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8g. W WkiM Rhön wiMaftliche Entwüklungömöglichtetten.
TI .(iscbluß.) Die bisherigen Versuche in der Rhön Weiden anzulegen sind
II. -(Schluß.)
nun der Rhön zu helfen? Auf welchem Wege ge- 'twat^s die Auswanderung zu unterbinden, einen gewissen Wohl stand zu schaffen, die Landwirtschaft zu heben, die Industrie zu !Clt Schaffung von Landstrahen und VerbindungswegM. ‘ vorhandenen Wege und Straßen sind gut, da Stemma- in feder Menge zur Verfügung steht. Der Verbmdungs- non Preußen nach Bagern jedoch kann modernen Ansprüchen nicht genügen. Die Straße Gersfeld-Fulda ist zu schmal und bergig und wenig gepflegt.
2. Durch Ausbau der Eisenbahnen.
Es war ein Unglück daß s. Zt. die Neustadt Schale-B ischofs- heim—Wüstensachsen, Gersfeld—Fulda—Soffa Wildflecken als Stichbahnen gebaut wurden. Wenn wenigstens die Bahn von Gersfeld nach Bischofsheim durchgbbaut würde, Jo hätte die Rhön einen Ausgang nach Norden.
Der Durchgangsverkehr von Norddeutschland nach Süd- deutschland würde nicht mehr den Umweg über Elm-Würzburg machen brauchen. Man würde die kürzeste direkte Strecke fahren können. Öft es denkbar, dah ein Reisender, der schlecht zu Zuh ist, nicht die Mittel besitzt um sich in Gersfeld einen Wagen zu nehmen, von Fulda über Elm-Würzburg^Neustadt reifen muß, um nach Bischofsheim zu gelangen?? Welche ungeheure Verschwendung! Welche Mehrfrachten müssen hier im Güterverkehr gezahlt werden! Dabei beträgt die Strecke Bi- schoftsheim-Gersfeld nur 10 Kilometer! Me Bahn wäre überdies von einem erhöhten strategischen ön ter esse für den Fall, daß es uns noch einmal vergönnt sein sollte unserem alten Erbfeind den Garaus zu machen und den deutschen Rhein zu befreien.)
Auch die Verbindung von Wüstensachsen nach Wildflecken dürfte mancherlei Vorteile bringen. Auf jeden Fall wäre durch eine derartige Lösung die Rhön auf einem Mal erschlossen, dem Verkehr nahe gebracht.
Arbeit gäbe es auf Sahre hinaus. An der Rentabilität der Bahn Bischofsheim-Gersfeld kann niemand zweifeln, der die Verhältniffe kennt. Allein durch VasaltauHfuhr in das hessische Gebiet würde der Zugverkehr rentabel gestaltet werden können. Ein Beweis für diese Behauptung liegt in der Wirtschaftlichkeit der Strecke Bischoftsheim-Neustadt, die wie man hört, im wesentlichen auf die Lieferungen des Basaltwerks Bischofsheim zurückzuführen ist.
3. Durch Schaffung von Postkraftwagenlinlon.
Diese einzurichten wäre das Mindeste, was die Rhön er- warten darf. Wie wir oben gesehen haben, ist die Rhön ein armes Land. Sie hat arme Gemeinden, die mühsam mit ihrem Etat auskommen. Die Post verlangt nun in verkehrsfeindli- chem Sinne von diesen Gemeinden, baß sie, falls 2 nie refft an Autolinien besteht, die notwendigen Garagen, Ehauffeurwoh- nungen, aus eigenen Mitteln baut, dieselben kostenlos der Post zur Verfügung stellt, gratis beheizt und beleuchtet und außerdem eine Garantie für einen eventuellen Fehlbetrag, den der Betrieb mit sich bringen könnte trägt. Auf der anderen Seite hört man, daß in Luxusweltbadeorten von der Post Garagen- -pal äste auf eigene Kosten hergerichtet werden. Die Post will doch bei dem Betrieb verdienen — also möge sie das erforderliche Anlagekapital auch selbst aufbringen. Mit den bisherigen Forderungen jetzt jedenfalls nicht weiterzuikommen.
