Nr. 64
dtwoch, den 18. Mär) 1925.
Mische Morgenzeitung.
Beiblatt.
Verlag: Fulda, Kaualstraße 44.
KapitSnIcutnank Stto Weddigens Heldentod.
Sum zehnjährigen Todestag des Helden <18. März 1925). , Von Dr. Otto W e d d i gen,.
Bisher nahm man in Deutschland an — und ich selbst erwählte dies in meinem Büchlein „Unser Leehcld Weddigen
__ üaß Otto Weddigen bei seiner Tätigkeit im WOen -Englands in der Nähe der Scillg-Snseln, den Untergang mit ,M 29“ gesunden habe. Nachdem ^ich aber Gelegenheit hatte, alle Akten des Reichsmarineamtes Einsehen ?u können, (auf Ersu- l^ des Auswärtigen Amtes in Berlin hatte ich die Darstel- junq deutschen U-Vootkrieges für ein in Kopenhagen erschienenes 15bändiges Werk übernommen), kam ich zu ganz anderen Forschungsergebnissen.
Vor einiger Zeit hat nun auch Admiral ielliooe, der Höchstkommandierende der englischen Flotte von Kriegsbeginn an bis zum Fahre 1916, meine Angaben bestätigt, öellicoe schreibt in seinem „Tagebuch", das in England das grösste Aussehen erregt hat, über den Untergang von „U 29“:
Als am 18. März 1915 das vierte englische Schlachtschiffgeschwader hinter der Linie der übrigen Schlachtflott-e vorüber- ging, wurde -es vom Flaggschiff auf ein U-Boot durch Sern» signal aufmerksam gemacht. Bevor das Geschwader den Befehl ausführen konnte, sichtete der Offizier der Wache der „Dreadnougth" — nach der die Schiffe der Dreadnoughtklasse bekanntlich benannt wurden — das Periskop des U-Bootes in großer Nähe. Sofort änderte die „Dreadnought" ihren Kurs, nahm hohe Geschwindigkeit auf und rammte das U-Boot 29. Beim Versinken hob sich — sagt Admiral öellitee — der Vordersteven des U-Bootes aus dem Wasser und es wurde die Bezeichnung „U 29“ deutlich sichtbar. Ueberlebende — so sagt Fellicoe kurz — wurden nicht aufgefischt.
So haben wir Gewißheit über Otto Meddingens und seiner Mannschaft heldenmütiges Ende. Wie erwähnt, war „U 29“ zuletzt im SUdwesten bei den Scillg-Snseln tätig gewesen. Voll StoL? und Freude hörte Deutschland, daß in „U 29“ der alte Geist von „U 9“ noch lebendig war. Bis in die Frische See, obschon sie von einer großen Menge englischer Torpedozerstörer und anderen Kriegsfährzeugen bewacht war, war Otto Weddigen vorgedrungen. Da wollte er den höchsten Trumpf seines kühnen Wagemutes ausspielen, alles aus Liebe und Pflicht gegen sein bedrängtes Vaetrland.
Marokkanisches Abenteuer.
(Vom bekannten Münchener Weltreisenden Sos. Steinlehner).
Düster war es noch, als ich durchs Fez-Tor zur Stadt hinaus schritt. Dräuende Wolken hingen am westlichen Himmel, scharf pfiff der Wind. Dies alles achtete ich nicht, nach Fe; war mein Sinnen gerichtet. Sch schritt tüchtig aus. Bald war die Stadt hinter mir. Einsam wanderte ich über wolliges Land, unbewohnter und unbebauter, je weiter ich mich von Tanger entfernte. Hie und da begegneten mir nach der Stadt ziehende Karawanen; schwer bepackte Esel, hochbeladene Kamele, Packen tragende Weiber, frei und stolz dahinschreitende Marokkaner.
Finstere Blicke, Tabakbettel, Bakschischgeschrei alles nach Landessitte. Gegen Abend endlich ein Dorf. Menschenmassen stehen bei einem kleinen Kuppelgebäude vor dem Dorfe. Grüne und rote Fahnen flattern im Winde. Gelschrei und Abwinken, als ich näher komme. Aha, ein Heiligengräb, da darf ich als Ungläubiger nicht zu nahe kommen.
