wählt Jörres!
Die Nationale Einheitsfront e. V., Kampfbund gegen Schuldlüge und Schandvertrag, für deutsche Ehre und deutsche Weltgeltung (gegründet Frühjahr 1919) erlässt in ihrer Bun- deszeitschrist „Des Deutschen Vaterland" einen eindringlichen Aufruf an ihre im ganzen Reich verteilten Mitglieder, in dem sie vor jeder Zersplitterung der Stimmen bei der Reichspräsidentenwahl warnt und den Mitgliedern dringend ans Herz legt, alle Kräfte durch unermüdliche Propaganda für den ersten Wahlgang znsammenzufassen. Wählt 2arrcs ruft sie ihren Mit gliedern zu und betont, dass die Wahl des richtigen Mannes diesmal von ansschlaggebcinder Bsdeutung für die deutsche Aussenpolitik sei. Nur aus diesem Grunde hat sich die Rationale Einheitsfront, die sich sonst grundsätzlich von jeder Parteipolitik überhaupt von allen Streitfragen der inneren Politik fernhält, entschlossen, zu dem zunächst innerpolitischen Vorgang der Präsidentenwahl Stellung zu nehmen.
Wir brauchen an der Spitze des Deutschen Reiches ein Mann, der den Uebergriffen des Feindbundes die Stirn zu bieten versteht, der Lüge Lüge und Betrug Betrug nennt und nicht ängstlich um die Kernfrage deutschen Seins, um Schuldlüge und Schandvortrag herumgeht. Von allen Bewerbern um den Prä sidentenstuhl bietet uns diese Gewähr nur Dr. Sarres, der schon einmal, beim Ruhreinbruch, sich als deutscher Mann gezeigt und sich bei den Feinden Respekt zu verschaffen gewusst hat. Mag die feindliche Presse toben und drohen, das darf uns nicht beirren. Sm Gegenteil: Der ist für uns der Richtige, den der Feiudbund fürchtet!
Kaum erst find wir durch das Londoner Abkommen, das nach der Auffassung der ganzen Welt einer Aera des Friedens und der Verständigung den Weg öffnen sollte, betrogen worden, und schon lassen wir uns wieder durch das neue Schlagwort von einem Sicherheitspakt einlullen und taufen Gefahr, endgültig die Fesseln des Schandvertrags auf uns zu nehmen und alle Brücken hinter uns abzubrechen. Sin«neuer grosser Betrug ist im Gange. 2hm gilt es, den Willen einer grossen Mehrheit des Volkes entgegenzusetzen, verkörpert im neuen Reichsoberhaupt. Mag es den Feinden gelungen sein, im Versailler Schandoertrag durch Lug und Trug einen Gewaltfrieden zu erpressen, das deutsche Volk darf ihn nie anerkennen, darf keinen Fussbreit Landes, keinen Tropfen Blutes preisgeben, sonst gibt es sich selbst preis! Unb in diesem Willen darf es nur einen Mann wählen, der diesen Standpunkt im Herzen trägt. Das ist Dr. 3arres.
Die Rationale Einheitsfront schliesst diesen Aufruf, der durch Veröffentlichung in ihrer vornehm und interessant aus- gestatteten Bundeszeitschrift besonders wirkungsvoll ist, mit den Worten Emanuel Geibels:
„O Schicksal, gib uns einen, einen Mann!" Was frommt uns aller Witz der Zeitungskenner, Was aller Dichter wohlgersimt Geplänkel
Vom Strand der Nordsee bis zum waldgen Brenner! Ein Mann ist not, ein Nibelungenenke!,
Dass er die Zeit, den tollgeword'nen Ronner, Wit ehr'ner Faust beherrsch' und eh'rnem Schenkel!
Ae Frage des SicherheitspMes.
Ein Neun-MäckteMakt. — Ein angeblicher Vorschlag Mussolinis. — Besuch de Fleuriaus in Paris.
wb. Loudon, 23. März.^ Auch die heutige Presse beschäftigt sich eingehend mit der Frage des Sicherheitspaktes, jedoch hauptsächlich in Telegrammen aus Paris, in denen vor allem der Besuch de Fleuriaus in Paris besprochen wird. Der Pariser Berichterstatter der Dailg Mail will wissen, Fleuriau zufolge sei das britische Kabinett bereit, einen Aeun-Mächte- Pakt zu erwägen, der ausser Polen und die Tschecho-Slowäkei auch dugoslavien u. Rumänien umfassen würde und anrege, dass die deutschen Vorschläge als Verhandlungsgrundlage zwischen den alliierten Regierung benutzt werden.