4. Beschaffung von elektrischem Strom.
Eine Reihe von kleinen Merken liefert z. Zt. den Strom zur Beleuchtung der Dörfer. Die zur Verfügung stehenden Strommengen sind aber teilweise, so in Bischofsheim, derart gering, daß eine Aufstellung von größeren Motoren zum Betrieb svy Fndustriezwecken nicht möglich ist. Weshalb kann die Stromversorgung nicht einheitlich geregelt werden? öft nicht die weiße Kohle Bayerns Reichtum?
Sind diese Grundbedingungen ganz oder zunächst nur teilweise gegeben, so kann für die Rhön eine neue Zeit anbrechen. Diese würde sich zunächst im Familienleben auswirken. Die Wanderung würde mit Schaiffung von Abbeitsiosi^keit am Bahn oder Straßenbau, abflauen. Die Familienväter brauchten nicht mehr in Schweinfurt oder Fulda ihrer Beschäftigung nachzuge- hen, sondern würden alltäglich nach getaner Arbeit zu den 2hren zurückkehren. Sie hätten in der Sommerzeit auch noch Gelegenheit abends auf ihren Feldern zu arbeiten, den Frauen die Mühen um den landwirtschaftlichen Betrieb zu erleichtern. Es würde erreicht, daß jeder fleißige Rhönbewohner einen Gag- lohn verdienen könnte und überdies den Ertrag feiner Landwirtschaft besäße.
Der Güterverkehr zwischen Gersfeld und Bischofsheim würde die landwirtschofllichen Produkte und Betriebsmittel verbilligen, da diese nicht mehr mit so hohen Frachten wie bisher vorbelastet sein würden.
Mit der Reinigung der Flurgrenzen und der Zusammenlegung der Aecker würde sich der Ackerbau intensivieren, der Ertrag der Aecker würde steigen. Wege auf die hohe Rhön würden die Anfuhr von Kunstdünger ermöglichen, die Auffor-
Ordern, der Viehzucht zu einer gedeihlichen Entwicklung verhelfen. Hier sieht der Fremde überhaupt eine große Zukunft.
Gin pommerscher Gutsbesitzer hat sich vor 2ahren von Kis- singen, wo er zur Kur weilte, einige Waggons Frankenvieh mit in feine Heimat genommen. Das Vieh hat sich dort hervorragend entwickelt. Es zeigt sich widepstandsfähiger als das über- 'juebtete schwarz-bunte Vieh und brachte unter den veränderten Amatischen Verhältnissen einen sehr hohen Milchertrag von ^.^ettreichtum" wie ihn die schwarzbunte Kuh nie erreicht Dieb m kann recht bedeutsam für das Franken- flächen die Rhön mit ihren ausgedehnten Weide- Reben h Zahlreicher Frankenviehstämme werden! den ".. -^"dviehzucht könnte Schafzucht betrieben wer- Gute Weiden",?' ®Är auf Wolle züchten als auf Mast. K $or«b eè>in gung. Schafen könnten außer mit Rindern und wieder die Zeit in W ^ellt werden. Vielleicht kommt Rhönbouern zu 'kekèn n^f?^^ Pferde den Wohlstand des ' mithelfen werden.
SesMe Morgenzeitung.
fehlgeschlagen, ifie mußten fehlschlagen, weil diese Projekte verkehrt angefaßt worden sind. Die Pläne waren zu klein, die Entwässerung unsachgemäß durchgeführt, der Betrieb zu teuer, der Windschutz nicht vorhanden, die Verwendung des Kunstdüngers unrationell. Berufenere Schriftsteller mögen zu diesen
Stagen ausführlicher Stellung nehmen.
Als Nebenbetrieb der Landwirtschaft wäre die Fischzucht zu pflegen. Durch sachgemäße Schonung könnte auch die 5agb wieder ein volkswirtschaftlicher Faktor werden. Gerade die Fischzucht ernährt ihren Mann. Die Rhönforellen sind berühmt die Bäche geeignet für Zischbetrieb. Die umliegenden Badeorte sind gerne Abnehmer für diese Leckerbissen und zahlen bereitwilligst einen Preis, der die aufgewandte Mühe lohnt.