Sm Bogen umgehe ich Heiligengrab und Dorf. Unter einem einzelnen, buschigen Baum liege ich mich zur geruhsamen Nacht. Miriadenfach glitzernder Sternenhimmel läßt mich lange nicht schlafen.
Nach Z Uhr morgens fing mich zu frösteln an, eine Zigarette erwärmte mich schlecht. Um 4 Uhr marschierte ich weiter, gen Fez. Hügelige, unbebaute Landschaft; kein Haus, kein Mensch, hie und da nur einzelne Bäume. Wenn ich so weiterlaufe, werde ich morgen Abend Fe; erreichen können.
Von einer Anhöhe kommen plötzlich einige Reiter herab- gesprengt, direkt auf mich. Lustig flattern die weißgrauen Mäntel im Winde; zauberisch solch Kavalkade; echte Marokkaner, Mann und Roß ein Leib, eine Seele, ein Gedanke.
Schon sind sie da. ,Zwe> springen ab, werfen die Zügel den anderen zu -und -brüllen mich an: „Wer bist Du, wohin willst Du, was machst Du hier in diesem Lande, „Spaniol, he. ?“
Sch versuche möglichst M erklären, daß ich „Aleman" sei und nach Fez gehen will. Aützt nichts, ich mußte mit.
Die Anhöhe gehts hinauf, drüben steht eine Reihe braunschwarzer Zelte. Vor der größten erwartet mich der Scheich, ein würdiger Alter mit grauem Volllbavt.
Die Bringer erstatten Bericht, nehmen mir alles ab und legen es zu Füßen des Scheichs. „Was willst Du hier in diesem Lande, spionieren, he? wer bist Du, he? Spaniol, He. ? "
Langwieriges Frage- und Antwortspisl, nichts Entscheidendes. Sch blieb Gefangener, mußte die Nacht beim Scheich im Seite bleiben, streng bewacht.
., Konserven und Zigaretten ließen sich die Reiter schmecken, ich bekam dafür Schafkäse zum Abendbrot. Eine Handbewegung quer Über dem Hals sollte mir bedeuten, daß es Kopfab gäbe, wenn ich mukse.
. "Oiese Nacht habe ich nicht besonders gut geschlafen. Am frühen Morgen gabs viel Pferdegetrappel, Stimmengewirr Schreie und Rufe und Befehle. -Mich schauderte es jedesmal, roenn einer besonders kräftig fluchte, am Ende soll ich den Sündenbock machen; mir graute.
Wiederholt wurde ich vernommen, sie wollten nicht glau- w«, M ich Aleman sei. Der Scheich warnte mich eindringlich, vrohend, ich soll die Wahrheit sagen.
^^" nichts Verdächtiges bei mir, einige Landkarten, ^onje^ Wäsche, Waffen hatte ich keine.
gäbe kurze Berichte, Befehle, ritten »WM i„ M%^ * "mn >»""«'» Krwgr-
Er wußte, daß die englische Flotte im Norden Englands, bei den Orkney »Inseln, ihren geborgenen Standort hatte.
Hier wollte Weddigen ihr den schwersten Schlag versetzen. Offiziere und Mannschazien, die ihn verehrten und als besten Führer anerkannten, folgten ihm willig durch die Frische See auf der Todesfahrt. Und so unternahm er am 18. März 1915 einen Angriff mit „U 29“ auf die bei Scapa Flow, dem Stützpunkte auf den Orkneg-Fnseln, verborgene britische Flotte. Es war ihm gelungen, unbemerkt zwischen die englischen Kriegsschiffe zu gelangen und ein Torpedo abzufeuern — da wurde „U 29“ gerammt . . .
Die englische Admiralität hatte bisher über diese Vorgänge das tiefste Stillschweigen bewährt, da sie fürchten mußte, die Tatsache, daß ein deutsches U-Boot bis in die Schlupfwinkel ihrer Flotte hineingelangen konnte, würde in -England die größte Unruhe Hervorrufen.