Der politische Berichterstatter der Dailg Mail berichtet, es verlaute in gut unterrichteten Kreisen, der Zweck des Besuches Fleuriaus in Paris sei, von Herriot zu erfahren, ob er angesichts der deutschen Vorschläge damit einverstanden sei, dass direkte Erörterungen zwischen London und Berlin eröffnet würden, welche die Einleitung zu entsprechenden Verhandlungen' »zwischen Frankreich und Deutschland bilden und wahrscheinlich zu einer Konferenz führen würden.
Dem diplomatischen Berichterstatter des Dailg Telegraph zufolge verlautet, von allen britischen Ministern werde den deut sehen Vorschlägen, sowohl an sich als auch wegen des Geistes der Versöhnung, der sie, wie angenommen werde, veranlasst habe, die grösste Bedeutung beigemessen. Es werde jetzt Deutschland die Absicht zugeschrieben, den letzten seiner Einwände gegen die Mitgliedschaft des Völkerbundes nämlich gegen die volle Annahme der in Art 18 der Völkerbundes atzung enthaltenen Ver pflichtungen, fallen zu lassen. Andererseits habe Herriot den britischen Standpunkt angenommen, dass Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund und der Abschluss des geplanten Paktes gleichzeitig von statten gehen solle. Trotz der allgemeinen Annäherung in den grundsätzlichen Punkten blieben indessen die Schwierigkeiten von Einzelheiten beträchtlich.
Mussolini bietet ein Bündnis unter Ausschluss Frankreichs au.
wb. London, 23. März. „Daüg Ehronikle" berichtet aus Paris, Chamberlain habe Herriot mitgeteilt, dass Mussolini England einen Bündnisvertrag unter Ausschluss Frankreichs angeboten habe. Das ^Angebot fei zwar nicht angenommen worden; aoer schon die Tatsache der Unterbreitung könne Frank reichs Haltung gegenüber dem Vorschlag des fünf Mächte umfassenden Sicherheitspaktes einschliesslich Deutschlands ändern, Allein der Hinweis auf das Angebot habe Frankreich beunruhigt.
Wie die „Times" aus Paris meldet, sei die französische Regierung bereit, über den Abschluss eines Garantiepaktes mit Deutschland zu verhandeln ohne zu warten, bis es Mitglied des Vöikerbuiches sei. Es verlautet jedoch, dass der Pakt nicht in Kraft treten solle, bis Deutschland Mitglied des Völkerbundes wird. Dies beseitigte ein wichtiges Hindernis für die Endver- Handlungen.
Sanzis und die Genfer Tagung.
wb. Danzig, 20. März. 3m Volkstag führte Senatspräsident Sahm heute über die Genfer Verhandlungen aus, es sei durchaus verständlich, wenn im Volkstag der Wunsch aufgetreten sei, zu dem Ergebnis der letzten Genfer Tagung vor aller Oeffentlichkeit Stellung zu nehmen. Wir treiben keine Geheimdiplomatie, fuhr Sahm fort, sondern für uns kommt einzig und allein die Erfüllung und die richtige Auslegung der geschlossenen Verträge in Frage. Daher können wir freimütig, aber natürlich in würdiger Form vor aller Welt Kritik üben an dem, was in Genf geschehen ist. Die letzten Verhandlung«! des Völkerbundsrats standen im Gegensatz zu den früheren Verhandlungen — ich stehe mit meiner Ansicht nicht allein, sondern das ist in Genf sowohl in der Presse, wie in privaten Besprechungen zum Ausdruck gekommen — nicht nur in der Danziger Frage, sondern auch in anderen Fragen unter dem Zeichen der Gehekndiplomatje. Dies ist nicht als ein Fortschritt für die Arbeiten des Völkerbundes zu betrachten, der bisher verkündet hat, dass er sich bei seinen Beratungen von demokratischen Grundsätzen leiten lasse. Die geheim geführten Verhandlungen haben besonders der Danziger Sache geschadet und zwar deshalb, weil sich der Danziger Vertreter