Sm übrigen wird sich die Arbeit für die Rhöner in den nächsten Fahren nicht sofort auswirken, wenn die oben angedeuteten Wege befchritten werden. Man mühte erst einige Musterbetriebe anlegen um den Bewohnern zeigen zu können, was aus der Rhön, besonders aus den Rhönweiden gemacht werden kann und welche Ertragssteigerung bei den Deckern mög lid> ist. Die €nge der Täler läßt jedem Bauern nur eine geringe Gagwerkszahl als Eigentum. Die Industrie muß bieT helfen das noch fehlende zu schaffen, damit jeder strebsame Rhöner in die Lage Komms sich zu einer gesicherten Existenz her- aufizuarbeiten und einem sorglosen Lebensabend entgegenzusehen Beispiele derartiger Entwicklung gibt es genug. 5cb denke an das Erzgebirge, teilweise den Harz und den Ghüringerwald.
Welch« Industrien wären nun in der Lage den für die Rhöner erforderlichen wirtschaftliche,, Ausgleich zu schaffen?
Die Steinindustrie.
„Die Anderen haben die Kohle, wir die Steine", sagte gelegentlich einer industriellen Tagung ein hoher bayerischer Beamter, „infolgedessen müssen wir sehen etwas aus unseren Steinen zu machen!" Die Steinindustrie ist nächst den Bergwerken der größte Verlader von Eisenbahnfrachtgütern. Die Steinindustrie beschäftigt viele Kräfte. Sie gibt eindrittel ihres Ber kaufspreises als Lohn wieder aus. Sie ist also besonders berufen der bayerischen Rhön zu helfen. Außer Schotter stellt die üteinindustrie noch Pflastersteine her, wenn sich geeignetes Material findet. Die Nebenprodukte können in Zementwaren, wie Röhren, Futterkrippen, Bausteinen, Treppenstufen, Ziegel verarbeitet werden, sofern Bedarf für diese Artikel vorliegt.
Industrien der Steine und Erden, die ;. Zt. im Bischofsheimer Tak noch nicht bestehen sind die Kalkindustrie, die Rö- telinduftrie, die Gonindustrie. 'Wundervolle Kalkmengen sind unschwer zu gewinnen. Sie könnten zu Bau- und Düngekalk verarbeitet beim Aufbau der Rhön hervorragende Dienste 'leisten. Rötel steht in großen, fast reinen Mengen an. Kleine Kaonlinablagerungen wurden gefunden. Große Gonvorkommen hervorragender Qualität Jiud deka mit, Alle diese.Schätze .liegen noch unberührt im Schoß der Erde. Geologen vermuten auch Bauxit in unserer Gegend, die wichtige Muminiumerde.
ön bergwerksmäßigem Abbau wäre Braunkohle, scywanze Erde, Ocker zu gewinnen. Es fehlt nur das erforderliche Geld für die notwendigen Auftcylußarbeiten. Das Erz, das im Innern der Erde liegt ist längst vergeffen. Moderner wiffenscyaft- licher Zorfchung bleibt es Vorbehalten den Umfang der Läger festzustellen. Kleine Proben, die alten Halden entnommen und untersucht wurden, ergaben folgende Analgse
Si 0 =5,55 %; Ze — 56,21 ?S; Mx — 0,09 %;
Ps O5 = 0,43 %•; Al = 0,61 %; Ei 0= = 1,58 %.
Man sieht um welch hochwertige Erze es sich hier handelt. Sie wären wohl wert, daß man ihrem Vorkommen nachspürt.
Mit der Hebung der Schafzucht könnte vielleicht auch die Webeinduftrie wieder festen Fuß fassen. Vielleicht finden sich heute wieder für die rauhen, derben Loden Abnehmer. Der Geschmack der Zeit ändert sich oft.
Zu erwähnen wäre endlich noch die Holzindustrie. Sie mühte sich der Eigenart des Rhönholzes an-paffen, nicht aber versuchen das Rhönholz zu Waren zu verarbeiten, für die sich die- J"es Holz nicht eignet. Das Rhönholz ist astig und knorrig. Dies gilt besonders für Laubhölzer. Zichten und Kiefernbeistände zeigen ein glatteres Wachtstum. Die Buche hat ein wundervolles weißes Holz, der Bergahorn, die Ulme und iEsche find von guter Qualität, sofern es die Eigenart der Industrie erlaubt kleine Abschnitte zu verarbeiten. Man sollte Klappmöbel aus Buchenholz unfertigen. Gische und Stühle für Schiffe und für die Gro- pen. Küchengeräte, kleine Holzteile für die elektrische Industrie, Knöpfe und Perlen, aber z. B. keine Großmöbel.
