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nmwhpr in Höhe von jährlich 100 Millionen Reichs- M die ^Ä 5 Ähre) als ZprozMtige Rente zur Verfug­mark (zunächst fu icbim,^ig auf Alt- und Neubesitzer zu mng gestellten T g S Rückkauf der umgetauschten An- ioertesten und hn S ) ^ bem ^getauschten Nennbetrag ^t, später M « 9 ingpn ?UT Verfügung stehenden Mit zu verwenden. S S ^.^ czz^^Euttg und Amortisation in teln kann nittr 9' . Die Verzinsung würde aber bei den RuOcht gestellt _ -^ ^^ kommen, den Anleihebesitzern kleinen Betrag , ^^^^ den Verkehr außerordentlich

/ Würde aber der Betrag von 100 Millionen Reichs- HhrK I für die Zwecke des Rückkaufs bezw. spater zur Auslösung zur Verfügung gestellt, so wäre es möglich die zirka so Milliarden Mark entwertete Anleihen, die zu 5 Prozent in »arben Reichsmark umgetauscht werden, m einen Ze,t- raum oon L.rka 20 Fahren vollständig zu tilgen. Der Gedanke ^ Gesetzentwurfes, daß Hch

Vorzugsbehandlung oder eine Entschädigung für die erl,t- tenen Verluste gewährt wird, wird von dem Verband Hessen-, Nassauischer Industrie- und Handelskammern durchaus gedn- 1iqt Dieser Gedanke könnte unter Gleichstellung der Zeich­nungen von Stiftungen charitativen Eharakters insbesondere zu Zwecken der Kranken- u. Altersversorgung unglaublich von den oben gemachten Vorschlägen evtl. in einem besonderen Ge­setz im Zusammenhang mit der Fürsorge für sonstige Kriegs- geschädigte verwirklicht werden.

Eine neue Verbindung nach Wangerooge und Helgoland über "Wilhelmshaven. Es wird uns geschrieben: Unter dem Namen Helgoländer Seebäderdiensi" wurde in der letzten Woche eine Weitere Reederei in 'Wilhelmshaven gegründet, die von doct aus den Seebäberbienft im täglichen Verkehr nach den beiden be­kannten Schein vermittelt. Der Seebäderdienst ist ausgerüstet mit dem bekannten D oppelss chrauben -S alondampferHelgo­land" der im Vorjahre seine Fahrten von Helgoland nach Ham­burg und umgekehrt ausführte. Da der Bäderverkehr über Wilhelmshaven im Vorjahre Formen angenommen hatte, die über aller Erwarten gut verlaufen waren, Jo soll in diesem Sahre Helgoland mit in den Verkehr einbezogen werden. Der Dampfer dürfte eines,der schönsten Schiffe der Nordsee mit sein. Ein großer Speisesaal mit erstklassiger Restauration ,bie auch den verwöhntesten Ansprüchen genügen wird, sicht dem Publi­kum zur Verfügung. Ferner sind am Bord ein entzückender Damensalon und ein sehr gemütlicher Rauchsalon mit amerika­nischer Bar. Auch ist der Dampfer mit einer Anzahl Kabinen ausgerüstet. Die Fahrten setzen schon am 16. Mai ein, und soll der Verkehr aufrecht erhalten werden bis zum 50. Sep- tember. Geben Sonnabend findet eine Wochenfahrt nach Hel­goland statt, im Anschluß an den D.-Zug 4.05 in Wilhelms­haven eintreffend. Ab Bremen 2.08, ab Hannover 12.09, ab Osnabrück 11.12 ab Berlin 8.00 vor. Diese Fahrten werden zu ganz besonders billigen Preisen ausgeführt, auch übernimmt die Reederei für die Debernachtung auf Helgoland Sorge zu tragen. Sämtliche Karten haben eine Mindestgültigkeit von 3 Tagen. Die Ueberführung vom Wilhelmshavener Bahnhof bis zum Anleger übernimmt die Wilhelmshavener Straßenbahn durch Sonderwagen. Die Merktägigen und die Sonntagsfahr- ^ Zeiten sind 7.30 vormittags. Eine Neuerung führt die Reederei mach -ein indem sie jeden Sonnabend abend um 12 tthr von Hel­goland abfährt um den Morgenauschluß D-Zug von Wilhelms­haven 5.59 zu erreichen.