einer vorher in geheimer Sitzung fest gefassten Meinung gegenüberbefand, weil auf seine Bedenken und Einwände kein Wort der Antwort fiel und diese infolgedessen in der Beschlussfassung nicht beväcksichtAgt wurden. Der Völkerbundsrat hat diesmal im Gegensatz zu seiner Dezembertagung fast alle vorhandenen Streitpunkte beseitigt, der Postkonflikt dagegen wird den Rat auch noch in seiner nächsten Sitzung beschäftigen! Der Senatspräsident ging dann nochmals ausführlich auf die einzelnen Danziger Fragen ein, von denen hauptsächlich diejenige betreffend die Anerken- nung Danzigs als selbständiger Staat heroorzuheben sei und wies darauf hin, dass bisher von keinem Staat und von keiner staatlichen Organisation mit Ausnahme von Polen die staatliche Selbständigkeit Danzigs bezweifelt worden sei. Es sei ihm eine Freude, feststellen zu können, dass von zehn in Genf anwesenden Staatsvertretern des Völkerbundsrats keiner sich gegen diese wichtige Frage geäussert habe. Nach weiteren ausführlichen Darlegungen des Senatspräsidonten zum Postkonflikt, zur Frage der polnischen Eisenbahirdirektion in Danzig und zu den polnischen Ausfuhrzöllen wurde die Besprechung des Berichts eröffnet, zu dem die einzelnen Fraktionen teils in kurzen Erklärungen teils in ausführlichen Roden Stellung nahmen.
Der..VMioille in Münster. Empfänger von MrenWädignvgen.
Als die Linke einen so grossen Lärm wegen der Zahlung der Entschädigung an die Ruhrindustrie machte und stürmisch eine 'Untersuchung sowie deren Ausdehnung auf alle Ruhrzahlungen forderte, da haben wir schon zart angedeutet, dass hierbei viel- 'lcicht manches hsrauskommen könnte, was den Herren auf der «Linken garnicht lieb wäre. Einen solchen Fall bringt jetzt die voikspartsitiche „Zeit", an die Oeffentlichkeit, Danach hat der Verlag der soziatistischSn Zeitung ^VolkswÄe" in Münster aus Hem Rhein-Auhr-Zonds 118 178 Goldmark erhälten, obwohl Münster bekanntlich nicht im besetzten Gebiet liegt und der Rhein-Ruhr-Fonds satzungsgemäss nur Schäden ausgleichen sollte, die durch die Besatzung verursacht waren. So hatten denn auch das Wiederaufbauministerium und das Reichsfinanz- minifterium den Antrag, den Verlag „Volkswille" T. m. b. H. in Münster dafür zu entschädigen, dass in einer 3 uni nacht 1923 durch eine Bombe Maschinen und Gebäude zerstört worden waren, mit vollem Recht abgelehnt. Es hatte sich da um ein politisches Attentat von zwei jungen Leuten gehandelt, die über die politische Haltung des „Bolkswille" empört waren, denn diese beschimpfte dauernd die Parteien der Rechten und die Vaterländischen Verbände und war zunächst auch gegen den Ruhrwiderstand aufgetreten. Die Folgen eines solchen politischen Attentats im unbesetzten Gebiet auszugleichen, war der Rhein-Ruhr-Fonds nicht da. Trotzdem hat das Aoichskabmett auf Antrag des Reichsministers Oeser am 7. August 1923 den Beschluss gefasst, hier eine Ausnahme zu machen und den Schaden aus dem Rhein-Ruhr-Fonds bezahlen zu lassen. Wie ist das zu erklären? Einer der Gesellschafter des im April 1919 gegründeten Verlckges und zugleich ejiuer der beiden Geschäfts- iführer war dar damalige Laudwirtschaftsmimster Otto Braun. Gn dieser Eigenschaft verblieb Herr Braun auch, als er Ministerpräsident wurde. Und sein Freund Severing erhielt vom Reichskabinett den Auftrag, die Höhe des Scheidens bet dem Verlag „Volkswille" festzustellen. Sein Freund Hermann Müller aber hatte durch einen Brief an den Reichskanzler die Ent- schädigungsfrage ins Rollen gebracht!