Diese Industrien liehen sich teilweise mit Wasserkraft betreiben. Die Wafserkräfte sind bisher nur wenig ausgenutzt. Auch Windmotore könnten vielfach Verwendung finden, wenn es nicht gelingt um billiges Geld elektrischen Strom in die Rhön zu leiten.
Die Rhön, reich bedacht mit landschaftlichen Schönheiten, könnte zu einem blühenden Landstrich des schönen Bagernlandes werden. Bisher hat sich der Verkehr zumeist in das herrliche Oberbayern gezogen. Es ist verständlich, dah sich infolgedessen die Interessen und Sorgen der Behörden mehr diesen gesegneten Gegenden zuwandten als der rauhen, abseits der Verkehrswege liegenden Rhön.
2m Anfang war der Verkehr und die Eisenbahn!
Die Eisenbahn ist der Prinz, der das Dornröschen Rhön aus seinem Schlaf erwecken kann! Helft dazu daß die Planke mit der die Aordgrenze des Bagernlandes noch heute vernagelt ist, endlich eingeriffen wird! Dah gedeihliche Entwicklung Platz greift und dah dem gefunden Volksstamm der Rhöner zu einer erfolgreichen Entwicklung verhalfen wird. Laßt nicht uu- fere besten Kräfte auswandern und wertvolles deutsches Blut dem Ausland zuführen, wo es nicht geachtet wird und dem Untergang geweiht ist! Helft den Wohlstand unseres Volkes mehren durch Schaffung von Einnahmequellen! Nutzet die Heimaterde, damit.Deutschland sich bezüglich der Volksernährung mehr und mehr vom Ausland freimachen kann!
20 ooo Lagwerke warten auf Pflege und Kultivierung! Bischofsheim Rhön, im Mai 1925.
v. A l t e n.
Beiblatt.
Verlag: Fulda, Kanalstraße 44
Lum AOjührigen Jubiläum des öligem, Deutschen Jagdschutzvereins.
Am 15. März 1925 beging der Allgemeine Deutsche Sagb- schutzverein fein ödjähriges Stiftungsfest. Grotz des langen Bestehens ist selbst in Sägerkreisen das, was dieser Verein in den 50 Fahren seiner Tätigkeit für das deutsche Weidwerk und damit für das deutsche Volk geleistet hat, viel zu wenig bekannt. Der Verein erstreckt sich mit Ausnahme von Bagern über das ganze Deutsche Reich und gliedert sich in 23 Landes- vereine, diese nach Bedarf in Bezirke, von denen über vierhundert vorhanden sind. Der Verein zählt ;. Z. nahezu 40000 Mitglieder.
Die Hauptzwecke und -ziele des ADVV. sind:
1. Die Fagd zu schützen und zu heben.
2. Alle Bestrebungen zu unterstützen, die unter Wahrung der Bedürfnisse der Forst- und Landwirtschaft eine weidmännische Pflege des Wildes und eine weidgerechte Ausübung der Sagd fördern.
Z. Die Staatsbehörden bei Durchführung der Gesetze und Verordnungen über Sagdoergehen, Sagdpolizei und Wildschonung zu unterstützen sowie bei der Veränderung der Gesetze und Verordnungen und bei dem Erlaß neuer mitzuwirken.
4. Auf dem Gebiete der Gesetzgebung und der jagdlichen Verordnungen dahin zu streben, daß die jagdpolizeilichen Vorschriften und die Bestimmungen über die Schonzeit des Wildes, des Wildschaden usw. den Anforderungen einer weidmännischen Sagdausübung entsprechen.
5. Dem Wildererunwesen und den Zuwiderhandlungen gegen die Gesetze mit allen Mitteln entgegenzutreten. _
6. Für verdienstvolle Leistungen von Sagd-, Forstschutz- und Polizeibeamten, sowie Landjägern und anderen um den Wildschutz bemühten Personen Belohnungen und Anerkennungen, den von Wilddieben verwundeten Beamten und ihren Hinterbliebenen Unterstützungen auszuzahlen.
7. Belohnung den Personen zu gewähren, die ein Sagdver- gehen oder eine damit zusammenhängende Begünstigung oder Hehlerei mit Erfolg anzeigen.
