und sich mit ihr zmn Wohle Deutschlands abwfiuben.
Wir können uns «England und Amerika »um Vorbild nehmen. Dort werden die «Wählen noch viel hartnäckiger geführt, dort gibt es noch viel schärfere Zusammenstöße, noch viel mehr persönliche Reibungen und Auseinandersetzungen, dort gibt es Straßenkämpfe und Verunglimpfungen, die einem Fremden un- überbrückbar fcheineir, die aber nach -jeder Wahl plötzlich vergessen -sind. Wenn das Ausland deshalb ein Einlenken der deut schen Oppositions-presse gegen Hindenburg beobachten muß, fo wird es auf diese Tatfache, auf dieses Beispiel anderer Länder hingewiesen werden können und die deutsche Presse, die deutschen politischen Parteien vergeben sich durchaus nichts, wenn sie dem Vorbild anderer Länder folgen.
Hindenburg ist Reichspräsident, or wird das deutsche Reich repräsentieren als eine objektive u. unbestechliche Persönlichkeit, wie er selbst erklärt, zum «Wohle Deutschaluds arbeiten und diese Arbeit wird notgedrungen dahin eingestellt sein, eine Versöhnung Deutschland mit dem Auslande durchzuführen, das heißt, die außenpolitische Linie unabänderlich festzuhalten, wie sie bisher gegeben «ward, und innenpolitisch -einen maßvollen Kurs zu bestimmen, der Deutschland als einem arbeitsamen Land, das aus seinen Nöten und Schmierigkeiten aufwärts will, vonnöten ist.
Hindenburg als Reichspräsident im Spiegel der Auslandsmesse.
wtb. Paris, LS. April. Zur Wahl des Feldmarschalls Hindenburg zum Reichspräsidenten schreibt das „Echo de Paris": Diese Wahl gibt der Auffassung, die.sich die Signatare des Friedensoertra-gs von Deutschland gemacht haben, das beleidi- genide Dementi. Sie glaubten, daß der Krieg von 1914 nur die Machenschaften einer kleinen 'Klique von Militärpersonen, Bürokraten und Industriellen möglich gewesen sei, und dah es geringe einige exemplarisch zu bestrafen oder sie aus der Regier- ungsgewalt zu entfernen. Daraus hat sich der« Grundsatz heraus gebildet, die Monarchen sowie die schuldigen Führer wegen Verletzung des Kriegsvechts vor die alliierten Tribunale zu bringen. Alles das ist jetzt gefallen. Milhelm 2. verlebt ruhige Tage in einem holländischen Schloß, und nunmehr wird der Oberkommandierende von IBS zur Regierung emporsteigen. Werden die Alliierten beharrlich bei einem solchen System verbleiben oder werden sie offen ihren Bankerott anerkennen? Das -ist das System des Augenblicks, und wir werden bald dessen Regelung erkennen, denn es liegt ja der Garantieoorschlag Stresemanns vor, den er auf Anraten Lord dAbernons am 24. Februar gewacht hat. Er beruht jedoch nur auf der Voraussetzung eines friedlichen Deutschlands.
Der „Petit Parisien" schreibt: Es ist kein Zweifel mehr, Deutschland, das den verhängnisvollen Eindruck, den eine Wahl Hindenburgs nicht nur bei den ehemaligen Segnern, sondern in der ganzen Welt Hervorrufen würde, gekannt hat, hat freiwillig die Maske fallen lassen. Wir wissen nunmehr, daß mit dem ehemaligen Oberbefehlshaber der deutschen Heere als Reichspräsident trotz aller Schwüre auch die Verfassung und die deutsche Republik praktisch auf.gehört haben zu existieren. Es ist tief bedauerlich zu sehen, dah das Deutsche Reich, das auf dem Wege wirtschaftlicher und f-inanizeller Wiedererhebung war, zu seinen Irrtümern zurückkehrt und sich der Gefahr einer Abenteuerpolitik aussetzt. Aber man muß sich gleichzeitig zu dieser Geste beglückwünschen, denn sie beseitigt tatsächlich eine «Zweideutigkeit, die für den Frieden Europas hätte gefährlich werden können.
Das „Fournal" schreibt: Die Folge der Wahl Hindenburgs muh erstens die restlose Entwaffnung sein. Die zweite Frage der deutschen Herausforderung muß die Aufgabe des Paktes Stresemanns und der Abschluß eitler Defensivallianz der Sieger sein.
