Einzelbild herunterladen
 
  

nige Stunden vor seinem Lode führte man ihm den damals fünfjährigen Dauphin, den späteren Ludwig RIV. zu, der eben erst getauft worden war. „Wie heißt Du denn mein Sohn?" fragte der König. „öd) heiße Ludwig 14.“, erwidert» das Kind. „Noch nicht, noch nicht, mein Kindl", soll der st er­bende König entsetzt erwiedert haben. Unter den späteren Herr­schergestalten Frankreichs ist das grausame Geschick, das Lud­wig XVI. und Maria Antoinette unter das Fallbeil zwang, be­kannt. Bitter war auch das Geschick Kaiser Maximilians von Mexiko, der gemeinsam mit den Generalen Miramon und Me­sa im öabrr 1867 zu Querotaro auf Grund eines Kriegsge­richtsurteils standrechtlich erschossen wurde. f

Direkt vom Maskenball in den Lod ging Gustav III. von Schweden. Er wurde in der Macht zum 17. März 1792 auf einer Maskenrade zu Stockholm von dem als schwarzer Do­mino verkleideter Ankerström erschossen, der mit den Worten «„Schöne Maske, gute Nacht" an ihn herangetreten war.

Die Ermordung gekrönter Häupter findet sich seit den Heiten öuüus Cäsars immer wieder bei allen Nationen im Laufe der Weltgeschichte vor. Rußland vor allem war immer «dasjenige Land, in dem sich die brutale Allgewalt des Loder am grausamsten und erschütterndsten den Lrägern der Herrscher Krone gegenüber offenbarte. So wurde im öuii 1762 der Har Peter III. vom Grafen Orloff, und von Edelleuten des Hofes «erdrosselt, und neununddreißig Fahre später wurde seinem Soh- «ne, dem Kaiser Paul I. ein gleiches Schicksal bereitet. Das russische Volk aber erfuhr im ersten Falle nur, daß „Väterchen Har" am „Blutsturz", im zweiten daß es an einem „Schlagan- sall" verschieden sei. Sm März 1881 wurde Kaiser Alexander <11., eine der edelsten Erscheinungen auf dem Harenthrone, dem das rusfische Volk die Befreiung von der Leibeigenschaft ver­dankte, von einer auf ihn geschleuderten Bombe getötet, das furchtbarste Los aber erlitt der letzte „Selbstbeherrscher aller Neusten", Har Nikolaus II., der mit feiner ganzen Familie er­mordet und verbrannt wurde.

Auch die Hinrichtung Maria Stuarts bildet ein dunkles Blatt im Buche der Geschichte. England hat außerdem die Hinrichtung Sakobs I. zu verbuchen und Stallen, das èand der Eamarilla, das von jeher das Eldorado des politischen Meuchel mordes war, erlebte das letzte Mal am 29. Suli 1900 einen Königsmord, als Humbert I. einer Mordwaffe zum Opfer fiel.

Auch an das Ende der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, bes^ Erzherzogs Thronfolgers Ferdinand und feiner Gemahlin ki derajewo, sowie König Alexanders von Serbien und feiner «Gattin, fei in diesem Zusammenhänge gedacht. Lragisch ist auch' das Schicksal König Ludwig 2. von Bagern zu nennen, der in Starnberger See freiwillig sein Leben endete und im Ringen

mit dem ihn zurückhaltenwollenden Arzte Professor Guddön, auch diesen mit sich in das Wassergrab riß.

Mit größter Ruhe und Gefaßtheit ging Maria Lherefia dem Lode entgegen. Als man ihr in ihrer letzten Stunde ein Schlafmittel anbot, um ihr über die Leiden der beginnenden Agonie besser hinwegzuhelfen, lehnte sie das entschieden ab mit den Worten: „Sch fürchte mich nicht vor dem Lode, ich will .nicht von ihm im Schlaf überfallen werden, ich will den Lod in seiner ganzen Wirklichkeit kommen sehen." Sodann bezeichnete sie einen der Hofleute, der ihr nach dem Lode die Augen zu- drücken sollte, denn „dem König selbst kann man das nicht gut mimuten.“ Etwas anders dachte darüber der große Kurfürst, der sich kurz vor dem Eintritt des Lobes eigenhändig beide Au­gen zugedrückt hat.

Unter ganz eigentümlichen Umständen starb der greise Kö­nig Christian IR. von Dänemark. Er war eines Abend uner­kannt in Hivi! ausgegangen und plötzlich von einem Herzschlage dahingerafft worden. Sm Königsschloß wunderte man sich über sein Ausbleiben und geriet deswegen in immer größere Be­sorgnis. Am nächsten Lage erst erfuhr die Bevölkerung der Landeshauptstadt, daß der König tot in einer Rettungswache eingeliefert worden war, wo niemand den einfachgekleideten Mann als den König erkannt hatte.