An Prämien werden Ehrenhirschfänger, Schußwaffen, oder andere Ehrengeschenke sowie Urkunden verliehen.
Kommen wir nun zu den einzelnen Leistungen des A.D.S.V. so trägt dieser z. B. für die möglichst preiswerte Beschaffung von Sagdmunition Sorge. ch
Sm Sahre 1897 wurde die Errichtung der Hermann Hohenlohe-Langenburg-Stiftung beschlosten, aus welcher Witwen und Waisen deutscher Forst- und sDöschutz-Bediensteten Unterstützungen erhalten. Bis zum Beginn des Krieges hat der A.D.SV. schon 1 einhalb Millionen Goldmark an solchen Unterstützungen ausgezahlt.
Für die Gründung des Ebholüngs-, Alters- und Snvaliden- heims in Marburg (gedacht für Angehörige ehemaliger Säger- und Schützen^Bataillone sowie für die Mitglieder der Sagd-, und Forstvereine, die dem ADVV. augeschlossen sind) hat im Wesentlichen der A.D.SV. die erforderlirhen Geldmittel zusammengebracht. Sedes Einzelmilglied des ADlSV. ist berechtigt, die Segnungen des Marburger Heim zu genießen.
Sn der Kriegszeit wurden durch Sammlung von Patronenhülsen viele Hunderte von Zentnern Meffing gewonnen, deren Erlös zum Besten der Witwen und Waisen der Zorstschutzbe- amten Verwendung fand.
Das von der Gräfin von Linden geleitete Parositologische Laboratorium der Universität Bonn, welches sich mit Forschungen über Lungenwurmseuche und Erkrankung des Wildes und der Weidetiere beschäftigt, wurde dauernd vom A.D.S.V. unterstützt. Der Befürwortung des A.DVV. gelang es zu erreichen, daß ein Teil dieses Snlstituts 1921 von dem Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volkâildung übernommen wurde.
Der Verband deutscher Elektrotechniker hat auf Veranlassung des A.D.S.V. Voysichtsmaßregelu zum Schutze der Vögel getroffen. So wird z. V. bei Starkstromleitungen die Spannweite der Drähte so bemessen, daß alle Vögel hindurchfliegen können, ohne die Drähte berühren zu müssen.
'Zum Schutze der Strand- und Seevögel an den deutschen Küsten werden auf Veranlassung des A.D.S.V. Schon- unb Brutreviere geschaffen.
Desgleichen hat fich der AD.S.V. um die Erhaltung seltener Raubtiere und Raubvögel, unter Berücksichtigung der Pfle ge und Hege der niederen Sagd, besondere Verdienste erworben. Seiner Veranlassung ist es zu danken, daß der grausame Zang von Raubvögeln in Pfahleisen durch besondere Verordnungen verboten wurde.
Ebenso ist der A.D.SV. immer bestrebt gewesen, dem in Italien betriebenen Massenmord der Zugvögel entgegenzuar- beiten.
Für den Wildschutz in den früheren deutschen Kolonien hat der A.D.S.V. stets das größte Interesse gezeigt. Die auf seine Veranlassung getroffenen Hege- und Schutzbestrebungen sind für die ganze Welt maßgebend geworden.
Sein besonderes Augenmetk hat der AD.S.V. darauf gerichtet, nichtheimische Wildarten, wie z. B. Muffelwild und Truthühner, in Deutschland einzubürgern. Durch Aussetzen von Fasanen, Hasen und Rebhühnern hat er zur Miederbevölkerung ausgeschostener und verödeter Reviere Sorge getragen. Zu diesem Zwecke wurde eine besondere Stelle für den Bezug von lebendem Wilde zur Blutauffrischung errichtet, durch deren Vermittlung viele Tausende von Stücken Wild, auch Rot-, Dam und Rehwild, aus außerhalb Deutschlands gelegenen Lärchern eingeführt wurden.
Vom A.D.S.V. wurden zur Lösung der Fragen über Alters beftimmungen des Schalenwildes Wildmarken eingeführt. Der Verein ist stets mit aller Energie dafür eingetreten, daß das Schalenwild nur mit der Kugel erlegt werden dürfe.
Flügel*Orgel*Harmoniams grösste Auswahl, erste Fabrikate, Teilzahlungen.
Aloys Maler, Fulda,
Gegründet 1846.
König!. & Päpstlicher Hoflieferant.