Auf Fellicoes „Tagebuch"-sind dann Admiral Pearson Scotts „50 Fahre in der königlichen britischen Marine" gefolgt. Scott beschreibt unter anderem darin die Schiffsreede von Scapa Flow im Fahre 1914 vor einer Unterredung mit Admiral Sellicoe. Dieser habe versichert, alles getan zu haben, um eine Verankerung der englischen Flotte sicherzüstellen; aber diese Maßnahmen seien ungenügend gewesen; und in jeder Nacht hätte deutsche U-Boote einlaufen und die große englische Flotte vernichten können. Scott sagt weiter, daß es ihm jetzt noch unverständlich sei, daß die englische Flotte nicht vernichtet wurde.
Das erstrebte Otto Weddigen aus eigenster Sniliative und ohne jede höhere Anweisung.
Sn der Ausführung dieses Werkes, womit er erst alle feine herrlichen Taten krönen wollte, im Norden Englands, bei Scapa Flow, inmitten der englischen Schlachtflotte, fand Otto Weddigen den kühnsten Seemanstod.
Deutschland war damit einer seiner Bosten beraubt, von dem Admiral Scheer mir schrieb: „Er hat dem U-Boot zuerst Weg und und Ziel gewiesen . . ."
Heute dürfen wir Otto Weddigen glücklich preisen, daß er den jähen Untergang der einst aufblühenden jungen deutschen Marine nicht mitangesehen, daß er den Sturz seines Heißgeliebten Vaterlandes nicht miterlebt hat.
Fch wurde gerufen, dieselben Reiter standen bereit, die mich gestern abfingen, ich mußte mit. Mir graute. Denselben Weg, den wir gestern heraufkamen, gings hinunter, hinüber ins an- dere^Tal, an dieselbe Stelle, wo ich ergriffen wurde. Halt.
Zwei springen ab, werfen ihre Zügel den anderen zu, lassen sich meine Sachen geben und legen mir alles mit der Deutung: „Dorthin^ nach der Küste, nicht nach Fez, sonst gibts Kopfab vor die Füße, -stiegen auf und ritten davon.
öd) war sprachlos, staunte, konnte die plötzliche Freiheit gar nicht glauben, den glücklichen Ausgang gar nicht erfassen, stand wie angewurzelt und schaute den davonsprengenden Reitern nach, warf einen Blick auf meine zu Füßen liegenden Sachen -schaute wieder den Reitern nach und — dann lachte ich recht fröhlich, freute mich der wiedergeschenkten Freiheit, meines behaltenen Kopfes und daß ich „Aleman" bin.
Sch pakte meine Sachen ein, nichts fehlte außer den Konserven und Zigaretten; dann lief ich der Küste zu.
Am Abend noch erreichte ich Arsila an der Westküste, meldete dort den Vorfall und nächsten Tages ritten 12 spanische und Neger-Gendarmen mit mir der U eberfallstelle zu. Als ich ihnen von der letzten Anhöhe das Zeltlager zeigen wollte, war -nichts mehr zu sehen, als zertrampelter Boden und Abfälle.
Dort, meinte einer, nach den Rifbergen zeigend.
Steinlehner, Weltenbummler.
Neue M
Skizze von Paulrichard Hensel.
Der Winter war kaum merkbar vorüber gegangen. Die Sonne schien, als wollte sie alle Kalender Lügen strafen, und die Knospen streckten ihre Köpfchen in die Märzluft, als gäbe es gar keine Gefahr, von einem späten Nachtfrost erstickt zu werden.
Peter Wulle saß mit gefurchter Stirn auf der Bank an der Rückseite seines Häuschens. Vor ihm lag, nach hinten et« mas abfallend, fein kleiner Garten — ein schmaler Weg in der von Obststrauchern eingesäumt, ein paar Beete, die jetzt noch leer standen, und hinten ein paar knorrige Apfelbäume. Ms er heute früh seinen gewohnten Gang gemacht hatte, wie ein Arzt, der seine ihm lieb, gewordenen Partienten besucht hatte er manches Zweiglein in die Hand genommen und mit frohem Erstaunen die frühen Triebe betrachtet. Wenn die Sonne nun nicht untreu wird, hatte er gedacht, wird bald alles nnejer blühen und wird wieder Früchte tragen, wenn die Zeit da ist. Und jede Stunde, die die Arbeit ihm ließ, würde er wie- oer hier mit Spaten, Hacke und Gießkanne bei seinen stillen Freunden verweilen.