Vermischtes.

Die Einbrecherkolomie der Gräfin Tolonna. Gegen eine buntgemischte Einbrecherbande richtete sich eine Anklage, die seit langem bas Landgericht 3 in Berlin beschäftigte und nun­mehr gestern vor dem Schöffengericht Charlottenburg zur Ver­handlung kam. Diese Bande hatte 1919 und 1920 eine Reihe von Einbrüchen unter romantischen Umständen verübt. Die Teilnehmer sind zum Teil bereits wegen einzelner Fälle 1920 'abgeurteilt worden. Erst nachträglich sind noch weitere Ein­brüche ans Tageslicht gekommen und eine Reihe von Ange­klagten wurden aus den Strafgefängnissen in Berlin, Leipzig 'und anderen Städten vorgeführt. Der Hauptfall, der bereits h 920 abgeurteilt worden ist, hatte seinerzeit großes Aussehen er regt, da im Mittelpunkt dieser Affäre die angebliche Gräfin Tolonna stand. Diese war die frühere Schauspielerin an der Komischen Oper Else Stutz. Die hübsche Künstlerin hat, wie sich später ergab, eine Doppelrolle gespielt. Nachdem sie zahl reiche galante Affären durch gemacht hatte, nannte sie sich Grä­fin Colonna. Gn der Berliner Lebewelt spielte Else Stutz eine 'große Rolle und hatte auch die Bekanntschaft des bekannten Flugzeugführers und Flugzeugfabrikanten Dr. Sablatnig ge­macht. Eine Abends hatte sie Dr. 8. in ihre Wohnung einge- Üaden. Sie erbat sich seine Haus- und Mohnungsschlüsfel, um seinen Besuch erwidern zu können. Gn einem unbewachten Au­genblick warf sie die Schlüssel über den Zaun, wo bereits je­mand wartete. Cs war das der Landwirt Foachim von Boet- tichor aus Magdeburg. Dieser damals erst zwanzigjährige junge Mann, der Sohn des verstorbenen Vize-Kanzlers von Boot sicher, war ar£f die schiefene Ebene geraten. Mit den Schluß ein eilte der junge Mann nach der Wohnung des Dr. S., vor der schon andere Mitglieder der Bande warteten. Es wurden iveitvolle Perserteppiche und andere Wertgegenstände heraus- gohoä. Sei dem Verkauf einer alten Geige kam man den Tatern auf die Spur, wobei sich auch die Doppelrolle der Sän= geini Stutz, der angeblichen Gräfin Colonna, herausstellte. Gm 1 ^' sensationelle Prozeß statt, und es wurden

a rafm Eownnä, Foachim von Boetticher und mehrere an­dere Mitglieder der Bande verurteilt. Else Stutz erhielt da- mals 14 Monate Gefängnis, jetzt soll sie sich in Rom aufhalten unb dort als Lebedame eine große Rolle spielen. Erst nach

I ^09 gelang es, das Haupt der Einbrecherbande, den ^^isten Hans Lohmer aus Hamburg zu ermitteln, der 'aus vorbestraft ist. Nunmehr stellte sich auch her-

'che C ^E^ noch eine ganze Reihe anderer Einbrii- ^»1!«®^ y*"waren der

der V°al>1 Joachim von Boetticher, der Bruder B-ercziâi der .^^^'lekt Erich Staitz, der Fleischer Adolf machet Willi erwähnte Hans Lohmer und der Schuh« che war in der ^bu?1'1191 ^Er der verwegensten Liiibrü- Suftijrats GakoMnhn 91 Dezember 1919 im Bureau des

worden, wo auch Ä ^nuaiidenstraße in Berlin verübt ' ^ldschrank erbrochen wurde. Gn der