Von gekrönten Häuptern, denen die Attribute ihre Würde vom Lode auf blutiger Wahlstatt entrissen worden sind, sei aus neuerer Zeit Gustav Adolf, der 1652 auf dem Schlachtfelde von Lützen fiel, und Karls 9CII. von Schweden gedacht, der in den Gräben vor der Festung Frederikshall die tätliche Kugel traf.

Von den Präsidenten der großen Republiken sind im Amte nur sehr wenige gestorben. Abraham Linkolu wurde '1865 in einer Theaterloge sitzend von einem Schauspieler durch einen Revolverschuß getötet, Präsident Garfield erlag 1881 einer Kugel, die ein abgewiesener Bittsteller gegen ihn sandte und 1901 wurde in Buffallo Präsident Mac Finley durch einen Bauchschuß tätlich verletzt. Von den Oberhäuptern Frank­reichs erlag „in den Sielen" Felix Faure 1899 einem Herzschlag wogegen Sadi Earnot 1894 in Lgon erdolcht wurde.

Sermischtrs.

Ein Kampf zwischen Walfisch und Riesentintenfisch

(dt) Ein norwegischer Walfischfänger, der vor kurzem von seiner Fahrt zurückgekehrt ist, berichtet von einem Kampf zwi­schen einem Walfisch und einem Riesentintenfisch. 6 t amb feine Gefährten waren mit dem Fangboot unterwegs und hatten schon eine ganze Weile einen Gegenstand beobachtet, der wie eine Klippe aus dem Meere aufragte. Mit Hilse des Fern- stechers entdeckte man, daß man einen großen Walfisch vor sich

Katte, der regungslos dalag und einen Riosentintcnsisch ben mahnen hielt. Dieser hatte seine dicken Arme Jo um S und Unterkiefer des Mals geschlungen, daß dieser das nicht offnen konnte. Der Lintenfisch und der Walfisch kümmerten sich garnicht um das Fanghobt, dessen Besatzung mit Spannung den eigentümlichen Kampf zwischen den beiden Riese verfolgte. Einen so ungeheuren Lintenfisch hatte noch ’ von der Besatzung gesehen. Seine Arme sahen aus wie â Gewirr von großen Schlangen, die sich um den Kopf des Aals ringelten, während ein Strom von Linie an den Seiten nieder- rann und das Wasser schwarz färbte. Plötzlich erschlafften die Arme des Lintenfisches, und wie ein Blitz tauchte der 95^ unter. Aber das Fangboot verließ seinen Posten nicht, v man annahm, daß der Kampf noch nicht zu Ende sei. ©as’^ wies sich auch als richtig, denn etwa 20 Minuten später laicht te der Wal wieder auf den zermalmten Lintenfisch im M^ und verzehrte ruhig feine Beute. Er hatte sie jedoch noch nicht ganz verschlungen, als das Fangboot eine Harpune absandte, bereu Granate dem Leben des stolzen Siegers ein Ende machte'

Der Liebesroman des Toreadors.

(dt) 5m vergangenen Sommer hat der Loreador Bernabo Lafiettes die Mexikaner durch seine Kraft, Kühnheit und Ele­ganz im Besiegen der Stiere in Begeisterung versetzt. Niemand aber war begeisterter als ein junges Mädchen aus einer der vor nehmsten und aristokratischsten Familien Mexikos. Doch das sollte man erst viel später gewahr werden.

Bernado Lafiettes kehrte, als feine mexikanische Tournee beendet war, nach Madrid zurück. Und jene mexikanische Fami­lie kam auch über den Winter nach Europa und bezog in Sala manca ein stattliches Palais. Rosita, das verliebte Löchterlein aber verließ Palais, Eltern und Salamanca und warf sich, alles vergessend, in die Arme ihres sie sehnsüchtig erwartenden Toreadors.

Die Polizei wurde sofort in Bewegung gefetzt unMo bauerte es auch nicht Lange, bis das Pärchen auf gestöbert auseinandergerissen wurde. Da aber die spanische Polizei eine höfliche Polizei ist, geleitete Jie Rosita zu den besorgten Eltern, beschränkte auch den beliebten Stierkämpfer nicht in seiner Freiheit, sondern hat beide nur, sich zur Verfügung des Ge-. richtes zu halten,. Aber wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, werden sich die Richter, mit dieser Lntführungs- gefchichte nicht zu beschäftigen haben: Man nimmt nämlich all­gemein an, daß der Loreador in Kürze Rosita und ihre Mit­gift von 12 Millionen Pesetas, diesmal aber mit Wissen und Einverständnis der Litern, wieder entführen wird. Und zwar zum Traualtar.

