erubarung mürbe bie Fraktion des «Zentrums und der Demokraten von einem Ausschuss der rechtsstehenden Parteien gebeten, für morgen Bormittag Vertreter mit äusserst weitgehenden Vollmachten zu der Sitzung des Ausschusses ju entfeilden. Die Blätter glauben, dass die Besprechungen zu einer Klärung der Lage sichren werden, sodass vielleicht noch im Lause des morgigen Tages die Lèominierung eines Kandidaten für die Reichs- präsidontemvahl erfolgen dürfte.
Nem Sm
Line Kiudsmörderia.
Berlin, 9. März. (Lig. Meldg.) Nach einer Blättermeldung aus München hat in dem Dorfe Bischheim bei Regens bürg die Tochter eines angesehenen und sehr vermögenden Bauern ihr Kind, das sie heimlich geboren hatte, auf einem aus Reisig hergestellten Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Tat wurde entdeckt, die Mörderin verhaftet.
ivb. Hamburg, 10. März. Bei den Kommunalwahlen in Hoger (Kreis Tondern) haben die Deutschen den Gewinn eines Mandats zu verzeichnen.
wb. Köln, 10. März. Die Stadtverordneten haben auf Antrag der sozialdemokratischen Fraktion beschlossen, einen Platz oder eine Strasse nach dem Namen des verstorbenen Reichspräsidenten zu benennen.
Weiterhin haben sie gegen die Stimmen der Kommunisten 10 000 Mark für die Hinterbliebenen der Katastrophe auf der Zeche Minister Stein bewilligt.
Die Schissskatastrophe vor der Schelde-Möuduug.
wb. Amsterdam, 10. März. Nach den neuesten Meldungen aus Hoek van Holland war gestern abend der grösste Teil der Bemannung des dort gestrandeten Frachtdampfers Soerakata durch die Rettungsboote an Land gebracht worden. Nur die Offiziere und wenigs Leute der Besatzung blieben vorläufig noch an Bord. Wenn auch angenommen wird, dass keinerlei Hoffnung mehr besteht, das Schiff selbst zu retten, so will man doch, wenn ruhiges Wetter eintritt, versuchen, die Ladung zu retten.
Neuwahlen für das Utsterparlameut.
wb. Loudon, 10. März. Die Morning Post meldet aus Belfast: Die Regierung Rordirlands hat beschlossen, sofort die Neuwahlen vorzunehmen. Das Ulsterparlament, das heute zusammentrete, werde vielleicht schon Sonnabend aufgelöst; die Wahlen würden wahrscheinlich noch vor Ostern stattfiNden. Zweck der Auflösung sei, der Bevölkerung von Nordirland Gelegenheit zu geben, ihre Ansicht zu äußern, bevor der Bericht der Grenzkommission, der demnächst erwartet werde, zur Veröffentlichung komme.
D.B. Paris, 9. März. (Lig. Meldg.) Ueber die Unterredung zwischen Thamberlain und Herriot verbreitet Havas eine längere Darstellung, in der es heißt, der englische Aussenminister habe erklärt, eine befriedigende Lösung der Sicher- Heitsfrage könne nur der FLufmächte-Pakt — mit Einschluß Deutschlands — bringen. Der deutsche Vorschlag könne als geeignete Verhandlungsgrundlage angesehen werden. Herriot soll der englischen Auffassung grundsätzlich nicht ablehnend ge- genüberstehen, jedoch habe er ernstliche Einwendungen gemacht. Der französische Ministerpräsident habe sich dafür ausgesprochen, zuerst ein enger gehaltenes Sicherheitsabkommen zwischen Frankreich, England und Belgien abzuschllessen und erst dann den anderen Fragen näherzutreten. Was Polen anlange, so könne Frankreich die deutschen Bestrebungen über die Revi- dierung der Ostgrenzen nicht billigen, die eine Gefahr für M territoriale Statut Polens bedeuten.
Militärische Aushebungen in Konstantinopel.
Konstantinopel, 10. März. (Wolff). Die Militärbehörden haben die Mobilisation der Männer im Alter von 19 bis 26 Fahren beschlossen, die jetzt in Konstantinopel leben und aus den Gebieten stammen, die dem Aufstandsgebiet benachbart sind. Die Polizei ist damit beschäftigt, diese Leute einzuziehen.
wb. Aewgork, 10. März. Massgebende Kreise haben beabsichtigt, an den bedeutensten amerikanischen Universitäten Lehrstühle für Balneotherapie zu errichten, vornehmlich um deutsche Autoritäten auf diese Lehrstühle zu berufen.