Nein, es wird nicht sein! Als er sich umwandte und dem Hause wieder zuschritt, wurde ihm die ganze graue Wirklichkeit bewußt, die kein Blühen an dieser Stelle mehr dulden wird. Das kleine Häuschen hatte sich schon immer vor den hohen, mo- bernen Häusern geduckt, die ihm rechts und links zur Seite stan- den. Die Menschen, die vorübergingen, hatten wohl oft die vcafe gerümpft über dieses Ueberbleibsel aus vergangener Zeit —- benn von der Straße her sah das kleine Haus wenig freundlich aus. Aber man hatte sich nicht weiter darum gekümmert, oeht mit einem Male wollte man es nicht mehr dulden.
Wulle, der seit Jahren der einzige Mieter war, hatte getreulich seinen Zins bezahlt, den der irgendwo entfernt woh- nenbe Besitzer des Hauses mehr aus Gewohnheit als aus Notwendigkeit entgegennahm, denn er kümmerte sich gar nicht
um seinen Mieter und ließ diesen nach Belieben schalten. Einmal aber hielt ein Kraftwagen vor dem Hause, dem zwei elegant gekleidete Herren entstiegen, die das Haus zu besichtigen wünschten.
Beklommen führte sie Wulle über die knarrende Treppe, und ein heißer Schauer durchfuhr ihn, als er aus den Worten der Beisucher -entnahm, daß sie das Haus zu kaufen wünschten.
,)Es ist schr alt und baufällig. Sie werden viel Reparaturen haben", Jagte -er, in dem ängstlichen Bestreben, einen Kauf- entschluß abzuwenden.
„Reparaturen?" lachte der eine. „Lingerissen wird das Haus. Ein anständiger Geschäftsbau kommt hierher!"
„Und die Menschen, die hier wohnen? Die können Sie doch nicht auf die Straße setzen?"
„Mit Geld kann man alles. Jn ein paar Monaten sind wir so weit, verlassen Sie sich darauf!" —
Die beiden Fremden hatten recht behalten. Alles war nun beschlossen und verbrieft, und es half dem Alten wenig, daß -er jeden Morgen immer wieder vor sich hinsprach: Ls ist doch nicht möglich — es kann doch nicht sein. —
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Verwandte nahmen ihn widerwillig auf, als die Zeit des Abbruchs begann. Ein hoher Zaun aus frischen Brettern wurde vor dem Hause errichtet, Wagen fuhren vor, viele Menschen gingen mit schweren Schritten durch die kahlen Räume. Wulle aber stand von morgens bis abends dabei, ein stummer Zuschauer, und es war ihm, als nehme man ihm Glied für Glied seines eigenen Körpers, — so empfand er Schmerz dabei. Manchmal stießen ihn die Arbeiter beiseite, dann ging er paar Schritte weiter und stellte sich auf einen anderen Platz.
Jn einer Nacht aber brannte die Sehnsucht in ihm. Verstohlen klinkte er die Tür des Bauzaunes auf, stolperte über Balken und Geröll, fand mühsam den Weg durch die Neste des Hauses — und dann traten -ihm die Tränen in die Augen. — Staubbedeckt, voller Steine und Abfälle, lag der Garten da. Auf den vorderen Beeten hatte man die Baubude errichtet, Leitern und Brettern lagen stapelweise zwischen Sträuchern und Bäumen. Da streichelte er noch einmal die aufkeimenden Zweige. „Schaut nicht so verwundert in die Welt", sprach er leise zu den Knospen. „Jhr müßt doch alle sterben. Fhr habt euch vergeblich gefreut". Und da kam ihm ein neuer Gedanke und er bracht einige Zweige und zog ein paar Stauden aus dem beschmutzten Boden, um sie mitzunchmen und an neuer Stelle einzupflanzen.