MilWWw

A. Fischer & C. Holzmüller

Samstag, den 14. März, abends 8 Uhr, auf dem Platz ——^ neben dem Waldschlößchen.

Aunk-MMngsGorWiMg!!

| das Ereignis Fuldas %

Ale Massenschau

IM größte Zoologische Gatten auf Reifen!!

Kartenvorverkauf bei

Menageriebesichtigung

ab 10 Uhr vormittags.

B. J. RUPPEL, Zigarrengesch.

Friedrichsmarkt.

Morgen, Sonntag finden Vorstellungen nachmittags 2,4, 6 Uhr mb von 8-10 Uhr Natt.

mjggyPie Menagerie ist gut

o

M

M

Achtung?.'

la. Kochkäse .............per Pfund «â

Oitt^m^tyflf^lt* O'ÄFa Allgäuer < -f« -

irische Bücklinge

Stangen. .

♦

'M

sowie

sämtliche Fischmarinaden billigst.

0*40^

Telefon Nr 716. IBM Schwelnemarkll?

Tsrfstrei

für Groß- und Klein­vieh verkauft fuhren­weise a Zentner 2 ^. ab Hof«

Heeres­verpflegungsamt

Fulda. »

Staatlich. Gymnasium Fulda

Das neue Schuljahr beginnt Diens­tag, den 21. April, vormittags 8 Uhr mit der Prüfung der neu eintretenden Schüler.

Anmeldungen können schriftlich jederzeit, mündlich Montags, Mitt­wochs und Freitags von 10.30—11.30 Uhr auf dem Amtszimmer des Unter­zeichneten erfolgen. Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und letztes Schulzeugnis. (Abgangszeugnis).

FULDA, im Februar 1925.

Der Gymnasialdirektor. Dr. MÜLLER.

llilllliB

Wegen Verheiratung des jetzigen? suche zum 1. Avril

NIMM

für Küche und Saus.

Sprechzeit 2-3 u. abdö. füll V UM

Siurmlusstr. 5 1

WMI!^

Brihts

Kohlen-Vertrieb

G. m. b. H.

ferrenbadi. Hom r fwl

Kanalstr. 55. Fernsprechers.

für die

Mitglieder des Spar- u. Bauvereins G.M.H.S.

zu der am Samstag, den 21. März 1925, abends 8 Uhr, im grossen Saale der „HARMONIE“ stattfindenden

" Hauptversammlung.

1. Bericht des Aufsichtsrates.

2. Bericht des Vorstandes nebst Vorlage des Rechnungs­abschlusses für das Geschäftsjahr 1924, sowie Aus­sprache hierüber.

3. Genehmigung des Abschlusses, Beschlußfassung über die Gewinnverteilung und Entlastung des Vorstandes.

4. Ersatzwahl für den versetzten AuWchtsratsvorfitzenden und die ausfchetdenen Aujsichtsratsmitglieder.

5. Aenderung der Satzungen.

6. Festsetzung der Höchstgrenze der aufzunehmenden An­leihen und Spareinlagen, sowie des Hinsfuhes für Spar­einlagen.

7. Behandlung etwaiger Anträge (solche müssen bis zum 18. März 1925 beim Vorstand schriftlich eingereicht sein.

Der Vorstand d. Fuldaer Spar- u. Bauvereins e.G.m.bH.

Gutberlet.

Räumschüssel.

Weinern.

Müller.

Ast

L?

Schürger, * Stopfet

y

’M

UeilsHilimle Oillisparlei

Ortsgruppe Fulda.

Einladung zur Königin-Lu- ise-Feier der Frauengruppe am Sonntag, d. 15. März. abds. 8 Uhr im kleinen Saale des ev. Gemeindehauses. - Im Anschluß gemütliches Beisammensein. Be­freundete Gäste sind willkommen,

Die Vorsitzende.

Tabakfabrikate-Großhandlung CARL MANZ

ßeinrichstrasse 43. Fulda Fernsprecher 385

Zigarren, Zigaretten

Rauch- Kau- und Schnupftabake Hervorragend leistungsfähig!

Die hellen und dunklen

Sandlerbräu- biere sind weltbekannt.

Verlangen Lie überall

„Kulmbacher Sandler'

Vertretung u. Niederlage

Fr.Wohlgemuth Fulda RS

Eine Annonce

in guter Abfassung fieht das Auge des Lesers an und erfüllt hiermit ihren Zweck.