M die
(Aus dem Reichstag.)
Schon wieder sind wir in Wahlkampfstimmung. Leben auch die Parteien noch, so ist doch der Reichspräsident dahingegangen, und das große Ereignis der Neuwahl wirft seinen Schatten voraus. Auch in den Reichstag hinein. Der war in der letzten Zeit mit seinen EtatSberatungen neben den grossen Tagesereignissen einhergelaufen, ohne die allgemeine Aufmerksamkeit zu beanspruchen oder zu verdienen. Auf der Tagesord- nung der Montagssitzung aber standen mehrere aktuelle Fragen, die mit dem Präsidentenwechsel zusammenhingen und eine weitere wurde auf Antrag der Kommunisten noch hinzugefUgt: Der Streik unter den Eisenbahnern. Die ersten Stunden waren dem Hauptthema gewidmet. Man wundert sich jedesmal, wenn in irgend einem Punkt alle Parteien einig sind und ein Vorschlag ohne Widerspruch angenommen wird. So ging es mit der Regierungsvorlage, die den Termin für den ersten Wahlgang auf den 29. März, für den zweiten Gang auf den 26. April festge- febt- Aber auch der Antrag der Parteien von Hergt bis Wels, den Reichsgerichtspräsidenten Dr. Simons zum Stellvertreter bet Reichspräsidenten zu machen, fand nur bei den Völkischen Widerspruch. Es ist gewiß richtig, daß dem Wunsch der Linken die anderen Parteien nachgegsben haben, ohne aus der Angelegenheit eine politische Frage zu machen. Die Amerikaner wählen bekanntlich zugleich mit dem Präsidenten einen Vizepräsidenten; und es wäre durchaus erwägungswert, ob man nicht auch unsere Reichsverfassung dahin ändern soll, daß generell ein Stellvertreter, etwa der jeweilige Präsident des Reichsgerichts, für den Fall einer längeren Erkrankung oder des Todes des Reichspräsidenten bestimmt wird. Der Kampf und Krach setzte erst bei dem dritten Punkt der Tagesordnung
ein: dem Gesetzentwurf, nach dem das Reich die Kosten für die Bestattung des Präsidenten Eberts tragen soll. Wenn auch die Vorlage auf diesen Fall spezialisiert ist, so hat sie ihre Hauptbedeutung doch als „Präzedenzfall"; denn was diesmal bewilligt ist, muß natürlich auch künftig stets beim Tode eines Reichspräsidenten bewilligt werden. Es handelte sich nicht um Herrn Ebert, sondern um das Reichsoberhaupt, dem eine würdige Bestattung zukommt. Die Monarchenhäuser haben die Leichenbegängnisse wohl selbst bezahlt, aber sie waren meist reicher und erhielten aus öffentlichen Mitteln dauernd weit grössere Zuwendungen als der Reichspräsident. Deshalb erscheint es wohl nicht als auffällig, sondern vielmehr als selbstverständlich, daß die Deutschnationalen diesem Gesetzentwurf zustimmten. Der Nationalsozialist Graf Reventlow, der sich an ihnen deshalb zu reiben suchte, beging denselben Fehler wie die Kamm.: eine persönliche Ehrung für Ebert in der Vorlage zu finben, die doch offenbar Allgemeingültigkeit beanspruchen darf.
Der Hauptradau herrschte, als der Kommunist Remmele den toten Ebert in wirklich unflätiger Weise beschimpfte. Der Präsident konnte nur im beschränkten Maße dagegen einschreiten, da die Geschäftsordnung in bezug auf den Schutz von Verstorbenen versagt; um so heftiger aber entlud sich direkt die Wut der Sozialdemokraten gegen die Kommunisten. Es bildete sich da auf der Linken ein „Nebenkriegsschauplatz" mit so heftigem Kanonendonner, dass manchmal minutenlang der oben am Pult stehende Redner innehalten mußte. Das ging so nicht nur während des trockenen Keifens von Herrn Remmele, sondern auch bei Erwiderung des alten Zentrumsführers Fehrenbach, der in feiner pathetischen Art dem Andenken Eberts warme Worte widmete. Die Kommunisten tobten. Es war fürwahr ein widerwärtiges Nachspiel. Remmele hatte auch versucht, die drage der Neuwahl zu erörtern, war jedoch von dem Präsidenten unter Drohung mit der Wortenziehung daran gehindert worden. Außerhalb des Sitzungssaales war natürlich die Kandidatenaufstellung das Hauptthema aller Gespräche. Bei den Demokraten und beim linken Zentrum zeigte sich stärkste Missstimmung über die sozialistische Sonderkandidatur, und man versuchte, diese noch rückgängig zu machen. Auf der anderen Seite gingen die Bemühungen weiter, das Zentrum für ein Zusammengehen mit den Parteien zu seiner Rechten zu bewegen. Aber dieses Ringen um die Zentrumsseele scheint wenig Erfolg zu versprechen. Denn ach, es wohnen ja zwei Seelen in der Brust des Zentrums, und keine will sich vo.n der anderen trennen ... .