Das „Petit Journal“ schreibt: Hindenburg ist eine Reliquie der deutschen Monarchie, ein Symbol des kriegerischen Deutschlands. Er hat selbst nicht in geringem Grade eine der Qualitäten die den Staatsmann oder Regierungschef ausma- chen. Solange die Feindseligkeiten gedauert haben, hat er als Schutz der starken Eharaktere gedient, namentlich für Ludendorff und für den Admiral Tirpitz. Nach dem Waffenstillstand P es Tirpitz wieder, der die Kandidatur Hindeüburg erfindet, und der der Drahtzieher sein wird. Es ist möglich, dah Tirpitz und seine Freunde von der Natiouatistenpartei nunmehr noch einige Zeit die Regierung Luther dulden werden. Die einfachste Anerkennung zwingt sie dazu und vor allem die Sorge, nicht brüsk die internationalen Beziehungen «zu zerschlagen. Aber die Zweideutigkeit kann nicht lange dauern. Kann man sich einen Hindenburg denken, der Deutschland nach Genf führt?
Der ,Figaro" schreibt: Es ist sehr gut, die Demokratie in Deutschland entwickeln zu wollen; aber die Demokratie schreitet nur bei einer Nation voran, die gezwungen mirb oder sich selber wenigstens zu einer geringen Anstrengung bereit erklärt. Deutschland aber hat sich zu der geringsten Anstrengung nur während der sehr kurzen Periode, während der es glaubte, daß man es zwingen -würde bereit gefunden. Eine Frage muß man jetzt stellen: Wird nun auch England beunruhigt? Für Frankreich ist die Stunde vorbei, Seifenblasen für Laternen zu halten.
Millerands „Aveuir" fragt: Schließt die Wähl Hindenburgs sofort das endgültige Verschwinden des republikanischen Regimes in sich? «Zweifelsohne nein. Durch die Gewalt der Tatsachen wird der neue Präsident in seinen Verhandlungen über- legter sein als in seinen militärischen Ansprachen seit Beendig- ung des Krieges. Internationale Rücksichten werden ihn zwingen, wenigstens eine Zeitlang den Schein zu wahren. Was die Außenpolitik anbetrifft, so ist der Marschall Gegner des Da- wesplanes, des Garantiepaktes und des Friedensvertrages von Versailles. Aber er wird nicht anders können, als sich an die Berhaitungsrichtkmen zu halten, auf die das Kabinett Luther als Nachfolger des Kabinetts Marx geführt hat.
Der sozialistische „Peuple" schreibt: Die Wahl Hindenburgs wird in der gesamten Welt alle diejenigen mit Trauer erfüllen, die den Wunsch haben, den Krieg aus den menschlichen Geschck- ken verschwinden zu sehen. Die Kommunisten haben sich bei der Wähl eine schwere Verantwortung vor der Welt auf sich genommen, und sie können sehr schwer von einem deutschen Fas-
^.vm«^ jHmyvu, wui so um 19 iyi M-mgegenxoimmen gestattet wurde, zur Macht empor zu steigen. Es -ist nach dieser Richtung keine Zweideutigkeit möglich, denn für die ganze Welt Han delt es sich nicht nur um die zwei Persönlichkeiten Hindenburg oder Marx, sondern darum, eine Wahl zwischen Krieg und Frieden zu treffen. Angesichts der Lage, die in Deutschland geschaffen wurde, ist es unerläßlich, eine enge Verbindung zwischen den Bolksmasfen der beiden Länder herzustellen, um jede Politik die auf einen neuen Konflikt zwischen Frankreich und Deutschland äbzielt, unmöglich zu machen. Es gibt bei unseren Nachbarn eine sehr mächtige Gewerkschaftszentrale, der Millionen bon Arbeitern angehören, die fest entschlossen sind, keinen Gewaltstreich gegen die demokratische Verfassung ausführen zu fassen. Sie werden-, wenn nötig, ihre Geste von -gestern wiederholen, die die deutsche Republik gerettet hat.
Die „Ere Rouvelle" schreibt: Alles macht sich bezahlt. Die chauvinistische Kampagne der Leute vom nationalen Block hat die Wahl von Hindenburg und die Revanche der Rechtsparteien zum Ergebnis gehabt. Es -ist schwieriger, für eine Demokratie als für eine Monarchie, ein großes Vock zu führen. Sie kann sich nur wenige Fehler erlauben. Sie ist verurteilt, unter dem Gesetz sofortigen Erfolges zu leben. Sie hat nicht die Zeit, die Gerechtigkeit der Massen abzuwarten.
