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<oie! Worte, soviel Unwahrheiten. Beweise für derartige Be­hauptungen bringt das Blatt grundsätzlich nicht. Wie nennt man 'doch eine derartige Handlungsweise auf deutsch? Vor einigen «Tagen schrieb diese Zeitung:Dr. öarres sei als Reichsmi­nister des Innern bereit gewesen, die besetzten Gebiete prciszu- geben". Auf diesen Vorwurf erwiederte Dr. Carres in seiner vorgestrigen Rede in der Berliner Philharmonie: Wenn in diesen Lagen wiederum trotz oftmals erfolgter Aufklärung und Richtigstellung mit dem SchlagworteVersackungspolitik" ge­gen mich gearbeitet wird, an das sich die abenteuerlichsten Vor­stellungen knüpfen, so sage ich Fhnen, daß dieser Vorwurf eine frivole persönliche Verleumdung und geradezu eine lächerliche Verdrehung der geschichtlichen Vorgänge und Tatsachen dar- ftellt. öd) darf hier daran erinnern, daß die von mir anem­pfohlene Politik gerade in den nationalen Kreisen unserer Be­völkerung nicht zuletzt im Rheinlande selbst, Verständnis und Billigung gefunden hat. Der Gedanke einer Preisgabe hat zu «keinem Zeitpunkte auch nur im entferntesten im Bereich meiner politischen Erwägungen gelegen. Nach Ansicht des Zentrums find es natürlich die bösen Deutschnationalen gewesen, die aus parteipolitischen Gründen jede Lösung der preußischen Krise verhinderten. Die Berliner Zeitungen der Rechten behaupten wieder einmal das Gegenteil. So weist dieDeutsche Tages­zeitung" mit Recht darauf hin, daß es sich kaum vertrage, daß dieselbe Person sich gleichzeitig um die Reichspräsidentschaft und um die Ministerpräsidentschaft in Preußen bewirbt; ganz sicher aber nicht, daß Herr Marx das in einer Situation tut, in der ein Zufallserfolg in Preußen, der nach allem Ermessen nur recht vorübergehender Aatur wäre, zugleich dazu angetan und be­stimmt erschiene, seine Kandidatur für die Reichspräsidentschaft zu fördern: dazu ist das Ministerpräsidium in Preußen denn doch nicht da, am wenigsten in einer so ungewöhnlichen und kri­tischen Lage wie jetzt! ön einem müssen wir derFuldaer Zeitung aber recht geben:Gewiß wäre es das Beste, wenn Marx seine Bemühungen als gescheitert ansieht und das Amt des preußischen Ministerpräsidenten dem Landtag zurückgiebt". Diese Erkenntnis kommt zwar etwas spät, aber sie kommt doch wenigstens; also ein kleiner Fortschritt!

Ser Konflikt bei der Reichsbahn.

Der im Schlichtungsverfahren ergangene Schiedsspruch ist von den Arbeiteroertretern abgelehnt worden. Aber auch die Reichsbahn, Verwaltung hat sich ihm nicht voll unterworfen; sic will die Erhöhung des Stundenlohnes um 3 Pfennig nur dann durchführen, wenn die Aeichsregierung eine entsprechende Er­höhung der Persouentarije genehmigt, und lehnt die sofortige Kündigung der neueingestellten Arbeiter sowie die restlose Wie dereinstellung der Streikenden ab. Dieser Standpunkt ist ver­ständlich, da in der Tat ein öffentliches önftitut wie die Reichs­bahn gelungen ist, bei einem Streik sofort Reuemstelluagen Dorzunehmen, und an den Arbeitswilligen undankbar handeln lwürde, wenn sie diese zugunsten der Streckenden wieder entlaß sen würde. Er kommt hier noch hinzu, daß es sich um einen wilden Streik handelte, dessen sich die großen Organisationen erst hinterher angenommen haben. Anerkennen muß man frei­lich, daß hierdurch eine Ausdehnung des Streiks und nament­lich sein Hinübergleiten in das politische Fahrwasser, das von den Kommunisten erstrebt wurde, verhindert worden ist. Trotz­dem kann grundsätzlich nicht das Recht von Streikenden an­erkannt werden, ohne weiteres wieder die alte Arbeit zu er- thaiten. Darin würde ein starker Anreiz für die unruhigen Ele- toente liegen, es mit der Veranstaltung wilder Streiks nicht so genau zu nehmen. Auch die Schlichter sollten bei ihren Schieds­sprüchen diesen Gesichtspunkt nicht vergessen. Schwerer zu be­urteilen ist die Frage, ob die Reichsbahn genötigt wäre, einen Stundenlohnzuschlag von 3 Pfennigen durch eine Erhöhung der Persousntarife auszugleichen. Darüber mußten der Oeffeut- 6id)keH doch erst genaue Berechnungen der Rentabilität des tReichsbahnunternehmens vorgelegt werde». Die Situation ist Sa insofern heikel, als die Reichsbahngesellschaft zum Teil un­ter internationaler Kontrolle steht und eine besondere Ver­pflichtung zur Aufbringung von Reparationszahlungen hat. Es fragt sich also, wie weit sie überhaupt durch die Berbindlich- keitserklärung eines Schiedsspruch zu Leistungen gezwungen werden kann.