Die Aussprache über den Teilstreik unter den Eisenbahnarbeitern ging mit Reden je eines Kommunisten und Sozialdemokraten verhältnismässig glimpflich von statten; man merkte namentlich dem zweiten an, daß er den Bogen doch nicht überspannen wollte, dm Verkehrsausschuß soll das Weitere beredet werden. Dann erledigte das Haus noch kleinere Vorlagen.
W AM MMO.
Gärlnergehilfen-Prüfung. Unter Leitung der Herren 8ar- tenbaudirektor Engeln von der Landwirtschaftskammer zu Tas- fel, des Schlossgärtners Klave aus Gersfeld und des Gärtnerei besitzens Ludwig Ries aus Fulda fand am Samstag den 7. März hier die diesjährige Gärtnergehilfenprüfung statt. Es bestauben die Prüfung mit der Note „gut“ die Lehrlinge Ernst Eberling aus Meerholz und Heinrich Botthof aus Allendorf, mit der Note „genügend" der Lehrling August Engel aus Bad Orb.
Der Verein jür Naturkunde kann am 13. März b. ös. fein öOjähriges Bestehen feiern. Fn der Nachkriegszeit konnte der Verein zwar infolge der Ungunst der Verhältnisse bis jetzt kein regeres Leben entfalten, Gn der Vorkriegszeit dagegen zählte der Verein zu den angesehensten und tätigsten Vereinen der Stadt. Auch nach außen zeigte der Verein eine rege Tätigkeit, z. B. durch feinen Schriftenaustausch mit 91 naturwissenschaftlichen Vereinen des Fn- und Auslandes. 3n den Reihen seiner Mitglieder >hatte der Verein sehr angesehene Wissenschaftler; um nur einige Namen zu nennen: Dannenberg und Goldschmidt, die ausgezeichneten Kenner der Rhönflora, Geheeb, den weitbekannten Forscher über Moose und Flechten, Prof. Dr. Von- derau, den uns allen bekannten erfolgreichen Erforscher der Vorzeit. Der Verein für Naturkunde hat nun vor kurzem seine Tätigkeit wieder ausgenommen und ist bestrebt, nach Mög- l.^ .veit wieder zu seinem früheren Ansehen zu gelangen. Dieses Bestreben ist aber nur dann erfolgreich, wenn die Hahl der Mitglieder groß ist. Es wird nicht viele Vereine geben, die für den geringen monatlichen Beitrag von 50 Pfg. so viele Vorteile bieten: den Mitgliedern werden Lesemappen in das Haus gebracht, die ihnen 10 Zeitschriften aus allen Gebieten der Naturwissenschaften zuführen, auf Ausflügen wird die heimatu„-e Flora und Fauna beobachtet und bestimmt, in wissenschaftlichen Sitzungen werden interessante Themen aus Natur und Technik in Vorträgen behandelt. Geber Freund der Natur jeder technisch Interessierte findet also im Verein für Naturkunde reiche Anregung und sollte den Verein in seiner Wirksamkeit unterstützen. Sein 60. Stiftungsf. feiert der V. f. Natur Kunde durch eine Festsitzung am Freitag den 13. März abends 8K Ahr im Hochzeitszimmer des Bürgervereins. Aus dem Programm des Abends seien besonders hervorgehoben die Festrede von Herrn Prof. Dr. Vonderau urtb ein Lichtbildervortrag des Vorsitzenden der biologischen Vereinigung für Hessen, Herrn W. Sunkel aus Marburg über die heimatliche Vogelwelt. Herr Sunkel war lange Feit Vogelwart auf der Vogelschutzinsel Mellem (Nordsee) und ist einer der besten Kenner der Vogelfauna Hessens. Der Verein für Naturkunde la- dec seine Mitglieder mit ihren Familien sowie die Freunde und Gönner des Vereins zu seiner Festsitzung herzlich ein und hofft, baff viele dieser Einladung Folge leisten. Damit auch unsere Fugend die heimatliche Vogelwelt kennen lernt, hält Herr Sun- Kel am Samstag den 14. März vormittags Iben gleichen Vor- trag im Neuen Theater. Hierzu find die höheren Schulen sowie die Oberklassen der Volksschulen eingeladen worden. Auch Erwachsene können, soweit es der Raum erlaubt, der Vorführung bei wohnen. Wegen Auskunft über den Verein für Naturkunde wolle man sich an Dr. Georg Schneider, Adalbertstraße 32 wenden .