Aas Neuefte.
Fehrenbach über Ebert.
wtb. Magdeburg, 21. März. telef. (Rothardt-Prozess). Als erster Zeuge wird Reichstatzsäbgüordnetör und früherer Reichskanzler Fehrenbach vernommen, der u. a. erklärte: weder mit dem verstorbenen Reichspräsidenten noch mit anderen Mitgliedern der S. P. D. habe er über, Beteiligung ajm 2anu»r- streik gesprochen. Er könnte nur ganz allgemein aussagen, was er als zum Sachverhalt gehörig ansehe. 2ch kannte Ebert aus unserer parlamentarischen Zusammsnalrbert, soweit zwei Männer, die nicht der gleichen Partei augshöreu, sich kennen können. 3d) hielt ihn für einen durchajns zuverlässigen, patriotischen Mann und bin davon überzeugt bis zur heutigen Stunde. Er gab mir nicht einmal Gelegenheit a^ seiner patriotischen Gesinnung zu zweifeln. Ebert war kein Revolutionär. 3n jener .Woche, als die Revolution ausbrctch halten wir eine» inter- 4raktioneile Sitzung, in der ein Mitglied — es war nicht Ebert
der S. P. D. in interessanter Weise über die Stellung der 'Sozialdemokraten zur Monarchie sich äusserte. Er sagte: „Wir sind Sozialdemokraten und sind Sozialisten, aber die Republik steht nicht auf unserem Programm. Wir könnten unsere! wesentlichen Ziele auch in der Monarchie erreichen. Wir sind Demokraten und als solche tragen wir der Tatsache Rechnung, dass die Mehrheit des doutsche» Volkes monarchistisch gesinnt ist. Von einem wären Regiment Wilhelms 2. oder des
Kronprinzen kann keine Rede fein, aber wir sind bereit den tosten Sohn des Kronprinzen unter der Vormundschaft der gentschaft als Käiser anzuerkennon". Das war die der S. P. D. Führer. Am Dienstag oder Mittwoch der 'che kam dann Ebert zu mir und unterrichtete mich darüber er im Osten und Aordeu in zwei grossen ®icroerkjd>aftsi>erf Inngen die Arbeiter von dem rovolntionärchi Sedans.« l W bringen versuchte. °" ^’
Urteil in einem Kommunistenprozess.
wtb. Altona, 23. März. telef. 3m Schiftbecker-Kvg^,^. nistslnprozeß vor der grossen Strafkammer wurde Henh, . Urteil gegen die 27 Angeklagten verkündet. Die 9iäbef^r Stanislaus Switals und Werner wurden zu je 5 Sahre» ungshaft und 500 Mark Geldstrafe, Wolter zu 4 3obren ungshaft und 400 Mark Geldstrafe, Goeldner zu drei Festungshaft und 300 Mark Geldstrafe und Ezonpiec; zu Sohren Festungshaft und 200 Mark Geldstrafe verurteilt. §^ gen die übrigen Angeklagten wurden Festnngsstrafen von drü 3obren bis neun Monaten und Geldstrafen von 150 bis 5o M verhängt. 3n der Urteilsverkündung wird hervorgohoben, daß es sich um ein hochverräterisches Unternehmen handelte, um die bestehende Regierung zu stürzen.
Die feindlichen Brüder.
wtb. Berlin, 23. März, telef. (Abendblätter). Wie der „Vorwärts" meldet, kam es gestern in Walsum in einer von den Sozialdemokraten oinbernfenen Wtchlversammlung zu Ju.- sammonstössen mit anwesenden Kommunisten, bei denen viele Personen schwer verletzt wurden. Der sozialdemokratische Land- tagsabgüordnete Fluchtmann, der in der Versammlung sprechen wollte, mürbe mit einem Messerstich verletzt. Da^ Versammlungslokal bildete bin Trümmerfeld. Nicht ein Tisch oder Stuhl ist ganz geblieben.
Eine erstaunliche Leistung.
ivtb. Berlin, 23. März. telef. Wie aus Rom wird, kam dort eine 70jährige Pilgerin an, die den ganzen A-y von Deutschland nach Rom zu Fuss zurückgclegt hatte.