Sr. Sarres in der Philharmonie.

Vor den Vertretern des nationalen Deutschlands, die zu- sammLNgeschlossen im Reichsblock den Willen zu Siner Ein­heitsfront bei der Reichspräsidentenwahl bekundet haben, sprach Oberbürgermeister Dr. öarres als der erkorene Kandidat für den Posten des Reichspräsidenten. Eingeführt durch den Vor­sitzenden des Reichsblockes, Staatsminister a. D. v. Loebell, nahm Dr. öarres in seiner ruhigen und sachlichen, dabei doch ansprechenden und zu Herzen gehenden Art das Wort zu Aus- sührungen, in denen er die hohen Ausgaben eines vom nationa­len Willen des Bockes getragenen Reichspräsidenten kennzeich­nete. Als sine der wichtigsten sicht er die Milderung der po­litischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegensätze an. Sein «»umwundenes Trengelöbuis zum Rheinland straft alle die Lü­gen, die ihn in Verkennung und Verdrehung der Tatsachen als Verjackungspolitcker hinstellen wollen. Eingehend auf die Ver- 'fafjungsfrage weist er darauf hin, daß der Reichspräsident sie mit seinem Eide zu beschwören hat. Aber Dr. öarres weiß sich einig mit einem großen Teil des Volkes und der Beifall gab ihm recht, daß unsere heutige Verfassung kein 3deal dar- stellt, im Gegenteil eine Ueberspannung uuitaristischer Bestreb­ungen enthält, die dringend der Reform bedürftig sind.Die Verfassung muß auf der Bahn der organischen Entwicklung weiter geoüdet werden". Weiter bezeichnete er es als eine politische Dummheit und als ein nationales Verhängnis, daß man in Weimar es so eilig gehabt hat, die Fahne des Reiches zu ändern. Mit dem Rufe: der deutschen Zwietracht mitten ins Herz und dem Treubekenntnis zum einigen deutschen Reich schloß er seine, mit nicht enden wollendem Beifall ausgenommen neu Ausführungen, denen die Tausenden der Anwesenden mit aufmerksamster Anteilnahme gefolgt waren.

wtb. Berlin, 19. März. telef. Den Blättern zufolge ha­ben die an den Lohn- und Arbeilszeitkonflikt be' der Reichs­bahn beteiligten Gewerkschaften dem Reichsarbeitsministermm Mitgeteilt, daß sie sich der Verdlndlichkeitserklärnug des Schiedsspruches fügen werde. Sollten sich gegen die Arbeits­

aufnahme Widerstände bemerkbar machen, so mürben die Ge­werkschaften die materielle Unterstützung der Streikenden ver­weigern.

Amerikas Botschafter in Berlin.