12. Hessischer Kanfmanusgehilfentag.
Am 8. März ds. Fs. fand in Darmstadt der vom Deutsche nationalen Handlungsgehilfenverband, Gau Main-Weser, berufene 12. Hessische Kaufmannsgehi1 fentag statt, dem am 7 der Gautag des D. H. V. Gau Main-Weser voranging. Dieser Tag stand im Zeichen der Neuwahl des Gouvorstehers, da der seitherige Führer Herr Schellin-Frankfurt a. M. infolge seiner Berufung in die Hauptverwaltung nach Hamburg, zursick- treten musste. Als neuer Führer wubde Herr Heinrich Auerbach, Frankfurt a. M., der bis vor Kurzem Leiter der ge= werkschaftlichen Abteilung in Berlin war, einstimmig gewählt Der scheidende Herr Schellin wurde zum Ehrenvorsitzenden des Main-Weser Gaues durch einstimmigen Zuruf gewählt. Beratungen der sonstigen Tagesordnung erstreckten sich auf einen Rückblick der gewerkschafts- und sozialpolitischen ^^ I und die Beratung von Megen, um den Wünschen zur Ann- Kennung und Durchsetzung zu verhelfen. Die vom Gauvorstand und verschiedenen Ortsgrupepn gestellten Anträge wurden angenommen bezw. den zuständigen Stellen als Material überwiesen.
Dem Kaufmannsgbhilfentag gingen noch Aribeitstaguugen der Bildungs- und der Fugendobmänner voraus, in denen ebenfalls die Arbeit des kommenden Fahres und die Wege, die der Zielerreichung dienen sollen, besprochen wurden. Auch dort zeigte sich volles Verständnis und reges Loben für die Aufgaben des Verbandes.
Den Kaufmannsgehilfentag eröffnete der Vorsitzende Herr Schellin Frankfurt M. und begrüßte die als Gäste erschienenen Herrn Regierungsrat D. Bernheim, Darmstadt, Regierungs- assessor Hartmann, Wiesbaden, Regierungsassessor Dr. Schiff, Darmstadt, Regierungsasseor Dr. Stein, Darmstadt, Dr. Hamm Darmstadt. Weiterhin Landtagsabgeordneter Pauli D. V. P. und Abgeordneter Kind, D. N. V. P. sowie Herrn Braun, Tasse!, Handelsaussicht.
Sodann sprach Herr Auerbach, Frankfurt a. M. über „Gewerkschaftliche und sozialpolitische Standesziele". sicher und gründlicher Besprechung des derzeitigen Standes der sozialen Geisetzgebung, der gewerkschaftlich zu stellenden Auf gaben, schilderte der Berichterstatter die Aufgaben, die zu lösen die Berufsgewerkschaft der männlichen Kaufmannsgehilfen nicht nur berufen, sondern auch durch den Erfolg Fhrer Arbeit Guserjeben sei.