Der „Quotidien" schreibt: Deutschalnd -hatte noch einen Fehler zu begehen. Es hat ihn begangen. Die Wahl des Mar fchalls Hindenburg ist nicht nur eine «Ursache der Beruhigung Europas, sie ist auch für das Reich selbst ein Element der Trennung und Beunruhigung. Es wäre unnütz, den Ernst der Wahl, die getroffen wurde, sich zu verheimlichen. Die Frage war sehr klar gestellt. Das Land hatte in Wirklichkeit nicht nur zwischen Krieg und Frieden, sondern zwischen einem loyalen Versuch der Republikaner und einer heuchlerischen Vorbereitung der Restauration zu wählen. Die Aeiftauration hat angesichts der dummen und verbrecherischen Haltung der Kommunisten triumphiert, deren 1,8 Millionen Stimmen eine Mehrheit für Marx hergestellt hätten.
wtb. Loudon, 28. April. Von den liberalen Blättern nimmt die „Dailg News" dahin Stellung, daß die Wirkung der Wahl Hindenburgs auf die öffentliche Meinung in den verschiedenen Ländern sich folgendermaßen auswirke: Großbritannien überrascht und bekümmert, Frankreich erregt und mißtrauisch, Amerika erstaunt und «enttäuscht. Fn einem Aufsätze des nach Berlin entsandten Redakteurs des Blattes wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die Wahl Hindenburgs der letzte zweifelhafte Sieg der alten Ordnung sei, denn das politische Verständnis, welches Berlin in seiner Stimmabgabe zeigte, werde sich auch später (im übrigen Deutschland ausbreitere. Weiter gibt der Auf satz der Ansicht Ausdruck, daß eine politische Krise anscheinend unvermeidlich sei; aber die Politik des deutschen Cloyb George Dr. Stresemann, werde ibeibeh asten werden, aus dem einfachen Grunde, weil kein anderer Politik mache als er. Vielleicht wär den die Extremisten der Rechten aufsässig werden, aber drei Vierteil der Deutsch nationalen unterstützten Stresemanns Außenpolitik. Hindenburg werde das Hohenzollernsgmbo! bleiben, und die Männer hinter ihm seien zwar Ränkeschmieds, aber -glücklicherweise so einflußlos daß sie "wemg wirklichen Schaden anrichten könnten. Am Schluffe des Aufsatzes wird der Ue- berzeuIN-ug Ausdruck gegeben, daß das republikaM-fche Deutschland vielleicht sich noch als der Retter Europas erweisen -werde.
Der Berliner Berichterstatter der „Daily News", Föhn Segnus, gibt seinem Blatte eine sympathisch gehaltene Eha- rakler-fkizze des -neuen Reichsprästde-nte-n-, die mit den Worten schließt: Seine Wähl muß als ungünstig bezeichnet werden, aber ihre Folgen werden wahrscheinl. nicht weit gehen. Hindenburgs Sieg ist kein Sieg der Reaktion, sondern feiner Persönlichkeit.
wtb. Rom, 27. April. „Osservatore Romano" sieht in der Wahl Hindenburg einen pebsönlichen Sieg und keinen Partei- sieg. Das Blatt lobt Hindenburg als Heerführer sowie seinen . menschlichen Eharakter, dem man niemals auch nur eine einzige . Grausamkeit oder eine einzige «Ungerechtigkeit höbe oorwerfen können. Die Friedensfreunde könnten wegen seiner Wahl beruhigt sein, denn sein Programm sei identisch mit demjenigen von Marx.
„Popolo d'Stalia" sieht in dem Sieg -Hindenburgs zunächst eine Erneuerung der nationalen Kräfte Deutschlands und dann den Beweis ihrer Bereitwilligkeit, dem Vaterland zu dienen wenn es ruft.