Vom $m
die Abrüstungskonferenz.
wb. Paris, 21. März. Havas meldet aus Washington: Die offiziellen Kreises des Weissen Hauses verhalten sich bezüglich der Abrüstungskonferenz reserviert, da Präsident Toolidge 'Kommentare besonders hinsichtlich gewisser Preffenachrichtein 'geben wolle, nach denen Frankreich den Abschluss eines Sicherheitspaktes als notwendig betrachte, bevor man die Möglichkeit von Abrüstun'gsverhandlungen oder einer Abrüstungskonferenz ins Auge fasse.
Erdbeben. M
wb. Paris, 23. Febr. Havas berichtet aus Sibn eg: der 'Seismograph des Observatoriums von Rive^View hat am N7. März um 6.46 Uhr früh ein heftiges Seebeben tuuueicÜJiet Es Nxâ jhebviden und in den Gewässern der Snifel LNallicolo stattgesunden hat.
Die fremden Schulen in der Türkei.
wb. Paris, 23. März. Havas meldet aus Angora: Sine offiziöse Mitteilung erklärt die Meldung für tendenziös und jeder Grundlage entbehrend, dass die griechischen und armenischen Schulen in der Türkei geschlossen würden.
Zusammenstoss.
wb. ReworleaitS, 23. März. Hier hat sich ein schwerer Zugzusammenstoss ereignet. 13 Personen sind umgekommen, sieben verletzt worden.
Deutsch-holländischer Eisenbahnverkehr.
wb. Haag, 23. März. Wie die hiesige Tageszeitung Het Vaderland vernimmt, soll zukünftig im deutsch-holländischen Eisenbahnverkehr der Aufenthalt der D-Züge an der Grem- station Bentheim eine ansehnliche Verkürzung erfahren. Dd in der letzten Zeit die deutsche Kontrolle für nach Holland fahrende Reisende nur sehr wenig Zeit in Anspruch genommen hat, werde von der holländischen Regierung jetzt erwogen, die holländische Kontrolle dieser Reisenden nicht nieihr in Bentheim, sondern erst in Oldenzaal vorzunehmen. Dagegen solle die Kontrolle nach Deutschland fahrender Reisender weiter, wie bisher, in Bentheim stattfinden.
Lm neues holländisches Motorschiff.
rob. Amsterdam, 23/ März. Auf der Werft der Königü- chen Gesellschaft für Schiffbau „De Schiebe“ wurde-gestern ein neues 10 000 Tonnen-Dopelschraubenmotorschiff
vom Stapel gelassen. Das Schiff ist für Rechnung hes Rotte rda ms chen Cloyb gebaut und für den und Postverkehr nach Rieberländisch-Sndien bestimmt.
Die „Tinies" über die Reichspräsidentenwahl.
wb. London, 23. März. Die „Times" führt im Leitartikel zur Wahl des neuen Reichspräsidenten u. a. aus; der politische Instinkt des deutschen Volkes werde in diesen Tagen auf eine ernste Probe gestellt. Es gehe um die Frage: Demokratie oder Monarchie! Restauration oder Weimarer Verfassung! übrigen seien nur 3arres, Marx und Braun ernstlich in Betracht kommende Kandidaten. Das Blatt führt weiter 3arres habe die Absicht, dass er für die Hohenzollern Weimar kämpfen wolle, von sich gewiesen; es weist aber daram hin, dass sein Manifest auch von Hindeäburg, von der Soli? Tirpitz unterzeichnet worden sei und dass er vom Deutschen 0h fiziersbund, von den Frontkämpfern und dem Stahlhelm' unterstützt werde. Es sehe, heisst es in dem Artikel, öami in Augenblick nicht so aus, als ob die Aussichten der Hauptrivcwe von 3arres sehr hoffnungsvoll seien. 3ebenfalls werde du Wahl am kommenden Sonntag von Bedeutung sein für n Staatsmänner aller Länder ebenso wie für die deutschen Par teiführer als Anzeichen, in welcher Richtung die Volksmeinung und die Vobksstimmung gehe.
Angora Sitz der Botschafter.
rob. London, 23. März. Rach einer Timesmeldung aus I Konstantinopel hat die türkische Regierung allen Vertretun-