas,^ dem Manager der ersten chinesischen Filmgeselffchaft. schöne schlanke Frau mittlerer Größe; sie trägt einen glgg^ Rock aus in sich gemusterter schwarzer Seide. Das Päckchen ist aus geblümter rosa Seide, und lebende Blumen dergleichen Farbe leuchten in dem schlichten Knoten straffen Haare-. jkr bis in den Nacken fällt. An den Händen blitzen die i9 Kanten ein schlichter Goldreif am linken Handgelenk hält die Sn den Ohren hat sie ein langes Perlgehänge. Die zierlichen Füße stecken in reich durchbrochenen Lackschuhen mit hohen Pariser Absätzen und in einem schwarzen Leidenstrumpf deutet sich ein schöneres Bein an. Richt weit davon tanzt die Tochter eines bekannten Staatsmannes. Shr Vater, einst einer der Führer Chinas, hat sich längst schon grollend zurückgezogen und wird vergessen. Seine Tochter feiert täglich neue Triumphe dèr Schönheit und Eleganz. Heute trägt sie über einem langen lachsfarbenen Seidenkleid ein kokettes schwarzes Taftjächchen. Wunderbar steht dazu im glänzend schwarzen Haar ein ganz kleiner Tuff porzellan-glatter Kamelien. Ganz schwarz ist eine dritte Chinesin gekleidet. Umso stärker wirken die Ohrgehänge und die Haarnadel aus leuchtend grünem Sabe.
Aber nicht nur über die Frauen schwingt 6rau Mode lachend ihr Fepter. Auch die Männer Chinas sind ihr untertan. Europäische Schuhe und seidene Strümpfe sind für jeden, der auf sich hält, unentbehrlich. Die Beinkleider sind mäßig weit und fallen lose bis auf die Knöchel hinab. Darüber trägt der Mann von Welt ein langes, etwa bis zur halben Wade reichendes Kleid aus dunklem, schwarzem, braunem oder hellgrauem Stoff und eine vorn geschlossene ärmellose Wüste aus gemusterter, meist schwarzer Seide. Die alte chinesische Kopfbedeckung, das kreisrunde Käppchen mit einem Schnurknopf in der Mitte, ist fast verschwunden. An ihre Stelle ist der weiche oder graue Filzhut europäischer Art getreten, der in mittelmäßiger Qualität im Lande selbst erzeugt, in besserer Qualität aus dem Auslande bezogen wird und in jedem Falle verhältnismässig teuer ist. Die englische ReisemUtze dient bescheideneren Ansprüchen und wird fast ausschließlich von Studenten und vM niederen Volk getragen. -Lluch bieTbs hat der Mode immerhin so weit Konzessionen gemacht, daß man n^ altem iStil unten gebundene Beinkleider fast garnicht
And die europäische,Die Thinestn lehnt sie, Gott sei es gebankt, in einem erfreulichen Gefühl für Stil fast ausnahmslos ab, und unter den Männern sind es mit Ausnahme der frisch aus Europa oder Amerika zurUckgekehrten Studenten auch nur wenige, die sie adoptiert haben. Regiert Frau Mode auch in China, so regiert sie doch als gute Chinesin. Das Fepter, das sie hier schwingt, ist ein chinesisches das Su-i -Fepter und Fu-i heißt: „der Sbee gemäß".
Holm hörte Mamimura sagen: Hetzen Jie das in bestimmten Zwischenräumen fort. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir mit ihnen sprechen können."
Darauf kontrollierte er den Höhenmesser und rief:
„Roch immer zweitausend Meter. Fu gefährlich für die Rächt."
Er nahm das Telephon zum Führersitz und kommandierte: „Sn dreitausend Meter Höhe auf steigen und dort bleiben, bis weitere Order kommt.“
Holm spürte ein sachtes Ansteigen des Flugzeuges, sah den Feiger des Höhenmessers langsam auf die Hahl treitausend hin- aufkuettern und sank in einen leichten Schlummer . . .
Ein leises Geräuch weckte ihn. Holm war sofort vollkom- men wach und sah Raghoko — in Helm und Handschuhen — nach einer kurzen Unterredung mit Mamimura Hinauskriesten und Taruk am Steuer ablösen.
Das Licht brannte noch und durch das Oberlicht sah er dunk len Nachthimmel. Cs war also eine Stunde vor Sonnenan/- gang. Am Telegraphen saß Kiwang, eifrig damit he/stnM> Depeschen abzusenden und in Empfang zu nehmen, Oft ®on mimura und Fkhoto leise durchgelesen und beantwortet wurden.
Die übrigen Japaner schienen alle plötzlich lebendig zu den und holten aus den Kästen unter den Bänken lange duiuu- Kupferdrähte hervor, die mit Karabinerhaken vevsehen waren-
^Während Holm überlegte, wozu di eso Drähte verweise werden sollten, weckte er mit «einem kräftigen Pfuff Aick, e noch schlaftrunken auffuhr und um sich starrte. . ,
Holm lächelte ihm beruhigend zu und sagte gleichgültig, a c leise:
„Cs sieht aus, als wollten wir jetzt landen, 'Aickl" Holm las in Ricks Augen, daß er die Bemerkung den hatte, außerdem griff er verstohlen nach der Ca]^’ 111 er den einen Revolver aufbewahrte.
Mollg gab durch ein leichtes Hüsteln zu erkennen, das? -1 sie hinter ihrem Vorhang wach und bereit sei.
Der Telegraph knisterte unentwegt, und weder ^namim^ noch Skhoto entfernten sich auch nur einen Augenblick von mang, der, den Hörapparat am Ohr, die Hand auf dein öO sei, fortwährend „sprach" und Antwort bekam. . , ■
Allmählich stahl sich ein gedämpftes Fwielicht durch die ' neu Fenster und das Oberlicht, und in der unsicheren Beleu tung sah Holm, daß Mamimura den Chronometer und itir den Höhenmesser kontrollierte.
Holm schob das Fenster auf und blickte hinunter. Tief ""^ sich sah er einen endlosen silbergrauen Schleier, der leicht woge die Erde verhüllte.
(Fortsetzung folgt.)