Sn der „Tribuna" sagt der der Regierung -naheftchen-de Senator Morelle Rasfignas, daß die Feinde Deutschlands ihm seinerzeit die rote phgrgische Mütze auf den Kopf aufgezwungen hätten, daß aber das deutsche Volk auf die rote republikanische Mütze die alte traditionelle Pickelhaube gesetzt habe, die niemals von einem Trauerflor umweht worden sei. Jn Europa sehe es aus wie auf einem Forum, auf dem überall zertrümmerte Säulen ünd eingestürzte Monumente wären. Setzt sei auf diesem Forum eine einzige große Säule neu aufgerichtet worden, das sei Hi-üde-nburg. Der Verfasser schildert sodann die Schikanen der Entente gegenüber Deutschland, denen sich Deutschland bisher durch Passivität zu -entziehen gesucht habe. -Durch die Wahl Hindenburgs werde Deutschland feine Bewegungsfreiheit wieder erhalten. Von jetzt ab werde Deutschland als politischer Faktor wieder mitzählen.
„Mondo" sieht in der Wahl Hindenburgs die Antwort auf die deutschfeindliche Politik Poincares. Das Ausland habe nichts zu befürchten, weil die Deutschnationalen ihren Sieg vorerst innenpolitisch ausmünzen würden. Das Blatt zeigt Be- sopgnisse nur wegen der Hintermänner Hindenburgs.
Ähnliche Besorgnisse hat die „Epoca". Sie glaubt aber, daß Deutschland niemals seine wirtschaftliche Wiedergeburt durch eine Unvorsichtigkeit aufs Spiel setzen würde. Die englische Regierung werde bestimmt einer Regierung Hindenburgs mit stark antibolschew iftischem Eharakter freundlich gegenüber- stehen.
„Voce Republiccura" sieht in der Wahl Hindenburgs keinen Partessieg, sondern nur einen persönlichen Erfolg.
„Eorriere d'Stalia" sagt, der Sieg Hindenburgs sei die entrüstete Antwort eines Kulluvvockes, dem man Negertruppen aufgezwungen habe.
Aus der Tagesgerichte
Hindenburg für den inneren Frieden.
iwb. Berlin, 28. April. Hindenburg erklärte einem tretet des „Lokal-anzeigers", den er in Groß-Schwülper in s nover «empfing: „Man soll sich nur nicht einbilde 11, baß । * jetzt von irgend einer Partei Vorschriften machen m'r de. Die Schlacht ist vorbei und ich bin ehrlich bereit Deutschen auch bisherigen Gegner rückhaltlos zu aem ' |
Arbeit die Hand zu reichen". Fünf Herren der Auto-B 1 ganda für die Deutschlandfahrt erklärte Hindenburg: b-e, daß «endlich der Parteihaß aufhört, nun ist ja ।
den. Hoffentlich lernt das Volk nun volle Einigkeit - ’ nigkeit macht stark". ’ 4
Dr. Luther bei Hindenburg.
mb. Berlin, 28. April. Der „Berl. Lokalanz." meldet j c sich Reichskanzler Dr. Luther gestern abend nach begeben habe, wo -er heute eine Zusammenkunft mit Hindeckuro haben werde. Es handele sich dabei sowohl um einen keits- und Begrüßungsbesuch, als auch um eine vorläufige erste - f Aussprache über die -politische Lage. Das Blatt nimmt an daß auch diejenigen Fragen berührt würden, bis im Zusammenhang mit der Neuwahl des Präsidenten in der nächsten Zeit 5t, regelt werden müßten, z. B. das Zeremoniell der Vereidige und sein Amtsantritt in Berlin sowie die Frage des Staats kretärs beim Reichspräsidenten. Die „Voss. Ztg." will sen, daß die Amtseinführung am 9. Mai erfolgen werde, nnh dem der Reichswähl-ausschuß am 8. Mai in öffentlicher Sißung die Wahlergebnisse geprüft und Feidmarschall von Hindecknnz für gewählt erklärt haben werde.
Dr. Luthers Telegramm an Hindenburg.
wb. Berlin, 27. April. Reichskanzler Luther sandte« den Reichspräsidenten Hindenburg in H-anno-ver folgendes Telegramm: Als Erwählten für das höchste Amt, das das tatsche Bock zu vergeben hat, Sie zu begrüßen, ist mir als A-ewbs- Kanzier eine besondere «Ehre. Voll Dankbarkeit und Verchc- ung gedenke ich alles dessen, was ähre Person und 3>r Ram für unser Vaterland in Zeiten höchster Kr-aftanspaimunz und tiefster Not bedeutet hat. Sch gebe mich der aufrichtigen Hofs nung hin, daß unter Fhrer Reichspräsid-enlschaft das deuW Vock durch wachsende Einigkeit im önnern erstarken und ach sein Wiederaufstieg im Kreise der anderen Völker auf dm Bahnen friedlicher, gerechter Entwicklung entscheidende Fortschritte machen wird. Reichskanzler Luther.