Nachdem zunächst ein falscher Name für die Neubesetzung des amerikanischen Botschafterpostens in Berlin genannt war, scheint sich jetzt zu bestätigen, daß Präsident Toolidgc den Ge­sandten in Thina, Herrn Schürmann, zum Nachfolger des bei uns hochgeschätzten Botschafters Hougthon ernannt hat. Auch diese Wahl könnte von deutscher Seite durchaus begrüßt wer­den, da der neue Botschafter ein Staatsmann von alter Er­fahrung ist, der sowohl Europa als auch sonst die weite Welt gut kennt. Jacob Gould Schurmann ist in Freetown am 22. Mai 1854 geboren, wird also demnächst 71 Fahre alt. Er ent­stammt einer holländischen Familie, die in Newgork ansässig war. Er hat seine Studien Ende der siebziger Fähre an den Uni wersitäten von London, Paris, Edinburgh, Heidelberg, Berlin und Göttingen gemacht und sich dann noch an einer italienischen .Universität aufgehalten. Nach Amerika zurückgekehrt, wurde Schürmann Professor an der Eolumbia-Llnwersität, im Fahre 1899 jedoch Präsident der ersten amerikanischen Philippinen- »Kommission, in welcher Eigenschaft er sich längere Zeit auf den Philippinen aufhiolt. Fn den Fahren 1912=13 war er Ge- lsandter in Athen, 1921 wurde er auf den Pekinger Gesandten­posten berufen. Schürmann hat eine Reihe philosophischer und politischer Bücher veröffentlicht.

Der Tanz im Kreise.

Herriot und Chamberlain sind wieder einmal auseinander gegangen ohne daß ihre Aussprache das Problem aller Pro­bleme, die Frage der Entwirrung des mitteleuropäischen Kno­tens, die man höchst einseitig als Sicherungsfrage Frankreichs aufzufassen sich gewöhnt hat, seiner Lösung wesentlich näher ge­bracht ist. Auch in letzter Stunde scheint wiederum der Ver­such gemacht worden zu sein, die noch immer nicht begründete Nichträumung Kölns in Zukunft mit dem Gewirr der Garau- tiepakte, Protokolle usw. zusammenzubringen. Die stille Hoff­nung Frankreichs beruhe immer noch in der Möglichkeit, die Räumungsangelegenheit fest in dieses Gewirr europäischer Zwistigkeiten zu verflechten. So ist denn Marschall Foch, der ja überhaupt in der Kölner Frage dieführende Rolle spielt, er­neut auf Grund des Meinungsaustausches zwischen Ehamber- lain und Herriot damit beauftragt worden, sein soeben neu um- gearbeitetes Gutachten nochmals umzuarbeiten. England wie Frankreich haben, je länger die Zeit währt, um so weniger ön- teresse, in der Kölner Frage zu einer Entscheidung zu kommen. Sie vertrauen darauf, daß man in der Weltöffentlichkeit schon längst diese gern alsEpisode" angesehene Angelegenheit ver­gessen hat. Gegen diese Versackungspolitik der Alliierten muß die deutsche Reichsregierung mit allen Mitteln des Protestes und der diplomatischen Schritte Stellung nehmen. Das Nar- renjpiel mit der ewigen Umarbeitung des Kontrollfriseurs Zoch muß ein Ende finden. Den Herren in London und Paris mag es bequem fein, sich im "ewigen Kreise um den Kernpunkt hcr- umzudrehen. Deutschland verlangt, daß diesem Tanz ein Ende gemacht wird.

Aas Neueste.

Doch ein Beamtenkabinett?

wtb.Perlin, 19. März. telef. 3m preußischen Landtag «finden gegenwärtig, wie die Blätter melden, interfraktionelle Besprechungen über die Frage der Bildung eines Beamtenka- binetts statt. Ueber irgendwelche Ergebnisse dieser Besprech- «ungen wissen die Blätter noch nichts mitzuteilen.

Der französische Raubbau.

wtb. Berlin, 19. März. telef. 3u dem durch den Raubbau ^es französischen Vergfiskus ernstlich gefährdeten Ort Schna- pach nehmen nach Meldungen des Tageblattes aus Saarbrücken «die Zerstörungen der Häuser weiter zu. 3» allernächster Zeit »näßten wiederum Häuser wegen Einstürzuugsgefahr geräumt «werden.

wtb. Berlin, 19. März, telef. Auf dem Sportplatz Ruhr- ckachthal entstand eine umfangreiche Erdsenkung wobei das Erd- 'reich in einem Umfange von 8 Meter in die Tiefe stürzte.

Das Ende des Lifenbahnerstreiks.