'Verhandlung konnten nur Lohmer, Dahl uns viu aus verMie- 'denen Strafgefängnisfen vorgeführt werden. Goacbim v, Boer- i Ueber ist inzwischen aus dem Gerichtsgefängnis in Nordhausen | -entwichen, Breozinski hatte im Zuchthaus in Sonnenburg eine längere Straftat verbützt und war versehentlich nach deren Ab- llauf entlassen worden, so datz er jetzt nicht auffindbar ist. Erich Stutz dagegen befand sich auf freiem Futz, da er noch nicht vor­bestraft ist und war ebenfalls nicht erschienen. Er hatte sich mit ,einer Ausrede, einem angeblichen Autounfall, entschuldigt. Da der größte Teil der Angeklagten fehlte, wurde Vertagung be- antrat. Das Gericht beschloß demgemäß und erließ gegen samt liebe Angeklagten Haftbefehle.

Revision eines Todesurteils. Eine außerordentliche Sitz- bug des Schwurgerichts Frankenthal hatte sich in fünftägiger Verhandlung nochmals mit einer Mordaffäre zu beschäftigen, naebbem die Verteidigung, Sustizrat Scholz-Lüdwigshafen, ge­gen das seinerzeit gefällte ü.odesurteil Revision beim Reichs­gericht eingelegt hatte, der aus formalen und rechtlichen Trün- ben siattgegeben wurde. Der Mord, der in dem Dorfe Mecken- 'heim bei Neustadt a. H. sich ereignete, hat seinerzeit in der Pfalz und -darüber hinaus wegen seiner schrecklichen Einzel­heiten großes Entsetzen erregt. Wie man sich erinnert, war der Ackerer Hermann Grund in Meckenheim eines Tages spurlos verschwunden. Alle, Nachforschungen nach dem Ver­schwundenen blieben ergebnislos, bis eines Tages bekannt wurde daß auf einem Schuttabladeplatz das Skelett des Verschwunde­nen gefukben worden sei. Es ergab sich, daß der alte Grund von seinem eigenen Sohn Hermann auf Veranlassung seiner Mutter Elisabeth Grund mit Unterstützung des Geliebten der Frau, des Konditors Toârs, mit drei Beilhieben erschla­gen worden war. Die Leiche wurde, nachdem sie zuerst im Backofen verbrannt werden sollte, was aber nicht gelang, Hm die Dung grübe des Wohnhauses geworfen, wo Jie vier Mo­nate liegen blieb. Darauf wurde sie von den Angeklagten wie der aus der Grube geholt, zerstückelt und auf bem Schutthau- fen vergraben. Inzwischen hatte sich der junge Sohn Hermann Hn der elterlichen Wohnung erhängt. Die Frau des Ermorde­ten sowie ihr Geliebter waren in der ersten Schwurgerichts- berhandlung zum Tode verurteilt worden. Das neue Urteil lautet auf eine Zuchthausstrafe von je 15 Fahren und auf Ab­erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Fähre. Die Gebeine des Ermordeten, die als Beweismittel auf dem Ge­richtstisch lagen, wurden jetzt zur Bestattung freigegeben.

' Eine Familientragödie. Eine entsetzliche Familientragödie spielte sich in Leipzig ab. Ein im Erdgeschoß des Hauses Eise- uacherstraße 4 wohnenderWerkzeugschlosser vergiftete seine drei drei Kinder mit Zgankali und machte dann seinem Leben mit 'Leuchtgas ein Ende. Ehe ärztliche Hilfe herbeigerufen werden konnte, waren zwei Kinder bereits gestorben. Auch bei dem Vater waren die Wiederbelebungsversuche vergeblich. Ledig- licb das dritte Kind konnte zum Bewußtsein zurückgerufen wer den und wurde auch sofort dem Krankenhaus zugeführt. Ueber die Motive der Tat herrscht noch Unklarheit. Der Schlosser chatte vor einem Fahr seine Frau durch den Tod verloren und soll darüber schwermütig geworden sein. Es wird angenommen daß er in Trübsinn beschloß, mit seinen Kindern aus dem Leben zu scheiden.