Da packten ihn harte Hände. Ein Wächter hatte ihn -bemerkt und führte ihn, der sich mit keinem Wort zur Wehr setzte, auf die Straße, rief einen Polizisten und sprach immerfort, während man den Alten abführte: „Das kennen wir schon — in die Baubude einbrechen — armen Leuren ihre Werkzeuge stehlen —“
Auf der Wache hielt Peter Wulle eine verworrene Rede, während er noch immer die Hände um die kleinen Zweige gekrampft hatte. Die Polizisten, die ihm zuhörten lachten? Und einer nur sagte:
„Laßt ihn doch. Es wird schon wahr sein, was er Tagt. Was er tat oder tun wollte, verlangt man doch schließlich von uns allen: „Nicht nur einzureißen, sondern auch neu zu pflanzen(
Sie gewerbs- mb gewohnheitsmäßigen Verbrecher.
Von Rechtsanwalt Siegfried L r o n e r - Berlin.
Zu den schwierigsten Problemen des Strafrechts gehört die Frage nach einem erfolgreichen Schutz gegen die gewerbs- und gewohnheitsmäßigen Verbrecher, jene gefährlichen, antisozialen Elemente, die ohne jede Besserung die Strafanstalt verlassen, um immer wieder von neuem rückfällig zu werden. Die moderne Kriminalistik hielt es für dringend geraten, gegen diese un- oerbesserlich Rückfälligen, die eine stete Gefahr für Staat und Gesellschaft bilden, besondere Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Eine ganze Reihe von Kulturländern ist dieser überaus wert- oollen Anregung gefolgt und hat diesbezügliche Spezialbestimmungen erlassen.
^. französischen Gesetz „Jur les rezivistes" werden ^uck allige die bestimmte Vorstrafen erlitten haben, für unver- bejjerlich erklärt. Man verurteilt sie neben der Strafe zur De- portation auf Lebenszeit, Verschickung in die Strafkolonie Franzosisch-Gugana und Neukaledonien. Nach Verbüßung ^I^rafe wird ein derartiger Verbrecher in die Strafkolonie überführt, kann aber nach 6 Fahren begnadigt werden.
Jn England betrachtet man als Gewohnheitsverbrecher die- MigLn Individuen, welche mindestens dreimal wegen eines Delikts verurteilt worden find und zur Zeit der Begehung der
Straftat ein ehrloses Leben führen. Ls besteht die Möglichkeit, diese Delinquenten im Anschluß an die Zuchthausstrafe Mr Freiheitsentziehung auf unbestimmte Zeit zu verurteilen. Die englischen Kolonien von New-South-Wales und von Neu Seeland trafen durch besondere „Habitual Triminals Acts" ähnliche Bestimmungen, mit der Maßgabe, daß nach einem bestimmten Zeitraum die vorläufige Entlassung der Internierten erfolgen kann.
Die Gesetzgebung der nordamerikanischen Staaten sucht im allgemeinen die sogenannten Habituels durch möglichst langan- dauemde Ruckfallsstrafen unschädlich zu machen. So wird in Fowa ein Rückfälliger, der zweimal Vorstrafen von mindestens
Fahren erlitten hat und wiederum ein Verbrechen begeht E 25 Wahren verurteilt, in Washington bestimm- e ein Gesetz von 1903, daß ein „habitual" bei dem dritten Ur- eil auf Lebenszeit inhaftiert werden kann. Eine ähnliche Be-
AL , va. Hier ist man sogar
^r Dimmte, hartnäckig unverbesserliche Verbrecher die Kastration zuzulassen. Das Strafgesetzbuch New goi sieht ganz besondere Maßnahmen gegen die „Habitual Kriminals., vor, sie werden der Aufsicht des Gerichts und der Ärmenbehörden unterstellt. Durchsuchungen können bei ihnen jederzeit^ ohne richterliche Anordnung vorgenommen werden, der Besitz gefährlicher Werkzeuge und sonstige verdächt-ige Umstände genügen, um sie als unordentliche Personen in Strafe zu