' wtb. Berlin, 19. März, telef. Der Lifenbahuerjchieds- 'spruch ist für verbindlich erklärt worden. Nachdem auch die ge- (Jtrigen Verhandlungen im Asichsarbeitsministerium zu keiner Verständigung geführt haben, entschloß sich der Reichsarbeits- Minister den Schiedsspruch vom 13. März von amtswegen für verbindlich zu erklären und damit den Streik zu beenden. 3n der Entscheidung wird ausdrücklich betont, daß die im Schieds­spruch vorgesehene volle Wiedereinstelluug der streckenden Ar­beiter eine schwere Belastung für die Reichsbahn bedeute, umso- »nehr als die Niederlegung der Arbeit vor Durchführung des Schlichtungsverfahrens, besonders bei gemeinnützigen Betrie­ben wie der Aeichsbahngeflljchaft durchaus nicht zu bewilligen tst. Trotzdem empfiehlt es sich mit einer fachlichen Regelung die äußeren Folgen der übereilt ergriffenen Kampfmaßnahmen verschwinden zu lasten und durch diese versöhnenden Maßnah- nen den Boden für ein weiteres friedliches Zusammenarbeiten «zu bereiten. Für die Arbeiter bedeute die im Schiedsspruch vor- »zeschlageue Regelung zwar keine volle Befriedigung ihrer For- berungeu, man betrachte sie aber doch als eine wesentliche Bes­serung.

Ludlichi

wtb. Berlin, 19. März. telef. Marx hat wie wir erfahren am Donnerstag mittag dem Präsidenten des preußischen Land­tages Barthels mitgeteilt, daß er seinen Versuch, ein Kabinett tu bilden aufgebe und die Wahl zum Miuisterpräfidouleu nicht aunchme.

Der zweite Punkt der Tagesordnung der Landtagspleuar- sitzung am Donnerstag, Entgegennahme der Regierungserklär­ung soll nach dem Vorfchlagi des Aeltesteurates abgefetzt wer­den.

Umtausch der Papiermarknoten.

wtb. Berlin, 19. März. telef. Der Umtausch der am 5 März aufgerufenen PapiermHrknotlm der deutschen Reichst bank vollzieht sich reibungslos. Der Rückfluß war bereits in den ersten Tagen so stark, daß von den ;.Zt . im Verkehr um- 'laufenden 21 eid)sbanknoten nur noch einfünftet aus alten P§I «piermarknoten besteht. Deiser Rückfluß ist in erster Linie da­rauf zurückzuführeu, daß die öffentlichen Kasten, Banken Sparl Kasten usw. zu chren Einzahlungen bei der Reichsbauk in er= st er Linie aufgerufene Roten verwendeten. Es dürfte jedoch auch zu einem großen Teil darauf zurückzuführqu fein, daß das 'Reichsbankdirektorium wiederholt mit Bestimmtheit erklärt «daß eine Nachfrist für die Einlösung in keinem Falle gewähr/ werden könnte. Der letzte Cermn der Einlösungsfrist ist der 5 öuü 1925.

Noch ein Kandidat.

wtb. Halle, 19. März. telef. Die deutsche Aufwertungr- uud Aufbaupartei Hal dem Staatspräsidenten beim Reichsge­richt in Leipzig Dr. Lobe als Kandidat für die Reichspräsidcut­schaft ausgestellt.

Born Zage.

Ludendorff Präsidentschaftskandidat.

D.B. Berlin, 18. März. Die Nationale Opposition der Freihlitsbcwegung bestehend aus der nationalsozialistischen deut- ischen Arbeiterpartei, den völkischen Verbänden und Organi­sationen bat heute unter Führung Adolf Hitler General Luden- idorff als Reichsprälsidentschaftskandidaten ausgerufen. Gene­ral Ludendorff ist heute in Berlin eingetroffen.

Zwei Bergleute verschüttet.

wb. Eston, 19. März. DieEssener Allgemeine Zeitung" mel­det aus Osterseid: Auf der Zeche Osterfeld lösten sich an ei­nem Ort, wo sieben Bergleute beschäftigt waren, aus hängen­dem Gestein große Gosteinsmassen. Zwei Bergleute, zwei Brü­der aus Sterkrade gerieten unter das Gestein, während die fünf anderen sich rechtzeitig retten konnten. Die beiden Brüder "wurden schwerverletzt in das Krankenhaus übergeführt.