J Bergwerksuugück. Zus der ZecheLilathias Stinnes ge­riet ein Bergarbeiter unter hereinstUrzende Gesteinsmassen und tvurde getötet. Auf der ZecheMassen" bei Unna wurde ein Bergmann verschüttet. Auch er war sofort tot.

Mord im Tegeler Wald. Der 33 Fahre alte Bankbeamte Arnold Schwenke wurde heute nachmittags im Tegeler Forst ermordet neben seinem Rad aufgefunden. Nach den bisherigen 'Ermittelungen ich Schwenke auf einer Spazierfahrt durch den 'Tegeler Forst von einem unbekannten Mann hinterrücks er­schossen worden. Der Täter ist mit seinem Rad geflüchtet und konnte noch nicht ergriffen werden. Die Mordkommission, an 'der Spitze der neue Ehes der Berliner Kriminalpolizei, Rogier- ungsbirektor Weitz, begab sich sofort an den Tatort. Das schwere Verbrechen beschäftigte während der ganzen Nacht die Kriminalpolizei, ohne daß es gelungen Hf, eine Spur des- ters zu finden. 5ür die Aufklärung des Verbrechens ist eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt worden. Wie das Berl. Tageblatt" hört, ist heute vormittag in unmittelbarer Nähe der Mordstelle eine zweite männliche Leiche gefunden worden. Ob es sich um den Mörder Schwenkes handelt oder km einen Selbstmörder, der mit der Mordtat in keiner Ver­bindung steht, muß erst die Untersuchung ergeben.

Das letzte Opfer von Bellinzona. Das ^Berliner Tage­blatt" meldet aus Bern: Gm hiesigen Krankenhaus starb genau e>n Fahr nach der Eisenbähnkatastrophe von Bellinzona bei der bekanntlich der ehemalige Staatsminister Hölfferich ums Leben ^kam,^ das letzte Opfer dieses Unglücks, der Lokomotivführer Buffi. Es war ihm gelungen, von der Lokomotive abzusprin­gen. Lr ist jedoch inneren Verletzungen, die er sich dabei zu- gezogen hatte, erlegen.

Gm Gehöft des Massenmörders Denke in Münsterberg wur ßen nach einer Meldung desBerliner Tageblattes" neue Funde gemacht. Es handelt sich um eine Reihe von Schädel- Knochen, die Denke nicht allzulange vor feinem Tode im Acker bor seinem Haus vergraben hat. Anscheinend hat Denke die Köpfe, die man merkwürdigerweise bei den früheren Nachforsch 'ungett nicht entdeckt hatte, selbst zertrümmert und die einzelnen Knochen im Acker vergraben.

Tragödie in Berlin-Steglitz. Seinen 11jährigen Bruder 'und sich selbst evschoß in der Nacht, ohne Zweifel in einem An- fall nervöser Ueberreizung, der 22 Fahre alte Student Kurt B. in der Horst-Kohl-Straße zu Steglitz. Der Student war schon seit längerer Zeit sehr nervös. Mit dem Wahltrubel 'steigerte sich seine Aufregung von Tag zu Tag. Während der Vater verreist und die Mutter mit ihren beiden Söhnen allein zu 'Hause war, nahm er seinen 11jährigen Bruder mit, um sich . e Wahlpropaganda in den Straßen anzusehen. Nachdem der zunge Bruder früher allein nachhause zu Bett gegangen war, setzte Kurt B. seine Wanderung noch fort, roabnjrheinisch, um an irgend einer Stelle das Ergebnis der Wahl zu erfahren Heute morgen wollte Frau B. den jüngeren Sohn'wecken, um ihn in die Schule zu schicken. Sie klopfte und rief aber ver- geblicb. Aus dem gemeinsamen Schlafzimmer der beiden Söhne kam keine Antwort. Die Tür war von innen ver-