Ein Landlagsabgeordneter vom Stier aufgespießt.
wb. Berlin, 28. April. Nach einer Blättermeldung aus Augsburg wurde in EngiÄhaufen (Schwaben) -der dem Bagrischen Bauernbund angehörige Landtagsabgeordnete Stegmann von einem wütenden Stier an gefallen und mit den Hörnern auf- gespießt. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde Steg* g mann ins Krankenhaus gebracht.
Mord und Selbstmord. |
wb. Berlin, 28. Arpil. Heute B a W^HW^âd e r 22 j a^rigt kl Student B ehrend'M M öcr Sohu eiggs ^ninifteMamf’ männes, seinen zwölfjährigen Bruder und onuotioannoelbhg| ■ mord. Man nimmt an, daß Bchren'd die Tat in,geistiger Um« narhtung -ausführte, -da er seit längerer Zeit an einem Nerven- | leiben erkrankt war. Die Leichen wurden 0011 der Polizei beschlagnahmt.
Regierungspräsident Dr. Haenisch h.
wb. Wiesbaden, 28. April. Heute morgen um 6,30 Uhr verstarb infolge einer fieberhaften Veneneutzündung der Regler ungspräsident von Wiesbaden, Dr. Harnisch. (Haenisch gehörte -der soziahdemokratischen Partei an. Er hatte nach der Revolii-- tion mit dem bekannten „Zehngeb0te"-Hosfmann das Kultris- Ministerium inne. Als Hoffmann, der später Kommunist, wie man weiß, mit dem „mir" und „mich" auf gespanntem Suse ; stand, unter dem Zwänge der Verhältnisse -ausschied, übernahiu x Haenisch, der in Greifswald studiert hatte, allein das Aliflift^ rium für Wissenschaft, Kunst und VocksbÄdung. D. Red-i
Schweres Autounglück.
wb. Oberstem, 28. April. Wie die „Neuesten Nachrichten melden, ereignete sich gestern nachmittag zwischen Birkenst, und Hohfelden ein schwerer Auto Unfall. Das Auto überschW sich und begrub seine Fnsassen unter sich- Der Chauffeur war sofort tot, während der Besitzer namens Schweizer so Mvcu Verletzungen erlitt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt »w
Das Sichechettsprobleur.
wb. Paris, 28. April. Zu den Unterredungen des ^luM’ Ministers Briand mit dem französischen Botschafter w don, de Fleuriau, erklärt der „Matin", daß man nach JW Gerüchten die Uebermittlung eines Memorandums, ’ das französische Außenministerium zu den deutschen ausgearbeitet worben sei, an die Alliierten ins Auge fasse- se Mitteilung^ die der Uebermittlung des Dokuments in land -vorausgehen würde würde 'binnen sehr kurzer Zeit erfä ge •
Aus 6106t und gant
Eine Hittdelckurgkundgebung wurde Montag abend, wi^ vielen anderen Städten unseres Vaterlandes auch in SulM anftaltet. Die oateriläUdisch-en Verbände — Ftmgdeutsch^ den, Stählhelm und Oberland •— nahmen gegen 8 Uhr a vor dem evangelischen Gemeind-chause Aufstellung, oon w ^r sich ein Fackelzug mit Musik in Bewegung setzte. Der eine ansehnliche Länge aufwies, bewegte sich unter teilnähme der Bevölkerung durch die Heinrichstraße, U ^ 1 bergerstraße, L-indenst-raße, Bahnh0fftraße ,Frlebriepprap 'Stadtsaal, wo die Kundgebung ihre Fortsetzung und >hr finden sollte. - Der große Stadtsaal konnte bald die . der Mens-chen nicht mehr fassen, so daß die pölizeckche öpei erfolgen mußte. — Herr Oberstleutnant R e 1 ch e begn>hle nächst bie zahlreich Erschienenen — es waren wohl men <1000 — namens des Alldeutschen Verbandes. Er wies ^ hin, daß ursprünglich lediglich ein Red-nerabend seitens des - 'deutschen Vebbandes geplant worden sei. Feboch der Hinde-Uburgs hätte sie veranlaßt, den Abend in Verbindung