Zum elsässischen Schulstreik.

1 wb. Straßburg, 19. März. Havas. Der Präfekt des lDcpartcments Niederrhein hat durch Verordnung gestern die Gemeinden Straßburg-Schiltigheim und Fllkirch-Grafenstad- ren ermächtigt, das interkonfessionelle System in der Volksschu­le einzuführen.

Tagesordnung der Republikanischen Vereinigung zu Paris.

wb. Paris, 19. März. Der Kongreß der Republikanischen Vereinigung, der in Paris tagt, hat in seiner Schlußsitzung eine Tagesordnung angenommen, in der er u. a. folgende" Wünsche aufstellt: Daß das RekrutierungsMetz nur dann abgeändert werbe, wenn die notwendigen Maßnahmen getroffen worden sei en, daß die in Aussicht' genommenen Refarmen fwck tHnierar können, ohne die Sicherheit des Staates in Gefahr zu bringen. Die französische Regierung müsse angesichts der fortgesetzten Verfehlungen Deutschlands an den Entwaffnungsklauseln des Versailler Vertrages im Fntercfsc der Sicherheit alles in Deutschland verschwinden lassen, was darauf abziele, eine neue Kriegsgefahr zu schaffen.

Beschlüste des Nationalrats französischer Arbeiterverbände.

wb. Paris, 19. März. Der Nationalrat des Allgemeinen Arbeiterverbandes (E. G. T.) hat im weiteren Verlaufe feiner Tagung nach längerer Debatte mit allen gegen zwei Stimmen eine Tagesordnung angenommen, in der der Gewerkschafts­rat klarlegt, daß die Einheit der Aöbeitergcwerikschaften ver­wirklicht werden könne. Der Nationalrat billigte die Ent­scheidung des internationalen Gewerkschaftsverbandes bezüg­lich der vorbereitenden Konferenz mit dem Vertreter der 3. Fnternationale. Es ist zum Schluß bestimmt worden, daß der /Fahreskongreß am 26. bis 29. August in Paris stattfmden soll^j

Benesch in Paris.

wb. Paris, 19. März. Der Ministerialdirektor im Mini­sterium des Aeußern, Laroche, hat gestern nachmittag den tsche­chischen Außenminister Benesch empfangen.

1 EinBlaubuch der Kriegsverantworlsichkeit".

wb. Paris, 19. März. aus Belgrad meldet, wird die jugoslawische Regierung ein Blaubuch zur Frage der Kricgsverantwortlichkcit herausgeben.

Die englischen Schiffsbestellungen in Deutschland.'^

wb. London, 19. März. Die Abbeitgeberorganisation im Schiffsbaugeweöbe hat alle Gewerkschaften der Arbeiter dieses Gewerbes für die nächste Woche zu einer Konferenz nach Lon­don eingeladen, um die kürzlich nach Deutschland gegebenen Schiffsbestellungen zu erörtern.

Manifestationen in Peru.

wb. London, 19. März. Havas. Englischen Blättermel­dungen zufolge wird die Gesandtschaft der Bereinigten Staaten >in Peru wegen der Manifeistationen, die durch das schieds­gerichtliche Urteil des Präsidenten Eoolidge in dem Streitfall 'zwischen Peru und Thile hervorgerufen wurden, durch Poliz^ bewacht.

: Der peruanische Gesandte in den Vereinigten Staaten de­mentiert die Nachricht, daß er die Absicht habe, Washington K verlassen.

1 Kälteopfer in Neapel.

wb. Rom, 19. März, ön Neapel wurden infolge der Käst^' in der letzten Tage drei Personen, welche die Nächte an Kircheneingängen oder ungeschützten Stellen zngebracht hatten, erfroren aufgefunden.

Sroßfeuer.

wb. Palm Beach (Florida), 19. März. Zunkspruch. Tui Großfouer zerstörte Breakers Hotel und das Palm Beach Ho­tel und sprang auf die in der Nähe stehenden Landhäuser über. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Der angerichtete Scha­den wird auf 2)4 bis 5 Millionen geschätzt.