jiyiVJJKU. ^nyio U/U.IKO uyucuv, ivmuvh j*w "- " Polizei. Kriminalbeamte stiegen durch die Collette ein und fanden den Stubenten und den Schüler in ihrem Blute liegen. Beide waren tot. Der Student hatte den jungen Bruder, 'während er in seinem Bette lag» durch einen Schuß in die rechte Kopfseite und dann auf dem Vettrande sitzend sich selbst durch einen Schutz in die rechte Schläfe getötet.

; Mord und Selbstmord. Erschossen auf gefunden wurden loon Spaziergängern auf dem Püttberg bei Wilhelmshagen ein Moch unbekannter Mann und eine Frau. Allem Anschein nach handelt es sich um ein Ehepaar, das gemeinsam in den Tod ge" gangen ist. Gn der Hand des Mannes fand man eine kleine 'Walter-Pistole, aus der zwei Schüsse abgegeben worden sind. Die leeren Pratronenhülsen lagen bei der weiblichen Leiche. Es ^wurden keinerlei Papiere oder Aufzeichnungen gefunden, die zur Feststellung der Persönlichkeiten hätten beitragen können. Die Leichen wurden daher beschlagnahmt. Der Mann ist 25 Nähre alt, 1,80 Meter groß und kräftig gebaut. Die Frau list etwa 28 Sahre alt, ungefähr 1,65 Meter groß und hat dun­kelblondes Haar. Auch sie ist kräftig gebaut.

Zum Morde des Wächters Buchholz wurde unter dem Verdacht an der Ermordung des Wächters Buchholz in Hop- ipegarten bei Berlin beteiligt gemessen zu fein, der Schlosser 5li- ^winski in einem Berliner Krankenhause ermittelt. Nun ist auch ein Komplize von ihm, der Steinschläger Franz Wegener, ver- 'haftet worden. Wegener legte nach anfänglichem Leugnen ein 'umfassendes Geständnis ab .

Frankfurter Marktpreise.

Frankfurter Getreideprvise vom 4. Mai telef. durch Wbt. Weizen 21.5023.50, Roggen 1923.50, Sommergerste 20 25, inländ. Hafer 17.5022, ausländ. Hafer gestrichen. Mais gelb 2121.50, Mais Mixed gestrichen. Weizenmehl 37 38.50, Roggenmehl 3031.75i, WeizenKI eie 13.2513.50, Roggenkleie 14.5014.75, Erbsen 2530, Linsen 4045, Heu 9.5040, Weizen- und Roggenstroh 5.506. Treber trocken 16.5017. Tendenz: fester.

Frankfurter Viehmarkt vom 4. Mai telef. durch Wtb. Der Auftrieb des Hauptm-ariktes -bestand aus 1349 Rindern darun­ter 32 aus Oesterreich und zwar 372 Ochsen, 58 Bullen und 919 Färsen und Kühen, 484 Kälbern, 28 Schafen und 2818 Schwei­nen. Verglichen mit dem Auftrieb des letzten Hauptmarktss war heute das Angebot von Rindern etwas schwächer. Bei Schweinen war es um 1639 Stück weniger. Notiert wurde der Zentner Lebendgewicht Ochsen 1a 5662, b)4855^ c) 36 bis 46, Bullen: a) 4856, b)4047 und c) 3639, Färsen und Kühen: a) 5662, b) 5056, 1 c) 4453, c2) 3848, d) 25 bis 36, e) 1520, Kälbern: a) gestrichen, b) 7075 c) 6068, d) 5258, e) 4050, Schafe unnotiert, Schweine im Gewicht von 160200 Pfund 6768, bei solchen von unter 160 Pfund 6366, für solche von 200300 Pfund 6668, und für Sauen und Ebern 5864, Rinder und Kälber behaupten fast nahezu die vom letzten Markt gehaltenen Preise, dagegen wurden Schweine um 1219 Mark per Zentner Lebendgewicht höher bezahlt. Marktwerlauf: Rinder und Schweine reger, Kleinvieh -ruhig ausoerkauft.