Schon im Fahre 1902 hat der D. H. V. die Forderung nach Angestelltenausschüsfen in Betrieben mit mehr als 20 Angestellten gefordert. Wenn nunmehr das Betriebsrätegesetz dWivk lichkeit geworden ifei, so entspreche dies nur einer alten Forderung des D. H. V., für die er lange genug gekämpft hatte. Zwar seien alle Forderungen nicht berücksichtigt, aber trotzdem müsse man das Gesetz als Ausgangspunkt der weiteren Arbeit ansehen. Die Betriebsräte dürften sich nicht durch die Arbeitgeber von Fhren Aufgaben ablenken lassen. Weiter fordere man den paritätischen Ausbau der Handelskammern. Der Achtstundentag müsse der Arbeitnehmerschaft als Normälar- beitstag unbedingt gewahrt bleiben. Ebenso müsse man im Kleinhandel die völlige Sonntagsruhe fordern. Ein Be>dürfnis für die Offenhaltung der Geschäfte könne an Sonntagen nicht anerkannt werden. Der freie Sonntag sei ein Kulturrecht, auf das die Kaufmannsgehilfen mit Recht Anspruch erhoben könn- ten. Das Tarifrecht müsse 'ünbedmgt die" BevbinbltttWfti^â.^ Klärung von Schiedssprüchen aufrecht erhalten, da die Arbeitge- berfchaft sich z. Zt. noch nicht auf die freie Regelung eingestellt habe und für die Angestelltenschaft Eollektivabkommen "abzuleh- nen versuche. Der D. H. V. hält am Gedanken des Tarifvertrages fest, da er in ihm den ersten Grundstein des wahren Ge- meinschaflsgedanken sehe. Die Belastungsmöglichkeiten in der sozialen Gesetzgebung seien nicht erschöpft, wie fälschlich behauptet wurde. Eine soziale Schutzgesetzgebung müsse zur Verhinderung des Raubbaues an der Arbeitskraft der Angestellten Lvhaiten bleiben. Statt die Kaufmannsgehilfen zu Notstandsarbeiten im Falle ihrer Erwerbslosigkeit heranzuziehen, müsse diesen Gelegenheit zur Fortbildung in besonderen Kursen gegeben werden.
Auf dem kaufmännischen Stellenmarkt müsse unbedingt eine Möglichkeit geschaffen werden, daß ältere im Dienst ergraute Kaufmannsgehilfen nicht ohne weiteres abgebaut werden könnten. Die Arbeitgeber müßten gezwungen werden eine bestimmte Anzahl derartiger Angestellter zu beschäftigen. Das Besitz- recht bedürfe dringend einer Umgestaltung. Unter Ablehnung des marxistischen Sozialisierungswahnes fordere.man das Mit- leitungs- und Mitbesitzrecht. Die Lust zur Arbeit werde hierdurch nur günstig beeinflußt. ” '
Herr Wilhelm Brack, Frankfurt a. M. sprach über die Bil- | dungs- und Kuliurbestrebungen des D. H. V. Auch hier entrollte der Redner ein hoffnungsVercheissendes Programm deutsch nationaler Kaufmannsgehilfenarbeit.
Beide Vorträge wurde mit großem Beifall ausgenommen urtb zwei vorgelegte Entschliessungen einstimmig angenommen.
Das Schlusswort sprach Herr Verbandsvorsteher BechleA Berlin. Seine Llusführungen wurden mit anhaltendem M- mischon Beifall ausgenommen.
Schlüchtern, 10. März. Fm benachbarten Steinau wurden wiederum umfangreiche Eisenbahndiebstähle aufgedeckt, die zum Teil schon mehrere Fahre zurUckliegen. Der Haupttäter ist flüchtig.
Schlüchtern, 9. März. Oberförster Banning wurde von Mottgers nach Nienburg versetzt. Die Oberförsterei Oberzell wurde dem Forstassessor Wachter vom Regierungsbezirk Oppeln übertragen.
Hanau, 8. März. An den Pfingstfeiertagen findet hier eine Wiedersehensfeier aller ehemaligen 6er Ulanen statt gelegen^ sich der Standartenweihe des Vereins ehemaliger 6er Ein Festzug wird die Geschichte des Regiments, das bekaitnt- sich aus Lützows schwarzer Reitenschar hervorgegangen ist,'oer- sinnbildlichen. Der erste Kommandeur Ibes Regiments war Ma- jor v. Lützow, fein erster Adjutant Theodor Körner. Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an die Geschäftsstelle des Vereins ehemaliger 6er Ulanen, Hanau a. M., Salzgasse 28.
Gaffel, 10. März. Die nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei veranstaltete am Sonntag im Gasthaus Lesch zu Ehren Adolf Hitlers einen „deutschen Abend". Nach gemeinsam gesungenem Sturmliod begrüßte Schlosser Helmrich die Vevsamin- lung. Professor Schulz wies auf die Bedeutung des Abends hin und schilderte die Persönlichkit und den Eharakter Hitlers. Herr Föhke-München sprach dann noch eingehend über Siel und Wesen des nationalen Sozialismus.