Wetterbericht.

wb. Frankfurt a. M., 4. Mai. Ueber England hat sich ein neues Tiefdruckgebiet entwickelt, dessen südliche Ausläufer zunehmenden Einfluß auf unsere Witterung gewinnen w-erden. Bei südlichen Winden steigen die Temperaturen noch etwas an.

Borhersage bis Dienstag Abend: Vorwiegend bedeckt, zeit­weise Regen, noch etwas wärmer, Winde aus südlichen Rich­tungen.

Druck und Verlags ?tubolf Bamberger^ verautworllict für Deo gesamten Sextteil: Chefredakteur Gulius Geißel, für Anzeige» na- Reklamen August Bamberger, sämtlich in Fulda.

Sprechsaal.

e"-71-SL^W * «*# AeichLpräsidentenwahl.

3n der Stadt Fulda haben 2000 Wahlberechtigte nicht ae- wählt und werden bie meisten Nichtwähler Katholiken sein Die versteckte und wandelbare Politik des Zentrums ist unverant­wortlich und diese Politik können überzeugte Katholiken und ^en rumsanhanger nicht mitmachen. Beim besten, ehrlichen Willen kann kein rechtdenkender Katholik diesen Kuhhandel mit Sozialisten und Demokraten in der großen Reichspolitik gut bei^ert. Erinnern wir uns doch, wo man von den Kanzeln der Knuten und bei allen öffentlichen Versammlungen gegen die 'Sozialdemokratie und gegen die Demokraten lvÄlegte, wie man riefen Parteien bie größten Umstürzler und Feinde der Kir- che und Schule erblickte und heute in Preußen, wo nur die Ge- Ichicke sur Kirche auf gesetzlichem Wege zur Durchführung ge- bracht werden, wurde mit Hilfe des Zentrums der Minister- Ihjel in Preußen an die Sozialdemokratie ausgeliefert. Als iGegengeschenk sollte dem Zentrum mit Unterstützung von 9 Millionen sozialistischen, 1 dreiviertel demokratischen und 3 Mis- Hionen Zentrumswählern der Posten des Reichspräsidenten zu­gesichert werden. Aber die Menschen denken und Gott lenkt! wirklich! das hatte eine schöne Verbrüderung and ein herrliches regieren von Sozialisten Demokraten und Zentrum gegeben! '®oU Jei Dank! Ts ist nicht gelungen, in welches Abhängigkeits Verhältnis wäre bas Zentrum gekommen und was hätte sich da­raus noch entwickeln können? Das Zentrum hat sich durch diese ^nksemfteHung gründlich blamiert und hat dadurch den Ka- chouken keinen guten Dienst erwiesen. Dieser Kuhhandel mit heu Sozialisten und Demokraten war ein gefährliches Experi- den Stimmen der Katholiken ein schwerer Z l und das Ansehen des Zentrums sehr er-

S : , VochangcsehenL Katholiken, Würdenträger und Po- erhaben langst gewarnt, aber die fanatischen und bänden Parteigänger hetzen sich von ihrem Streben noch Amt und ^vureen nicht aufhalten. Der rechte Flügel des Zentrums wird seinen Kurs nach Rechts nehmen und es bleibt nicht aus, daß die Linksmänner im Zentrum ihren Grrtum einsehen werden. Das Zentrum ist keine bürgerliche Partei mehr, es hat Jein Pro- gramm geändert und feine Grundsätze sind verloren gegangen. Noch ist Zeit, Zentrum kehre um!

Mehrere Katholiken und Zentrumsanhänger.